Falsche Mail verspricht schulfrei an Gymnasium – Computersabotage

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RHAUDERFEHN. Nach der Sabotage mit Mailadressen hat ein Unbekannter Spammails an mehr als 1000 Schüler, Eltern und Lehrer des Gymnasiums im ostfriesischen Rhauderfehn verschickt. Der Täter habe zudem fälschlicherweise einen Unterrichtsausfall angekündigt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Zuvor hatte die «Ostfriesen-Zeitung» über einen Hackerangriff auf die Schule berichtet. Die Polizei ermittelt bisher wegen Computersabotage. Der genaue Hintergrund war zunächst unklar.

Der Datenschutz macht die Nutzung der Privatrechner von Lehrern zu einer heiklen Angelegenheit. Illustration: Shutterstock
Das Schulserverprogramm wurde offenbar gehackt. Illustration: Shutterstock

«Anders als bei einem klassischen Hackerangriff wurden nach bisherigen Erkenntnissen keine Daten abgezogen», sagte die Sprecherin der Polizei in Leer. Der Täter habe eine Sammeladresse der E-Mail-Plattform als eigenen Adresse bei verschiedenen Accounts im Ausland hinterlegt und die Spammails ausgelöst. Der Mailserver der Schule sei durch das Streuen dieser Nachrichten belastet worden, habe aber weiter funktioniert. Auf den angeblichen Schulausfall sei niemand hereingefallen.

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Nach Angaben der Landesschulbehörde war der Vorfall der bisher einzige mit dem Schulserver-Programm IServ. Das Programm werde von vielen Schulen genutzt. Die Schule habe notwendige Schritte eingeleitet und Kontakt zu Polizei und Softwarefirma aufgenommen. dpa

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