Büffeln statt baden? Philologen raten zu Lernpausen in den Sommerferien

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WIESBADEN. Nur noch wenige Tage bis zu den Sommerferien (in Hessen jedenfalls). Eltern befürchten, dass nach sechs Wochen Schulpause viel Gelerntes wieder verschwunden ist oder dass sich etwaige Lücken weiter vertiefen. Der Vorsitzende des Hessischen Philologenverbandes, Jürgen Hartmann, appelliert an die Väter und Mütter, ihren Kindern eine Pause zu gönnen: „Ferien sind zum Erholen, Abschalten und Entspannen da. Das ist dieses Jahr besonders wichtig, da die Arbeitsbelastung und der Lerndruck für die Kinder wegen des kurzen Schulhalbjahres erheblich waren.“

Hitzefrei ist eigentlich keine Frage von Urlaub. Foto: 926663 / pixabay (CC0 Public Domain)
Urlaub soll sein – sagen die Philologen. Foto: 926663 / pixabay (CC0 Public Domain)

Auf strikte Lernprogramme sollte verzichtet, vielmehr sollten die freien Tage zur Erholung genutzt werden. Gemeinsam verbrachte Zeit von Eltern und Kindern und eine aktiv gestaltete Freizeit sind die besten Voraussetzungen nicht nur zur Regeneration, sondern auch zur Förderung zahlreicher Fähigkeiten. Mehr Zeit für gemeinsames Lesen fördert die Entwicklung von  Fantasie und Kreativität sowie sprachlicher Ausdrucksfähigkeit.  Eine Verbesserung der motorischen Fähigkeiten durch viel Bewegung in den Ferien sichert das gesunde körperliche Aufwachsen und wirkt sich günstig auf die Intelligenzentwicklung aus.

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Nachhilfe in den Ferien sollten Eltern nur in Ausnahmesituationen in Betracht ziehen. War das Kind längere Zeit krank und hat dadurch viel Unterrichtsstoff versäumt, bieten die Ferien eine Möglichkeit zum Aufholen. Auch bei einer Nachprüfung, von der die Versetzung in die nächste Klassenstufe abhängt, kommt das Kind um das Lernen in den Ferien nicht herum. Eine sinnvolle Nachhilfe muss in die Tiefe gehen und sollte zuvor mit der Schule abgesprochen sein. Es ist ein Irrglaube, man könne sozusagen in den Ferien nachholen, was man ein ganzes langes Schuljahr über verpasst hat.

Es empfehle sich, den Einstieg in das neue Schuljahr im letzten Drittel der Ferien vorzubereiten. Lernstoff wiederholen, besonders in den „kritischen“ Fächern, Stoff nacharbeiten, eventuell einen Lernplan erstellen. Hätten die Kinder schon ein paar Erholungswochen hinter sich, sei die Lust zu lernen, die Neugier und die Motivation wieder größer. Außerdem bleibe das Gelernte dann besser haften und sei präsenter, wenn die Schule wieder beginnt. Länger als zwei Wochen sollte das Auffrischungsprogramm aber nicht dauern, raten die Philologen. News4teachers

 

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1 KOMMENTAR

  1. Ja, bis auf Ausnahmen sollten Feiertage und Ferien Feiertage und Ferien sein und die Kinder sich wie auch wir Lehrer sich erholen.

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