Zwei Bundesländer verbieten Klassenfahrten bis Ende des Schuljahrs

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MAINZ/DÜSSELDORF. Wegen der Corona-Pandemie müssen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz auf alle Klassen- und Schulfahrten bis zum Ende des Schuljahrs verzichten.

Klassenfahrten wird es in diesem Schuljahr in zwei Bundesländern nicht mehr geben. Illustration: Shutterstock

Das Land Rheinland-Pfalz übernehme die Kosten für die Stornierung bereits gebuchter Reisen, teilte das Bildungsministerium am Donnerstag in Mainz mit. Außerdem sei bis auf weiteres auf die Buchung und Planung von Klassen-, Kurs- und Studienfahrten für dieses Schuljahr zu verzichten. Das Ministerium verwies dabei auf die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Darüber hinaus sei die weitere Entwicklung der Ausbreitung des Corona-Virus derzeit nicht absehbar. Für Fragen zur Erstattung von Stornierungskosten können sich rheinland-pfälzische Schulen auch unter der Corona-Hotline 0800 5758100 an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) wenden.

Auch Wandertage und Exkursionen werden gestrichen

Auf der Seite des nordrhein-westfälischen Schulministerium heißt es aktuell: Unabhängig von der Dauer des derzeit ruhenden Schulbetriebs seien „in diesem Schuljahr keine Schulwanderungen und Schulfahrten, Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten und internationalen Begegnungen (Schulfahrten) mehr zu genehmigen und bereits genehmigte Schulfahrten abzusagen. Ebenso sind Wandertage oder Exkursionen zu außerschulischen Lernorten, wie z.B. Besuche von Museen, Theatern oder Sportveranstaltungen, bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr möglich.“

Wer mögliche Stornokosten übernimmt, ist allerdings noch ungeklärt. „Leider können Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Auskünfte zu dem weiteren Verfahren für die Kostenerstattung der Schulen geben werden. Die genauen Einzelheiten werden derzeit im Ministerium erarbeitet und sollen den Schulen danach landesweit mitgeteilt werden“, so heißt es lediglich. News4teachers / mit Material der dpa

Coronavirus: Schulen sagen Klassenfahrten ab – Eltern bleiben auf Kosten sitzen

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3 KOMMENTARE

  1. Aus der Sicht des Risikos der betroffenen Schüler ist diese Maßnahme in Frage zu stellen, da diese nicht zur Risikogruppe des SARS-COVIT-19 gehören, wie die über 70 jährigen multimorbiden älteren Mitbürgerin in ihren abgeschiedenen Altersruhesitzen.
    Im Moment wird um den möglichen Tot multimorbider Großmütter und Großväter sehr viel Hysterie bezogen auf das Risiko der eigenen Person aufgebauscht und Hysterie ausgelöst, da die Bevölkerung über die realen Risiken für die Bürger nicht aufgeklärt wird.
    Früh morgens, beim Becker, trifft man in Folge der Hysterie, auf vermummte Personen, die sich mit Sonnenbrillen bedeckt unter dicht gewickelte Gesichtsbedeckungen gehüllt, in abenteuerliche, aber wenig antiinfektiös wirksamen Verkleidungen hüllen, um dem vermeintlich tödlichen Angriff eines von Wirbeltiere übergesprungen RNA-Virus zu entgehen. Tatsache ist, dass nur etwa 1 % der Infizierten dem Risiko ausgesetzt sind, zu versterben, wobei der Großteil der Betroffenen sich bereits am Ende eines gelebten Lebens befindet.
    In Anbetracht der auf uns zurollenden Welle an beatmungspflichtigen Patienten wird den Mitarbeitern nichts anderes übrig bleiben, zu entscheiden, wer eine realistische Chance hat von einer maximal invasiven Beatmungstherapie ohne bleibende Folgeschäden und eine noch intensivere Langzeitpflege zu profitieren.
    Da werden harte Entscheidungen getroffen werden müssen, die einen Einschnitt bedeuten, da realistische Szenarien über eine Wahrscheinlichkeit des Überlebens getroffen werden müssen.
    Das wird nicht für jeden Entscheider einfach, denn auf eine derartige Situation wurde niemand vorbereitet, aber die Situation wird es erforderlich machen, ob man gegebenenfalls einen multimorbiden netten, senilen alten Menschen für einen sehr viel jüngeren, aber ebenfalls morbiden jüngeren Mitmenschen opfert, damit dieser noch einen Teil seiner Lebenszeit nutzen kann.
    Wir haben uns auf die uns gestellte bevorstehende Prüfung materiell sehr intensiv und gewissenhaft vorbereitet, dennoch werden wir vielleicht Entscheidungen treffen, die uns sehr hart mitnehmen werden, denn auf derartige Entscheidungen kann man sich nicht vorbereiten.
    Lassen sie uns nicht einander verurteilen, für das, was wir entscheiden werden, es dient aber letztendlich der Erhaltung vom Leben anderer, auf dass diese sich weiter in die Gesellschaft einbringen mögen.
    Ich entschuldige mich schon jetzt bei jenen Betroffenen und ihren Angehörigen, denen ich nicht im ausreichenden Maße werde helfen können, da unsere Ressourcen nicht unendlich sein werden, denn auch wir sind nur Menschen und handeln dem eigenen Gewissen verpflichtet, um uns in den Dienst dieser betroffenen Mitmenschen zu stellen, um wenige schwer Betroffene zu retten.

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