Ansturm junger Lehrer: Schon mehr als 2200 Anträge auf Verbeamtung

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DRESDEN. Sachsens Kultusministerium registriert einen Ansturm junger Lehrer auf den Beamtenstatus. Bisher hätten schon 2223 Frauen und Männer einen Antrag gestellt, sagte Ministeriumssprecher Dirk Reelfs am Dienstag in Dresden. «Die Antragsflut in so kurzer Zeit hat uns sehr überrascht. Das hätten wir nicht erwartet.» Mehr als die Hälfte derer, die als «Bestandslehrer» – also bereits im Dienst befindliche Pädagogen – für eine Verbeamtung in Frage kämen, hätten einen Antrag gestellt. Anträge könne man auch nach dem 31. August noch einreichen.

Von wegen Ruhe - in den Schulen ist der Umbau auch im nächsten Schuljahr im vollen Gange. (Foto: US Departement of Education/Flickr CC BY 2.0)
Der Beamtenstatus ist für Lehrer atraktiv – nicht nur für junge. (Foto: US Departement of Education/Flickr CC BY 2.0)

Sachsen war neben Berlin bisher das einzige Bundesland, das Lehrer nicht verbeamtete. Unter dem Druck des Lehrermangels will es seine Praxis nun aber ändern. Der Landtag muss dem Handlungsprogramm noch zustimmen.

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Vom 1. Januar an sollen grundständig ausgebildete Lehrer bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres Beamte werden können. Laut Ministerium ist voraussichtlich eine Verbeamtung von 4260 Bestandslehrern und 1050 neu eingestellten Pädagogen möglich. Sie soll bis Ende 2023 befristet sein. Jeder Antragsteller muss sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Das Kabinett beschloss am Dienstag ein sogenanntes Artikelgesetz, das Einzelheiten zur Verbeamtung regelt. dpa

GEW warnt vor Verbeamtungsplänen des Kultusministers – damit würden Ungleichheiten unter Lehrern nur vergrößert

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