Göring-Eckardt fordert Recht auf Weiterbildung – und mehr Geld vom Staat dafür

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Die Grünen fordern ein Recht auf Weiterbildung und dafür mehr finanzielle Unterstützung für Weiterbildungen vom Staat. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung, des Fachkräftemangels, sowie Herausforderungen wie der Klimakrise und der Digitalisierung müsse man «richtig investieren in Bildung und Weiterbildung», sagte Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Darauf muss man ein Recht haben, und dafür muss man finanziell unterstützt werden – ganz gleich, ob man arbeitslos oder im Job ist.» Die Grünen wollten einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung im Gesetz verankern.

Spricht sich für ein Recht auf Weiterbildung aus: Grünen-Fraktionschefin Karin Göring-Eckardt. Foto: Harald Krichel / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Konkret sollen alle das Recht haben, ihre Arbeitszeit für Weiterbildungen zu reduzieren, und dann zum alten Pensum zurückkehren können. Wer arbeitslos ist oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, soll dafür ein Weiterbildungsgeld bekommen, das 200 Euro über dem Anspruch auf Arbeitslosengeld liegt. Das Weiterbildungsgeld sollen auch Menschen bekommen, die sich in einem Beruf weiterbilden, in dem besonders viele Fachkräfte fehlen.

«Allen anderen steht ein Weiterbildungs-Bafög zu – ein Mix aus staatlichem Zuschuss und zinsfreiem Darlehen, das erst später zurückgezahlt wird», sagte Göring-Eckardt. Wie viel Geld das sei, solle vom bisherigen Einkommen abhängen. «Bildungsagenturen» sollen als zentrale Anlaufstelle für das Thema geschaffen werden. Was das zusätzlich koste, werde davon abhängen, wie viele Menschen das Angebot nutzten. Bund und Länder gäben für Weiterbildungen derzeit schätzungsweise zwei Milliarden Euro aus. dpa

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