Lehrer waren im vergangenen Schuljahr häufiger krank – in Hamburg jedenfalls

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HAMBURG. Hamburgs Lehrer sind im vergangenen Schuljahr häufiger krankgemeldet gewesen als noch 2017/2018. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine schriftliche kleine Anfrage der CDU hervor. So hätten die Grund-, Sonder- und Stadtteilschulen sowie Gymnasien im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 199.108 krankheitsbedingte Fehltage registriert. Im Schuljahr zuvor waren es demzufolge gut 15.000 Fehltage weniger.

Ein Fehltag kam im Schnitt auf jeden Lehrer in Hamburg zusätzlich. Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

Die Fehlzeitenquote war bei den Sonderschulen mit 8,5 Prozent am höchsten, bei den Grundschulen lag sie bei 7,1 Prozent. Bei den Gymnasien war sie mit 5,0 Prozent am niedrigsten. Die Fehlzeitenquote ergibt sich aus den Fehltagen, die ins Verhältnis zur Soll-Arbeitszeit gesetzt werden. Aus welchen Gründen die Lehrer krank waren, geht aus der Statistik nicht hervor. Arbeitgeber bekommen bei Arbeitsunfähigkeiten die Diagnosen nicht mitgeteilt.

Birgit Stöver, schulpolitische Sprecherin der Hamburger CDU-Fraktion, forderte mit Blick auf die gestiegenen Fehltage, dass die sogenannte Lehrerarbeitszeitverordnung evaluiert und an die aktuellen Wirklichkeiten angepasst werden müsse. Die zusätzlichen Aufgaben einer Lehrkraft seien aufgrund steigender Schülerzahlen, Integration und Inklusion nicht weniger, sondern mehr geworden. «Wir wollen Burn-Out und andere Krankheiten verhindern und das Lehrpersonal darin unterstützen, gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden.»

Im Schuljahr 2018/2019 hatte es der Schulbehörde zufolge an Hamburgs Schulen mehr als 14.700 Lehrerstellen gegeben. dpa

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