Lehrertag fordert Wertschätzung auch für nicht verbeamtete Kollegen

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DRESDEN. Vor dem Hintergrund der beschlossenen Verbeamtung junger Lehrer in Sachsen haben fast 500 Pädagogen aus dem Freistaat auch Wertschätzung für die anderen Kollegen angemahnt. «Verbeamtung ist attraktiv für die Lehrkräfte und unser Schulsystem, aber es fehlt ein angemessener Ausgleich für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte», sagte Jens Weichelt, Vorsitzender des Sächsischen Lehrerverbands (slv) beim Chemnitzer Lehrertag. Laut einer Mitteilung des Verbandes hat Kultusminister Christian Piwarz (CDU) in Aussicht gestellt, in den kommenden Tagen über Zulagen, Höhergruppierungen und andere Maßnahmen für diese Gruppe Entscheidungen zu treffen.

Kritisiert die Personalpolitik des Sächsischen Kultusministeriums: Jens Weichelt. Foto: Sächsischer Lehrerverband
Begrüßte 500 Gäste beim Chemnitzer Lehrertag: Jens Weichelt. Foto: Sächsischer Lehrerverband

Sachsen ist neben Berlin das einzige Bundesland, das Lehrer bisher nicht verbeamtet. Unter dem Druck des Lehrermangels sollen nun von 2019 an grundständig ausgebildete Lehrer bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres Beamte werden können. Laut Piwarz haben schon drei Viertel der Berechtigten einen Antrag darauf gestellt. Er verwies zudem darauf, dass in diesem Jahr bereits mehr als zehn Mal so viele verbeamtete Lehrer aus anderen Bundesländern nach Sachsen wechselten als jeweils in den vergangenen Jahren. Lehrer bräuchten auch Unterstützung durch weitere Experten. Programme für Schulassistenten und mehr Schulpsychologen würden derzeit auf den Weg gebracht, kündigte der Minister an.

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Ganze Schulkollegien nutzten laut slv das Angebot von Vorträgen, Seminaren und Workshops, um sich zu den neuesten Entwicklungen auf den Gebieten von Methodik, Fachdidaktik, Psychologie, Schulrecht, Lehrergesundheit und Nutzung von Neuen Medien fortzubilden. „Geht`s noch? – Schülern Grenzen setzen!“ war das Thema des Vortrages der Heilpädagogin und Supervisorin Martina Meixner. Sie zeigte an praktischen Beispielen und mit lockeren Sprüchen auf, dass die zunehmende Vielfalt von Persönlichkeiten, Kulturen und Ansichten in den Klassenzimmern nur mit klaren Strukturen zu bewältigen ist. Kommunizieren, Klartext reden, gegenseitig Respekt zeigen, Grenzen setzen, wenige Regeln aufstellen und diese konsequent einfordern, Einigkeit im Kollegium zeigen – mit diesen Prinzipien sei es möglich, jeden Schüler zum Lernerfolg zu führen. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers hitzig diskutiert.

Ansturm junger Lehrer: Schon mehr als 2200 Anträge auf Verbeamtung

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2 KOMMENTARE

  1. Es ist interessant still unter diesem Artikel, nicht wahr?!

    Wo sind sie alle, die verbeamteten Kollegen, die die angestellten Kollegen für sich und ihr A 13 für alle streiken lassen?!? Von wegen der Gerechtigkeit und so?

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