Schüler-Demos für mehr Klimaschutz – AfD fordert: Schulpflicht durchsetzen!

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BERLIN. Die weltweit für mehr Klimaschutz demonstrierenden Schüler haben aus dem Bundestag viel Zuspruch, aber auch deutliche Kritik erfahren. Zum Auftakt einer Aktuellen Stunde gratulierte Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann den Tausenden jungen Demonstranten in Berlin. «Wenn so demonstriert wird, ist das ein Beitrag zur demokratischen Willensbildung», sagte der SPD-Politiker. Kritik kam vor allem von der AfD, deren Abgeordnete forderten, die Schulpflicht durchzusetzen.

Herzstück der deutschen Demokratie: der Bundestag. (Foto: Deutscher Bundestag/Marc-Steffen Unger)
Auch im Bundestag waren die Schüler-Demonstrationen für mehr Klimaschutz ein Thema. (Foto: Deutscher Bundestag/Marc-Steffen Unger)

Die Demonstrationen seien «ein unglaublich starkes, ein unglaublich positives Signal», sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. «Das ist ein Appell, der sich an uns Politikerinnen und Politiker richtet, unserer Aufgabe gerecht zu werden, dafür zu sorgen, diesen Planeten bewohnbar zu halten.» Die Bundesregierung müsse jetzt endlich eine wirksame Klimaschutzpolitik betreiben. «Dann können die Schülerinnen und Schüler auch wieder guten Gewissens freitags zur Schule gehen.»

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Der AfD-Abgeordnete Götz Frömming kritisierte vehement, dass die Demonstrationen in der Schulzeit stattfinden. Er griff unter anderem Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an, die die Demonstrationen begrüßt hatte. «Sie scheren sich einen Kehricht um Recht und Gesetz, wenn nur die Gesinnung stimmt», sagte Frömming an die Adresse der Regierung.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) begrüßte den Einsatz der Jugendlichen. «Und trotzdem gilt die Schulpflicht», sagte sie. Die CSU-Abgeordnete Anja Weisgerber appellierte an die Schüler: «Macht es, setzt Euch ein, aber wenn Ihr es am Nachmittag macht, dann hat es noch mehr Gewicht.» Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) nannte die Demonstrationen gut für die Demokratie. «Die jüngere Generation unternimmt hier einen Weckruf. (…) Ich bin dafür dankbar.» dpa

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