Rolle rückwärts beim Abitur! Prien zieht Absage von Abschlussprüfungen zurück

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BERLIN. Schleswig-Holstein sagt seine Abschlussprüfungen an den Schulen wegen der Corona-Krise nun doch nicht ab. Die Abiturprüfungen würden wie geplant ab dem 21. April in Schleswig-Holstein stattfinden, teilte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Mittwoch in Kiel nach einer KMK-Schaltkonferenz mit. Am Vortag hatte sie noch angekündigt, die Prüfungen absagen zu wollen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen erfuhr, seien bei der Besprechung «sehr deutliche Worte» Richtung Schleswig-Holstein gefallen. (Newsteachers berichtet aktuell).

Macht angeblich einen Rückzieher: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien. Foto: Frank Peter / Staatskanzlei Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein wird wegen der Coronavirus-Epidemie nun doch nicht die Abiturprüfungen streichen. «Wir haben beschlossen, das Abitur regulär stattfinden zu lassen», erklärte Bildungsministerin Prien. Noch am Vortag hatte sie angekündigt, Schleswig-Holstein würde als erstes Bundesland wegen der Coronavirus-Epidemie in diesem Schuljahr auf die Abiturprüfungen und auch alle anderen Schulabschlussprüfungen verzichten. Die Schüler hätten Abschlusszeugnisse auf Basis ihrer bisherigen Noten erhalten sollen.

Prien verteidigte ihren Vorstoß als „notwendig“

Nun verwies Prien auf die Ergebnisse der Kultusministerkonferenz und betonte: «Für die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein und in ganz Deutschland konnten wir durch diesen Beschluss der KMK heute endlich die Klarheit schaffen, die sie brauchen um sich gut auf ihre Prüfungen vorzubereiten.»

Ihren Vorstoß verteidigte die CDU-Politikerin aber als «notwendig». Sie sei «vorgeprescht, weil ich für unsere Schülerinnen und Schüler eine Entscheidung vor Freitag haben wollte». Dann beginnen in Schleswig-Holstein die Ferien. In anderen Ländern sei die Situation anders. Mit Blick auf die Kultusministerkonferenz sagte Prien: «Manchmal ist es so, dass in einer solchen Gruppe einer mal drei Schritte vorweggehen muss, damit sich die Gruppe insgesamt mal einen Schritt bewegt.» Es gebe ein «gemeinsames Vorgehen».

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Abiturprüfungen laufen in zwei Bundesländern

In Hessen und Rheinland-Pfalz finden momentan Abiturprüfungen unter strengen Hygienevorschriften weiterhin statt. Andere Länder haben das Abi und andere Schulabschlussprüfungen verschoben. Lehrerverbände und Bundeselternrat kritisieren das unterschiedliche Vorgehen der Länder. Der Vorsitzende des Bundeselternrats, Stephan Wassmuth, sagte, anstatt – wie zugesagt – eine gemeinschaftliche Vorgehensweise anzustreben, koche jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Das verunsichere Schüler, Eltern, Lehrkräfte und alle darüber hinaus im Bildungssystem tätigen Menschen. dpa

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KMK einig: Prüfungen fürs Abitur und für den Mittleren Abschluss sollen trotz Corona stattfinden – auch in Schleswig-Holstein

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