Ist Kraftraining im Weltall anstrengend, wollte ein Schüler wissen. Astronaut Gerst: Ja, leider..

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KÜNZELSAU. Das Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bleibt gelassen: Trotz der Raketen-Panne geht «Astro Alex» auf der ISS nicht das Essen aus. Bei einem Funkkontakt ins All wollten Schüler in Gersts Heimatort Künzelsau (Baden-Württemberg) noch ganz andere Fragen an den Astronauten los werden.

Bald zum zweiten Mal im All: der deutsche Astronaut Alexander Gerst. Foto: NASA/Robert Markowitz, Wikimedia Commons
Der deutsche Astronaut Alexander Gerst beantwortete Schülerfragen. Foto: NASA/Robert Markowitz, Wikimedia Commons

Ist Krafttraining in der Schwerelosigkeit des Alls genauso anstrengend wie auf der Erde? «Ja, leider», sagte Astronaut Alexander Gerst am Dienstag bei einem Funkkontakt mit Schülern in seiner Heimatstadt Künzelsau, wo er selbst zur Schulle gegangen ist. Gemeinsam mit Amateurfunkern stellten sie am Mittag eine Verbindung zur Internationalen Raumstation ISS her und löcherten «Astro Alex» live mit ihren Fragen. Dabei interessierte die Gymnasiasten vor allem der Alltag auf der Raumstation. Die Veranstaltung mit rund 1000 Schülerinnen und Schülern

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Auf die Frage, ob es auf so engem Raum auch mal Streit gebe, antwortete Gerst: «Wir sind alle Freunde, obwohl wir von drei unterschiedlichen Kontinenten stammen. Wenn wir hier oben das können, können die Menschen dort unten das auch.» Neben dem deutschen Astronauten befinden sich zurzeit noch Serena Aunon-Chancellor aus den USA und Sergej Prokopjew aus Russland an Bord der ISS. Die Frage eines Schülers, wie häufig Astronauten ihre Kleidung wechseln, blieb dagegen ungeklärt – die Verbindung brach nach wenigen Minuten ab. Rund 1000 Schüler von drei Schulen aus Künzelsau, dem Heimatort von Gerst, waren bei dem sogenannten «ARISS-Call» dabei.

Trotz des Fehlstarts einer russischen Rakete auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS müssen die Astronauten um Gerst nicht um ihr Essen bangen. «Ich sehe keinen Anlass zur Sorge», sagte der Manager der «Horizons»-Mission beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Volker Schmid, in Künzelsau. Gerst und Co hätten Nahrung für «sieben, acht Monate» an Bord. Außerdem lieferten Raumfrachter regelmäßig neue Lebensmittel. Ein Vertreter der russischen Raumfahrt hatte sich zuvor ähnlich zur Versorgungssituation geäußert.

Am Donnerstag vergangener Woche war es zum Fehlstart einer Sojus-Rakete gekommen. Russland setzte daraufhin bemannte Starts mit den Sojus-Raketen vorerst aus, bis die Unfallursache geklärt ist. Raumfahrer Gerst war am 6. Juni zu seiner zweiten ISS-Mission gestartet, im Oktober übernahm er dann als erster Deutscher das Kommando im Raumlabor. dpa

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