Schulen öffnen nach Sturmtief „Sabine“ am Dienstag wieder – aber nicht alle

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ESSEN. Nach dem Durchzug von Sturmtief «Sabine» öffnen etliche Schulen und Kitas in Nordrhein-Westfalen am Dienstag wieder. Der Schulbetrieb werde wieder aufgenommen, teilten die Städte Düsseldorf und Aachen am Montag mit. Die Stadt Moers erklärte, nach Entspannung der Sturmlage seien die Sperrungen wieder aufgehoben. «Auch der Betrieb in den städtischen Kindertageseinrichtungen kann wieder regulär aufgenommen werden.» Andere Städte, darunter Köln, Dortmund, Münster und Essen, stimmten sich zum Schulbetrieb noch ab. In Bayern dagegen werden einige Schulen noch geschlossen sein.

Der Sturm legt sich langsam. (Symbolfoto). Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Wegen des Orkantiefs «Sabine» gibt es in manchen Regionen Bayerns auch am Dienstag Schulausfälle. Die staatlichen Schulen in Stadt und Landkreis Passau sowie im Landkreis Rottal-Inn bleiben am Dienstag geschlossen, teilte das bayerische Staatsministeriums für Unterricht und Kultus am Montag mit. Aber auch in anderen Landkreisen könnte der Unterricht noch kurzfristig ausfallen, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Bei Sturm, Schnee oder starkem Regen kann der Schulbetrieb in einzelnen Regionen eingestellt werden. Die Entscheidung treffen die lokalen Koordinierungsgruppen Schulausfall für alle öffentlichen Schulen des jeweiligen Landkreises oder der kreisfreien Stadt. An den meisten Schulen findet bei Unterrichtsausfall eine Notbetreuung für Kinder und Jugendliche statt, die von ihren Eltern nicht anderweitig versorgt werden können.

In der Nacht auf Montag hatte «Sabine» in ganz Deutschland teils orkanartige Winde gebracht. Zahlreiche Städte hatten den Unterricht an ihren Schulen ausfallen lassen. Auch Kindertagesstätten blieben ganz geschlossen oder boten nur eine Notbetreuung an. Viele Eltern mussten kurzfristig Alternativen organisieren oder freinehmen.

Ausmaß des Unterrichtsausfalls wie bei „Kyrill“

Die etlichen Unterrichtsausfälle in Niedersachsen durch Sturmtief «Sabine» sind nach Angaben das Städte- und Gemeindebundes so schwerwiegend wie vor 13 Jahren. «Schulausfälle dieses Ausmaßes sind äußerst selten», sagte Thorsten Bullerdiek, der Sprecher des Städte- und Gemeindebundes, am Montag und verglich die Auswirkungen mit jenen des Orkans «Kyrill» 2007. Am Montag sind in vielen niedersächsischen Landkreisen sowie in Bremen und Bremerhaven die allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen geschlossen geblieben.

Viele Kommunen hatten schon am Sonntagabend über Ausfälle informiert. Bullerdiek zufolge lag das insbesondere an genaueren Wettermodellen, aber auch einem generellen Trend hin zu mehr Vorsicht. Auch die Ansprache der Bevölkerung über Warn-Apps und die schnelle Verbreitung über Soziale Medien seien ein Grund dafür, dass die Informationen über Ausfälle schneller zu den Bürgerinnen und den Bürgern gelangten, wie Hubert Meyer, der Geschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages, sagte: «Letztlich gilt: Vorsicht geht immer vor. Einen Tag Unterricht kann man immer nachholen, einen fahrlässig verursachten Unfall kann man nicht wieder gut machen.» dpa

Wegen Sturm “Sabine”: Immer mehr Städte streichen den Unterricht

 

 

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