VBE-Chef Beckmann fordert zum Ramadan: Grundschüler sollten nicht fasten!

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BERLIN. „Wir akzeptieren die Ausübung religiöser Pflichten. Grundschulkinder jedoch müssen nicht fasten und sie sollten es auch nicht”, sagt Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des VBE. “Über eine so lange Zeit keine Nahrung und vor allem nichts zu trinken zu sich zu nehmen, kann das körperliche Wohlbefinden, die Konzentrationsfähigkeit und dadurch auch die Schulleistungen insbesondere von Kindern unter zwölf Jahren stark beeinträchtigen.“ Morgen beginnt der islamische Fastenmonat. Er fällt in diesem Jahr in eine entscheidende Phase im Schuljahr.

Sieht den Einsatz von zu vielen Seiteneinsteigern kritisch: VBE-Chef Udo Beckmann. Foto: VBE / Jean-Michel Lannier
Sieht das Fastan bei jüngeren Kindern kritisch: VBE-Chef Udo Beckmann. Foto: VBE / Jean-Michel Lannier

Wenn Jugendliche fasten wollen, sollten sie dies mit Augenmaß machen und sich nicht zu sehr unter Druck setzen, so Beckmann. „Die Schulleitung hat gerade, um Jugendlichen das Fasten zu ermöglichen, auch die Möglichkeit, sie von einzelnen schulischen Veranstaltungen, wie zum Beispiel einem Sportfest, freizustellen. Allerdings gilt dies natürlich nicht für notenrelevante Leistungen wie Klausuren. Der Ramadan fällt in diesem Jahr stark in die Prüfungsphase. Deshalb ist es auch Aufgabe der Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern abzuwägen, ob das Fasten an Prüfungstagen unterbrochen wird – allein schon, um das sehr frühe Aufstehen zu vermeiden“, regt er an.

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Der VBE-Chef verweist zudem auf die Aufsichts- und Fürsorgepflicht der Lehrkräfte: „Wenn jemand feststellt, dass eine Schülerin oder ein Schüler trotz Konzentrationsschwäche, Dehydrierung oder Erschöpfung nicht isst oder trinkt, müssen die Eltern verständigt werden, damit sie das Kind abholen. In Notfällen sind entsprechende Maßnahmen zu treffen, so ist zum Beispiel die Schulgesundheitsfachkraft, ein Arzt oder der Notruf zu verständigen.“

Beckmann regt auf, dass der Ramadan zudem ein guter Impuls sei, mit den Kindern zum Thema „Religion“ ins Gespräch zu kommen, genauso wie vor Weihnachten und Ostern diese Feste und das Christentum thematisiert werden. News4teachers

Lehrer in Sorge: Diese Woche beginnt der Ramadan – und immer mehr Schüler fasten

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17 KOMMENTARE

  1. Finde ich auch. Aber wie soll man das kontrollieren und wie sollte man einen Grundschüler zwingen, etwas zu essen und zu trinken?

  2. Und wieder ist von der hochgelobten “pädagogischen Wunderwaffe Ganztagsschule” nicht die Rede. Kein Wort dazu. Die kollidiert natürlich besonders mit dem Fasten, je länger der Tag voranschreitet.

    • Wo steht etwas von Ganztagesschule?
      Und warum kollidiert diese mit dem Fasten?
      Die Fastenzeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird doch durch die Schulzeit nicht beeinflusst.

      • Dreimal dürfen Sie raten: Fasten in der Freizeit und Fasten in der Schulzeit macht ja wohl einen Unterschied. Islamische Autoritäten raten übrigens dazu, im Ramadan am Nachmittag zu ruhen. So ist es dann wohl auch in der islamischen Welt: Man döst so vor sich hin. Das können aber Ganztagsschüler in Deutschland nun mal nicht. Ich denke, von 8 bis 11 oder 12 Uhr kann man das irgendwie durchhalten, aber danach?

      • Aber das Fasten von Kindern widerspricht den Geboten des Koran, dem menschlichen Verstand und der Fähigkeit von Kindern, sich diesem Verhaltenskodex aussetzen zu müssen.

  3. Es gibt in allen Religionen Altersregelungen, wer zu dem Fasten verpflichtet ist. Bei den Katholiken bspw. nur Menschen zwischen 14 und 60

    • Dies e Vorschriften gelten auch im Islam, aber einem Türken können Sie schlecht vorwerfen, den Koran nicht verstehen zu können, da dieser in arabischer Schrift von rechts nach links geschrieben ixt.
      Und so wird dieses ausersehene Volk der Großkalifen Erdogan weiter dessen Treiben nachgehen und in geblendeter Erhabenheit eigene Regeln aufstellen, über die niemand ein kritisches Wort zu sagen sich traut.

      • Wir haben sogar schon zwei deutsche Fußball-Nationalspieler, bei ausgiebigen Magenspiegelungen schließlich im Colon des Groß-Bosporischen-Kalifen identifizieren können, die beide Fahnen schwenkend, ihren Schwur auf beide Ausdrucksformen der Demokratie ,der kalifisch-nationalen und der parlamentarischen, bekundeten, Hauptsache das Geld stimmt und ihr jubelt beim Toarrr, hurra,hurra, die Jungs vom Bosperus sind dahaha.

  4. Beckmann hat natürlich Recht, das sollte man auch mal sagen. Ich staune, dass ein Verbandsfunktionär den Mut hat, was Richtiges zu sagen, was nicht allen gefallen wird. Chapeau!

    • Von mir noch mehr Chapeau, weil seine Worte trotz diplomatischer Entschärfung noch so direkt sind. Der zweite Teil aus dem Artikel, nämlich

      „Die Schulleitung hat gerade, um Jugendlichen das Fasten zu ermöglichen, auch die Möglichkeit, sie von einzelnen schulischen Veranstaltungen, wie zum Beispiel einem Sportfest, freizustellen. […] Deshalb ist es auch Aufgabe der Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern abzuwägen, ob das Fasten an Prüfungstagen unterbrochen wird – allein schon, um das sehr frühe Aufstehen zu vermeiden“,

      ist mir jedoch zu windelweich, ist aber der Diplomatie geschuldet. Es ist übrigens nicht nur das frühe Aufstehen, sondern auch das späte Schlafengehen aufgrund des späten Sonnenuntergangs. Zurzeit muss zwischen 5 und 21 Uhr gefastet werden. Die 8 Stunden dazwischen sind weniger als der generelle Schlafbedarf vieler Schüler.

  5. Wählen Sie bitte 112 und holen Sie bitte den Notarzt, wenn Kinder im Ramadan kollabieren, damit diese einer suffizienten medizinischen Versorgung zugeführt werden.
    Wir hatten hier im Münsterland einen letalen Ausgang dieser Prozedur , die nur Erwachsenen auferlegt werden sollte und so von dieser Religion vorgegeben ist.

    • Kurz: Religiöser Wahn, angeblich durch unser Grundgesetz geschützt.
      Fromme Juden dürfen am Sabbat keine Elektrizität bedienen, nicht einmal einen Fahrstuhl, einen Lichtschalter oder ein Auto. Also gibt’s in Jerusalem in den großen Hotels einen Sabbat-Fahrstuhl, der automatisch in jeder Etage hält (auch wenn es 20 sind), damit niemand einen Knopf drücken muss. Und die arabischen Taxifahrer machen das Geschäft der Woche, denn der Sabbat beginnt immer erst nach dem Freitags-Gebet, wie praktisch.
      ABER: In unseren Breiten hatten wir mal eine Aufklärung, ist schon weit über 200 Jahre her. Die damaligen Philosophen waren weiter als wir heute. Wie war das doch?
      “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.” (Immanuel Kant)

      • C`est ca, et vous avez correctment reciter cet`homme , qui dorme maintenant dans la terre russienne, ou il nèst pas née.

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