Fettleibigkeit bei Schulkindern in Bayern gering

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MÜNCHEN. Im Kampf gegen Übergewicht bei Kindern sollten Eltern aus Sicht von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml auf eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung bei ihren Sprösslingen achten.

Zwar stagniere die Zahl stark übergewichtiger Erstklässler im Freistaat seit Jahren bei 3,2 Prozent und war im Schuljahr 2003/2004 mit 3,9 Prozent noch höher. «Das ist für uns aber kein Grund zum Zurücklehnen. Wir werden vielmehr in unseren Bemühungen nicht nachlassen, gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vorzugehen», sagte die CSU-Politikerin anlässlich des Europäischen Adipositas-Tages. Erfreulich sei, dass die Adipositasrate bei Einschulungskindern in Bayern niedriger ist als im Bundesschnitt.

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Die Adipositasrate bei Einschulungskindern ist in Bayern niedriger als im Bundesschnitt. Foto: FatTeen97 / Wikimedia Commons (Public domain)
Die Adipositasrate bei Einschulungskindern ist in Bayern niedriger als im Bundesschnitt. Foto: FatTeen97 / Wikimedia Commons (Public domain)

Bei den Schuleingangsuntersuchungen 2014/2015 waren nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 3290 Kinder stark übergewichtig (adipös) und 5243 übergewichtig. Zehn Jahre zuvor gab es 4417 adipöse und 7400 übergewichtige Erstklässler.

Huml, die Ärztin und zweifache Mutter ist, sagte: «Trotz der stagnierenden Zahlen ist es weiterhin notwendig, bereits im Kindergarten- und Schulalter der Entstehung von Adipositas vorzubeugen. Denn weniger als die Hälfte der Kinder schafft es, einmal erworbenes Übergewicht wieder loszuwerden.» Bei Kindern mit Adipositas blieben fast zwei Drittel als Jugendliche stark übergewichtig. «Schon im Jugendalter kann starkes Übergewicht zu Bluthochdruck, Diabetes, Leberschäden, Stoffwechselstörungen oder Gelenkproblemen führen. Hinzu können erhebliche seelische Probleme kommen», erklärte Huml. Je länger die Betroffenen übergewichtig seien, desto wahrscheinlicher litten sie auch an Folgeerkrankungen. (dpa)

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