Zehn Jahre Merkels „Bildungsrepublik“ – VBE: Immer noch ein Luftschloss

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BERLIN. „Vor genau zehn Jahren formulierte Kanzlerin Merkel das Ziel, Deutschland müsse Bildungsrepublik werden.” Daran hat nun VBE-Chef Udo Beckmann erinnert – und weitere Schritte angemahnt, um die Bildungschancen inbesondere von benachteiligten Kindern zu erhöhen. 

Merkel “sprach davon, dass nur ausreichende Bildung die Voraussetzung für Chancengleichheit für Kinder unterschiedlicher sozialer oder geografischer Herkunft schaffe und damit den Grundstein für bessere Arbeitsplätze und soziale Aufstiegsmöglichkeiten lege”, sagte der VBE-Bundesvorsitzende. “Von diesem Ziel, genauso wie von der grundgesetzlich verankerten Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, sind wir nach wie vor weit entfernt. Die Bildungschancen sind davon abhängig, in welchem Stadtteil ein Kind zur Schule geht und welchen sozio-ökonomischen Hintergrund die Eltern haben. Wer eine Bildungsrepublik will, hätte längst für die entsprechenden Investitionen sorgen müssen“, mahnte er.

Die Kanzlerin muss Hand bei der Bildung anlegen. Foto: Armin Linnartz / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)
Die Kanzlerin muss Hand bei der Bildung anlegen. Foto: Armin Linnartz / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)
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Die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Implementierung eines Nationalen Bildungsrates wird allerdings vom VBE begrüßt. Beckmann: „Dieser Rat steht für die Möglichkeit, gemeinsame Leitlinien aufzustellen. Unter Wahrung der Kulturhoheit der Länder muss unter Einbezug wissenschaftlicher Expertise und der Expertenmeinung aus der Praxis, also der Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften, realistisch auf den Prüfstand kommen, was Schule leisten kann und soll. Nur so wird es gelingen, von den Lehrkräften akzeptierte Lösungen zu finden, die in der Breite funktionieren können. Für ein Morgen, in dem die Bildungsrepublik nicht mehr nur Luftschloss ist.“ News4teachers

Merkels “Bildungsrepublik” braucht noch mal einen neuen Anlauf – die Bilanz ist eher mau

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