NRW stiftet Wissenschaftspreis für exzellente Geschlechterforschung

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DÜSSELDORF. Mit einem neuen Wissenschaftspreis möchte die nordrhein-westfälische Landesregierung die Geschlechterforschung stärken. Wissenschaftler, die eine akademische Laufbahn in der sogenannten Genderforschung anstreben, können in dem Exzellenz-Wettbewerb 50.000 Euro für den ersten und 25 000 Euro für den zweiten Preis gewinnen.

Geschlechterrollen werden schon früh besetzt. Foto: Shutterstock

Aktuell gebe es an den 37 Hochschulen in NRW 67 Professuren, die sich mit Genderforschung befassten, teilte Wissenschaftsministerin Isabell Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Freitag in Düsseldorf mit. In den vergangenen Jahren seien neue Genderprofessuren vor allem in Fachdisziplinen wie der Medizin sowie den Natur- und Wirtschaftswissenschaften eingerichtet worden.

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Poensgen nannte beispielhafte Fragestellungen des jungen, interdisziplinären Wissenschaftsgebiets: «Warum in der Medizin ein Herzinfarkt bei Frauen später diagnostiziert wird als bei Männern oder warum im Marketing mit Geschlechterbildern so viel Geld verdient wird, warum die Musikwissenschaft nach wie vor so wenige Komponistinnen kennt oder auch warum Intersexualität erst jetzt Thema in der Gesundheitsversorgung wird.»

Um den neuen Preis können sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten sowie der Fach-, Kunst- und Musikhochschulen in der Trägerschaft des Landes bewerben. Die Frist beginnt am 1. April und endet am 1. Juli 2019. Die Preisverleihung ist für Herbst 2019 geplant. dpa

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