Städtetag fordert bundesweites Konzept für Kita-Öffnungen – und Unterstützung für Erzieher

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BERLIN. Der Deutsche Städtetag hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder ein bundesweites Konzept für stufenweise Lockerungen der Corona-Beschränkungen gefordert. «Für die Kitas zum Beispiel wäre es unglücklich, wenn in einem Land die 5- bis 6-Jährigen in Kürze wieder betreut werden und in einem Nachbarland die 3- bis 4-Jährigen», sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Das würde sofort Fragen aufwerfen, was denn nun besser ist für die Corona-Bekämpfung und für die Kinder.»

Wann dürfen die Kinder wieder in die Kita? Foto: dilettantiquity / flickr / CC BY-SA 2.0

Merkel und die Regierungschefs der Bundesländer beraten an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen. Dedy sagte, in die Kinderbetreuung werde nur schrittweise wieder eingestiegen werden können. «Naheliegend ist, erst einmal mit einer geringeren Zahl von Kindern zu beginnen. Dafür könnte man sich zum Beispiel an Berufsgruppen der Eltern orientieren, Alleinerziehende besonders berücksichtigen oder auch stufenweise nach dem Alter der Kinder vorgehen», erläuterte Dedy. Der Vorschlag der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, zunächst nur die 5- bis 6-Jährigen wieder in die Kitas aufzunehmen, könne Teil einer Stufenlösung sein.

Manche Erzieher gehören Risikogruppen an

Dedy appellierte an die Länder, die Kommunen frühzeitig über geplante Schritte zur Lockerung zu informieren, weil diese Vorlaufzeit für die praktische Umsetzung bräuchten. Beim Wiedereinstieg sei auch zu beachten, dass ein Teil der Erzieherinnen und Erzieher und der Tagespflegepersonen Risikogruppen angehörten. «Wir werden wahrscheinlich deutlich kleinere Gruppen in den Kitas bilden müssen und weniger Personal haben.» Deshalb müssten schnell Pläne entwickelt werden, wie die Kitas personell unterstützt werden können.

Kindern mit Erkältungssymptomen müsse weiterhin der Zutritt zur Kita verwehrt werden, sagte Dedy. «Die Eltern sollten hier so verantwortungsbewusst sein, die Betreuung freiwillig nicht zu nutzen, wenn ihr Kind Symptome wie Fieber oder Husten zeigt.» dpa

Leopoldina-Gutachten fordert: Grundschulen und Sekundarstufe I möglichst schnell wieder öffnen – Kitas bis Sommer nur im Notbetrieb

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20 KOMMENTARE

  1. Die Entscheidung die Kitas geschlossen zu lassen und die Notgruppe zu erweitern sehe ich als gut an. Da ich Erzieherin bin und wir seit Jahren Erziehermangel haben, fehlen eh schon Kräfte. Das System hält sich nur durch unsere Überstunden und Vertretungen. Auch die vielen Kollegen die bald in Rente gehen erschweren den Fachkräftemangel. Hinzu kommt das zunehmende schicken von Kranken Kindern und Wickelkindern in U3 Einrichtungen.
    Es gibt Kinder, die noch mit 5 Jahren gewickelt werden. Auch zu bedenken sind Erzieher mit Vorerkrankungen. Eine Gefahr stellt dies auch für Kinder da, welche noch nicht bekannte Vorerkrankungen haben, zum Beispiel Diabetes. Die kleinen Räume erschweren Kleingruppenbildungen. Die Gesundheit aller geht vor! Vernunft und Vorsicht ist angesagt. Wir brauchen mehr Personal während der Zeit ohne Impfstoff!

  2. Ich finde es vorallem richtig, daß kranke Kinder, zu Hause zu behalten sind. Ich arbeite im Kindergarten und erlebe es oft das Kinder, krank, in die Kita geschickt werden. Besonders schlimm finde ich es, wenn man von den Eltern angemeckert wird, wenn man das kranke Kind abholen lässt. Einen langsamen Neustart finde ich richtig. Kinder deren Eltern aufgrund von Elternzeit eh zu Hause sind, können die Kinder allein betreuen…. Allein Erziehende sind auf uns angewiesen, vorallem jetzt, wo die Großeltern wegfallen.
    Und, ja, ich habe selber 3 Kinder (5. Klasse, 5 und 3 Jahre) und ich weiß wie schwer es derzeit ist. Kopf hoch, denn es wird wieder besser! Daran müssen wir glauben.

  3. Ich bin Erzieherin und entsetzt wie überfordert die Eltern mit ihren Wunschkindern sind. Kranke Kinder werden wie selbstverständlich in der Kita abgegeben, vielleicht sollten Eltern sich auch einmal darauf besinnen warum sie Kinder haben und die gegebene Zeit für Ihre Entwicklung genießen. Ich gehöre nach einer Krebserkrankung zur Risikogruppe, muss arbeiten gehen, denn mein Arbeitgeber stellt mich nicht wie die Ü60 jährigen frei . Ich muss mich krankschreiben lassen, macht aber kein Arzt ohne Diagnose. Ich putze Nase und wickel den Po ohne Abstand, Eltern sind zum Teil ohne Hirn in der Kita unterwegs . Ich finde es fahrlässig die Kitas zu früh zu öffnen . Aufwachen werden einige Personengruppen wohl erst, wenn Famileinmitglieder betroffen sind. Alles braucht seine Zeit und Geduld!

  4. Ich finde die Stufenweise Einführung sehr gut …allerdings kann ich in Hinblick auf die Aussage, dass die älteren Kinder (Vorschulkinder) den Mindestabstand besser verstehen und einhalten können nur den Kopf schütteln….soll ich dem Kind etwa aus 2 Meter Entfernung ein Pflaster zu werfen? Oder ihm über den 2 Meter Tisch den Würfel für das Spiel „Mensch ärgere dich nicht “ zu werfen ?^^
    Lehrer könnten mit Hygieneschutzmassnahmen arbeiten, bei den Erziehern ist dies kritisch zu betrachten….Da die Mimik die Sprache erst sichtbar macht und für dessen Förderung unversichtbar ist….lange rede kurzer Sinn.
    Die Erzieher sind die jenigen Personengruppen, die ohne Handschuhe und Mundschutz arbeiten müssen und dem Ganzen schutzlos ausgeliefert sind.

  5. Wie kann man überhaupt darüber nachdenken die Schulen oder die Kitas wieder zu öffnen, wenn die Kontaktsperre für alle weiterhin gilt. Gerade die Kinder zeigen häufig überhaupt keine Symptome, können aber den Virus in sich tragen. Nicht auszudenken was die Folge sein wird. Zudem sind die Anzahl der täglichen Neuinfektionen und die Todesfälle, alles andere als rückläufig. Als die Einschränkungen für das Volk ausgerufen wurden, waren die Zahlen noch deutlich geringer. Was um alles in der Welt veranlasst die Regierung jetzt dazu das lockdown zu lockern. Es gibt nur einen erkennbaren Grund dafür. Und zwar die wirtschaftliche Situation. Aber bitte nicht auf Kosten von uns allen und vor allem unserer Kinder. Wer ein wenig an seine eigene Kindheit oder Teenager Zeit denkt, weiß wie die Lage auf dem Schulhof, oder gar in der Kita aussieht. Da wird erstmal ein ausgiebiges Wiedersehen vollzogen. Und zwar mit innigen Umarmungen und Küsschen rechts und Küsschen links. Als wenn die Kinder und Jugendlichen sich dauernd im 2 Meter Abstand zueinander unterhalten. Gerade in der Kita funktioniert das überhaupt nicht. Also bitte, wenn wir uns jetzt dazu entschließen diese Öffnung vorzunehmen, werden wir uns in 3 Wochen aber umsehen und uns die Frage stellen ob es das war worauf wir so gedrängt haben. Kühlwagen die voll sind mit Todesopfern des Virus. Der Ansteckungsindikator liegt immer noch nicht unter 1,0. Wir sind gerade bei 1,2. Ich kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen und kann nur beten dass es nicht bestraft wird, wie wir es in unseren Nachbarländern erleben mussten. Ich habe fertig.

  6. Also für uns ist es z. B. Wichtig das Kinder von Erziehern auch das Anrecht auf eine Notbetreuung haben. Meine Frau ist Erzieherin und ich arbeite auch noch Vollzeit aber wir haben kein Anrecht auf Notbetreuung.Nun soll sie bald wieder Vollzeit arbeiten, wenn die Regelung für Kitas gelockert werden. Wir dürfen aber selbst nich unser Kind in die Kita bringen. Wie soll das gehen? Wir müssen beide arbeiten?

    Und von wegen das die Eltern freiwillig nicht ihre kranken Kinder bringen. Pah, ganz ehrlich das klappt nicht im Ansatz. Jeden Tag erzählt mir meine FRAU, dass sie Kinder wieder nach Hause schicken. Da haben die 40 Fieber und spucken alles voll. Nächsten Tag steht der Vater wieder vor der Tür mit dem Kind. Angeblich alles super wieder. Ja, morgens wird n Zäpfchen reingedrückt damit das Fieber beim abgeben weg ist und nach zwei Stunden müssen die Eltern angerufen werden und das Kind wieder abgeholt werden. Und das sind keine Einzelfälle. Sowas funktioniert nur mit klaren Regelungen. Genauso mit der Lockerung. Es heisst wenn es gar nich geht dürfen bestimmte Leute ihre Kinder wieder bringen. Denn wird direkt angerufen und auch kein Hehl am Telefon gemacht und gesagt „Ach denn kann ich ja noch in Ruhe einkaufen denn bring ich mein Kind morgen wieder“. Oder es wird direkt gesagt weil ich mich nochma hinlegen will n paar Stunden…

  7. Solange in den Köpfen der Eltern kein Bewusstsein über die Fürsorgepflicht (kranke Kinder gehören NICHT in die Kita)gegenüber des Betreuungspersonals und vom Arbeitgeber kein ausreichender Schutz gewährleistet werden kann, müssen die Kitas dicht bleiben.
    In unserer Kita können nicht mal die minimalen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Der bauliche Zustand ist auf dem Stand der Gründerzeit vor 60 Jahren. Ebenso sind Sanitäranlagen noch aus der Zeit.Überklebte Holzfussböden, 40 Jahren alte Tische und Stühle lassen überhaupt keine hygienische Reinigung zu. Die Gruppen sind klein und verwinkelt, wir sind eigentlich dauerhaft überbelegt, mit weniger Kindern hätten wir eine normale Gruppesstärke. Fast wie das Jugendamt es vorsieht (es genehmigt trotzdem jedes Jahr neu die Überlegung)

  8. Ich finde die Vorsichtsmaßnahmen für Richtig
    Nur nicht für so eine lange Zeit,etwas Abstand hatten wir ja gehabt. Die Verlängerung bis Mai ist völlig akzeptabel, aber bis zu den Sommerferien.!!!? Ist nicht akzeptabel
    Das ist nun übertrieben.
    Denn Hygienemaßnahmen werden wir nie genug haben.
    Das Leben komplett lahm zu legen, ist nicht die richtige Lösung. Den Infektionen Pandemien werden noch viele kommen, was dann
    Wird Jedesjahr zu Winterzeit alles still gelegt.
    Die Winterzeit ist immer schon eine Krankheitszeit gewesen.

  9. Bei all den Kommentaren gegen die Öffnung frage ich alle Erzieher einmal, wie man nach nunmehr 5 Wochen seine Kinder ohne Beruflichen Schaden noch betreuen soll? Homeoffice (wem das überhaupt möglich ist) mit Kiga Kindern ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Die Eltern müssen ihren Jahresurlaub nehmen, um ihre finanziellen Einbußen der Kurzarbeit abfangen oder die fehlende Betreuungsmöglichkeit abzufangen. Viele Eltern haben bald keinen Urlaub mehr und sind verzweifelt weil sie nicht wissen, wie sie dann noch die Schliessungszeiten der Kiga abdecken sollen. Und nicht jeder arbeitet im systemrelevanten Bereich, ist alleinerziehend o.ä.
    Natürlich ist es nicht okay, wenn Eltern kranke Kinder in die Einrichtung schicken, aber es geht gerade nicht um den ignorierten Magen Darm Infekt oder Scharlach, sondern eine Möglichkeit, wie man schrittweise die Kinder wieder in den Kiga bringt. Natürlich müssen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, die sich mit der Altersgruppe extrem schwierig gestaltet, daß ist alle richtig und wird schwierig!!
    Aber mich nervt extrem diese pauschale Ablehnung: versetzen sie sich einmal in die Situation der Eltern, die seit 5 Wochen nicht wissen, wie sie ihre Arbeit verrichten sollen und Arbeitgeben haben, die Druck machen. Nicht jeder ist in Kurzarbeit, sondern muß Leistung erbringen! Oder wenn SIE ihren Jahresurlaub für die jetzige Zeit nehmen müßten??
    Wenn Möbelhäuser wieder öffnen dürfen, in denen die Menschen den Abstand definitiv nicht einhalten können und werden, dann frage ich mich ernsthaft, warum die Situation der Eltern mit Kiga Kindern nicht ernst genommen wird.
    Und ehe ich jetzt beschimpft werde: niemand sollte als Risikopatient dem Virus schutzlos ausgesetzt sein, aber die Verkäufer usw. müssen das auch, all das muß auch berücksichtigt werden.
    Ich wünsche mir einfach mehr Verständnis für die betroffenen und extrem verzweifelten Eltern, als Kommentare das Eltern nicht fähig oder bereit sind ihre Kinder zu betreuen oder diese krank in den Kindergarten zu schicken!

    • Es geht doch um die bedingungen, unter denen eine Öffnung möglich ist.

      Nach wie vor gikt das Kontaktverbot, das auch in absehbarer Zukunft nicht gelockert werden wird. Daneben gelten die Hygieneregeln einschließlich des Abstandgebotes. Die Frage, wie diese Regeln mit jüngeren Kindern in Kindergärten Grundschulen und weiterführenden Schulen umgesetzt werden können, ohne dass es zu möglichen Ansteckungen kommt, ist vollkommen unklar.

      Hinzukommt dass die Schulen und vermutlich auch Kindertageseinrichtungen nicht vollumfänglich ihre Betreuungsangebote machen können werden. Für Familien kann das bedeuten, dass der 15-jährige Neuntklässler nachmittagsunterricht, der 12-jährige zuhause lernen muss und dass dritte Kind, das ggf. noch in die 4. Klasse der GS muss, vormittags zwischen 9 und 12 Uhr Unterricht hat. Das bringt für die Familien in keinem Fall weniger Probleme.

    • Verkäufer haben Plexiglasscheiben, Paketauslieferer haben Mundschutz, bei Busfahrern wird der vordere Sitzbereich gesperrt, damit sie Abstand zu den Kunden haben etc.
      Wir Mitarbeiter im Kindergarten sollen ohne jeglichen Abstand, den man in diesem Beruf eh nicht einhalten kann, und Mundschutz arbeiten. Wir werden jeden Tag ins Gesicht gehustet und geniest, da kleine Kinder die Nies-Etikette einfach nicht einhalten können.
      Ich bin selber Risikogruppe im doppelten Sinn, da ich schon Mitte 50 bin und ein angeborenes chronisches Lungenleiden habe. Auch ich würde gerne das Ende dieses Jahres noch erleben!

  10. Hallo,
    Ich bin auch Erzieherin. Zunächst möchte ich sagen, dass auch ich zur Zeit meinen Jahresurlaub abfeiere, da nach 2 Wochen die Einrichtung geputzt und alle Doku’s (endlich mal in Ruhe und mit Zeit) geschrieben waren. Dies erledigen wir sonst mit bis zu 20 Kindern im Hintergrund.
    Ich verstehe die Familien, die stark unter Druck stehen. Wir machen uns Gedanken und halten Kontakt zu Familien, in denen u. U. durch Überforderung das Kundeswohl gefährdet ist. Und wir wünschen uns(ich glaube, da spreche ich im Namen vieler Kolleginnen) das „normale“ Leben zurück.
    Ab Montag werden deutlich mehr Kinder die Einrichtungen besuchen. Selbst 5 jährige haben nach dieser Zeit oft Probleme, sich von den Eltern zu lösen. „Normalerweise“ nehmen wir diese Kinder tröstend in und auf den Arm. Wie soll sich das ab Montag gestalten? In den letzten Wochen hatten 2 Kolleginnen bis zu 5 Kindern, die im Sicherheitsabstand zueinander spielen sollten. Wie schwer sich das gestaltet, muss ich, glaube ich, nicht beschreiben. Ich selbst habe zunächst alle Überstunden abgefeiert und bin dann in Urlaub(den ich geplant in Frankreich verbringen wollte) gegangen. Nach nunmehr 3 Wochen völligen sozialen Abständen geht es am Montag wieder los. Wie lange darf ich meine 82jährige Schwiegermutter nicht sehen? Sie isoliert sich seit Vier Wochen tapfer. Wie lange bleibt mein an Diabetes erkrankte Mann noch gesund? Ich habe mich drei Wochen sicher und voller Hoffnung gefühlt. Jetzt geht das Bangen wieder los. Keiner weiß, wie schlimm covid 19 wirklich ist. Aber unsicher sind wir alle. Und alle gleichermaßen überfordert. Ich wünsche uns allen Kraft, Geduld und Gesundheit.

  11. Auch ich bin doppelte Risikopatientin durch mehrere Vorerkrankungen (mein Mann hat ebenso ein erhöhtes Risiko), habe meinen Urlaub für dieses Jahr aufgebraucht und meine Überstunden komplett abgebaut. Nun soll ich ab nächster Woche wieder in einer Kindertagesstätte mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren arbeiten.
    Es werden gerade für Risikopatienten dringend einheitliche Vorgaben benötigt.

  12. Es ist mir ein Rätsel, weshalb die KitaerzieherInnen nicht laut und wütend gemeinsam ihren Schutz einfordern! Ich sehe die Schwierigkeiten der Eltern durchaus, es kann aber nicht sein,dass eine Berufsgruppe der Ansteckungsgefahr in dem Maße preisgegeben wird, wie es durch die Betreuung Kitakinder geschieht.

    • Sehe ich auch so. Ich bin Erzieherin, aber nicht in der Notbetreuung tätig. Ich finde es aber nicht tolerierbar was hier momentan passiert. Das ist Verfassungswidrig. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist nicht gegeben und eine Betreuung im Kindergarten ist nicht zu vereinbaren mit den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes wie Z. B. Abstandsregeln, Ausgangsbeschränkung, Kontaktbeschränkungen oder Masken Pflicht. Ich finde man sollte einen Eilantrag/Klage stellen. Genau so haben es auch Eltern eines Viertklässlers in Hessen gemacht.
      Das hat bewirkt dass die Vierten Klassen in Hessen doch nicht starten da es mit dem Infektionsschutzgesetzes nicht zu vereinbaren ist.

  13. Ich finde es unmögich, das Erzieher aus Risikogruppen in der Kita reinsollen – aber Lehrer aus Risikogruppen nicht. Das ist keine faire Vorgehensweise.

    • Das ist auch nicht zuläassig. Die Risikopatienten sind vom Arbeitgeber zu schützen. Einfach den PR bitten, das deutlich zu machen.

  14. Ich bin Erzieherin und Leiterin in einer Kinderkrippe in Sachsen- Anhalt, 63 Jahre alt(also kurz vor der Rente)und fühle mich spätestens seit heute wie ein „Versuchskaninchen“. Seit gestern Abend gibt es einen Erlass von unserer Landesregierung über eine erweiterte Notbetreuung ab 04.05.2020 und Weiteres soll folgen. Ich sehe die Not der Kinder und Eltern, aber das Betreuungspersonal wird mit keinem Wort erwähnt…
    Wir sind der einzige Beruf, in dem man nur ohne Schutz arbeiten kann und muss…
    Bei meinem Personalrat habe ich nachgefragt, sie wollen das Thema an den Arbeitgeber herantragen…
    Da ich keine ausreichenden Vorerkrankungen habe, gehöre ich laut meiner Hausärztin nicht zu den „besonders“ gefährdeten Personen…
    Also was soll ich noch dazu sagen…?
    Ich bin einfach nur enttäuscht…von meinen Enkelkindern soll ich mich fernhalten, meine pflegebedürftige Mutter darf ich nicht besuchen, Abstände muss ich aber einhalten und mit Mund-Nasenschutz einkaufen…uuund ungeschützt arbeiten…
    Und dann gibt es noch meine vielen Kolleginnen und Kollegen, Alle können sich infizieren, egal ob Risikogruppe oder nicht…
    Darf es solche Ignoranz geben?

  15. Ich bin ganz eurer Meinung! Ich muss gleich wieder auf Arbeit in die Notbetreuung und habe jeden Tag ein mulmiges Gefühl. Ich wünsche mir, daß es endlich mal jetzt in der Diskussion um die erweiterten Kita-Öffnungen auch ernsthaft um uns Erzieher geht!!! Wir haben auch nur das eine Leben! Ich kümmere mich um meinen Vater, er wird 85 Jahre und ich kann ihn nicht allein lassen. LG Evi

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