Mehr Kinder mit ausländischen Wurzeln in Hessens Kitas und Horten

10

WIESBADEN. Der Anteil von Kindern mit ausländischen Wurzeln steigt in hessischen Kindertageseinrichtungen stetig an. Nach Angaben der Statistischen Landesamts lag die Migrationsquote zum Stichtag 1. März bei 44 Prozent. Bei der ersten Erhebung 2006 seien es rund 33 Prozent gewesen. Kriterium ist, dass mindestens ein Elternteil aus dem Ausland kommt.

Die OECD hat wichtige Daten zur Bildung in Deutschland zusammengetragen.. Foto: Departement of Education / flickr (CC BY 2.0)
Immer mehr Kinder in Deutchland haben einen Migrationshintergrund. Foto: Departement of Education / flickr (CC BY 2.0)

Den höchsten Anteil in Hessen verzeichnet Rüsselsheim. Dort haben rund 68 Prozent der Kinder, die Hort, Kita und Kindergarten besuchen, einen Migrationshintergrund. Die Stadt Offenbach folgt mit 67 Prozent. In die Daten fließen Angaben von Horten, Kindergärten und Kitas ein. Betreuungsangebote von Schulen bleiben außen vor. Erfasst werden Kinder unter 14 Jahren. dpa

Immer mehr Schüler mit Migrationshintergrund – Schulen sind „Integrationsorte Nummer eins“

Anzeige


Anzeige


10 KOMMENTARE

  1. Mehr Kinder mit ausländischen Wurzeln in Hessens Kitas und Horten – was ein Gewinn ist in allen BEreichen. Doof nur, dass in Hessen der Betreuungsschlüssel so schlecht ist und in unserem landkreis mal wieder mit am schlechtesten. Na ja, erklrät, warum trotzt Recht auf Krippenplatz man zwei Jahre warten muss.

  2. Warum in aller Welt redet man so viel von “Kindern mit ausländischen Wurzeln” ? Der Anteil von 44 % landesweit allerdings ist bemerkenswert. Rüsselsheim und Offenbach mit 67 – 68 %, klingt das nicht schon abenteuerlich? Frankfurt/M dürfte kaum viel darunter liegen. Wenn ich sowas geschrieben hatte, wurde nur geätzt, das sei wohl mein Tick oder so, und allein die Erwähnung solcher Zahlen sei “Hetze”.
    Und dann heißt es immer, Deutschland dürfe sich doch nicht abschotten. Eine Überfremdung gibt’s doch nicht. Mal ehrlich: ab welchem Prozentsatz sollen wir anfangen, beunruhigt zu sein? 90 % ? oder erst 99 % ?
    Naive Politiker diskutieren derweil in Talkshows über Obergrenzen von 25 oder 35 % in einzelnen Schulklassen. Die können keine Prozentrechnung. In Offenbach hätte man schon Mühe, eine Obergrenze von 75 % einzuhalten.

    • Sähen Sie Deutschland lieber vergreisen und dann aussterben, wie wir’s noch vor fünf Jahren diskutiert haben? Hier zum Beispiel aus der FAZ von 2010: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/deutschland-stirbt-aus-wir-und-die-kinder-1596473.html

      Dass der Migrantenanteil in den Kitas steigt, hat doch auch damit zu tun, dass Deutsche (wohlstandsbedingt!) so wenig Kinder in die Welt setzen – gut, dass endlich wieder Leben in die Bude kommt. Ein Deutschland, das nur noch aus Mecker- und Hetzrentnern besteht, wie sie heutzutage zu Tausenden das Internet fluten? Dankeschön. Dann wandere ich aus.

      • “… gut, dass endlich wieder Leben in die Bude kommt.”
        Aber haben wir nicht einen Lehrermangel, einen Kita-Erziehermangel, einen Wohnungsmangel und einen Rekordstand bei der Bevölkerungszahl? Dass die Deutschen weniger Kinder bekommen, ist das nicht auch eine Folge einer verfehlten Politik? In den Ländern, aus denen jetzt viele zu uns kommen, soll es wohl üblich sein, dass die Mütter zu Hause bleiben und die zahlreichen Kinder betreuen. Nur dann können sie so zahlreich sein. Bei uns postuliert man das Gegenteil (Mütter dürfen doch nicht zu Hause bleiben).

        • Ist mir wurscht, realo – ich sehe ja, wie sich viele Ruheständler mit seehr viel Zeit zum Posten hier und in anderen Internet-Foren benehmen. Kümmern die sich darum, ob arbeitende Menschen wie ich sich über ihr destrukives Gemecker an dieser Gesellschaft und ihre fremdenfeindliche Hetze “freuen”?

          Die Politik ist schuld am Kindermangel in Deutschland? Dann machen wir’s doch konkreter: Die Konservativen sind schuld am Kindermangel in Deutschland, weil sie jahrzehntelang den Ausbau von Betreuungsangeboten (Ganztagsschulen) blockiert haben. Dort, wo’s genügend solcher Angebote gibt (Schweden, Frankreich), dort gibt es auch genügend Kinder. Gehören Sie nicht auch zu denen hier, die gegen den Ganztag Stimmung machen, Cavalieri? Sich gleichzeitig über die “Schuld der Politik” zu mokieren, ist – mal wieder – ganz schön dreist.

          • Dreist nur für Leute, die wie Sie glauben, staatliche Rundumbetreung sorge für ein geistig/seelisch gesundes Aufwachsen der Kinder und für steigende Geburtszahlen. Schlagwort: “Vereinbarkeit von Familie und Beruf”.
            Die Realität hat Ihnen bisher nicht Recht gegeben, doch die Behauptung bleibt.

          • Ich mache keine Stimmung gegen den Ganztag als solchen, sondern kritisiere nur die unberechtigte Glorifizierung des jetzigen Ganztagssystems mit freiwilligen Betreuungsangeboten am Nachmittag, die nicht geeignet sind, die Zahl der “Risikoschüler” zu verringern. Selbst der Bildungsforscher Klieme hat zugegeben, dass ein Effekt auf die Leistungen der Schüler bisher nicht messbar war:
            https://www.zeit.de/2018/07/pisa-studie-oecd-politik-eckhard-klieme
            Und nur als Aufbewahrungsanstalt am Nachmittag gab es vorher schon den Hort, sogar schon in meiner Schulzeit. Damals gab es auch schon alleinerziehende und berufstätige Mütter.
            Eine “richtige” Ganztagsschule müsste den Unterricht auf Vor- und Nachmittag sinnvoll verteilen mit dann eben ca. 8 Schulstunden pro Tag, gehalten von Lehrern. Sogar der Ganztagsschulverband ist gegen die jetzige “laxe” und halbherzige Praxis. Gleichwohl tun einige Parteipolitiker so, als sei das alles ganz wunderbar. Und ob das Auswirkungen auf die Geburtenrate haben kann? Ist das nachweisbar? Das Familiensplitting fände ich besser, es gäbe Besserverdienenden (nicht Superreichen) einen Anreiz, mehr Kinder zu haben. Im jetzigen System fühlen sie sich nur bestraft dafür.

          • Es sind doch nicht die Armen in Deutschland, die keine Kinder mehr bekommen, es sind die gut ausgebildeten Frauen, die nicht auf Beruf und Karriere verzichten wollen. Denen hilft ein bisschen mehr Staatsgeld auch nichts. Seit Jahrzehnten versuchen Konservative, Frauen durch finanzielle Anreize zum Gebären anzuregen. Klappt aber so gar nicht.

            Schauen Sie einfach mal, was international los ist: Staaten mit guten staatlichen Betreuungssystemen – hohe Geburtenraten (Frankreich, Skandinavien), Staaten mit schlechten staatlichen Betreuungssystemen – niedrige Geburtenraten (Deutschland, Italien, Spanien). So einfach.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here