Auch NRW ist dafür: Masern-Impfpflicht für Schul- und Kitakinder rückt näher

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DÜSSELDORF. In Nordrhein-Westfalen wird eine Masern-Impfpflicht für Kindergartenkinder geprüft. Familienminister Joachim Stamp (FDP) sagte der «Rheinischen Post»: «Ich bin für eine generelle Impfpflicht – das gilt auch für Kindergärten. Wie wir das dort umsetzen, werden wir prüfen.» Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte: «Ich bin für eine Impfpflicht.» Er habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ausdrücklich seine Unterstützung für dessen Prüfung zugesichert, wie die Impfpflicht umgesetzt werden kann. Seit Jahresanfang wurden dem Bericht zufolge in NRW schon fast 100 Masernfälle gezählt.

Masern sind nicht so harmlos, wie manche Menschen immer noch meinen. Foto: Shutterstock

Am Donnerstag hatte sich in Brandenburg der Landtag für eine Masern-Impfpflicht in Kitas ausgesprochen. In dem Antrag wird die rot-rote Landesregierung aufgefordert, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass es bis zu einer möglichen bundesrechtlichen Lösung eine Impfung für den Besuch von Kitas und Tagespflege als verpflichtende Voraussetzung gibt.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich für eine Impfpflicht gegen Masern in Kindergärten und Schulen ausgesprochen. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen kamen nach dem Auftreten von Masernfällen an einigen Schulen nur diejenigen hinein, die eine Masernimpfung nachweisen konnten. Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) will mit besserer Aufklärung für höhere Impfquoten sorgen und hält eine Impfpflicht nicht für verhältnismäßig. Dagegen hatte sich Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) für eine Masern-Impfpflicht ausgesprochen. dpa

Gesundheitsminister Spahn hält Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen für sinnvoll

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1 KOMMENTAR

  1. Wer Kinder unter 11 Monaten hat, der sollte wissen, dass das Risiko an der tödlichen Panenzephalitis durch Masern zu versterben, bei 1:250 bis 1 :1000 liegt und der Schutz vor der hochkontagiösen Erkrankung nur bei einer Durchimpfung der Bevölkerung von 95 % gelingen wird.
    Es gibt gar keinen Grund sich gegen eine Impflicht zu stellen.
    Die Empfehlungen der STIKO (ständigen Impfkommission) sind eindeutig, die Risiken bei einer Impfung ab dem 11. Lebensmonat ausgeschlossen.
    Es handelt sich bei Masern nicht um eine harmlose Kinderkrankheit, der man in esotherisch angehauchten Kreisen sogar noch eine persönlichkeitfördernde Kraft nachsagt.
    Diese Denkweise entspringt mystischem Wirrsinn, der seinen Ursprung unter anderem auch in einer fehlenden Aufklärung findet und in einer retrospektiv gerichteten, altanthroposophischen Denk- und Handlungsweise eine Anknüpfung sucht.
    Auch werden von der STIKO durch Großstudien belegt , Mehrfachmpfungen gegen mehrere Erreger empfohlen. Mädchen sollten in jedem Fall gegen Röteln und die Erreger des Zervixkarzinoms (Muttermundkarzinom) HPV-Virus geimpft werden, dass als Folge der Impfung in Deutschland stark zurückgedrängt wurde, aber immer noch das vierthäufigste tödlich verlaufende Karzinom der Frau weltweit darstellt.
    Jede Impfung stimmuliert das Immunsystem eines Menschen und fördert die Aktivität unseres Immunsystems ohne dem Menschen zu schaden.
    Durch die Impfungen gegen Pneumokokken (Löbarpneumonie/Lungenentzündung) und gegen Hämophilus Influenza sind die Erkrankungen der Mittelohren und Nasennebenhöhlenaffektionen deutlich zurückgedrängt worden, sodass auch die Operationszahlen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich sehr zur Freude aller deutlich zurückgegangen sind.

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