Umfrage: Überwiegende Mehrheit der Jugendlichen ist derzeit glücklich

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BERLIN. Ihr persönliches Glück sucht die überwiegende Mehrheit der heutigen Jugendlichen in Familie, Freunden und Partnern – dies ergab jetzt eine Befragung. Doch auch die Schule spielt eine große Rolle.

Die meisten Jugendlichen in Deutschland sind zufrieden mit ihrem Leben – aber…. Foto: Shutterstock

Spätestens seit dem Aufkommen der Fridays-for-Future-Bewegung gilt die heutige junge Generation als engagiert und kritisch. Doch das eigene Wohlergehen definieren die 14- bis 20-Jährigen in Deutschland heutzutage hauptsächlich über zwischenmenschliche Beziehungen. Das ist das wesentliche Ergebnis eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Kantar unter 511 Jugendliche und junge Erwachsene.

Gefragt nach den ihren drei wichtigsten Glückskriterien, landete die Familie auf Platz eins der Skala. Für 81 Prozent der befragten 14- bis 20-jährigen zählt sie zu den bedeutendsten Dingen, die glücklich machen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Freunde beziehungsweise Partner oder Partnerin (66 Prozent) sowie Gesundheit (58 Prozent).

Schulischer beziehungsweise beruflicher Erfolg tauchten bei etwa jedem dritten Befragten (31 Prozent) unter den drei wichtigsten Glückskriterien auf, Hobbys und Freizeit bei etwa jedem Vierten (26 Prozent). Nur für zwölf Prozent der Befragten gehörten Reichtum und Geld zu den entscheidenden drei Glücksfaktoren, materielle Dinge wie ein Smartphone oder Klamotten nur für vier Prozent.

Für ein Drittel lässt der schulische oder berufliche Erfolg zu wünschen übrig

Beim Spot auf ihren aktuellen Glückszustand zeigte sich die überwiegende Mehrheit glücklich: 74 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland gaben an, sehr glücklich (26 Prozent) oder glücklich (48 Prozent) zu sein. Weitere 21 Prozent fühlten sich aktuell „eher glücklich“. Fünf Prozent sind zurzeit eher oder sehr unglücklich.

Dass die Schule für das Glücksempfinden ein höchst bedeutungsvoller Faktor ist, zeigte die Frage an die Jugendlichen, wie sich das derzeitige Glücksempfinden noch steigern ließe. Für 34 Prozent der jungen Bundesbürger sind hinsichtlich des schulischen beziehungsweise beruflichen Erfolgs noch Wünsche offen, um glücklicher zu sein. Erst danach folgten mehr Hobbys und Freizeit (32 Prozent). Zudem gaben die Befragten an, dass Gesundheit (26 Prozent), Freunde beziehungsweise Partner oder Partnerin (24 Prozent) und Familie (20 Prozent) ihr momentanes Glücksempfinden noch verstärken könnten. Fast jeder fünfte Befragte (18 Prozent) gab allerdings an, ihm oder ihr würde aktuell nichts zum Glücklichsein fehlen.

Um Glück empfinden und schätzen zu können, muss man schon einmal richtig unglücklich gewesen sein. Dieser Aussage stimmen rund zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten “voll und ganz” (30 Prozent) beziehungsweise “eher” (39 Prozent) zu. Etwa jeder Fünfte (21 Prozent) ist von dieser These eher nicht überzeugt und nur zehn Prozent können diese Einschätzung überhaupt nicht teilen. (ots)

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