Brandschutz-Erziehung soll’s bald in allen Fächern geben – selbst in Musik und Sport

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POTSDAM. Die Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehren schwinden Jahr für Jahr. Dagegen will die Brandenburger Landesregierung etwas tun.

Die Freiwillige Feuerwehr ist vor allem für männliche Jugendliche interessant. Foto: Oliver Reyhing / Flickr
Marschiert bald in Kitas und Schulen auf: die Feuerwehr Foto: Oliver Reyhing / Flickr

Brandenburgs Landesregierung will Kinder und Jugendliche besser im Brandschutz schulen und sie für die Freiwilligen Feuerwehren interessieren. Neben Kitas und Grundschulen soll das Thema künftig auch in den Sekundarschulen in den Unterricht einbezogen werden.

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«Feuer hat eine ungeheure Faszination für Kinder. Daher ist es wichtig, mit der Brandschutzerziehung früh anzufangen», sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch in Potsdam. Anlass war die Vorstellung einer neuen Rahmenvereinbarung mit dem Landesfeuerwehrverband und dem Innenministerium.

Angesichts des Mitgliederschwunds bei den Freiwilligen Feuerwehren sollen die Angebote die Schüler auch motivieren, sich in ihrer Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren. Dazu sollen die Schulen etwa Projekttage bei den Löschtrupps veranstalten. «Die Vereinbarung ist ein Meilenstein für uns, in den Blick der Öffentlichkeit sowie der Kinder und Jugendlichen zu treten», sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Werner-Siegwart Schippel.

Übungen auch im Sportunterricht

Bislang wurde «Alles über Feuer und Rauch» – so der Titel der Materialien-Kladde – von rund 400 Brandschutz-Erziehern der Feuerwehr vornehmlich in Kitas und im Sachkunde-Unterricht der Grundschulen vermittelt. Künftig könne dies in allen Fächern eingebunden werden, sagte Ernst. Denkbar seien entsprechende Übungen im Sportunterricht oder Texte zur Geschichte der Feuerwehr in der Deutschstunde. Auch für den Musikunterricht gibt es dazu Arbeitsmaterialien. An der Ehm-Welk-Oberschule in Angermünde können die Schüler Brandschutz sogar als Wahlpflichtfach nehmen.

«Beim Brandschutz geht es nicht nur um den Umgang mit Feuer und Löschen, sondern auch um die Ausbildung von sozialen Fähigkeiten», sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). «Da geht es auch um die Bereitschaft, Persönliches zurückzustellen, um der Gemeinschaft zu dienen und Leben zu schützen.» dpa

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