Hesse: Lehrer können „Schüler-Streiks“ für mehr Klimaschutz zum Schulprojekt machen – dann bleiben sie straflos

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SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Hesse hat Schulen einen Fingerzeig gegeben, wie während der Unterrichtszeit demonstrierende Schüler um Sanktionen herumkommen können – indem die Teilnahme am Protestmarsch im Klassenverbund erfolgt.

Die neue Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern: Birgit Hesse (SPD). Foto: Regierung Mecklenburg-Vorpommern
Zeigt ein Herz für demonstrierende Schüler: Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Hesse. Foto: Regierung Mecklenburg-Vorpommern

Der von der Initiative «Fridays for Future» initiierte internationale Schulstreik für mehr Klimaschutz am kommenden Freitag wird auch Städte in Mecklenburg-Vorpommern betreffen. «Ich freue mich, wenn sich Schüler an gesellschaftlichen und politischen Debatten und Aktionen beteiligen und sich einbringen», sagte Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD). Aber die Schulpflicht müsse erfüllt werden. Die Teilnahme an einer Demonstration während der Unterrichtszeit stehe der Schulpflicht entgegen. «Eine Beurlaubung kommt nicht in Frage, weil mit der Teilnahme an einer Demonstration kein triftiger Grund vorliegt.» Wer demonstrieren möchte, könne das am Freitagnachmittag tun. Wer sich dennoch entscheidet, während der Schulzeit zu demonstrieren, müsse mit Konsequenzen rechnen. «Das bedeutet in diesem Fall ein Eintrag, dass sie unentschuldigt gefehlt haben.»

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Anders sehe es aus, wenn die Teilnahme an der Demonstration im Klassenverbund erfolgt, wenn es sich um ein Schulprojekt handelt, das Teil des Unterrichts ist. «Es ist möglich, dass Lehrer die Demonstrationen zum Thema im Unterricht machen», erklärte Hesse. dpa

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