Schwesig warnt vor Benachteiligung armer Kinder beim Fernunterricht

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SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat vor einer Benachteiligung von Kindern aus armen Familien beim digitalen Lernen während der Corona-Krise gewarnt. «Wir brauchen Lösungen, wie wir Kinder aus sozial benachteiligten Familien besser unterstützen können», sagte die SPD-Politikerin.

Sorgt sich: Manuela Schwesig. Foto: Shutterstock.

Kinder, deren Familien keinen Computer oder Laptop haben, so Schwesig könnten am Lernen via Internet nicht teilnehmen. «Diese Kinder dürfen wir nicht verlieren», betonte die Ministerpräsidentin in „Bericht aus Berlin“. Schwesig betonte in der ARD-Sendung, ihr sei es wichtig, dass gerade die Kinder weiter im Blick bleiben. Denn für viele Kinder sei mit der Kita, der Schule und den Freizeitangeboten das zweite Zuhause verloren gegangen. Erzieherinnen und Erzieher könnten jetzt nicht mehr hinschauen, wenn etwas in der Familie nicht gut läuft.

Die Ministerpräsidentin bittet deshalb Freunde und Nachbarn darum, im Zweifel Hilfe zu holen. „Es ist einfach wichtig, nicht wegzuschauen, sondern hinzuschauen. Wir haben alle eine gemeinsame Verantwortung – gerade für Kinder in Not“, erklärte Schwesig. News4teachers / mit Material der dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Auf der Strecke werden durch länger dauernde Schulschließungen die Kinder aus den Risikogruppen, also die selben Gruppen, die schon unter den Methoden des eigen initiativen und selbst gesteuerten Lernens abgehängt werden.
    Von Lehrerseite aus kommt in meinem Umfeld, dass man die Klassen teilt und abwechselnd eine Klassenhälfte nach der anderen unterrichtet.
    Die Grundreinigungen der Schulen hätten in den vergangenen 5 Wochen schon lange ausgeführt werden können.

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