Opposition: Landesregierung lässt überlastete Lehrer im Stich

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. Nach Ansicht der Opposition im hessischen Landtag sind Lehrer zunehmend überlastet und werden von der schwarz-grünen Landesregierung im Stich gelassen. Überlastungsanzeigen würden teilweise ignoriert, kritisierte der bildungspolitische Sprecher der SPD, Christoph Degen. Es komme zu Unterrichtsausfällen.

«Regieren muss man nicht nur wollen, Regieren muss man auch können» - scharfe Worte richtete SPD-Bildungsexperte Christoph Degen gegen die hessische Landesregierung. Foto: FredricEbert / Wikimedia Commons (CC-by-sa 3.0/de)
Christoph Degen kritisiert die hessische Landesregierung.             Foto: FredricEbert / Wikimedia Commons (CC-by-sa 3.0/de)

«Man redet das alles schön», kritisierte er die Landesregierung. Es fehle außerdem – anders als in Rheinland-Pfalz – an gesammelten Daten. «Man weiß eigentlich gar nichts», sagte Degen. «Krankheitstage von Lehrkräften sind ein Staatsgeheimnis.» Er forderte eine Arbeitszeitstudie, «echte Vertretungsreserven» und die Erhebung von Krankheitstagen. Linke und FDP sprachen ebenfalls von einer Überlastung von Lehrern.

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Die Wochenarbeitszeit sei im vergangenen Jahr um eine Stunde reduziert worden, sagte Armin Schwarz, der bildungspolitische Sprecher der CDU. Außerdem sei die Besoldung erhöht worden. In Rheinland-Pfalz verdienten Lehrer zum Einstieg 4.000 Euro weniger pro Jahr, Referendare wanderten von dort nach Hessen ein. «Dort, wo Sie was zu sagen haben, klappt nix», sagte er. In Rheinland-Pfalz ist das Bildungsministerium in SPD-Hand.

Überlastungsanzeigen in Schulen würden ernst genommen, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Die Klassengrößen seien reduziert, die mobile Vertretungsreserve verdoppelt worden. Zuletzt seien 700 Sozialpädagogen an Schulen gebracht worden, sagte er. dpa

Hunderte von Schulen schicken Brandbriefe und Überlastungsanzeigen an Lorz – und der antwortet nicht mal

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4 KOMMENTARE

  1. Na ja, Armin Schwarz ist für seine Ungenauigkeiten ja bekannt. Ein Blick in den DGB-Einkommensreport zeigt, dass Hessen eben nicht SPitzenzahler ist, sondern nur Mittelmaß. Als ehemaliger Berufsschullehrer sollte Schwarz eigentlich seinen Lohnzettel besser kennen. Das Zulagensystem und die Beihilfe kosten in Hessen den beamten aufgrund der Kürzungen der letzten jahre richtig viel Geld. Da ständig mit der Ahnungslosigkeit von Herrn Schwarz konfrontiert zu werden, nervt mit der Zeit. Da freuen sich sicherlich alle darauf, wenn der Kollege nach der Wahl , so sieht es ja derzeit aus, wieder an der Berufsschule in Korbach zeigen kann, wie Inklusion geht. Bzw. er muss es ja erst noch lernen, Erfahrung hat er ja keine.

  2. ZITAT: ” Landesregierung lässt überlastete Lehrer im Stich”

    Sagt die Opposition. Die aber hier in Opposition sind, sind anderswo in Regierungsverantwortung und machen nichts anderes. Das Einzige, was den etablierten Parteien einfällt, sind Gehaltserhöhungen, von denen alleine NICHTs besser wird, wie wir ja alle wissen. 😉

  3. Oppositionsrhetorik, mag sein. Die SPD hat auch in Hessen gezeigt, dass Bildungspolitik nicht wirklich ihr Ding ist. Holzapfel lässt grüßen.
    ABER: Redlichkeit erwarte ich von Menschen, die in der Regierungsverantwortung sind, da mag die Opposition poltern wie sie mag. Ein Grundsatz Anstand – mehr solls nicht sein. Ist es aber nicht.

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