Trockene Zahlen? Von wegen – Uni führt Schüler spielerisch an Statistik heran

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DORTMUNd. „Nichts als Erbsen zählen?“ – unter diesem Motto hat die Fakultät Statistik der TU Dortmund manches Vorurteil über die vermeintlich trockene Welt der Zahlen und Daten widerlegt. Beim Dortmunder Tag der Statistik (“DOTS 19”) lernten rund 400 Schülerinnen und Schüler in Vorträgen und Mitmachaktionen, wie wichtig die Wissenschaft der Statistik inzwischen für viele Bereiche unserer Gesellschaft geworden ist.

Beim Dortmunder Tag der Statistik lernen die Schülerinnen und Schüler in Mitmachaktionen verschiedene Anwendungsbeispiele der Statistik kennen. Foto: Martina Hengesbach/TU Dortmund

Ein Maßband liegt ausgerollt auf dem Boden, Tischtennisbälle fliegen quer durch den Raum – abgefeuert werden sie von Schülerinnen und Schülern aus kleinen Katapulten, die auf den Tischen stehen. Was nach Spiel und Spaß aussieht, dient tatsächlich der Datenerhebung. Denn aus den Messungen soll anschließend ein Modell entwickelt werden, mit dem man die Schussweite der Bälle vorhersagen kann. „Mit dem Katapultexperiment lernen die Schülerinnen und Schüler auf spielerische Weise, wie statistische Modellbildung funktioniert“, erklärt Sermad Abbas, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Statistik arbeitet und die Mitmachaktion gemeinsam mit Jona Lilienthal leitet.

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Um Tischtennisbälle geht es auch bei der Aktion „Wie viele Fische sind im Teich?“. In Ermangelung lebender Fische stehen die kleinen weißen Bälle stellvertretend für eine Tierpopulation, deren Größe anhand von Stichproben geschätzt werden soll. Großer Andrang herrscht bei der „Interaktiven Schokoladensuche“. Mithilfe statistischer Methoden sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jenen Punkt auf einem Gitternetz bestimmen, hinter dem sich die größte Schokoladenmenge verbirgt. Unabhängig vom Ergebnis dürfen sich anschließend alle Rechenkünstlerinnen und -künstler über ein Stück Schokolade freuen. Einen sogenannten Dreieckstest hat Prof. Joachim Kunert vorbereitet, in dem vermeintliche Unterschiede zwischen Coca Cola und Coke Zero herausgeschmeckt werden sollen.

Am Vormittag hatten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II und ihre Lehrerinnen und Lehrer in einem Vortrag von Prof. Philipp Doebler bereits erfahren, was Statistik mit Psychologie zu tun hat. Prof. Andreas Groll erklärte, wie mit Hilfe von Statistik der vermeintliche Verlauf von internationalen Fußballturnieren vorhergesagt werden kann. Einem aktuellen Thema widmete sich auch Prof. Jörg Rahnenführer, der unter dem Titel „Schluss mit Fake News“ aufzeigte, wie sich mit Statistik die Wahrheit finden lässt. Einen Einblick in seinen Berufsalltag als Statistiker bei einem Pharmaunternehmen gewährte anschließend Dr. André König von der Merck KGaA.

Die Fakultät Statistik – die einzige ihrer Art im deutschen Sprachgebiet – lädt alljährlich Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern und andere Interessierte zum DOTS an die TU Dortmund ein. Neben Vorträgen und Mitmachaktionen informiert die Fakultät auch über Studienmöglichkeiten an der TU Dortmund. News4teachers

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