Philologen mischen beim Hochschulzugang Humanmedizin mit

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ERFURT. Die Kultusministerkonferenz hat in ihrem Beschluss dem Vorschlag des Deutschen Philologenverbandes entsprochen – teilt der Philologenverband mit: Die Abiturbestenquote bei der Studienplatzvergabe im Fach Humanmedizin bleibe erhalten und werde auf mindestens 20 Prozent heraufgesetzt. Dies berichtet Philologenchefin Prof. Susanne Lin-Klitzing in einer Pressemitteilung – und betont, dass dies ein großer Erfolg für den Verband der Gymnasiallehrerinnen und -lehrer sei.

Trotz Neuregelung der Hochschulzulassung: Auch in Zukunft wird es in Deutschland nicht leicht, Arzt zu werden. Foto: Free-Photos / pixabay (CC0 Creative Commons)
Trotz Neuregelung der Hochschulzulassung: Auch in Zukunft wird es in Deutschland nicht leicht, Arzt zu werden. Foto: Free-Photos / pixabay (CC0 Creative Commons)  

Mit der Abiturbestenquote von mindestens 20 Prozent wurden und werden im Prozentrangverfahren der Länder treffsicher die besten Abiturientinnen und Abiturienten, die Medizin studieren wollen, aus jedem Bundesland ausgewählt und zugelassen. „Wir sind froh über diese Entscheidung, denn die Abiturnoten stellen den – empirisch nachweisbar – besten Prädiktor für ein erfolgreiches Studium dar“, erklärte Lin-Klitzing.

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Die Wartezeitquote entfalle und für die Auswahlentscheidungen der Hochschulen sollen zwei weitere Faktoren von erheblichem Gewicht gegenüber der Abiturdurchschnittsnote einfließen, über die sich die Bildungsministerinnen und Bildungsminister in diesem Jahr noch einigen wollen. Hier schlägt der Deutsche Philologenverband folgende Vergabe vor: 40 Prozent Abiturdurchschnittsnote, 40 Prozent standardisierter Test, 20 Prozent medizinische Vorerfahrungen. News4teachers

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20 KOMMENTARE

  1. Es lebe die Abi-Note!
    Auf diese Weise bekommen wir immer mehr Fachmediziner, aber keine Hausärzte, immer mehr Spezialisten, die nicht über ihren Tellerrand hinaussehen können, immer mehr Gerätemediziner, Mediziner, die nur Medizin studieren, weil sie die Noten haben, aber nicht unbedingt die Befähigung!
    Haben die Philologen ihre eigene, besondere Kristallkugel?

    Schuster, bleib bei deinem Leisten!

    rfalio

    • Es wird noch schlimmer:

      Es werden immer mehr Fachärztinnen, die nur in Großstädten in Teilzeit arbeiten wollen. Hausärzte, Landärzte, Krankenhausärzte (alles m/w) werden immer mehr fehlen.

      @Feministen: Das ist nicht frauenfeindlich, sondern Tatsache, weil Frauen die signifikant besseren Abiturnoten haben, gerade in der Spitze.

      • Passt auch nicht so ganz – von den besten 50 Abiturienten bzw Innen sind lediglich 10 bis 15 männlich, zwei Jungen die Topleute, dann die 25 von den fast 40 Mädchen. Die kletzten Plätze vor der 1,5 sind dann gleich verteilt.

  2. Moment mal: Die Abiturnote mag ja nicht optimal sein, aber was ist die Alternative? Wie soll man 18-Jährige zuverlässig danach testen, ob sie nun gute Ärzte werden oder nicht? Das vermisse ich bei all denen, die immer auf diesen NC mit der Abiturnote schimpfen. Immerhin sagt eine gute Abiturnote aus, dass die Leute nicht dumm sind, dass sie gewissenhaft sind, dass sie gerade keine Spezialisten sind (die nur eine Sache können), und dass sie gewiss auch erfolgreich studieren werden. Kaum etwas ist ein so guter Prädiktor für den Studienerfolg wie der schulische Erfolg. Die Wartezeit verbessert individuelle Fähigkeiten überhaupt nicht.
    Die gerühmten Tests werden — so fürchte ich — so ähnlich wie PISA ausfallen, mit vielen Multiple-Choice-Fragen, also werden sie nicht viel aussagen. Von psychologischen Tests würde ich eher Gemeinheiten erwarten. Besser wären individuelle Gespräche mit Fachleuten (also Medizinern), aber selbst das mag bei 18-Jährigen nicht so sehr charakteristisch sein, und ob das nun fair ist und zu gleichen Chancen führt, ist sehr die Frage. Das begünstigt immer die, die gut schwätzen und sich gut in Szene setzen können.

    • @Cavalieri
      Die Analyse der Vorkommentatoren stimmt auf bedauerliche Weise, denn wir bekommen nicht mehr genügend Bewerber für die schneidenden Fächer , wo wir echte Handwerker benötigen, die manuell geschickte Operateure sind und ausdauernd arbeiten können.
      Das Groß der weiblichen Mediziner arbeitet später in Teilzeit und meidet die operativen Fächer.
      Und so haben diese Fachgebiete ein echtes Nachwuchsproblem. Und so sind wir froh, dass wir die benötigten Kollegen bisher, als Folge von unerfreulichen Kriegen und einem wirtschaftlichen Gefälle,
      aus dem Ausland rekrutieren können. Das deutsche Ausbildungssystem erspart sich damit erhebliche Kosten für die Ausbildung. Die Gelackmeierten sind aber die deutschen Abiturienten, die mit beruflichen Vorerfahrungen im medizinischen Bereich und einer hohen Motivation nicht studieren dürfen, da die Studienplätze n der Zahl zu gering sind, um den benötigten Bedarf zu decken.
      Der tatsächliche Bedarf ist aber deutlich höher, als es der Anzahl der Auszubildenden entspricht.
      Es ist geboten die Zahl der Medizinstudienplätze zu erhöhen, da demnächst auch die geburtenstarken 60er Jahrgänge sich sukzessiv aus dem Berufsleben verabschieden werden. Da wird dann noch einmal Druck auf die Stundenlöhne ausgeübt werden können und werden. Die Politik hat es selbst in der Hand steuernd auf die Nachfrage zu reagieren.
      Da man aber kurzfristig denkt, wird da wohl nicht viel passieren und zum richtigen entschieden werden.

      • Okay, aber wenn man jeden, der will, immatrikulieren soll, müsste die Zahl der Studienplätze nicht einfach erhöht, sondern um den Faktor 4-5 aufgebläht werden. So viele Dozenten hat man ja auf die Schnelle gar nicht, von Laborplätzen oder den Kapazitäten in “klinischen Semestern” ganz zu schweigen. Man kann ein solches System eben immer nur behutsam reformieren. Jedes Hauruck-Verfahren ist vom Übel.
        Ich habe bisher nicht wahrgenommen, wodurch man die Abiturnote als Kriterium nun wirksam ersetzen soll mit einem besseren Effekt als vorher. Kein Kriterium ist perfekt. 20 % Abiturnote soll schon zu viel sein? Ich hatte nichts gegen die Würdigung beruflicher Vorerfahrungen gesagt, aber wenn jede Sprechstundenhilfe oder Krankenschwester mit Abitur dann Medizin studieren will, ist es auch nicht optimal. Es gab übrigens auch schon mal eine Ärzte-Schwemme: Alle wollten niedergelassene Ärzte werden, aber die Erwartungen auf hohe Einkommen erfüllten sich nicht. Wie kam das eigentlich? Böse Zungen sagen zudem, die Deutschen schlucken mehr (und teurere) Medikamente und werden häufiger operiert als die Leute in Nachbarländern. Am Ärztemangel liegt sowas nicht.
        Zur Zuwanderung aus dem Ausland: Im Bekanntenkreis hörte ich von mehreren Fällen, wo angehende deutsche Ärztinnen in die Schweiz gingen, weil sie da an Krankenhäusern bessere Bedingungen vorfinden. Und gerade die USA und Kanada importieren bekanntlich viele Akademiker aller Art. Das ist so bei Einwanderungsländern.

        • @Cavalieri
          Die Zahl der Medizinstudenten soll auch nicht auf das 4-5 fache erhöht werden, aber auf einen Stand, der unter der Berücksichtigung der zunehmenden Teilzeitarbeit und dem fehlenden Nachwuchs aufgestockt werden.
          Nebenbei kenne ich sehr viele Krankenpfleger und Rettungsassistenten, die ein Abitur abgelegt haben und auf einen Studienplatz warten.
          Es wird diesen aber mit einem zunehmenden zeitlichen Abstand zum Abitur später dann schwerer fallen ein Studium erfolgreich zu beenden, da ohne weiter Lernroutine , die Lernfähigkeit annimmt.
          Dass die Zahl der Operationen zunimmt, hängt mit der Implementierung des DRG-Systems zusammen, welches erbrachte Leistungen einfordert und begünstigt, womit die OP-Zahlen in bestimmten Bereichen ansteigen.
          Dieses Problem der steigenden Leistungszahlen durch das DRG-System war in Australien, dem Land , in dem dieses System als erstes eingeführt wurde , auch der Grund , warum man es dort als Folge der Kostenexplosion wieder als erstes abschaffte.
          Hinzu kam noch, dass in dünner besiedelten Gebieten als Folge fehlender Leistungszahlen ein Versorgungsnotstand drohte, als Folge von Klinikschließungen.
          Mit genau den selben Problemen hat jetzt auch unser Gesundheitssystem zu kämpfen.
          Aber wir Deutschen können doch bestimmt alles besser als andere Nationen , oder doch nicht ?
          Auch unser Gesundheitssystem bedient sich im europäischen und außereuropäischen Ausland an Fachkräften, die bei uns fehlen.
          Zunehmend fehlt jetzt auch Personal in der Pflege, sodass in den teuren Großstädten übertariflich Lohn bezahlt wird.
          Ich kenne aber auch Kollegen, die nur eine halbe Stelle besetzen und den Rest der Arbeitszeit für 90 bis 135 Euro/Stunde als Leihärzte arbeiten.
          Hoch lebe das DRG-System und der Mangel an gut ausgebildeten deutschen Ärzten und den Klinikketten Asklepios und Helios ein Wohlgefallen auf Erden, so dass diese auf Betreiben von Gesundheitsexperten, wie Herrn Lauterbach, der Herr mit der Fliege , ihr hochgepriesenes System, mit einer Rundumversorgung vom angestellten Hausarzt, über die Klinik bis in die Anschlussheilbehandlung, implementieren konnten.
          Die Studien dazu hat natürlich die Firma aus Gütersloh geliefert.

          • Irgendwann wird es dann in dünn besiedelten Gebieten Deutschlands, als Folge von Klinikschließungen aus wirtschaftlichen Gründen, recht knapp mit der Versorgungslage werden.
            Gesundheit und Krankheit kann man nicht planen, aber die Steuerung durch das DRG-System läuft nun mal darauf hinaus.

          • “Die Zahl der Medizinstudenten soll auch nicht auf das 4-5 fache erhöht werden, aber …”
            Dann wird man weiter Kriterien für den NC benötigen, weil die Zahl der Bewerber 4-5 mal höher ist als die Zahl der Plätze. Wie sollen diese Kriterien denn nun genau aussehen?

            “… womit die OP-Zahlen in bestimmten Bereichen ansteigen.”
            Gerüchteweise hört man was über Zielvereinbarungen, die Chefärzte bei ihrer Ernennung zu unterschreiben gezwungen werden und die eine gewisse Mindestzahl bestimmter Operationen zum Inhalt haben. Die Patienten werden dann entsprechend “zurechtgeschnitzt”, und jeder wird operiert, bei dem das irgendwie geht.
            Das Ausrichten von Krankenhäusern an üblichen Zielen gewinnorientierter Unternehmen halten viele für einen Irrweg. Volkswirtschaftlich gesehen wäre es besser, die Leute wären alle gesund, und die Krankenhäuser stünden leer.
            Aber das betrifft weniger das Medizinstudium als vielmehr unsere Gesundheitspolitik.

          • Ich schrieb doch schon, dass dieses DRG-System in Australien, wegen der Kostenexplosion durch einen Anstieg der Leistungen, wieder abgeschafft wurde. Wir sind eben besser…….?
            Der Einfluss der kaufmännischen Leiter hat in den Kliniken zugenommen, während die Bedeutung der Chefärzte zurückgedrängt wurde, und so wäre es nicht erstaunlich, wenn es derartige Zielvorgaben gäbe.

          • AvL: Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die Leser hier im Forum was mit dem Begriff “DRG-System” anfangen können. Das ist Fach-Chinesisch für Mediziner.

          • @Cavalieri
            Das ist nicht Mediziner-Chinesisch, sondern Bürokraten-Chinesisch und heißt auf Deutsch” Diagnose bezogene Patientengruppen”, in die wir die Patienten eingruppieren müssen und entsprechend mit Fallpauschalen bezahlt werde, egal wie lange diese Patienten bei uns liegen. Es gibt dann einen Festpreis für eine bestimmte Leistung, die noch eine Steigerung für bestimmte zusätzlich erschwerende Krankheitsbilder erfahren.
            Die Krankenhäuser vereinbaren mit den Vertretern der Krankenkassen eine bestimmte Anzahl an Leistungen, die besser weder unterschritten, noch überschritten werden, da es sonst Abstriche in der Bezahlung im Folgejahr gibt, wenn die Zahl unterschritten wird. Bei Mehrleistungen wirkt sich das erst im übernächsten Jahr aus, wobei aber nur eine Teilvergütung erfolgt.
            Somit würden sich auch Zielvorgaben als logische Folge ergeben.
            Zur Zeit überprüft der MDK die Liegedauer und kürzt die Leistungen teilweise um 10 %, wenn man nicht medizinisch begründen kann, warum die Patienten über das Wochenende noch im Krankenhaus lagen.
            Es wird von diesen Bürokraten also ernsthaft in Frage gestellt, dass man am Wochenende noch krank sein kann, wenn man schlecht dokumentiert. Schreiben hilft also allenthalben und bietet eine Abwehr der Streichungen.
            Hinzu kommen diverse Kürzungen durch die medizinischen Dienste der Krankenkassen um 5 %, wenn man nicht ausreichend dokumentiert. Da ist man mit Mitarbeitern, denen die deutsche Schrift nicht so einfach von der Hand geht oder Mitarbeitern mit Aversionen gegen Schriftkram schon deutlich im finanziellen Nachteil.
            Jeder “Furz” , z.B. Stuhlinkontinenz, und “Feuerstein ” muss verschriftlicht werden. Das macht Spaß……

          • Wir verdanken dieses beschissene System unter anderem dem hochgelobten Herrn Prof. Lauterbach, dereinst Mitglied im Vorstand der inzwischen geschluckten Rhön-Kliniken, der es nur bis zum praktischen Jahr des Medizinerdaseins schaffte, um dann im wilden Westen des US-amerikanischen Gesundheitssystems seine bahnbrechenden Erfahrungen zu sammeln, von denen wir täglich in uns aufsaugen und uns seiner nachhaltig erinnern.

          • Schule ist da schon einen Schritt weiter:
            Ob man etwas schreibt über Förderbedarf oder Zusatzbedarf oder nicht: es gibt keine zustätzlichen Stunden.
            Selbst wenn sie bewilligt werden würden, gäbe es keine Lehrkräfte, keine “normalen” und erst recht keine mit Zusatzausbildung für Förderbedarfe.

            … aber Sie, AvL, glauben ja immer noch, es seien die Methoden und die bösen Lehrkräfte, die die Kinder sich selbst überlassen.
            Das wäre so, als würde ich Ihnen sagen, dass Sie sich einfach besser um die Patienten kümmern müssen, damit diese fristgerecht gesund werden, damit die Kasse auch stimmt.

            Es geht in beiden Systemen um Kosten, nicht um Menschen.

          • @palim – und kardiologische Eingriffe übernimmt der Urologe, da die Kardiologenstelle seit mehreren Ausschreibungsterminen nicht besetzt werden konnte und die Klinik keine Patienten abweisen darf sondern inklusiv behandeln muss. Wozu also Fachabteilungen in den Krankenhäusern?

          • @db Hier schließen gleich die gesamten Krankenhäuser, weil sie nicht wirtschaftlich sind … das spart auch Ärzte auf dem Land. Es gibt keine Fachärzte … aber auch keine Grundversorgung.

            Ähnliches gilt für Schulen: Wo keine sind, ist auch kein Lehrermangel mehr zu verzeichnen. Und die Versorgung mit Spezialisten wird an den Regelschulen gleich mit eingespart.

            Die Schüler oder Patienten werden möglichst wirtschaftlich umverteilt, sprich ins nächste Zentrum geschickt, bei Schülern wird der Transport immerhin bezahlt.

            Andererseits hört man von Hausärzten, die sich die Praxisversorgung teilen und tageweise Fachärzte mit in die Sprechstunde oder Praxis holen, um auf dem Land die Versorgung zu verbessern und sich gemeinsam absprechen zu können.

          • Sarkastisch formuliert bedeutet diese Situation der DRG bedingten Klinikschließungen, dass die Bewohner dort ,wo Sie leben , gesünder sind ? So ist es aber nicht.
            Es geht eben immer um das liebe Geld und nicht um eine wohnortnahe Grundversorgung der Bevölkerung durch kleinere Funktionseinheiten. In der Kliniklandschaft läuft alles auf die Bildung einiger weniger Großkliniken hinaus, die vorwiegend in größeren Städten liegen.
            Und so werden die Lebensbedingungen in den unterschiedlichen Landesteilen sich deutlich unterscheiden und auseinander bewegen.
            Australien hat sich als Erfinder dieses DRG-Steuerungssystems vernünftigerweise anders entschieden und eine bedarfsorientierte und flächendeckende Versorgung beibehalten.
            Man könnte von den Australiern lernen,das wird man wahrscheinlich aber nicht umsetzen wollen, da inzwischen, mit Ausnahme der kirchlichen Träger, der Unikliniken und einiger weniger kommunaler Krankenhäuser, die meisten Kliniken dem Asklepios und dem Helioskonzern gehören.

          • Warum sollen Fachärzte auf’s Land gehen? Der Grunderwerb im ländlichen raum ist deutlich günstiger als in der Stadt. Somit ist es auch für unterfinanzierte Gemeinden im ländlichen raum kein finanzieller Kraftakt Grund und Boden für eine Friedhofserweiterung zu erwerben. Notfalls übernimmt man das Gelände in Erbpacht von der Kirche, weil die verkauft garantiert nix.
            Da Sterben auf dem Land günstiger ist, kann man sich die Facharztversorgung sparen. Man muss das sowohl volkswirtschaftlich als auch betriebswirtschaftlich sehen. – Und wer früher stirbt, ist länger tot.

          • Wenn es kleine Funktionseinheiten in der Medizin geben soll, und das auch in der Fläche, warum sollte das nicht auch für die Bildung gelten?
            Oder brauchen Menschen bestimmter Regionen und Schichten keine Bildung, weil es angeblich volkswirtschaftlich günstiger ist?

          • Ja, deshalb unterhält BY ja auch Kreisgymnasien. Die SuS aus der Fläche nehmen die Fahrtzeit inkauf, wohnen bei Verwandten in der Kreisstadt oder besuchen die Mittelschule, um später, wenn sie älter sind, zum beruflichen GY zu gehen.

            Es hat doch Gründe, warum die Fläche als Siedlungsgebiet an Bedeutung verliert und sich toute le monde in den regionalen Oberzentren oder den Metropolregionen aka Ballungszentren Knubbelt.

            Wer wenig gebildet in der Fläche lebt, dem fällt auch nicht so schnell auf, dass ihm außer medizinischer Grundversorgung und geringerer Lebenserwartung nicht allzu viel erwartet. Aber wie gesagt, dafür sind die Kosten nach dem Tode leichter zu finanzieren.

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