Prien stellt die Weichen für die Digitalisierung von Schulen

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KIEL. Dienst-Emailadressen für Lehrer, digitale Modellschulen, einheitliche Verwaltungssoftware – viele Projekte sollen die Digitalisierung an Schulen voranbringen. Das Bildungsministerium  Schleswig-Holstein bündelt diese Vorhaben nun in einem Paket – und setzt auch auf Geld aus Berlin.

Prien möchte in die Digitalisierung investiern.                                      Foto: Frank Peter / Staatskanzlei Schleswig-Holstein

Bildungsministerin Karin Prien sieht Schleswig-Holstein auf einem guten Weg für das digitale Lehren, Lernen und Arbeiten an Schulen. Wichtige Weichen seien gestellt, sagte jetzt die CDU-Politikerin. Lehrerfort- und Ausbildung, Modellschulen, Infrastruktur – viele Maßnahmen seien schon erfolgreich auf den Weg gebracht worden, andere stünden in den Startlöchern. Sie alle sollen im «Digitalen Bildungspaket» zusammengeführt werden. Die digitale Entwicklung der Schulen solle systematisch vorangetrieben werden, sagte die Ministerin. «Digitalisierung ist kein Zukunftsthema, sondern ein Gegenwartsthema.»

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So sei beispielsweise die Vermittlung von Medienkompetenz seit dem Wintersemester 2017/18 in allen Lehramtsstudiengängen verbindlich. Für die rund 28.000 Lehrer, die bereits an den Schulen im Land unterrichten, gibt es demnach ein umfangreiches Fortbildungsprogramm, um sie fit für die digitale Schulwelt zu machen.

Des Weiteren wurden Projekte wie die Einführung einer einheitlichen Schulsoftware oder die Entwicklung einer Art «Bildungscloud» angestoßen, über die Lehrer, aber auch Eltern und Schüler kommunizieren können sollen. Auch sollen Lehrer in Schleswig-Holstein endlich Dienst-Emailadressen erhalten. Bisher müssen Lehrer, wenn sie per Mail Absprachen treffen wollen, ihre privaten Accounts nutzen.

Die Digitalisierung der schleswig-holsteinischen Schulen soll auch aus Mitteln des Digitalpaktes des Bundes finanziert werden. Der Bund hatte den Ländern in den kommenden fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro versprochen. Eine entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung soll bis Ende des Jahres stehen. Prien betonte, dass Digitalisierung kein Selbstzweck sei, sondern Teil eines pädagogischen Konzepts. Es gehe nicht darum, Technik um jeden Preis anzuschaffen, wenn man nicht wisse, wie sie sinnvoll eingesetzt werden soll.

Die SPD vermisst eigene Impulse der Ministerin. Es sei nichts vorgestellt worden, «was nicht schon von der Regierung der Küstenkoalition auf den Weg gebracht worden wäre», sagte der schulpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Kai Vogel. «Nur dass es mit mehr Geld ausgestattet werden kann.» dpa

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