Kretschmann dämpft Hoffnungen auf großen Stellenaufwuchs bei Lehrern

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STUTTGART. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Hoffnungen auf deutliche Stellenzuwächse bei den Lehrern gedämpft. Er verwies am Dienstag in Stuttgart darauf, dass neue Stellen dauerhafte Mehrausgaben seien.

“Schwierige Haushaltsberatungen”: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Diese dauerhaften Mehrausgaben, so Kretschmann, müssten aber begrenzt werden, weil im Jahr 2020 die Schuldenbremse gelte. Diese besagt, dass die Bundesländer grundsätzlich keine neuen Schulden mehr machen dürfen. «Das werden schwierige und harte Haushaltsberatungen werden», meinte er zur anstehenden Aufstellung des Landeshaushaltes für die Jahre 2020 und 2021.

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Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte kürzlich erklärt, dass sie in Baden-Württemberg bis 2030 einen Bedarf von rund 10 600 zusätzlichen Lehrerstellen sieht. Sie stützte sich dabei auf neue Berechnungen. Kretschmann sagte dazu, Berechnungen seien Momentaufnahmen. «Die Berechnungen bedeuten jedenfalls nicht, dass wir jetzt auch 10 600 neue Stellen schaffen.» Alles hänge davon ab, ob die Wirtschaft weiter gut laufe. Die Regierung werde darauf achten, dass die Stellenaufwüchse im Rahmen blieben. «Etwas nicht zu geben, ist einfacher als etwas, was man gegeben hat, später zu nehmen.» dpa

Prognose vorgelegt: Eisenmann erwartet langfristigen Bewerbermangel bei Grundschullehrern

 

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5 KOMMENTARE

  1. ZITAT: “Er verwies am Dienstag in Stuttgart darauf, dass neue Stellen dauerhafte Mehrausgaben seien.”

    … und die spudelnden Steuereinnahmen?!? 🙁

      • Aber A 13 / E 13 bleibt doch auch dauerhaft oder wird das dann in Zeiten schwächelnder Konjunktur bzw. wirtschaftlichen Abschwungs wieder zurückgenommen?

  2. Deutschland ist eines der reichsten Länder der Erde. Die Bildung seiner Bürgerinnen und Bürger ist sein einziges Kapital, welches unsere Wettbewerbsfähigkeit und unseren Wohlstand auch in Zukunft sichern könnte. Auf der anderen Seite wird – u.a. vom Bund der Steuerzahler jährlich dokumentiert – mit vollen Händen Geld für Dinge ausgegeben, bei denen man schon im Vorhinein sagen kann, dass dieses Geld verschwendet sein wird. Auch bei Entscheidungen unserer Regierungen (Landes- und Bundesebene) trifft dies regelmäßig zu.
    Vor diesem Hintergrund Lehrer nicht nach vorhersagbarem Bedarf, sondern nach behaupteter Haushaltslage und aufgrund von zynischen, durchsichtigen Argumenten (Haushaltssperre) (nicht) einzustellen, ist ein Verbrechen an unserem Land. Jeder, der so argumentiert, sollte zum sofortigen Rücktritt gezwungen werden. Bildung darf in unserem Land keine engen finanziellen Grenzen gesetzt werden; dafür hat Geld da zu sein und wäre es auch bei entsprechendem politischen Willen. Insofern sind die Aussagen Kretschmanns ein Offenbarungseid.

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