Für eine analogere Kindheit – ÖDP gegen «iPhonisierungswahn»

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MÜNCHEN. Einmal die analoge Katze gestreichelt bringt mehr als das hundertste Katzenvideo, findet Bayerns ÖDP-Chef Klaus Mrasek. Im bayerischen Landtagswahlkampf will die Partei sich für eine entspannteres Verhältnis zur Digitalisierung einsetzen.

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Bayern will sich für eine analogere Kindheit und Schulbildung einsetzen. «Multimediale Medienkompetenz ist natürlich wichtig», sagte Landeschef Klaus Mrasek in München. «Den Leuten wird aber signalisiert, den Anschluss zu verlieren, wenn sie dem iPhonisierungswahn nicht folgen.»

Multimediale Kompetenz ist wichtig, doch digitale Unterrichtsmethoden erhöhen den Lerneffekt nicht, findet Bayerns ÖDP-Vorsitzender Klaus Mrasek. Foto: Honza Soukup / flickr (CC BY 2.0)
Multimediale Kompetenz ist wichtig, doch digitale Unterrichtsmethoden erhöhen den Lerneffekt nicht, findet Bayerns ÖDP-Vorsitzender Klaus Mrasek. Foto: Honza Soukup / flickr (CC BY 2.0)
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Dabei gebe es keinen Nachweis, dass digitale Unterrichtsmethoden den Lerneffekt erhöhten. «Einmal die analoge Katze gestreichelt bringt mehr als das hundertste Katzenvideo», sagte Mrasek. Wichtig sei es für Kinder, über mehrere Sinne die Welt zu erfahren. Das Thema will die Partei auch im Landtagswahlkampf bis zum 14. Oktober einbringen. (dpa)

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2 KOMMENTARE

  1. Endlich traut sich mal jemand, das zu sagen. Warum muss das der Chef einer sehr kleinen Partei tun? Wär’s nicht in Bayern, hätte vermutlich kein Medium die Aussage veröffentlicht.

  2. Da ist sehr wohl was dran. Lebende Tiere sind immer besser als entsprechende Videos. Aber Eltern lehnen heute meist Tiere ab und merken gar nicht, dass sie ihr Kind damit auch vor sozialer Verantwortung “schützen” und ihnen viele schöne aktive Momente nehmen.

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