Hohe Nachfrage bei Freiwilligendiensten – Probleme im ländlichen Raum

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DRESDEN. Sie helfen in Kindertagesstätten oder in der Altenpflege: Für Freiwilligendienste gibt es dieses Jahr in Sachsen besonders viele Interessenten. Einige Träger haben allerdings Schwierigkeiten.

Die Plätze bei Freiwilligendiensten in Sachsen sind in diesem Jahr stärker nachgefragt als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. «Es läuft dieses Jahr bislang richtig gut», sagte Katrin Ventzke von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Freiwilligendienste in Sachsen. Beispielsweise waren beim Paritätischen Wohlfahrtsverband von den 200 freien Plätzen im Bereich Freiwilliges Soziales Jahr im Juni 140 besetzt. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr waren es etwa 100. Wer nun noch nach einem Platz sucht, sollte sich deshalb beeilen, erklärte Ventzke.

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Eine vitale Gesellschaft lebt nicht zuletzt vom freiwilligen Engagement. Foto: Daniel Thornton / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
Eine vitale Gesellschaft lebt nicht zuletzt vom freiwilligen Engagement. Foto: Daniel Thornton / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Die hohe Nachfrage erklärte Ventzke damit, dass viele Schulabsolventen sich immer früher um einen Platz in den Diensten kümmerten. Es bleibe aber abzuwarten, ob es am Ende tatsächlich mehr Bewerber sein werden als 2017.

Beliebt seien Stellen in Kindertagesstätten, erklärte Marlen Wippler von der Jugendstiftung Sachsen. Dagegen hätten Träger im ländlichen Raum sowie in der Altenpflege eher Probleme, geeignete Kandidaten zu finden.

Ende 2017 waren in Sachsen nach den aktuellsten Zahlen 3007 Freiwillige in den Bereichen Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und im Freiwilligendienst aller Generationen (FdaG) tätig. Hinzu kamen noch die Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi).

Wer sich für einen Freiwilligendienst interessiert, muss mindestens die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Teilnehmer erhalten ein Taschengeld von mindestens 300 Euro pro Monat. Der Betrag kann sich aber reduzieren – etwa wenn man kostenlos bei den Trägern wohnen kann. (dpa)

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