Hessen-AfD will im Wahlkampf gegen Sexualerziehung an Grundschulen und Kitas punkten

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GIESSEN. Die AfD stimmt sich auf den Landtagswahlkampf in Hessen ein. Ein Kernpunkt des Programms ist die Ablehnung von Geschlechterpädagogik „im Rahmen des Gender-Mainstreaming“.

Die AfD will im hessischen Landtagswahlkampf mit der Forderung nach mehr Personal bei Polizei und Justiz sowie umfangreicheren und schärferen Kontrollen gerade gegen Ausländerkriminalität bei den Wählern punkten. Die AfD machte sich auf einem Parteitag am Samstag in Gießen auch für die konsequente Abschiebung aller ausreisepflichtigen Personen und den Aufbau von geschlossenen Abschiebezentren in Hessen stark.

Sexualkundeunterricht an Grundschulen bildet ein Reizthema für die AfD. Foto: Ross Griff / flickr (CC BY 2.0)
Sexualkundeunterricht an Grundschulen – ein Reizthema für die AfD. Foto: Ross Griff / flickr (CC BY 2.0)
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Zugestimmt wurde bei dem Treffen auch der Forderung nach einem Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten in den Kitas und Kindergärten sowie an allen Schulen im Land. Sexualerziehung sollte nicht im Kindergarten oder der Grundschule erfolgen, Geschlechterpädagogik «im Rahmen des Gender-Mainstreaming» wurde deutlich abgelehnt. Dies waren weitere Kernpunkte des Wahlprogramms.

Neue Prüderie in Deutschland? Eltern setzen Schulen wegen Sexualerziehung zunehmend unter Druck

Am Nachmittag sollte unter anderem auch noch über die Schwerpunkte der Bildungs- und Asylpolitik der AfD im Landtagswahlprogramm debattiert werden. 15 Punkte umfasst der Programmentwurf insgesamt. Die Felder Einwanderung und Asyl, innere Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit sowie Bildung und Wohnen sollen die Top-Themen der Partei im Wahlkampf sein.

In Hessen wird am 28. Oktober gewählt. Die AfD peilt dann erstmals den Einzug in den Landtag in Wiesbaden an. Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2013 war die Partei auf 4,1 Prozent in Hessen gekommen. (dpa)

Die AfD empört sich über ein Aufklärungsbuch von Janosch – „offensive Frühsexualisierung“

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54 KOMMENTARE

  1. Wieder scheint mir die Überschrift nicht so ganz zum Text des Artikels zu passen. Ist die AfD nun gegen Sexualkunde überhaupt oder gegen Gender-Indoktrination, so wie sie durch diese ungeheuerliche Murat-Prinzessin-Broschüre dargestellt wird? Eine Sache ist nicht automatisch und immer schlecht, nur weil sie von der AfD vertreten wird.

    • Man versucht hier offensichtlich, Leute von bestimmten Positionen “abzuhalten”, damit sie sich nicht “afd-verdächtig” machen. Der gegenteilige Effekt aber könnte eintreten (und ist ja schon bei letzten Wahlen so gewesen): Wenn Leute ihre Positionen von den etablierten Parteien nicht vertreten fühlen, wandern sie zu jenen ab, die sie vertreten.

      Es ist doch auch eine Illusion zu glauben, jemand ändere nur deshalb seine Meinung, weil sie jemand vertritt, den er nicht mag oder mit dem er nichts zu tun haben will. Es ist doch wohl eher so: Vertritt jemand meine Meinung, den ich mag, finde ich ihn sympathisch. Vertritt jemand meine Meinung, den ich nicht mag, fühle ich mich mindestens in der Richtigkeit meiner Ansichten bestärkt.

  2. Soweit ich weiß, ist die AfD keineswegs gegen Sexualkunde, sondern nur gegen eine Gender-Indoktrination unter der Fahne “Sexualerziehung”.
    Die Überschrift des Artikels ist tatsächlich irreführend und suggeriert etwas Falsches. Wenn es um die AfD geht, ist solch eine fettgedruckte Meinunsmache ständig zu beobachten.

  3. Mich würde mal interessieren, was unsere Islamverbände zu dem Thema zu sagen haben, die doch sonst zu allem ihren Senf dazugeben. Eine Internetrecherche zu “Sexualerziehung Islamverbände” ergibt nichts Brauchbares, hauptsächlich Hinweise auf die AfD. Ich fürchte, die Verbände sind nochmal wesentlich konservativer als die AfD und würden sie am liebsten weit rechts überholen. Sie sagen vermutlich nichts, weil das doch ein Tabuthema ist. Aber wenn der Islam zu Deutschland gehören will, dann müsste man auch dazu eine Meinung haben, finde ich. Inoffiziell kann man sowas hier lesen:
    https://maryam1971.wordpress.com/category/sexualerziehung-im-islam/

    • Schön, dass Sie mittlerweile offenbar zum Sprecher der Islamverbände avanciert sind, Cavalieri – und, in Ermangelung eines Statements, einfach mal etwas vermeintlich Passendes erfinden.

      Ihrer Besessenheit vom Thema Islam ist es offenbar zu verdanken, dass Sie allein Muslime hier öffentlich auffordern, zum Thema Sexualerziehung Farbe zu bekennen – warum nicht auch zum Beispiel die Katholiken? Bei denen gibt es zum Beispiel einen “Freundeskreis Maria Goretti e. V.”, der nach eigenen Angaben “1976 von Eltern und Erziehern gegründet wurde. Veranlassung war die Erkenntnis, dass durch die wenige Jahre zuvor eingeführte zwangsweise Schulsexual’erziehung’ ein massiver öffentlicher Angriff auf das Elternrecht und auf die Reinheit der jungen Menschen durchgeführt wurde und wird.”

      Woher wissen Sie, Reni, denn, dass die AfD “keineswegs gegen Sexualkunde” sei, obwohl sie doch anderes äußert. Verfügen Sie über Insider-Informationen? Aber klar, da fällt’s mir wieder ein: Wenn die AfD etwas sagt, ist das ja nie so gemeint – wird ja immer nur böse hineininterpretiert, wie beim Schießbefehl an der Grenze (auf der Tastatur ausgerutscht), mit dem “Mahnmal der Schande” (völlig falsch interpretiert), mit dem “Halbneger” (war ein Mitarbeiter) oder mit Boateng (“kenne ich gar nicht”).

      • @Bernd: Dieser Freundeskreis sitzt in München, das “Mahnmal der Schande” steht in Berlin und der “Halbneger” kandidierte für Sachsen. Was das alles unmittelbar mit dem Thema Sexualerziehung und dem Wahlkampf in Hessen zu tun hat, wissen nur Sie selbst.

        @cavalieri Wenn die Islamverbände tatsächlich das vertreten, was in dem Link steht, dann steht das diametral dem gegenüber, was die selbsternannten progressiven Linken vertreten. Gleichzeitig wird das von genau denselben progressiven Linken zugelassen und ausdrücklich begrüßt. Das verstehe wer will.

        @Redaktion: Bernd kann mal wieder nicht viel konstruktives zum Thema beitragen und beleidigt andere Kommentatoren in ihrer Meinungsfreiheit.

      • Die katholische Kirche äußert sich doch. Alle wissen, was sie zum Thema meint. Man weiß auch, dass viele Katholiken sich nicht daran halten. Aber bei den Islamverbänden, die sich immer so liberal und modern geben, weiß man das eben nicht. Und die politische Linke ist ja nicht Verteidiger des Katholizismus (im Gegenteil), aber sie ist Verteidiger des Islam. Also bitte: sie sollte wenigstens wissen, was sie da verteidigt.
        Der Unterschied ist z.B.: der Katholizismus lehnt Homosexualität ab, hält aber keine irdischen Strafen für angemessen. In der islamischen Republik Iran kann man deswegen hingerichtet werden. Für mich macht das einen Unterschied.

        xxx: Bis vor kurzem standen auf der Homepage des Zentralrats der Muslime Vorschriften, die denen im Link inhaltlich nahekamen. Aber sie sind verschwunden.

        Bernd: Ich glaube, Ihnen gefällt einfach nicht, dass (vermutlich) bei diesem Thema AfD und Islamverbände gar nicht so weit voneinander entfernt sind.

      • @Bernd
        Es stimmt einfach nicht, was Sie behaupten. Die AfD ist gegen die Indoktrinierung der Kinder mit Genderideologie im Sexualunterricht. Gegen eine sexuelle Aufklärung wie noch vor einigen Jahren üblich, hat sie nicht das Geringste, im Gegenteil.
        Anders, äußert sich die AfD auch nicht. Wenn Sie das behaupten, ist das unwahr.
        Da Sie Genderanhänger sind, ist für Sie wahrscheinlich Sexualunterricht gar nicht von Gender zu trennen. Eine solche Gender-Sexualkunde will die AfD allerdings nicht.
        Noch weniger wollen das die Islamverbände. Da hat Cavallieri absolut Recht. Wo bleibt hier Ihre Kritik, Ihre ach so ehrliche Entrüstung?

        • Nun ja, gegen das Thema Sexualität im Sexualkundeunterricht hat die AfD ja offenbar auch etwas – und gegen Janosch. Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2017/09/die-afd-empoert-sich-ueber-ein-aufklaerungsbuch-von-janosch-offensive-fruehsexualisierung/

          Wie immer bei der AfD: provozieren, dann ein bisschen zurückrudern – und mit Inbrunst das Opfer mimen.

          PS. Cavalieri – das ist eine bemerkenswerte und durchaus richtige Feststellung: In der Feindschaft gegenüber der Moderne, in der Ablehnung individueller Freiheitsrechte (und damit unserer freien und liberalen Gesellschaft), sind sich die politisch Radikalen jeglicher Couleur einig. Dabei trennt die Nationalisten wenig von den Linksradikalen, und die beiden wiederum wenig von religiösen Fundamentalisten. Und genau aus diesem Grund – um mal wieder eine substanziellere Debatte wiederzubeleben – benötigen wir in den Schulen eine Demokratieerziehung für alle Kinder, nicht nur für Teilgruppen, die das Wertefundament von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vermittelt.

          • “Demokratieerziehung für alle Kinder”
            Na dann viel Spaß bei der Erziehung derjenigen Kinder, deren Eltern aus konservativ-religiösen Gründen nicht viel von unserer Art der Demokratie halten (sondern mehr von Demokratie a la Erdogan). Diese Kinder bekommen doch eine Schere im Kopf. Kein Wunder, wenn sie nicht richtig ticken. Denn die Ablehnung individueller Freiheitsrechte charakterisiert nicht nur die islamischen Extremisten, das kennzeichnet auch den gewöhnlichen Islam. Wer ausschert, wird gemobbt. Beispiel: Mädchen, die dem Jungfäulichkeitswahn zuwiderhandeln. Und auf Apostasie steht die Todesstrafe. Abdel-Samad kann nur unter Polizeischutz noch existieren, weil er ständig Morddrohungen erhält. Sowas gibt’s im Christentum nach meiner Kenntnis nicht. Kleiner Tipp: Lesen Sie mal, was der überzeugte Moslem Bassam Tibi so alles geschrieben hat. Er scheint durchzublicken, kann sich aber bei seinen eigenen Leuten nicht durchsetzen. Damit könnte man anfangen:
            https://bazonline.ch/ausland/europa/Diese-Maenner-denken-Deutsche-Frauen-sind-Schlampen/story/22916308

          • Das macht wahrscheinlich genauso viel “Spaß” wie Kindern rechtsradikaler Deutscher die Spielregeln der Demokratie beizubringen – muss aber nunmal sein (auch wenn’s bei der derzeitigen Ressourcenausstattung der Schulen utopisch anmutet).

            Aber mir scheint, das interessiert Sie herzlich wenig: Hauptsache, Sie haben mal wieder einen Anlass, gegen Muslime zu hetzen.

          • Merkwürdig: wenn die AfD gegen etwas ist und das wird aktenkundig, dann hetzt sie. Wenn die Islamverbände (nicht alle Moslems!) gegen dasselbe sind und wenn man das sagt, dann hetzt man gegen Muslime.
            Bernd kann offenbar nicht logisch denken: Wenn ich gegen die verklemmte Moral der katholischen (Amts-)Kirche argumentiere, dann hetze ich doch nicht gegen Katholiken. Analog bei der verklemmten Moral des organisierten (offiziellen) Islam, repräsentiert durch die Islamverbände. Einer davon ist ein Kettenhund von Erdogan, ein anderer repräsentiert ultranationalistisch-türkische Strömungen und steht politisch rechts von der AfD. Ein dritter steht (so heißt es) den Muslimbrüdern nahe, die sich ja politisch nicht mit Ruhm bekleckert haben und vermutlich aus Saudi-Arabien finanziert werden. Eine saubere Gesellschaft. Bassam Tibi sieht das ähnlich.

          • Aber … die angebliche Haltung der Islamverbände – haben Sie doch oben selbst erfunden!

            Jetzt tun Sie schon so, als hätten die sich wirklich zum Thema geäußert. Wow, bei Ihnen lässt sich die Entstehung von fake news in Echtzeit miterleben – jetzt kommt bestimmt gleich einer der rechten Kameraden hier aus dem Busch und empört sich darüber, dass die Islamverbände sich gegen die Aufklärung in der Schule gewandt hätten. Da stürzt sich dann die Junge Freiheit oder irgendein rechtspopulistischer Blog drauf – und schon ist die vermeintliche Nachricht in der Welt und der nächste rechtspopulistische Shitstorm rollt durch Netz.

            Vielleicht nochmal zur Klarstellung: Die AfD hat sich gegen Sexualkunde in der Grundschule gewandt, nicht die Islamverbände!

          • cavalieri brachte zwei Quellen über die haltung von islamverbänden, die afd ist nur gegen die genderisierte sexualerziehung.

          • Nichts habe ich erfunden. Es ist kein Geheimnis, dass die 4 Islamverbände einen konservativen Islam vertreten. Wenn man das hier liest, weiß man einigermaßen Bescheid, in welche Richtung das geht:
            http://www.dasgleichstellungswissen.de/sexualität-und-sexualerziehung-in-konservativ-autoritären-muslimischen-familien.html
            Da geht es gar nicht um die Grundschule, sondern grundsätzlich um das Thema als solches. Die ganze Regenbogen-Sexualerziehung in der Grundschule stößt wohl bei allen konservativ-religiösen Leuten auf Ablehnung, auch Katholiken und Orthodoxen.
            Vor gar nicht langer Zeit habe ich auf der Homepage des Zentralrats der Muslime gesehen, dass unverheirateten jungen Leuten in Sachen Sex alles (!) verboten ist und dass ihnen empfohlen wird, etwaige aufkommende sexuelle Begierden durch Fasten (!) zu dämpfen. Das fehlt uns gerade noch! Haben wir nicht schon genug magersüchtige Mädchen? Leider ist das von der Homepage verschwunden. Da stand aber noch mehr Haarsträubendes.
            Und dass Homosexualität ein Tabu ist, das dürfte sich auch herumgesprochen haben. Im ganz srengen Islam steht darauf die Todesstrafe. Auch das widerspricht der neuen Sexualerziehung in der Schule.

          • @Bernd 7. Mai 2018 at 18:25
            Unwahres wird bekanntlich nicht dadurch wahrer, dass man es ständig wiederholt. Es stimmt nun mal nicht, dass die AfD gegen Sexualkunde in der Grundschule ist. Sie ist nur gegen deren Genderisierung. Das sind übrigens viele Leute, nicht zuletzt Eltern.
            Die Wahrheit steht sogar in obigem Artikel, sofern man auch das Kleingedruckte (den Text) liest und nicht nur dankbar die irreführende Überschrift aufgreift.

        • @Bernd
          Wieder mal alles in einen Topf werfen für eine allgemeine Demokratieerziehung ohne nähere Vertiefung bei den Geisteshaltungen jener Problemgruppen, die dem Staat und der Gesellschaft aktuell durch ihre Demokratiedefizite und ihren Rasismus die größten Probleme bereiten?!
          Als es jahrelang ausschließlich “Demokratieerziehung gegen rechts” hieß, hörte man bei Ihnen keinerlei Bedenken und nichts davon, dass es auch Bedrohungen von anderer Seite gibt.
          Wenn jemand darauf hinwies, wurde er von Ihnen sogar als rechtsextremer Sympathisant beschimpft, der nur relativieren und ablenken wollte.
          Es braucht nicht viel Fantasie um zu verstehen, warum Sie im Moment (Stichwort: Antisemitismus) so ganz nebenbei vorgeben, Radikalität und Rassismus immer schon nicht nur auf rechter, sondern auch auf muslimischer und linker Seite gesehen zu haben.

          Natürlich gilt “eine Demokratieerziehung für alle Kinder”, das ist doch selbstverständlich. Die Frage ist vielmehr, ob sie inhaltlich nach gewohnter Manier “gegen rechts” stattfinden sollte oder nicht ebenso “gegen links” und “fundamentalistisch islamisch”.

          • “Natürlich gilt ‘eine Demokratieerziehung für alle Kinder’, das ist doch selbstverständlich.”

            Ist es das? In der letzten Diskussionsrunde zum Thema hier wollten Sie und Ihre rechten Freunde allein Migrantenkindern Lektionen in Sachen Antisemitismus erteilen … Oder erinnere ich mich falsch?

          • So ein Unsinn, natürlich ist das falsch. Entweder wollen Sie sich falsch erinnern, oder Sie verstehen Aussagen frei nach Belieben.

          • Fast alle jetzigen AfD-Wähler sind nach 1945 zur Schule gegangen und waren der Nazi-Indoktrination nie ausgesetzt. Sie haben eine ganz andere Demokratieerziehung genossen.
            Aber wie das so ist in der Schule: es wird viel nachgeplappert, was die Lehrer hören wollen. Die innere Einstellung wird möglicherweise davon wenig tangiert. Die Gedanken sind frei, und der Geist ist subversiv. Das war auch bei den Nazis so (Kinder aus liberalem Elternhaus wurden durch die Schule nicht automatisch zu Nazis, sie mussten nur so tun als ob, Lippenbekenntnisse zum nationalen Staat ablegen und ggfs. mit H.H. grüßen), Kinder aus liberalem Elternhaus wurden auch in der DDR nicht so überzeugten, parteitreuen Sozialisten, sie mussten nur immer bei den Aufmärschen mitmachen und durften nicht widersprechen. Religionsunterricht bewirkt ja auch keine Gläubigkeit, umgekehrt würden sich Gläubige nicht durch einen Atheismusunterricht umpolen lassen
            Die Crux ist, dass in unserem Staat die Kinder den Eltern gehören, die das uneingeschränkte Recht haben, ihre Kinder zu beeinflussen (und sogar zu indoktrinieren). Gewisse Grundeinstellungen bringen die Kinder schon zum 1. Schultag mit. Das kann sich dann positiv oder negativ auswirken. Ich habe schon mal hier geschrieben: Manche Leute stellen sich die Demokratieerziehung so vor wie Hygieneerziehung (“zwingt grau raus und weiß rein”). Ich halte das für eine Illusion.

          • Ich gehe von letzterem aus, Hauptsache er kann wieder alle, die nicht ausdrücklich seiner Meinung sind, hetzen. Bei allgemeineren Themen, die ohne AfD, Islam, Gender auskommen, ist er in den Kommentaren auch nicht vertreten. Mich würde wirklich mal interessieren, ob er das alles wirklich so glaubt oder ob er für eine andere Instanz ggf. sogar gegen Entgeld diese Meinungen in Blogs zu verbreiten sucht in der Hoffnung auf weitere Mitstreiter.

          • Die AfD-Nähe, Reni, wirkt sich offenbar schädlich auf das Kurzzeitgedächtnis aus.

            Nur mal eines Ihrer eigenen Zitate: “Ich finde übrigens auch, dass Muslime reichlich oft jammern und ihren Opferstatus herauskehren. (fühle mich nicht anerkannt, fühle mich benachteiligt, fühle mich herabgesetzt, fühle mich in Deutschland als Mensch zweiter Klasse, …) Und wenn dann mal jüdische Schulkinder als Opfer von muslimischen Mitschülern gesehen werden, denen unbedingt geholfen werden muss, kommt von Ihnen sofort Einspruch: Nein, nein, es gibt auch andere Opfer! Die Schulen müssen allgemein gegen Rassismus vorgehen!”

            Ja, was denn nun?

          • Bernd, jetzt haben Sie sich aber ein Eigentor geschossen.
            Wie kann man dieses Zitat nur so missverstehen (wollen)?
            Aber schön, dass Sie die zutreffenden Worte wiederholt haben, wenn auch in anderer Absicht.

  4. Von der ehemaligen Russland-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz habe ich folgendes Zitat über das Selbstverständnis von Journalismus gefunden:

    “Ich habe den Eindruck, dass sich das Selbstverständnis von Journalismus verändert hat. Es geht nicht mehr in erster Linie darum zu informieren, Zusammenhänge deutlich zu machen, ein Geschehnis von möglichst vielen Seiten zu beleuchten, sondern es geht darum, die Menschen auf den „richtigen“ Weg zu bringen.”

    Das passt zu sehr vielen kontrovers diskutierten Themen, bei denen die Nazikeule sehr schnell geschwungen wird.

    • Sehr geehrter xxx,

      nicht, dass wir uns als journalistisches Medium Kritik nicht stellen würden, aber was hat das mit dem Beitrag oben zu tun?

      In der Redaktiion von News4teachers arbeiten Lehrer und Journalisten de facto ehrenamtlich dafür, um bildungsinteressierte Menschen – namentlich Lehrerinnen und Lehrer – mit relevanten Nachrichten mit Bildungsbezug zu versorgen. Darüber hinaus stellen wir unentgeltlich ein Forum zur Verfügung, um konstruktive Diskussionen zu den Beiträgen zu ermöglichen. Wir opfern nicht Zeit und Geld, damit einzelne dieses Forum für Werbung missbrauchen, ob nun für kommerzielle Zwecke, für (partei-)politische oder persönliche. News4teachers ist auch keine Bühne für Querulanten. Wir haben Sie mehrfach gebeten, Ihre sinnlosen Pauschalvorwürfe (ob nun gegen Muslime, Sozialwissenschaftler, Frauen, Journalisten oder wer Ihnen sonst nicht passt) sein zu lassen und Ihre teils kruden Grundsatzdebatten woanders zu führen. Jetzt ist Schluss. Wir werden Kommentare von Ihnen ohne direkten Bezug zum Thema auf News4teachers nicht mehr veröffentlichen bzw. umgehend löschen.

      Mit freundlichem Gruß
      Die Redaktion

      • Aber wurde auch Bernd mal gebeten, seine sinnlosen Vorwürfe (teils mit Verbalinjurien) hier im Forum einzustellen? Oben wirft er mir vor, ich würde “mal wieder gegen Muslime hetzen”, direkt nachdem ich Bassam Tibi zitiert habe, der selber prominenter Moslem ist und auch dafür eintritt, nur halt anders als die Verbände (von denen einer ja Erdogans Politik vertritt). Reni wirft er AfD-Nähe vor, ohne das zu begründen. Ich nehme an, xxx meint nicht die Nazi-Keule, sondern die AfD-Keule bzw. das Vermischen beider.
        Das Zitat von Krone-Schmalz ist sehr allgemein, aber wieso fühlt die Redaktion sich davon getroffen? Ist hier nicht alles in Ordnung? In manchen Gesellschaften genügt es, die Bibel zu zitieren, und schon ist man ein Staatsfeind, weil irgendwelche Leute das Zitat auf sich beziehen (was gar nicht stimmen muss). Diese ganze Aufgeregtheit (und auch Humorlosigkeit) verstehe ich nicht mehr. Niemand hier betreibt im Auftrag AfD-Politik. Die AfD würde auch kaum dort mitdiskutieren, wo man Kenntnisse haben muss und wo es um Details geht. Die diskutieren lieber in allgemeinen Foren, denke ich. Da, wo auch Trump seine Weisheiten ablässt.

        • Nutzen Sie nicht tatsächlich nahezu jeden Beitrag auf News4teachers, Cavalieri, um darunter Ihre Abscheu gegenüber Muslimen kund zu tun?

          Sorry, wir sind nicht die Aufpasser in einer Freak-Show. Dafür ist uns, ernsthaft, unsere Zeit zu schade. Dieses Forum funktioniert im Vertrauen darauf, dass die Diskutierenden verantwortlich damit umgehen, dass wir ihnen hier ein – übrigens öffentlich breit wahrgenommenes – Forum zur Verfügung stellen. Wir setzen dabei nicht viel voraus (Namensnennung zum Beispiel nicht). Ein Mindestmaß an Seriosität aber schon. Tiraden gegen Staatsorgane wie das Bundesverfassungsgericht, gegen gesellschaftliche Minderheiten oder komplette Berufsgruppen erfüllen diesen Minimal-Anspruch eindeutig nicht. Auch wir haben unsere Schmerzgrenze.

          Die Redaktion

          • @ Redaktion: Ich wurde zwar öfter namentlich angesprochen, aber keine einzige meiner Fragen wurde je beantwortet.
            “Ein Mindestmaß an Seriosität.”
            Okay, wo sind Beispiele, wo ich die Seriosität konkret verletzt habe, immer im Vergleich mit der Seriosität der anderen Beiträge? Ich denke, ich bemühe mich um Begründungen und auch Querverweise.
            Im übrigen haben mir merkwürdig viele andere im Forum (die ich nicht persönlich kenne) öfter mal zugestimmt. Das zählt nichts? Wer hat denn Bernd zugestimmt?
            Die meisten meiner Beiträge haben nichts mit Muslimen zu tun. Gegen Muslime habe ich gar nichts, wohl aber was gegen Ditib. Der Grund steht hier (Kriegspropaganda, Märtyrer, Nationalismus, Kinder in Uniform):
            https://www.tagesschau.de/ausland/ditib-127.html
            Einfach mal lesen. Um es klar zu sagen: Ich halte die Muslime für Opfer solcher Organisationen. Die Täter sind eine Handvoll (Erdogan-treuer und anderer) Funktionäre. Und Erdogan ist ein Rechtspopulist, der sich zum Diktator aufschwingen und in Deutschland Einfluss behalten möchte. Das wird doch nicht besser, wenn er sich ein religiöses Mäntelchen umhängt. Darin stehe ich übrigens Herrn Özdemir von den Grünen durchaus nahe und dem Islam-Reformer Tibi auch.

      • Es steht Ihnen als Betreiber der Seite frei, so zu handeln oder auch nicht. Im Rahmen des Gleichbehandlungsgrundsatzes haben sie dann aber genauso bei Kommentierenden wie “Bernd” vorzugehen. Er hat das Glück, den von Frau Krone-Schmalz genannten “richtigen Weg” zu vertreten, und deshalb unbehelligt seine ebenfalls sinnlosen Pauschalvorwürfe kundtun und teils krude Grundsatzdebatten führen zu dürfen. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass Kommentierende wie Bernd hier in den Kommentaren zunehmend mehr Gegenwind bekommen und dass diese Kritik sehr sachlich und mit seriösen Quellen belegt formuliert wird. So ganz falsch können die Kritiker, wozu ich auch mich zähle, also nicht liegen.

        Ich überlasse Ihnen die Entscheidung, diesen Kommentar nach der Lektüre zu veröffentlichen oder zu löschen. Ich mache keine Werbung und bin auch nicht im Auftrag irgendwelcher Dritter unterwegs.

        • … wir sind auch keine Erzieher, die auf den Zuruf “der ist aber auch doof” reagieren.

          Nochmal: Sie sind – wie jeder andere Leser auch – herzlich eingeladen, xxx, sich zu den Themen der Beiträge zu äußern. Wenn Sie aber erkennbar Ihre eigene politische Agenda verfolgen und zusammenhangslos Behauptungen über alles loslassen, was Ihnen in Deutschland nicht passt (und das ist offenbar viel), werden wir die entsprechenden Posts künftig kommentarlos löschen.

          Die Redaktion

          • Ist es auch erlaubt, sich zur “eigenen politischen Agenda” der Redaktion zu äußern?

  5. Sie können sich gerne zum Thema des jeweiligen Beitrags äußern. Wenn es Ihnen allerdings darum geht, uns zusammenhangslos zu beschimpfen, raten wir Ihnen, eine eigene Website aufzumachen – da können Sie dann äußern, was Sie wollen.

    Die Redaktion

  6. Die Überschrift des Artikels besagt, dass die AfD in Hessen die Sexualerziehung abschaffen und damit im Wahlkampf punkten will. Es wurde hier schon mehrfach kritisiert, dass in der Überschrift eine zumindest fragwürdige, wenn nicht gar falsche Aussage steckt. Über den Grund lässt sich trefflich spekulieren, was in der Diskussion ja auch tüchtig getan wird. Ich finde das verständlich und nachvollziehbar.

    Was ich mich aber frage: Glaubt man in der Redaktion tatsächlich, mit einer grundsätzlichen Abschaffung des Sexualunterrichts könne eine Partei im Wahlkampf punkten? Bei äußerst wenigen Spinnern mag sie damit auf Zustimmung stoßen, doch bei einer überwältigenden Mehrheit der Wähler, die ich auf nahezu 100 Prozent schätze, würde sie nur Kopfschütteln ernten und sich in die Nesseln setzen.
    Keine Partei, auch die AfD nicht, wäre so blöd, eine seit Jahrzehnten etablierte und gutgeheißene sexuelle Aufklärung in den Schulen wieder abschaffen zu wollen. Sie würde damit nicht Punkte gewinnen, sondern verlieren.

    • Ich sehe das so wie Sie. Die eigentliche Aussage des Artikels wird auch deutlicher, wenn man die fett gedruckten ersten drei Zeilen beachtet.

      “Keine Partei, auch die AfD nicht, wäre so blöd, eine seit Jahrzehnten etablierte und gutgeheißene sexuelle Aufklärung in den Schulen wieder abschaffen zu wollen. Sie würde damit nicht Punkte gewinnen, sondern verlieren.”

      Andererseits soll die Sexualerziehung im Rahmen des Gender Mainstreamings eine seit Jahrzehnten etablierte und gutgeheißene sexuelle Aufklärung zwar nicht abschaffen, aber doch sehr deutlich verändern. Ob das Punkte bringt oder welche abzieht, weiß ich nicht. Ich kenne jedoch niemanden (weder im Bekanntenkreis noch unter Lehrerkollegen noch unter allen meinen bisherigen Schülern), der voll hinter den Forderungen des Gender Mainstreamings steht.

    • Sehr geehrte Beate S.,

      die Meldung stammt von der Deutschen Presseagentur. Ausdrücklich wird auch im Text (und nicht nur in der Überschrift) die AfD zitiert: “(…) Sexualerziehung sollte nicht im Kindergarten oder der Grundschule erfolgen.” Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Berichterstattung der dpa falsch wäre – es gibt kein Dementi der AfD, nichts.

      Da würde uns schon interessieren: Wieso halten Sie die Berichterstattung für fehlerhaft? Interpretationen und/oder Behauptungen helfen hier nicht weiter – nennen Sie uns eine nachvollziehbare Quelle, dann korrigieren wir den Bericht entsprechend. Bislang sehen wir dazu keinen Anlass.

      Mit freundlichem Gruß

      Die Redaktion

  7. Sehr geehrte Redaktion,
    die Berichterstattung kommt mir insofern fehlerhaft vor, als ich bisher immer nur vernommen habe, dass die AfD ebenso wie die Elterninitiativen (siehe “Demo für alle”) gegen eine sog. “Frühsexualisierung” der Kinder sind, indem der traditionelle Aufklärungsunterricht einer sexuellen Vielfaltslehre weichen soll, die auf dem Gender Mainstreaming beruht.
    Die GEW hatte vor längerer Zeit dazu auch Unterrichtsvorschläge veröffentlicht, die für Empörung sorgten und daraufhin in der Versenkung verschwanden. Grundschulkinder sollten sich beispielsweise fragen, ob sie wirklich sicher wären, Junge oder Mädchen zu sein. Es gäbe ja noch andere Geschlechter. Über diese wurden sie dann so „liebevoll“ aufgeklärt, dass mir das Ganze fast wie Werbung vorkam.
    Dass die AfD und viele Eltern gegen diese “Sexualpädagogik der Vielfalt” in Kitas und Grundschulen sind, verstehe ich gut.
    Aus meiner aktiven Zeit als Lehrerin kann ich nur sagen, dass die Aufklärung über Junge und Mädchen, über Mann und Frau, über deren Sexualität und die Entstehung der Kinder bei den Eltern gut ankam. Sie wurden auf einem oder sogar mehreren vorausgehenden Elternabend(en) näher über die genaueren Inhalte und Schritte des Unterrichts informiert. Nichts geschah ohne ihr Einverständnis, um das Elternrecht nicht zu verletzen.
    Gelegentlich gab es auch Diskussionen über Details, doch der Unterricht an sich wurde nicht in Frage gestellt. Viele Eltern waren sogar dankbar, weil sie sich selbst schwer taten mit der Aufklärung ihrer Kinder.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die AfD so dumm ist, diesen anerkannten Aufklärungsunterricht in Frage zu stellen und damit auch noch punkten zu wollen. Bei der Ablehnung eines Unterrichts in Gender-Geschlechtern sieht das anders aus. Sie könnte durchaus Punkte einbringen.
    https://rp-online.de/politik/sexualpaedagogik-ohne-grenzen_aid-16387293

    • Glaubt irgendjemand hier im Forum, dass bei dieser Frage die AfD noch konservativere und altertümlichere Ansichten vertritt als konservative religiöse Organisationen (Christen wie Moslems) ? Warum dürfen die Religiösen denn sowas sagen, ohne deswegen angefeindet zu werden, während mal wieder alle anständigen Leute auf ihre Gegnerschaft zur AfD eingeschworen werden sollen ?
      Nebenbei: Man würde hier vielleicht auch gern mal Überschriften lesen wie “Linkspartei will mit … im Wahlkampf punkten” oder “SPD will mit … im Wahlkampf punkten”, speziell wenn das die Bildungspolitik betrifft. Was ist beispielsweise mit der Zukunft des Gymnasiums als eigenständiger Schulform? Was ist mit G8/G9 ? Wie will man mehr Lehrer gewinnen, um den Bedarf zu decken? Was ist mit der Einheitlichkeit der Bildungsziele in Deutschland?

    • Konservative religiöse Organisationen haben ja selbst was gegen Nacktheit als solche. Damit wären wohl allein die obigen Bilder aus dem Janosch-Buch bereits gegen die hier genannten Vorstellungen zum Thema “Begriffe wie Sitte, Moral, Ethik”:
      http://www.islam.de/10163
      Man beachte den Unterton gegen Nacktheit schlechthin, außer bei Kleinkindern. Katholische oder evangelikale Quellen dieser Art könnte es auch geben, wer weiß eine?

    • Zum GEW-Fragebogen für den Unterricht in sexueller Vielfalt:
      Zitat: „Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?“, lautet eine Frage. Insgesamt wird Heterosexualität in den zwölf Fragen als abartig, unnatürlich, unbefriedigend und gesundheitsgefährdend dargestellt.
      Der Fragebogen wird in der Handreichung der GEW zur „Vertiefung“ des Themas empfohlen.“
      https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.gew-broschuere-ueber-homosexualitaet-in-der-kritik.f4d6062c-3b16-408c-ba8a-63e5791b52e6.html

      • Genau gegen so etwas würde ich als Elternteil Sturm laufen.

        @Bernd Olivia Jones vertritt genau die Position der Autoren dieses Fragebogens.

        • der fragebogen ist doch sehr abhängig von der art und weise, wie er dargeboten wird. wenn dies ein zynischer kontext ist, der eine umkehrung dessen sein soll, wie sonst häufig homosexualität gedeutet wird, finde ich ihn durchaus berechtigt.

          • Ein guter Fragebogen fragt genau das ab, was er abzufragen vorgibt. Die Frage, die g.h. zitierte, zielt schon in eine ganz bestimmte Richtung.

            Sie, unverzagte, würden gemessen an der Haltung, die Sie hier in den Kommentaren repräsentieren, die sehr ähnliche Frage „Ist es möglich, dass deine Homosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?“ im Übrigen vollkommen zurecht als homophob kritisieren.

  8. Ihre Entgegnung entspricht auch meiner Meinung, Beate.
    Die Redaktion schreibt noch, “es gibt kein Dementi der AfD, nichts”, was bedeuten soll, dass sogar die AfD nichts gegen die Berichterstattung einzuwenden hat.
    Ich meine, dass die AfD bis über die Halskrause damit beschäftigt wäre, wenn sie schiefe Behauptungen und Berichterstattungen dementieren und geraderücken würde. Sie käme bei der ständigen Flut zu nichts anderem mehr.

    • Ist das jetzt die neue Diskussionskultur in Deutschland? Weil Sie irgendetwas “meinen”, soll die Redaktion ihre Berichterstattung korrigieren? Oder sind Sie die Pressesprecher der AfD, Beate S. und U.B.? Kann ja sein …

      Andererseits: Als ob die AfD für schiefe Behauptungen und Positionen nicht sehr gut selbst sorgen würde …

      Beate S. – was ist denn bitte ein “traditioneller Aufklärungsunterricht”, gegen den die AfD angeblich nichts hat? Meinen Sie damit den der 50-er Jahre? Den aktuellen jedenfalls kritisiert die AfD scharf: “Die Partei hat (..) eine Erklärung veröffentlicht, in der sie Schulen und Kitas in Deutschland vorwirft, Kinder ‘mit scham- und persönlichkeitsverletzenden Inhalten in Wort, Bild und Ton’ zu konfrontieren.”

      Quelle: https://www.news4teachers.de/2016/11/die-afd-wirft-lehrern-vor-kinder-durch-sexualaufklaerung-akut-zu-gefaehrden-dragqueen-olivia-jones-liest-ihr-dafuer-die-leviten/

      Und wieso wirft die AfD dem Kinderbuchautoren Janosch (!) allen Ernstes “Frühsexualisierung” vor – wenn sie eigentlich nichts gegen Aufklärungsunterricht in der Grundschule hat? Wie soll der denn vonstatten gehen, wenn Sex nicht mal in Strichmännchenform vorkommen darf?

      https://www.news4teachers.de/2017/09/die-afd-empoert-sich-ueber-ein-aufklaerungsbuch-von-janosch-offensive-fruehsexualisierung/

      Das übliche Muster der AfD – pöbeln und polemisieren. Und sich dann hinstellen und behaupten, das war ja gar nicht so gemeint …

      • Wieso übertreiben Sie immer so maßlos? So stark können Ihre Argumente ja nicht sein, wenn Sie 60 Jahre zurückgreifen müssen.

        Es geht doch nur um die (durchaus nachvollziehbare) Ablehnung der Gender-Version von sexueller Aufklärung, weil die vielen Eltern besonders in der Grundschule sowohl inhaltlich als auch von der Intention her viel zu weit geht.

        • 1. Der Artikel in der Rheinischen Post ist vier Jahre alt. Wie kann er als Beleg dafür dienen, dass News4teachers über einen AfD-Beschluss von 2018 falsch berichtet hat?

          2. Übertreiben? Ich stelle nur Fragen – ich lese hier nämlich von der AfD und ihren Freunden immer nur, WOGEGEN sie sind. WOFÜR sie sind, da halten sich diese Protagonisten auffallend zurück. Gegen “Frühsexualisierung” – was soll denn das sein? Wer ist denn nicht dagegen, Kinder zu “sexualisieren”? Welcher Lehrer “sexualisiert” seine Schüler denn, bitteschön? Und was ist eine “Gender-Version von sexueller Aufklärung”? Wo findet die denn statt? Wollen Sie einen Aufklärungsunterricht ohne Nennung der Geschlechter?

          Übrigens: Sexualkundeunterricht gibt es in Westdeutschland seit 1969 – und schon damals gab’s enormen Streit darum. Insbesondere die Katholische Kirche machte seinerzeit mobil. Religiöse Fundamentalisten, etwa Evangelikale, bis heute. Was ist also ein “anerkannter Aufklärungsunterricht”, gegen den die AfD laut Beate S. angeblich nichts hat?

          • 1. Der Artikel beschreibt die Folgen einer zu weitgehenden Aufklärung bei zu jungen Kindern. Diese Position vertritt auch die AfD. Der Artikel bei n4t suggeriert etwas anderes.
            2. Die AfD vertritt oppositionelle Meinungen. Sie muss nicht für etwas sein. Im übrigen verhält sich jede Partei so, wenn sie in der Opposition ist.

  9. @ nebenbei:

    Ich lese gerade, dass Horst Seehofer in der Meinung der Bevölkerung einen “Beliebtheitssprung” gemacht hat. Naja, warum wohl?!

    Es gibt offensichtlich zwei Wege, der AfD das Wasser abzugraben / abgraben zu wollen.

    (a) Die AfD verteufeln und jeden, der eine Position vertritt, wie sie auch die AfD vertritt, genauso zu verteufeln (“afd-verdächtig”). So machen es hier Bernd und ja, liebe Redaktion, Sie auch. Das hat aber wie gesagt schon in den 1990er Jahren gegenüber der PDS (heute: Die Linke) so ausgesprochen NICHT funktioniert. Heute sitzt sie allen ostdeutschen Länderparlamenten und regiert in verschiedenen mit.

    (b) Nicht “AfD-Positionen” aufgreifen, sondern Positionen aufgreifen, die Menschen haben, die sie derzeit nur bei der AfD politisch relevant vorfinden. Das macht offensichtlich die CSU, womit sie aber nicht die Positionen anderer vertritt, sondern zu ihrem eigenen politischen Konzept zurückkehrt. Das hat anscheinend Erfolg. Die Frage ist nur, inwieweit die Bürger das als “Methode” betrachten oder nicht. Als “Methode” wäre es wenig glaubwürdig. Mal schaun … (Ich bin gespannt, wann und wo es die erste politische Zusammenarbeit mit der AfD geben wird. Sachsen? Bayern?)

    • Hinzu kommt: bei der nächsten Wahl kann man ja nicht einfach “gegen AfD” wählen, sondern man muss schon für eine der anderen Parteien sein. Und da bröckelt es. Die infratest-Umfrage zur bayerischen Landtagswahl vom 2.5.2018 ergab: SPD und AfD gleichauf bei 12 %.

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