Giffey: Beim Schulschwimmen «keine religiösen Ausreden» dulden

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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will Schülern nicht zugestehen, dem Schwimm- oder Sportunterricht aus religiösen Gründen fernzubleiben.

Will die Qualität der Kita-Betreuung verbessern: Bundesfamilienministerin Giffey. Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Für Giffey steht die Schulpflicht im Vordergrund.                           Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

«Beim Schwimm- und Sportunterricht darf es keine kulturellen oder religiösen Ausreden geben», sagte die SPD-Politikerin der «Rheinischen Post». In Deutschland bestehe Schulpflicht – und der Schwimmunterricht gehöre dazu. «Das ist durchzusetzen, in letzter Konsequenz mit einem Bußgeld», forderte die frühere Bürgermeisterin des multikulturell geprägten Bezirks Berlin-Neukölln. Wichtig sei, Gespräche mit den Eltern und ihren Kindern zu führen.

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Als «Blödsinn» bezeichnete Giffey Behauptungen, sie sei für das Verteilen sogenannter Burkinis an Schulen. Die AfD hatte der Familienministerin vorgeworfen, damit Sonderrechte für fundamentalistische Muslime zu unterstützen, die sich nicht den deutschen Regeln anpassen wollten. Zuvor hatte Giffey gesagt, sie befürworte zwar keineswegs das Tragen von Burkinis im Schwimmunterricht – allerdings sollten sich Bundespolitiker nicht darüber erheben, wenn Schulen durch solch pragmatische Lösungen die Teilnahme muslimischer Schülerinnen am Schwimmunterricht sicherstellten. Oberstes Ziel sei, dass alle Kinder Schwimmen lernen – ungeachtet ihrer Herkunft und Religion.

Auslöser der Debatte war der im Juni bekanntgewordene Fall eines Gymnasiums in Herne in Nordrhein-Westfalen, das 20 Leih-Burkinis angeschafft hatte. Diese bedecken bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile. dpa

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