Gleichstellungsministerin wirbt in Kitas und Schulen für Toleranz gegenüber unterschiedlichen Familienformen

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Gleichstellungsministerin Anne-Marie Keding (CDU) hat mehr Toleranz und Offenheit gegenüber unterschiedlichen Familienformen und Lebensweisen gefordert.

Keding wünscht sich mehr Toleranz. Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

«Alternative Lebensformen sind heute neben der tradierten Familienform Teil unserer Gesellschaft. Allzu oft stoßen sie aber noch auf Vorurteile und Unverständnis», erklärte die CDU-Politikerin. Zur Aufklärung soll auch ein Medienkoffer für Kitas und Grundschulen beitragen, den Keding offiziell vorstellte.

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Das auch unter dem Namen Kita-Koffer bekannte Projekt ist Teil eines Aktionsplans der Landesregierung für mehr Akzeptanz für Lesben, Schwule, Transsexuelle und andere sexuelle Minderheiten. In den Kinderbüchern und Spielen in dem Koffer werden zum Beispiel Patchworkfamilien oder gleichgeschlechtliche Elternschaft thematisiert.

Zudem sind auch Fachbücher für Erzieher und Lehrer enthalten. Zunächst gibt es je zwei Koffer für Kitas und Grundschulen, die sich die Einrichtungen für einige Wochen ausleihen können. dpa

Zwei Papas, zwei Mamas – Kita-Koffer soll Vielfalt der Familienformen zeigen

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34 KOMMENTARE

  1. Die jahrtausendealte Vorstellung “Vater-Mutter-Kinder” soll ausgerottet werden. Also muss man im Kindergarten anfangen.

    • Selbst bei uns auf dem Land gibt es viele Patchworkfamilien und ich habe 2 alleinerziehende Väter mit je mehreren Kindern. Man muss sich als Lehrerin auch abgewöhnen, beim montäglichen Erzählkreis zu schlucken, wenn doch einige Erstklässler so anfangen: “Also ich war am Wochenende beim Papa….” Ist leider heutzutage normal….

      • @missisippi alleinerziehende gab es zu allen zeiten “bis dass der tod euch schiede”, es mag sein, dass sich heute die lebenden schneller verabschieden, wobei auch hier ein konservativer zeitgeist spürbar vorrückt bzw. zu meiner” zeit wäre niemand aus meinen kreisen auf die idee gekommen, sich zu verloben.

      • Der Gleichstellungsministerin geht es nicht um Alleinerziehende Mütter oder Väter bzw. heterosexuelle Patchworkfamilien. Es geht ihr hauptsächlich um die 0,0…% der Kinder mit gleichgeschlechtlichen Elternpaarkonstruktionen. Wo kämen wir denn dahin, dass sich die Politik mal um eine signifikant große Bevölkerungsgruppe kümmern würde …

        • @xxx erneut jonglieren sie mit irrealen zahlen, wo leben sie, dass sie so gar nichts von homosexuellen eltern mitbekommen?

          “Die Zahl der gleichgeschlechtlichen Paare, die eine Lebenspartnerschaft eingehen, steigt übrigens immer stärker. Denn: Im Jahr 2006 lebten noch 19 Prozent aller homosexuellen Paare in einer Lebenspartnerschaft. Im Jahr 2011 waren es schon 40 Prozent und nochmal zwei Jahre später stieg die Quote laut dem Statistischen Bundesamt auf 45 Prozent. ”

          https://www.lebenspartnerschaft.de/aktuelles/statistiken-zur-homoehe-in-deutschland.html

          es ist einfach nur anmaßend, der ministerin zu unterstellen, um wen es ihr ginge, was möchten sie mit solchen behauptungen erreichen?

          • Dann recherchieren Sie bitte, wie viele minderjährige Kinder (in absoluten Zahlen) in gleichgeschlechtlichen Familien aufwachsen. Aus Ihrem Kommentar und dem Link geht das nicht hervor. Ich habe in Ihrem Link nur folgendes gefunden:

            “Rund ein Zehntel der Familien sind Elternpaare mit minderjährigen Kindern ohne Trauschein, dafür in Lebensgemeinschaft oder gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaft, also in einer “Homoehe”.”

            Diese 10% enthalten allerdings heterosexuelle Partnerschaften. Die 0,0…% mögen vielleicht übertrieben wenig sein, viel mehr als 1-2% aller Kinder oder eine Handvoll pro Schule dürften es es nicht sein. Man müsste dann auch mal gesondert untersuchen, wie viele der Kinder in die Beziehung mitgebracht oder während der Beziehung geboren wurden.

            Übrigens ist Toleranz (Duldung) der geringstmögliche Kompromiss, den man fordern könnte, Akzeptanz (Gutheißung) und Respekt sind ganz andere Hausnummern.

          • @xxx recherchieren dürfen sie gern selbst: auch die wege zur akzeptanz und respekt beginnen mit dem ersten schritt richtung toleranz, viel erfolg!

          • Tut mir leid, Sie enttäuschen zu müssen, aber zunächst sind Sie am Zug, denn Sie wollten meine obige Behauptung mit einem Artikel widerlegen, der dafür nicht geeignet ist. Daher gebe ich Ihnen zunächst die Chance, mich auszukontern, weil ein 2:0 für mich dürften Sie in dieser Sache kaum ausgleichen können.

            (Nebenbei: Mir ist es vollkommen egal, zu welchem der 37000 Facebook-Geschlechtern sich die Eltern oder Kinder zählen, in welchen Konstellationen wer mit wem zusammenlebt, an welchen Gott sie glauben und womit sie den Lebensunterhalt verdienen, solange es den derzeit gültigen Gesetzen entspricht und die Kinder ihre Rolle als Schüler ernst nehmen.)

  2. es geht um “toleranz und offenheit” für familienmodelle, die eben auch anders aussehen: mit “ausrottung” ist vielmehr eine horizonterweiterung gemeint und ich wundere mich wirklich, dass es heute noch solche enormen ängst vor anderen lebensformen gibt, die lediglich nicht der eigenen entsprechen.

    • “Angst vor anderen Lebensformen”
      Besonders in Milieus von muslimischen Zuwanderern, denn der von unseren Islamverbänden vertretene Islam ist — mehr noch als die orthodoxen Kirchen und der Katholizismus — strikt gegen Homosexualität. Und das wirkt sich eben aus, zumindest als zählebige Meinung gerade in den Familien, die nicht zu den Gebildeten gehören. Im Gottesstaat Iran kann man übrigens noch heute für homosexuelle Handlungen hingerichtet werden. Manche Leute erzählen jetzt, dass es vor Hunderten von Jahren anders war. Mag sein, ist aber eben lange her:
      http://www.deutschlandfunkkultur.de/homosexualitaet-islam-ist-nicht-gleich-homophob.1005.de.html?dram:article_id=358335
      Man beachte besonders die Leserkommentare.

    • cavalieri, danke für den interessanten link, ABER es nervt, dass sie in jedes forum ihr lieblingsthema einbringen vollkommen unabhängig ob dieser inhaltlich zum ausgangsthema passt: so sprengt man diskussionen…ihr thema ist selbstverständlich auch wichtig, aber bitte nicht ständig und überall…hier geht es um sexuelle minderheiten und wie sich diese in familiären lebensformen darstellen vollkommen unabhängig von ihrer religionszugehörigkeit.

      • Erstens ist das gar nicht mein Lieblingsthema (es wird mir sozusagen von außen aufgezwungen), zweitens geht es sehr wohl um die Akzeptanz der Schwulen usw. generell, und drittens ist das eben nicht unabhängig von der ethnischen oder Religionszugehörigkeit, wenn bestimmte Religionen oder Communities sich erdreisten, hier rigide Vorschriften zu machen. Siehe den Iran! Fragen wir doch mal die Kardinäle, die orthodoxen Patriarchen, die Mullahs oder den Herrn Erdogan nebst Ditib, was sie von den “unterschiedlichen Familienformen” halten. “Toleranz gegen die anderen” ist nicht ein hervorstechendes Merkmal der Genannten. Aber genau um diese Toleranz geht es doch. So wie ein neuer Judenhass uns zugewandert ist, so ist auch ein neuer Schwulenhass zugewandert, nachdem der alte Schwulenhass bei uns schon überwunden zu sein schien. Das mit wohlklingenden Phrasen zu übertünchen, das ist allerdings meine Sache nicht. Das überlasse ich anderen.

        • Ja, klar, nicht unabhängig von Religionszugehörigkeit:
          Man denke auch an die evangelikalen christlichen Gruppen, die Homosexuellen auch heute noch den Teufel austreiben wollen und sie verdammen,
          die gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht einmal tolerieren können und deren Kinder womöglich aus ihren Familien reißen würden.

          Extreme Denkweisen und Extremisten gibt es überall auf der Welt.
          DAS ist unabhängig von Religionszugehörigkeiten.

          • Nach meiner Kenntnis toleriert die russisch-orthodoxe Kirche keine Homosexualität, und das ganz offiziell. Der Patriarch höchstpersönlich (guter Freund von Putin) ist dieser Auffassung:
            http://www.spiegel.de/politik/ausland/kirill-orthodoxer-russischer-patriarch-hetzt-gegen-homosexuelle-a-912309.html
            Ist das nun eine “extreme Denkweise” oder ganz normale Kirche? Warum gibt es wohl im Gottesstaat Iran die Todesstrafe in diesem Zusammenhang? Das mit den Evangelikalen stimmt. Ich habe gelesen, dass sie in Afrika großen Einfluss gewinnen (auch auf die sog. Pfingstkirchen) und dass sie sich auch dort an einer regelrechten Hetze gegen Homosexuelle beteiligen. Und das, wo ein gewisser Aberglaube in dieser Richtung ohnehin vorhanden ist.
            Es kann ja wohl kein Zufall sein, dass so oft ein Gott in Anspruch genommen wird, um Homosexualität zu verdammen. Das sind halt die Abgründe von Religion. Ein Grund mehr, Religion generell zu relativieren und alles in Frage zu stellen, was die Religionsfunktionäre sagen.

  3. Nach dem LSVD lebten 2015 in Deutschland etwa 10000 minderjährige Kinder in eingetragenen Lebenspartnerschaften. Selbst unter der Annahme, dass nur jedes zehnte gleichgeschlechtliche Paar mit Kindern die Lebenspartnerschaft eintragen ließe, wäre die Anzahl gemessen an den rund 13 Mio minderjährigen Kindern überhaupt in Deutschland verschwindend gering. Die Wahrscheinlichkeit ist also sehr gering, dass Kinder auf solch ein Kind treffen, außerhalb von Großstädten sowieso. Mit anderen Worten ist diese “Werbung” mal wieder viel Lärm um nichts und eher ein Zeichen dafür, dass die Gleichstellungsministerin mehr Geld kostet als Nutzen bringt. Baden Württemberg hat aktuell übrigens andere Probleme als so etwas.

    • @xxx nur weil sie nicht direkt betroffen sind von der ihnen offensichtlich unbekannten problematik, bedeutet dies nicht, dass die arbeit der gleichstellungsministerin weniger sinnvoll ist – vielleicht einfach mal nichts schreiben, wenn man nichts anderes mitzuteilen hat außer abwertung.

      • Sie scheinen ja mittel- oder unmittelbar betroffen zu sein. Dann erzählen Sie mal.

        Übrigens ist Gleichstellung etwas anderes als Gleichberechtigung. Letzteres ist qua Grundgesetz vorhanden, ersteres halte ich für sehr gefährlich.

        • Ich erzähle mal…
          … und wohne nicht im Ballungszentrum, auch nicht in BW.

          An unserer recht kleinen Grundschule im eher ländlichen Raum gibt es mehrere Kinder aus mehreren gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und mehrere Elternteile, die transsexuell sind, Patchworkfamilien ohnehin.

          Dafür können die Kinder nichts, ebensowenig wie für die Trennungen/Scheidungen oder neuen Beziehungen von Eltern.
          Dennoch müssen sie lernen, damit zu leben, damit umzugehen und auch damit, dass sie von anderen darauf angesehen und ggf. auch verspottet werden.

          Die anderen Kinder (und Eltern!) in unserer Schule müssen ebenso lernen, damit zu leben und umzugehen.
          Und wenn Themen wie “Freundschaft” oder “Familie” oder “Jungen und Mädchen” oder “Sexualerziehung” im Unterricht gesetzt sind, KANN auch zur Sprache kommen, warum denn bei anderen Kindern die Konstellationen der Eltern andere sind. Dafür braucht es mediale Welten gar nicht, wenn auch aus der Umgebung Unterschiede bekannt sind.

          Bei Kindern erlebe ich es eher als Neugierde oder Wahrnehmung von Unterschieden und bemerke, dass es ihnen sehr viel leichter als vielen Erwachsenen fällt, darüber zu sprechen ohne andere abzuwerten.

          Und bevor nun jemand schreibt, dass es schon merkwürdig sei, warum ausgerechnet zu unserer Schule so viele unterschiedliche Menschen gehören, obwohl wir im ländlichen Gebiet liegen, dann sage ich: Ja, das wundert mich auch immer mal wieder. Aber wir suchen uns weder die Bewohner des Einzugsgebietes noch die SuS noch die Eltern aus.
          Das können andere Schulen und nutzen ihre Möglichkeiten … ebenso Eltern, die Möglichkeiten dazu finden wollen.

          • Palim: meine ausdrückliche Zustimmung! Wir dürfen nicht zulassen, dass solche Kinder verspottet werden oder sonst schief angesehen werden. Das gilt allerdings für alle, die ein bisschen anders sind oder zu sein scheinen. Die Gretchenfrage ist nur: welche religiösen oder politischen Kräfte sind denn gegen diese “unterschiedlichen Familienformen” ? Was sagt beispielsweise die katholische Kirche in Ihrem Umfeld, was sagen andere Religionsfunktionäre (etwa Ditib)? Was sagt die CDU?

          • “Was sagt beispielsweise die katholische Kirche in Ihrem Umfeld, was sagen andere Religionsfunktionäre (etwa Ditib)? Was sagt die CDU?”

            “Die katholische Kirche” vor Ort ist eine Religionsgemeinschaft in der Diaspora und der Bischof in Osnabrück ist besonders liberal eingestellt und forciert zurzeit Ideen hinsichtlich der Öffnung der kath. Kirche gegenüber Homosexuellen, Geschiedenen und sogar verheirateten Priestern.

            “andere Religionsfunktionäre” sehen das womöglich anders, wobei die Geistlichen der unterschiedlichen evangelischen Landeskirchen – ja, wir haben mehrere – ebenfalls liberal und offen sind,
            während die evangelikalen Gruppierungen zum Teil extreme Positionen vertreten (jedoch bei weitem nicht alle).

            Einen Geistlichen der nahegelegensten Moschee und Synagoge habe ich nicht gesprochen,
            die Yeziden, die ich kenne, sind aus der eigenen Biographie heraus froh, in Frieden leben zu dürfen und halten sich in diesen Fragen eher zurück,
            weitere religiöse Gruppen gibt es, aber sie sind nicht medial präsent.

            Und “die CDU”? Hm, auch da sehe ich ein differenziertes Bild.

            Probleme dieser Familien oder Kinder rühren m.E. in meiner Region eher aus einem “sowas macht man nicht” oder “das ist mir suspekt” oder “die sind komisch” … und weniger aus Indoktrination.

  4. Es geht hier meiner Meinung nach nicht um Toleranz. Für mich sind die Kinder entscheidend und die brauchen m. E. Vater und Mutter als männliche und weibliche Bezugsperson.
    Für mich ist das keine verstaubte Tradition, kein Unverständnis und kein Vorurteil, sondern psychologisches Wissen durch Beschäftigung mit dem Thema.

    Jeder möge so leben, wie er will, ohne schief angeguckt zu werden. Ich will wegen meiner Einstellung aber auch nicht schief angeguckt werden und als intolerant, von Vorurteilen belastet und mit Unverständnis ausgestattet gelten. Das ist und wäre ebenfalls intolerant.
    Bei vielen ethischen Begriffen, die sowohl positive als auch negative Wertungen vornehmen, fällt mir zunehmend auf, dass sie missbraucht werden für Zwecke der Umdenkerziehung.
    Ich werde aber immer nur zustimmen können, wenn ich etwas aus sachlichen Gründen für gut und richtig halte.
    Die Gleichstellungsministerin wirbt in Kitas und Schulen meiner Meinung nach nicht für Toleranz gegenüber unterschiedlichen Familienformen, sondern sie wirbt für diese.
    Kinder wissen längst und sind daran gewöhnt, dass es verschiedene Lebensformen gibt und haben damit keine Probleme, meine Schüler jedenfalls nicht. Da wird Anstoß genommen und gehänselt aus ganz anderen Gründen.
    Warum also werben für eine Toleranz, die längst da ist? Und warum andere Lebensformen erklären und nahebringen, die längst gecheckt sind?
    Diese Frage finde ich viel interessanter.

    • @papa51 kinder brauchen selbstverständlich bezugspersonen, nur aufgrund welches “psychologischen wissens” können sie behaupten, dass diese einem definierten geschlecht angehören müssten? wie kann in diesem kontext ihre auffassung ihrer nächsten vermutung gerecht werden, dass toleranzbemühungen vollkommen unnötig seien?
      das mutet schon mehr als befremdlich an.

    • Ich teile Ihre Meinung, Papa51. Ich denke auch, dass die Gleichstellungsministerin “nicht für Toleranz gegenüber unterschiedlichen Familienformen” wirbt, sondern für diese selbst.

      @unverzagte
      Kinder brauchen weibliche UND männliche Bezugspersonen, nicht einfach nur Bezugspersonen. Dass es in Grundschulen fast nur Frauen gibt, wird immer wieder thematisiert und kritisiert – aus psychologischen Gründen mit Blick auf die Bedürfnisse der Kinder und nicht nur immer auf die Interessen der Erwachsenen. Noch nie was davon gehört? Und warum sollte es im Privatbereich anders sein?

      Wenn Sie das Thema interessiert, dann machen Sie sich doch selbst mal kundig und fragen nicht immer bei anderen nach. Die Masche sieht nicht nach echtem Interesse aus.

      • @Beate S. fragen allein zeugen von interesse – sie sind zudem häufig offener und weiterführender als behauptungen, zumal diese sich zuweilen als einbahnstrassen entpuppen. sorry, dass ich also so unkundig nachfrage, aber derartiges hat bisher niemand sonst veröffentlicht:
        wo befindet sich ein unterschied zwischen der werbung für eine sache ansich und der damit unabkoppelbaren toleranz?
        ja, ich kritisiere auch, dass es zuwenig männliche bezugspersonen in der grundschule gibt, aber haben wir deswegen wirklich einen derartig schädlichen nachteil erlitten, der uns erlaubt in privaten bereichen darüber urteilen zu wollen, wo und mit wem kinder in einem in erster linie doch geschlechtsunabhängigen, liebevollen zuhause aufwachsen
        dürfen?
        unmaschig, aufrichtig und unverzagte grüße

      • Es ist fadenscheinig, weil unlogisch, einerseits zu kritisieren, “dass es zuwenig männliche bezugspersonen in der grundschule gibt” und andererseits die Frage zu stellen: “aber haben wir deswegen wirklich einen derartig schädlichen nachteil erlitten, der uns erlaubt in privaten bereichen darüber urteilen zu wollen?”
        Was im Schulbereich für die Kinder nicht gut ist, muss ja wohl im Privatbereich auch nicht gut sein.
        Ansonsten: Werbung für eine Sache geht nicht zwingend einher mit einer “unabkoppelbaren toleranz”, wie Sie behaupten. Die Politik ist voll mit Beispielen.
        Wozu geworben wird, muss von den Bürgern nicht toleriert und unwidersprochen hingenommen werden. Das nennt man demokratisches Recht oder auch Meinungsfreiheit.

        • @ Beate S. vielleicht klappt es mit der logik, wenn wir etwas differenzieren zwischen dem “was nicht gut” sein soll: glauben sie ernsthaft, dass das geschlecht eines menschen wichtiger sein könnte als seine fähigkeit ein liebevolles elternteil?

        • Diese Frage passt nur, wenn Sie gegengeschlechtlichen Elternpaaren unterstellen, sie seien weniger liebevoll als gleichgeschlechtliche.
          Wir sollten uns also nicht ablenken lassen von Phantomgedanken, sondern die tatsächlichen Unterschiede wahrnehmen und mit Blick auf die Kinder bewerten.

          • @ sie weichen meiner offensichtlich “unpassenden” frage aus, indem sie mir etwas unterstellen, was ich niemals äußern würde. nach ihrer logik ließe sich ihre gewagte behauptung ebensogut umdrehen, indem sie nahelegt, dass sie annehmen, gleichgeschlechtliche paare wären liebloser.

            heutzutage sollte eigentlich allen klar sein, dass mehr als “zwei geschlechter” existieren und demzufolge das “vater-mutter-kind-modell” längst nicht mehr das einzig wahre sein kann und zum glück auch schon lange nicht mehr sein muss.

        • Dann erklären Sie mir doch bitte, was Ihre Frage sonst soll.
          Sie lautete:
          “glauben sie ernsthaft, dass das geschlecht eines menschen wichtiger sein könnte als seine fähigkeit ein liebevolles elternteil?”

          • sehr gern: diese frage zielt auf mögliche kriterien ab, die beurteilungsrelevant für eine gelungene erziehung sind. sie meinen, dass das geschlecht eines menschen am wichtigsten ist. daraufhin hab ich eine verhaltenskategorie miteinbezogen. mit meiner frage wollte ich sie lediglich zum nachdenken anregen, ob das wesen eines menschen (egal welchen geschlechtes) nicht entscheidender ist…

  5. @unverzagte
    Unwahr! ich habe nie gesagt, “dass das geschlecht eines menschen am wichtigsten ist”. Ihre Unterstellungen sind hanebüchen.
    Manchmal weiß ich nicht mehr, ob Sie vor lauter Ideologieverbohrtheit überhaupt noch richtig mitkriegen, was der andere sagt oder bewusst nur falsch verstehen, um wieder Unwahres über den anderen behaupten zu können.
    Trotzdem noch einmal: Wenn liebevolles Verhalten am wichtigsten für die Erziehung und Entwicklung der Kinder ist, und sowohl gleichgeschlechtliche wie gegengeschlechtliche Paare dieses Verhalten haben, dann kann man diesen wichtigen Punkt bei der Frage abhaken, welche Paarform wohl für das Aufwachsen der Kinder besser ist.
    Es gibt dann aber noch den weiteren Punkt, ob es nicht besser für Kinder ist (auch in der Grundschule), wenn sie sowohl weibliche wie auch männliche Bezugspersonen haben. Da haben Sie sogar zugestimmt, wenigstens in der Grundschule.
    Was sollte dann also zuerst die Unterstellung in Frageform um 15:37 Uhr, ob ich ernsthaft behaupten wolle, dass das Geschlecht eines Menschen wichtiger sei als seine Fähigkeit, ein liebevolles Elternteil zu sein?
    Und jetzt kommen Sie wieder damit, dass ich behaupten würde, das Gechlecht sei am wichtigsten.
    Leute mit Ihrer Taktik sind ein ganz schlechtes Aushängeschild für das, was sie vertreten. Sie schaden ihm mehr als dass sie ihm nützen.
    Wer mit unredlichen Methoden agiert, erweckt zumindest den Verdacht, dass die Sache faul ist, von der er überzeugen will.

    • @ Beate S.
      sie schrieben : “Kinder brauchen weibliche UND männliche Bezugspersonen, nicht einfach nur Bezugspersonen”, daraus leitete ich entsprechende fragen an sie ab, mit denen ich ihnen gewiss nichts unterstellen wollte, wozu auch? es freut mich sehr, dass wir uns einig darüber sind, dass das geschlecht dem verhalten unterzuordnen ist und demzufolge zumindest diese sache als unfaul zu bewerten ist. ihnen vielen dank für den austausch.

      • Ich habe den Kommentarverlauf nachgelesen und kann Ihre “abgeleitete” Frage auch nicht verstehen. Sie wirkt wie ein Fremdkörper. Das tut auch die Behauptung, Beate hätte gesagt, dass in der Erziehung von Kindern das Geschlecht der Erzieher am wichtigsten sei.
        Nichts davon ist zutreffend und ein arglistiger Eindruck (nicht von Beates Argumentation) bleibt zurück.

        • @timo danke für ihre verständnisbemühungen zumal noch wenn sie ihnen wie “fremde körper” erscheinen, ich wollte sie nicht überfordern und schon gar nicht mit einer “argen list”. wie erwähnt, freue ich mich über den oben erwähnten konsens.

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