Virologen machen Hoffnung, dass Kitas und Schulen bald wieder öffnen können – wenn Hygiene-Regeln streng eingehalten werden

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ESSEN. Wann werden die Schulen wieder geöffnet? Der Essener Virologe Dittmer schlägt vor, ältere Schüler schon ab dem 20. April wieder zur Schule gehen zu lassen. Das Risiko für die Schüler und ihre Verwandten hält er für gering – wenn die Abstandsregeln eingehalten werden. Leise Hoffnung, dass der Betrieb von Kitas und Schulen bald wieder losgehen könnte, weckt offenbar auch der Bericht des Bonner Virologen Streeck, der im Auftrag der NRW-Landesregierung den Verlauf der Epidemie im Kreis Heinsberg untersucht hat.

Wissenschaftler haben den Verlauf der Corona-Epidemie im Kreis Heinsberg nachvollzogen – Schulen und Kitas spielten dabei offenbar keine sehr große Rolle. Foto: Shutterstock

Der Essener Virologe Ulf Dittmer hält eine schrittweise Öffnung der Schulen nach den Osterferien aus fachlicher Sicht für möglich. «Man könnte mit der Oberstufe anfangen», sagte der Direktor des Instituts für Virologie des Universitätsklinikums Essen auf Anfrage. Älteren Schülern falle es leichter, die notwendigen Regeln einzuhalten. Essentiell seien die Abstandsregeln.

«Man könnte zum Beispiel die größten Klassenräume benutzen und die Schüler weiter auseinander setzen. In der Cafeteria müsste man dafür sorgen, dass nicht alle zusammen sitzen.» Wichtig sei, dass es keine Schulveranstaltungen mit vielen Teilnehmern gebe. Lehrer mit Vorerkrankungen oder einem Alter ab 60 Jahren sollten beurlaubt werden. Wann jüngere Jahrgangsstufen hinzukommen könnten, hänge davon ab, wie sich das Infektionsgeschehen im Mai entwickele.

„Risiko, dass sich Schüler gegenseitig anstecken, ist gering“

Hintergrund von Dittmers Vorschlag ist die Beobachtung, dass «Kinder von dieser Infektion am wenigsten von allen Bevölkerungsgruppen betroffen» seien. Die Ursache dafür sei noch unbekannt. «Das Risiko, dass sich die Kinder in der Schule gegenseitig anstecken und schwer an Covid-19 erkranken, halte ich daher für äußerst gering.»

Allerdings könnten Kinder sich infizieren, nicht erkranken und dann trotzdem ihre Großeltern oder vorerkrankten Eltern anstecken. «Das ist nicht sehr wahrscheinlich, aber möglich», so Dittmer. Wie häufig das auftrete, lasse sich derzeit nicht sagen.

Auch seine Virologen-Kollegen im chinesischen Wuhan könnten trotz besserer Datenbasis dazu noch keine Aussage machen. Dittmer ist Co-Direktor eines von Virologen aus Essen und Wuhan betriebenen Labors in Wuhan. Derzeit tauschen sich die Essener Experten mit ihren chinesischen Kollegen zweimal pro Woche in einer Videoschalte aus.

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In Deutschland gebe es noch wenige Daten über positiv getestete Kinder. Auch in Essen gebe es nur wenige Infizierte in dieser Altersgruppe. An der Uniklinik seien vorerkrankte Kinder eher aus Zufall positiv getestet worden. «Bei allen diesen Kindern gab es einen milden Verlauf.» In China gebe es mehr Daten. «Auch dort sind Kinder sehr wenig von Covid-19 betroffen.»

Keine schweren Krankheitsverläufen bei Kindern in Heinsberg

Hoffnung auf eine baldige, zumindest schrittweise Öffnung von Kitas und Schule macht auch der Bericht einer Forschergruppe, die den Verlauf der Corona-Epidemie im Kreis Heinsberg untersucht hat. Dort trat bundesweit die erste Balliung von Infektionen auf. Wie der Kölner „Stadt-Anzeiger“ berichtet, hält das Forscherteam um Professor Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, eine abgestufte Rückkehr in den Normalbetrieb von Kitas und Schulen für möglich.

Schwere Krankheitsverläufe bei Kindern seien in Heinsberg nicht zu beobachten gewesen, hieß es. In Kitas und Schulen komme es darauf an, die Hygieneregeln einzuhalten und Risikogruppen zu schützen. Wenn Vorsichtsmaßnahmen eingehalten würden, seien auch Abiturprüfungen möglich.

Am 15. April wollen die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine mögliche Lockerung der Kontaktverbote entscheiden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erklärte, bei der Öffnung von Schulen und Kitas setze er auf eine bundesweite Regelung. Die Studie spiele bei den anstehenden Entscheidungen über eine Beendigung der Corona-Auflagen eine wichtige Rolle. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Schulen öffnen? GEW sieht Gesundheit von Schülern und Lehrern aus Risikogruppen bedroht

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68 KOMMENTARE

  1. Warum werden eigentlich nicht mal die Personen gefragt, die sich mit Kindern und Jugendlichen auskennen?

    Kinder und Jugendliche werden keine Abstandregel einhalen! Das ist gegen deren Natur, und wird nicht funktioniert. Maximal auf der 10. Klasse aufwärts wäre dies möglich, und selbst bei der 10. Klasse weiß ich, dass es viele nicht hinbekommen würden.

    Ebenso ist es nicht möglich Hygieneregeln einzuhalten! In vielen Schulen schaffen es die Kommunen nicht mal die normalen Hygieneregeln einzuhalten, wenn kein Virus durch die Menschheit geht. Wie soll das alles gehen? Kommunen lassen seit Ewigkeiten nur noch Fremdfirmen für nen Appel und nen Ei putzen, dabei kommt nichts halbes und nichts Ganzes heraus, das wird sich nicht plötzlich ändern nur wegen Corona!

    Weiterhin werden viele Eltern ihre Kinder auch nicht zu Hause lassen, wenn sie Krankheitssystome haben. Wenn Eltern bisher schon Kinder krank in die Schule geschickt haben, damit sie ihre Ruhe haben, wie soll das dann in Zeiten von Corona klappen? Man glaubt doch nicht im Ernst, dass es einer Schule möglich ist, jeden mit Krankheitssymptomen nach Hause zu schicken, die Hürden dafür sind viel zu hoch. Schüler dürfen doch nur nach Haus geschickt werden, wenn eine weitere Anwesenheit absolut unzumutbar und das dann auch beweisbar ist!

    • Ich als Mutter eines Teenager Sohnes kann sehr wohl beurteilen, dass mein Sohn nicht dämlich ist und sehr wohl gewisse Regeln zur Hygiene einhalten kann. Nicht alle Eltern sind Business und Karriere geil und schicken kranke Kinder aus dem Bett. Ein bisschen sachlich bleiben

      • Ich fürchte, der Kommentar oben ist sachlich. Mag sein, dass Ihr Sohn da sehr vorbildlich ist, aber er wird nicht der einzige Schüler seiner Schule sein und Sie nicht der einzige Elternteil. Und so ein Modell kann nur funktionieren wenn sich nahezu alle daran halten.
        Ich stimme der Facebook- Schreiberin zu, die in Frage stellt, dass die Entscheidungsträger jemals selbst eine Schule besucht haben.
        Die Äußerung des Mediziners Dittmer, eine Übertragung des Virus über Kinder und Jugendliche an gefährdete Personen sei „ sehr unwahrscheinlich“,finde ich nicht nachvollziehbar.
        Der meist milde Verlauf der Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen war bereits zum Zeitpunkt der Schulschliessung bekannt. Hauptsächliche- und oft angeführte – Begründung der Schließung war die Übertragungsgefahr an Risikopersonen.
        An die Eltern wurde appelliert, Kinder nicht zu ihren Großeltern zu schicken.
        Mittlerweile ist es auch bei Jugendlichen zu schweren und – vereinzelt- tödlichen Verläufen gekommen.
        Das Argument, bisher sei es nicht oder kaum zu nachweisbaren Infektionen durch Kinder oder Jugendliche gekommen, verstehe ich als unbeleckter Laie nicht:

        -Von Medizinern wurde widerholt erklärt, Infektionsketten seien mittlerweile kaum noch nachvollziehbar
        – Corona- Infizierte ohne Symptome ( wie anscheinend häufig Kinder und Jugendliche )wurden aus Mangel an Kapazität oft garnicht getestet und erkannt. Auf die Grösse dieser Dunkelziffer wurde von Fachleuten häufig hingewiesen.
        Die Tatsache, dass bei den bekannten Infektionsketten Kinder und Jugendliche kaum eine Rolle spielen, würde nur dann Sinn machen , wenn diese Personengruppe als Träger kategorisch ausgeschlossen werden könnte.
        Ansonsten bestand doch der Sinn, diese in den letzten Wochen zu isolieren, darin, sie nicht irgendwann als bekannte Träger in die Statistik aufnehmen zu müssen. (S.oben)
        Oder habe ich da als medizinischer Laie was falsch verstanden? Kann es mir jemand erklären?(Das meine ich ernst!)

        • Der Chefarzt der Kinderklinik in Wolfsburg hat direkt zu Beginn der Kita- und Schulschliessungen ein Statement abgegeben, indem er die Notwendigkeit dieser Maßnahme und auch die Gefahr, die vom Corona – Virus ausgeht, erklärt: die Kinder können sich „rasend schnell“ untereinander anstecken, ohne dabei aber meistens wirklich richtig krank zu sein ( “ Sie haben halt Schnupfen.“). So tragen sie das Virus durch das Niesen und durch unsaubere Hände in ihre Familien, in denen sich die Mitglieder so schnell anstecken können. Die Schließung von Kiten und Schulen, soll so verhindern, dass sich zu viele Menschen gleichzeitig infizieren; das würde unsere gesamte Infrastruktur zum Erliegen bringen. Eine gleichzeitige Infektion vieler ist also ein Disaster für unser komplettes Versorgungssystem, demnach also ein volkswirtschaftliches Problem. Professor Sinnecker sagt auch deutlich, dass es sich auf Dauer nicht verhindern lässt, dass viele Menschen sich mit dem Corona-Virus infizieren. Auch Todesfälle werden sich dabei nicht vermeiden lassen – ähnlich wie auch die jährliche Influenza immer Opfer fordert, über die allerdings schon seit längerer Zeit genauere Informationen – wenn überhaupt – nur nebenbei in den Medien erwähnt werden. Entscheidend ist jedoch, ältere und vorerkrankte Menschen zu schützen. Dieser Schutz ist auch gewährleistet, wenn viele jüngere Menschen die Infektion durchgemacht haben und somit – zumindest wahrscheinlich für eine gewisse Zeit – immun gegen das Virus sind.

          • „Die gesamte Infrastruktur kommt zum Erliegen?“
            Komisch, ich habe das Gefühl, das ist schon so passiert…

      • Ich habe nicht geschrieben, dass Kinder die Regeln nicht einhalten werden, weil sie dumm und dämlich seien, lesen Sie meinen Kommentar bitte genau, ich habe geschrieben, dass es vollkommen gegen die Natur von Kindern (und übrigens auch Erwachsenen) geht, und Kinder es deshalb nicht einhalten werden.
        Mag sein, dass Sie ihr Kind krank zu Hause lassen, mag auch sein, dass Sie mit Ihren Kindern die Regeln zum infektionsschutz so gut besprochen haben, dass diese sie einhalten, dass heißt aber noch nicht, dass ihr Kind nicht trotzdem Kontakt zu anderen Schülern hat, nämlich dann, wenn EIN EINZIGES Kind der Gruppe sich nicht an die Regeln hält, und wenn auch nur EINE EINZIGE Mutter ihr Kind trotzdem zur Schule schickt.
        Was erwarten Sie dann im Gegenzug von den Lehrern, dass sie die anderen Kindern bestrafen, weil Sie Ihr Kind angefasst haben? Das ist rechtlich und praktisch nicht möglich.

        Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass es einige Mütter gibt, die ihre Kinder trotz Erkrankung in die Schule schicken, genauso wie es auch einige Eltern gibt, die ihre Kinder ohne Erkrankung wochenlang zu Hause lassen. Sie können diesbezüglich leider nicht von ihrer eigenen familiären Situation auf alle anderen schließen. Eines kann ich Ihnen aber garantieren, es wird nicht möglich sein, dass Lehrer jede Sekunde kontrollieren und sanktionieren, falls sich nicht an die Regeln gehalten wird.

    • Ich bin Schülerin und halte es für kritisch die Schulen wieder zu öffnen. Ich gehe auf die bbs und ich bin der Meinung das egal wie schlau wir sind uns daran zu halten z.b Abstand zu waren es schwierig wird,
      wenn wir uns wieder regelmäßig sehen. Außerdem muss man Bedenken das die Lehrer meist in ein Alter sind wo sie in die Risikogruppe gehören . Die alle dan zu beurlauben während wir eh schon Lehrermangel haben sehe ich kritisch.
      Was ist mit den Schüler deren Eltern in der Risikogruppe sind sollen die dan nicht in die Schule? Oder die Geschwister haben oder die selbst in der Risikogruppe gehören ?

  2. So mancher tut derzeit kund, die #Schulen müssen schnellstmöglich geöffnet werden. Das wäre in absehbarer Zeit fatal. Und das sage ich als Rektorin, die für die Schule lebt und die leere Schulen kaum ertragen kann.
    Denn: Die Zahlen würden dann rasant ansteigen. Kinder halten sich nicht an die geforderten #Abstandsregeln. Sie vergessen sich. Es sind Kinder. Kleine Kinder. Hustend. Niesend. Mal mit aber ganz oft ohne Armbeuge. Und uns Lehrkräften so oft direkt ins Gesicht.
    Sie übergeben sich hin und wieder. Direkt auf den Schülertisch. Wir putzen das weg. Sie stecken sich ihre Finger in den Mund. Kauen an ihren Pulliärmeln und an Radiergummis. Geben diese weiter. Sie weinen und brauchen Trost, Zuwendung und eben auch Nähe. Wie oft werden wir von den Kleinen umarmt? Wir sind enge Bezugspersonen, so manchem Kind geht versehentlich ein „Mama“ uns gegenüber über die Lippen. So nahe sind wir.
    Wir können sie nicht in verschiedene Räume setzen. Es gibt vielerorts einfach keine davon. Die Kinder spielen miteinander, toben in den Pausen, sie arbeiten zusammen, sind teilweise den ganzen Tag an den Schulen. Betreuungsräumlichkeiten sind zu beengt. Sie werden keinen Abstand halten können. Nicht untereinander und nicht zu uns Lehrkräften. Sie stecken an, teilweise ohne selbst Symptome zu haben: Die Mitschüler. Und diese wieder ihre Familien. Uns Lehrkräfte. Und wir bringen es mit nach Hause.
    Wir werden ausfallen. Und haben keinerlei Vertretungsreserve sondern ohnehin alarmierenden Lehrermangel. Schon vor Corona. Wir haben deswegen viele pensionierte Lehrkräfte zurück an die Schulen geholt. Und das ist nur eine der vielen Risikogruppen, die bei uns an den Schulen unterrichten. Das geht dann so nicht mehr.
    Wir werden die Schulen wieder schließen müssen. Hierfür brauche ich keine Glaskugel. Nur meinen gesunden Menschenverstand.
    Schützen Sie die Schülerschaft. Das Betreuungspersonal. Die Sekretärinnen, Hausmeister, Schulsozialarbeiter. Die Familien dahinter. Schützen Sie bitte auch uns Lehrkräfte. Das ist die größte derzeit mögliche Wertschätzung. Herzlichen Dank.

    • Dem kann ich nur zustimmen. Ich bin eine besorgte Mutter eines herzkranken Sohnes in der Pubertät, und auch Kitaerzieherin. Klientel 1-6 Jahre alt.

      • In dem Fall is die Sache doch klar: Ihr Sohn muss geschützt werden und auch Sie müssen wegen des Risikos für Ihren Sohn (bezahlt) daheim bleiben. Das heißt aber nicht, dass Kitas und Schulen nicht langsam wieder öffnen sollten. Man muss nur die Hygiene bestmöglich durchsetzen und Risikogruppen schützen.

        Wir sollten jetzt gegen Ende des Kontaktverbots alle die Großeltern besuchen, denn wenn Schulen und Kitas öffnen, ist das Risiko deutlich größer. Wir sollten uns alle eingestehen, dass wir die Großeltern lange nicht sehen. Das ist der Preis für offene Schulen. Der Lohn ist aber: „Herdenimmunität“ (die später auch ihren Sohn und Ältere schützt.

        Ein Impfstoff kann bis Sommer 2021 oder länger dauern. Es gibt KEINE Alternative zur Schule und zur Kita. Wir müssen akzeptieren, dass es jetzt keine perfekten Lösungen geben kann. Um im Schulsprech zu bleiben: Wir müssen uns alle auf eine 4- retten.

    • Wir die Betreuer in einem Kinderheim haben es auch geschafft, 40 Kinder auf engsten Raum 24 Stunden zu betreuen. Ohne Schutzkleidung haben wir Windeln gewechselt, Rotznasen geputzt und unsere Kinder liebevoll getröstet.

    • Ich verstehe gar nicht wo das Problem ist. Ich arbeite in einer Kita. Seid schließund aller Einrichtung arbeite ich täglich mit Kindern deren Eltern Systemrelevant sind. Meine Kinder werden von meinem Mann im Homeoffice „betreut“. Home schooling ist ja eine nette Beschäftigung aber so viel Ärger gab es noch nie in unserem Haus. Es ist schlichtweg der horror. Absolut undenkbar dies weiter zu führen.
      Wir Erzieherinnen sind dazu angehalten worden (Gesundheitsministerium) aus psychischen Gründen doch bitte keine schutzkleidung zu tragen… Wir arbeiten seid dem 16. 3 mit den Kindern deren Eltern sich zu 100% an Corona erkrankten infiziert haben. Stellt euch mal alle nicht so ab. Ich sehe das genau so. Eine Abstandsregelung in Schulen ist ein absoluter Witz. Eig ist alles ein Witz… Ich weis das Lehrer ihr bestes geben und neben Mathe Deutsch und Englisch eine ganze Menge anderer Aufgaben haben. So it es in der Kita ja auch. Aber bitte. Lasst uns pö a pö jede Woche eine weitere jahrgangsklasse wieder in die schule lassen. Es wird Zeit… Sowohl für Kinder als auch für Eltern…

      • Eine sehr sehr egoistische Sichtweise wie sie auch der Kollege Laschet immer wieder proklamiert: “Öffnen, öffnen, öffnen, Exit, Exit, Exit…wir halten es alle nicht mehr aus.”

        Wir können wenn man sich die Menschen, die das fordern, ansieht, nur froh sein, das wir nicht ein richtig übles Virus haben wie Ebola, Hanta oder Lassa. Wenn Leute jetzt schon nach 2, respektive 3 Wochen „Luxus-Einschränkungen“ schon nicht mehr klar kommen, wären wir alle bei einem noch heftigeren Geschehen komplett verloren.

        Es ist schlicht nicht machbar und absolut fahrlässig, jetzt eben genau diese Bereiche wie Schulen wieder (komplett) zu öffnen. Auch Schritt für Schritt bringt da ganz wenig. Man kann sich das noch so oft schönreden. Es fehlen die Rahmenbedingungen, es fehlen die Kapazitäten, es fehlen die Lehrkräfte (weil viele Risikogruppe)…

        Ich kann mich nur wiederholen. Warum faselt jeder immer von „abgehängte Generation“ oder „verlorene Bildung“? Einem Menschen entstehen keine Nachteile, wenn er 2-3 Monate nicht zur Schule geht. Das Abendland ist nicht verloren. Wohl aber entsteht Schaden an anderen Menschen. Das werden diejenigen sein, die „verloren“ haben werden.

        Natürlich kann man das nicht ewig so weiter machen bis der Impfstoff verfügbar ist, aber eine Brücke in die Sommerferien zu schlagen wäre gar kein Problem. In vielen Bundesländern wären eh nur noch 5-6 Wochen Unterricht… in der Zeit bis zu und der Sommerferien könnte man dann leicht für das neue Schuljahr einen Masterplan Schule entwickeln, denn es wäre Zeit gewonnen für die Forschung, für „richtige“ Studien, ggf. Wirkstoffe gefunden, hochspezifische Antikörpertests entwickelt, die auch ein Laie problemlos selbst durchführen könnte… All das würde uns in die Lage versetzen, womöglich zum neuen Schuljahr die Schulen komplett zu starten mit minimiertem Risiko und nicht jetzt mit der heißen Nadel gestrickt und ohne ausreichend Erkenntnisse und Mittel.

        Und, es tut mir Leid, aber wer jetzt das Argument bringt, dass er es zu Hause mit seinen Kindern nicht mehr aushält, … merkt man hoffentlich selbst…

        • Ganz meiner Meinung. Es Sind unsere Kinder und die müssen geschützt werden.Anscheinend sind viele überfordert sich mal den ganzen Tag selbst um ihre Kinder kümmern zu müssen. Ich Frage mich ,warum bekommt man sie dann ? Ich bin dafür das die Schulen geschlossen bleiben.

      • @Sarah: Ich finde Ihren Kommentar sehr frech. „Stellt euch mal alle nicht so an“. Genau….sterben müssen wir alle eh mal und wenn wir es überleben…was sind schon die Spätfolgen?!
        Und das von einer Erzieherin, der viele Eltern ihre Kinder in Obhut geben.
        Und zu sagen, dass die Schulen wieder öffnen müssen, weil Ihr Kind und Ihr Mann nicht mit den gestellten Aufgaben klarkommen bzw. es Streit gibt, finde ich ebenso völlig unsinnig. Wie viele Elternhäuser packen das alles?!
        Weiterhin ist es sehr egoistisch von Menschen zu sagen, dass man tausende von Kindern einem enormen Risiko aussetzen soll, weil sie ja sonst den Anschluss verpassen könnten oder weil Mami/Papi mit dem eigenen Kind zu Hause nicht mehr klarkommen.

    • Besser hätte ich es nicht formulieren können. Ich bin Lehrerin und Mutter. Und eben Mensch mit Menschenverstand. Mir graut es davor dass eine absolut falsche Entscheidung getroffen wird und die Schulen in wenigen Tagen öffnen…

  3. Dann sag doch mal wie lange die Schulen zj bleiben sollen? Weil all das, was Du sagst, ist auch im Herbst noch so. 1 Jahr? 1.5 Jahre?

  4. Die Frage in den Facebook-Kommentaren, wann diejenigen, die sich derart äußern, zuletzt in der Schule waren, ist berechtigt.

    „Man könnte zum Beispiel die größten Klassenräume benutzen und die Schüler weiter auseinander setzen.“
    Es wird angenommen, dass es große Klassenräume gibt.
    Es wird angenommen, dass davon mehrere zur Verfügung stehen.

    Wir sind froh, dass wir überhaupt für jede Klasse einen Raum gefunden haben.
    Neben vielen anderen Problemen haben viele Schulen auch seit Jahren ein Raumproblem.

    • Die Aussage ist doch klar, wenn ein Start im April, dann mit der Oberstufe. Die Oberstufenschüler (m/w/d) sind mindestens 16 Jahre alt. Sie können folglich behandelt werden wie die Auszubildenden im gleichen Alter. Diese müssen derzeit wegen des Ausfalles des Berufschulunterrichtes ganztägig in den Betrieben arbeiten, sofern die keine 100%-ige Kurzarbeit angemeldet haben.
      Hinzu kommt dasss die Oberstufenkurse im Regelfall eine kleinere Gruppengröße haben als die der Unter- und Mittelstufe. Wenn Gruppenstärken größer 20 Personen existieren, müssen die Kurse aufgeteilt werden. Ggf. gibt es dann Unterricht im Zwei-Wochen-Rhytmus – also A- und B-Woche. Für die Abiturienten ist es ohnehin belanglos, da diese keinen Unterricht mehr haben. Bei denen geht es allenfalls um die eigentlichen Prüfungen.
      Die Abschlussklassen der Zehner kann man ebenfalls – zumindest in den Fächern der Fächergruppe II – unterrichten, beginnend ab Ende April. Es gibt dann eine angeleitete Intensivierung für die anstehenden ZP10, ein Teil mit Anwesenheitspflicht, ein Teil im Home-office.
      Der Rest der Schülerschaft kann dnn ab Mitte Mai wieder in den regulären Schulbetrieb eingepflegt werden.
      Ich weiß nicht warum jeder davon auszugehen scheint, dass Schule ab dem Moment wo sie wieder geöffnet wird im Vollbetrieb startet. Es wird nur mit Stundentafeln gehen, die der tatsächlichen Personalsituation angepasst sind, die die Risikogruppen im Lehrkörper zunächst außen vor lassen. Blöd ist nur, dass das in vielen Schulen auch die Leitungsfunktionen sowie Funktionsstellen betrifft.

  5. „Man könnte zum Beispiel die größten Klassenräume benutzen und die Schüler weiter auseinander setzen (sic!).“ (-> auseinandersetzen)
    „In der Cafeteria müsste man dafür sorgen, dass nicht alle zusammen sitzen (sic!).“ (-> zusammensitzen)
    „Lehrer mit Vorerkrankungen oder einem Alter ab 60 Jahren sollten beurlaubt werden.“

    So mancher Kollege kennt das – Ausgeborgtwerden und an mehreren Schulen gleichzeitig unterrichten. An folgender Schule war ich vor nicht allzu langer Zeit tätig:

    Schulbeschreibung Raumsituation:
    – Nicht einmal jede Klasse hat einen eigenen Raum, geschweige denn, dass zwischen Räumen unterschiedlicher Größe gewählt werden könnte.
    – Es gibt so wenig Räume, dass Musik keinen Raum hat, sondern nur in einer zur Aula umfunktionerten Halle (ehemals Sport) stattfindet.
    – Durch den Schulbusfahrplanzwang (ländlicher Einzug), bei dem es wohl seit Jahren keine Änderung geben darf, kann Unterricht für höhere Klassen nicht weit in den Nachmittag verschoben werden.
    – Die Unterrichtsplanung muss um den Musik- und Sportunterricht drumherum erfolgen. Nicht die Sinnhaftigkeit und gesundheitlichen Aspekte und Wünsche dürfen eine Rolle spielen, es ist ausschließlich die ineinandergreifende Raumbelegung und andere terminlich festgezurrte Notwendigkeiten (z. B. Kollege unterrichtet an einem Tag Referendare in einer anderen Stadt).
    – Es gibt so wenig Räume, dass der Kunstunterricht im Keller stattfindet.
    – Kunstunterricht mit 26 Schülern: Die 4 kurzen Achtelfenster des Kellers unterhalb der Decke sind stets gekippt, ermöglichen jedoch kaum Luftausstausch. Die Kellertür bleibt deshalb während des Unterrichts offen, soweit es das vorbeiflanierende Begängnis zu den Toiletten zulässt. Jeweils 6 disziplinierte Schüler sitzen beim praktischen Arbeiten grundsätzlich in dem als Vorbereitungsraum deklarierten Nebenverschlag mit entfernter Tür, denn sie passen nicht in den „Kunstraumkeller“. Der Lehrer hat einen Tisch als Ablage an einer Wand, jedoch keinen eigenen Stuhl (passt nicht mehr rein). Immerhin hat der Keller ein – genau EIN – kleines Waschbecken.
    – Bis auf Chemie- und Physikraum sowie den „Kunstraumkeller“ hat kein Raum ein Waschbecken. Es ist schon im Normalbetrieb ätzend, wenn sich ein Schüler bekleckert oder er gepopelt hat und man ihn in vom Obergeschoss in den Keller zu den Toiletten zum Händewaschen schicken muss.
    – Cafeteria … Was ist das? Catering liefert fertige Mittagessenportionen und teilt aus. Eineinhalb Räume (früher das Lager für den Hausmeister; der hat jetzt alles im Heizungskeller), halbe Kellertreppe, schmale Tische mit dicht an dicht gestellten Stühlen, damit überhaupt im Sitzen (je Mittagszeitpause in zwei Schichten à 10 min) gegessen werden kann. Es ist so: Schüler mit starkem Übergewicht bleiben im ersten, dem Durchgangsraum und müssen sich von Mitschülern das Essen bringen lassen. Sonst kein Durchkommen.

    Schulbeschreibung Personalsituation:
    – sog. überaltertes Kollegium
    – 2 Vollzeitstellen unbesetzt
    – Direktor: geht in zwei Jahren in Rente
    – stellv. Direktorin: dieses Schuljahr zu Ende und noch ein Jahr bis zur Rente (hatte versprochen, das zum Ende des nächsten Schuljahres über das Rentenalter hinaus weiterzuarbeiten)
    – Schulsekretärin: geht in diesem Sommer in Rente
    – Schulsozialarbeiter: ziemlich jung, doch chronisch atemwegserkrankt, zweite Stelle unbesetzt
    – Integrationshelferin für ein paar Stunden mit einigen ESE-Schülern (soziale Entwicklungsstörungen): pensionierte Lehrerin
    – Catering Schulessenausgabe: zwei Damen im Rentenalter („auf Zuverdienst“ haben sie erzählt; die eine macht noch in einer Arztpraxis sauber)

    Also, wie war das?
    „Man könnte zum Beispiel die größten Klassenräume benutzen und die Schüler weiter auseinandersetzen.“
    „In der Cafeteria müsste man dafür sorgen, dass nicht alle zusammensitzen.“
    „Lehrer mit Vorerkrankungen oder einem Alter ab 60 Jahren sollten beurlaubt werden.“

    Randbemerkung:
    #Ich bin LehrerIn und Mensch, kein Schulinventar!

  6. Ich bin 59.6 Jahre alt und bin Erzieherin aus Leidenschaft. Meine Erfahrungen in der Kita sind:
    Kinder von 1-6 Jahren können keinen Abstand halten.
    Kinder in diesem Alter können keine Hygienetikette einhalten. Sie nießen dir ins Gesicht, wischen die Nase am Ärmel oder meiner Bluse ab.
    Sie brauchen mich als Bezugsperson um in den Arm, auf den Schoß, geherzt und getröstet zu werden, besonders nach teilweise schwierigen Situationen die evtl. die Coronakrise mit sich gebracht hat.
    Wie soll ich diese kleinen Wesen auf Abstand trimmen wo ich doch bisher die Nähe gesucht habe um ein emotionales Verhältnis zu offenbaren.
    Zum Schluss was ist mit mir selbst, wie soll ich mich schützen? Mundschutz, Handschuhe = zur Abschreckung der Einjährigen?
    Sollten alle Erzieherinnen ab 60 zuhause bleiben, brauchen wir die Kitas nicht zu öffnen da es zu viele Erzieher in diesem Alter sind und auch hier ein Fachkräftemangel besteht!
    Sogern ich für die Kinder eine offene Kita befürworte, weil sie hier wieder einen regelmäßigen Tagesablauf haben und weitere Bezugspersonen, die sie in ihrer Entwicklung unterstützen und sie begleiten.
    Die Überlegung sollte immer dahingehend sein: Altersgruppe, Risikogruppe, Verteilergruppe!!!!

  7. In Kitas kann man keinen Abstand einhalten,da Kl. Kinder oft Körperkontakt suchen.Wie soll das funktionieren .Ausserdem sind wir30 Erwachsene,davon einige mit Vorerkrankungen und einige ueber60 Jahre alt

  8. Ganz einfach: Kita kann wieder öffnen. Aber es dürfen ausschließlich Kinder hinein, und so sollte es generell sein, die kerngesund sind. Wer eine Rotznase hat, muss heim. Wer mehr als 2x pro halbe Stunde hustet, muss heim. Dass überhaupt heut zu Tage mehr oder weniger Kinder mit Erkältung im Winter in die Kita dürfen, ist schon ein No-Go, das nun schnellstens abgeschafft werden muss. Und die Eltern müssen endlich den A…. in der Hose wachsen lassen um ihren AGs klar zu machen, dass Familie vorgeht und es rechtlich klar geregelt ist, dass bei Krankheit eines Kindes nun mal Vater oder Mutter nicht in die Arbeit kommen kann. Und Eltern, die beide ganztags arbeiten, müssen eben das Zweitauto verkaufen, aus den teuren Innenstädten raus ziehen und auf 2 von 3 Urlauben im Jahr verzichten. Dafür kann Papa oder Mama dann halbtags oder eben garnicht arbeiten. Mehr Zeit fürs kranke Kind. Und das muss im Vordergrund stehen.

    • Also Brutos nichts für ungut, aber Dein Kommentar ist ziemlich weltfremd. Haben Sie überhaupt eine Ahnung was Leben mit Kindern heute kostet? Vermutlich nicht. Andernfalls kann ich mir Ihren Kommentar nicht erklären. In viele Familien müssen beide Partner arbeiten, um überhaupt über die Runden zu kommen. Ich weiß ja nicht, ob sie schon mal etwas von Mindestlohn gehört haben. Diese Familien fahren bestimmt nicht 3 mal im Jahr in den Urlaub. Das man von dem AG fordert, dass Familie immer vor geht, ist auch illusorisch. Hier fehlt eigentlich noch das die Frau an den Herd gehört. Natürlich wäre eine Familienfreundlichere Umwelt äußerst erstrebenswert, aber es entspricht leider nicht der Realität.

    • Davon schon mal was gehört? (Die Inkubationszeit – also der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen – beträgt 2 bis 14 Tage. Einfach erklärt: Infizierte können bis zu 14 Tage das Virus übertragen ohne Symptome zu zeigen.) Außerdem stecken sich Kinder zwar genauso häufig an, entwickeln aber viel seltener Beschwerden.

      • Ich bin Erzieherin bei den 1-3 jährigen. Also was dieses Jahr abging,war so grausam. Wie viele Eltern ihre Kinder mit Husten und Schnupfen in die Kita brachten….. Dann waren sie auf Drängen der Erz. dann doch mal 3 Tage zu Hause und kamen dann auch prompt wieder. Zustand nicht viel besser. Auch ohne Corona sollten viele Eltetn mal umdenken ! Ich denke, Kindet haben es verdient, sich auch mal auszukurieren. Auch wenn das Geld mal knapp wird. Die Kinder sind doch nur eine gewisse Zeit klein und da sollte man schon Rücksicht nehmen.. Dann muss ich auch sagen, nur wir Ossies sind so erpischt . GELD GELD GELD .Im Westen denken sie da eher am ihre Kinder!

        • Sabine Nösel: das, was sie beschreiben, gibt es auch im Westen! Ich leite eine Kita in NRW. Ich kann nur sagen, Ihre Ausführungen decken sich genau mit meinen Beobachtungen, und nahezu alle Kolleginnen, die ich kenne, bestätigen dies! Es gibt da keinen Unterschied in den einzelnen Bundesländern! Viele Eltern stehen einfach beruflich sehr unter Druck, so dass sie ihre Kinder auch mit sicht- und hörbaren Erkältungssymptomen zu uns in die Kita schicken. Natürlich gibt es auch die Eltern, die mit ihren Kindern nicht viel anzufangen wissen und froh sind, wenn sie sie morgens bei uns abgeben können – notfalls auch mit einem Fieberzäpfchen gedopt, immer in der Hoffnung, dass wir nichts bemerken und während des Tages anrufen und um Abholung bitten.

    • Hm, auf dem Land gibt es ebenfalls keine Wohnungen und das mit dem Zweitauto sowie den vielen Urlauben trifft leider nicht auf die breit Masse zu. Die sozial schwächeren kinderreichen Familien brauchen den Zweitverdienst um zu Wohnen zu Essen und die Kinder aufzuziehen und sich die Schulausflüge, Abifahrten und Abifeiern vom Mund abzusparen. Die Luxusprobleme eines einzigen Autos kommen bei der Bevölkerung welche in den städtischen Sozialwohnungen lebt und jetzt gerade an den Supermarktkassen auf 450 Euro arbeitet selten vor. Wenn die Kinder dann bereits 2 x gehustet haben, dann wurde das Virus bereits weitergegeben. Somit kann das auch keineg sein.

    • Ich verstehe Ihren „ ganz einfachen“ Problemlösungsvorschlag nicht: Kitas sollen öffnen, und die Lösung des Problems liegt darin, die Kinder mit Rotznase umgehend nach Hause zu schicken? Was soll das bewirken, wenn bei der Corona -Erkrankung Kinder meist symptomfrei sind , jedoch als Träger andere Menschen gefährden- bei denen die Gefährdung dann nicht mehr nur in einer Rotznase bestehen wird.

      • Der Vorschlag mit dem sofortigen Heimschicken der Kinder, sobald sie auch nur husten o.ä. sehe ich ebenfalls problematisch. Wie oft in meiner Dienstzeit habe ich es erlebt, dass die Eltern ihre Kinder trotz Krankheit in die Schule schicken. Will man sie kontaktieren, weil das Kind abgeholt werden muss, sind sie plötzlich nicht mehr erreichbar und das Kind muss wohl oder übel in der Schule bleiben.

  9. Erzieher als Opferlamm
    Weiter so! Dann gibt’s bald gar keine Erzieher mehr. Nur wer soll dann die Kinder betreuen.
    Vielleicht möchte Herr Dittmer umschulen? Bei uns im Team sind viele um die 60 Jahre alt
    und andere haben chronische Erkrankungen und Immunschwäche. Die paar die übrig sind müssen die Notgruppe Stämmen. Und da gibt’s ständig Fälle in den Familien mit Infizierten.
    Da fallen auch schon Erzieher aus, die auch in Quarantäne sind. Von einem Grössen Team sind derzeit noch drei übrig. Und das ohne Schutzkleidung! Ich liebe meinen Beruf, würde mit meiner Autoimmunerkrankung auch noch gerne weiter leben‍♂️

  10. An alle die meinen Schulen und Kitas sollen längerfristig geschlossen bleiben: Was sollen denn Ihrer Meinung nach Eltern machen, die beide berufstätig sind und deren Kinder nicht unter die Notbetreuungsregelung fallen? Überstunden sind aufgebraucht, Urlaub ist begrenzt und braucht man u.U. noch für Sommerschließzeiten, die sicher nicht einfach so gestrichen werden. Selbst wenn home office möglich ist, je jünger die Kinder desto weniger funktioniert es, gleichzeitig zu arbeiten und die KiTa zu ersetzen. Von denen die nicht von zu Hause arbeiten können und deren Arbeit nicht als systemrelevant gilt, möchte ich gar nicht anfangen.

    • Das ist jetzt eine ernst gemeinte Frage, weil es mich wirklich interessiert:

      Wie läuft das ganze denn in den regulären ca. 13 Ferienwochen? Ich kenne keinen Arbeitnehmer, der 13 Wochen Ferien im Jahr hat, und selbst wenn beide Partner ihren Urlaub genau asynchron nehmen, kommt man doch nicht auf 13 Wochen. Wie läuft das da normalerweise?

      • Es gibt ferienbetreuungen in der Kita. Für jüngere Schüler gibt es Ferienprogramm in der Schule. Dann können meist Oma und Opa noch was auffangen, was in dieser Situation ja nicht geht. Außerdem können sich Paare die 13 Wochen ja mit Urlaub auch noch teilweise teilen. Es ist zwar nicht schön, aber es geht.

  11. Kitas müssen auf.

    Für mich selbstverständlich, dass ich kranke Kinder zu Hause lasse.

    ABER wenn die Kitas länger zuhaben, landen wir auf der Strasse. Wir müssen beide arbeiten um unsere Kreditrate und den Lebensunterhalt zu zahlen!

    • Nicht zynisch gemeint, sondern wirklich ein Rat: die Banken lassen mit sich reden, wenn man nachweisen kann, dass Verdienstausfall vorliegt. Daher lieber Leben retten.

      Wir hier in Deutschland haben alle Möglichkeiten und das Geld dazu in diesen Situationen zu helfen. In Amerika säßen sie wirklich auf der Straße und das ohne Krankenversicherung…

  12. Hallo zusammen,
    ich bin momentan in einer elften Klasse. Ich kann nur um Vernunft rufen, werdet wach! Es gab und wird weiterhin Eltern geben, die ihre Kinder krank zur Schule schicken. Desweiteren würde mich mal interessieren wo den diese ganzen Hygienestandards her kommen sollen, seit Jahren besitzen die Toiletten selten bis nie Seife, da reden wir von Desinfektionsmittel??? Zudem denkt doch hier wohl keiner das jeder, ohne jegliche Ausnahme, eine Maske tragen wird. Zudem nichtmal klar ist, wo diese her kommen sollen, was ist beim Essen? Muss man nach Abnahme direkt eine neue aufsetzen? Wie sind da die Vorgaben? Richtig, nichts steht fest, einiges sogar unmöglich. Erklären sie mir mal, wie denn die 1,5-2m in den Pausen etc eingehalten werden sollen, oder beim warten vor Klassenräumen nach Pausen, dies ist faktisch nicht möglich. Jeder weiß das, doch alle reden davon die Schüler wieder schrittweise in die Schulen zu schicken. Ich kann nur sagen, die letzten Wochen waren hart, sollten die Schulen wieder öffnen werden die nächsten Wochen noch härter, da sterben Menschen, unsere Angehörigen, wie kann man das ausblenden?!?

    Macht bitte die Augen auf, es wird nicht funktionieren, wenn nur 95% die Regeln umsetzen, weil sich der Rest zu „cool“ dafür ist. Meine Forderung, öffnen sie Einzelhandel und co wieder, wo ein Mindestabend garantiert ist und wo Erwachsene mit Verstand beteiligt sind!

  13. Also langsam kann ich es schon nicht mehr hören.Corona Corona Corona .
    Ich will ja nicht behaupten das es diesen Virus nicht gibt aber es wird alles so masslos übertrieben und den Leuten Angst gemacht .
    Habt Ihr euch eigentlich mal schlau gemacht wieviele Leute in ganz Deutschland ohne Corona im
    JAHR / MONAT oder am Tag sterben? Anscheinend nicht sonst würdet ihr Alle nicht so einen Aufriss machen. Also bitte nehmt mal euer Gehirn aus dem Allerwertesten und denkt mal drüber nach!! Selbst ein Viruloge aus Bonn sagte das Virus ist nicht so gefährlich als es am Anfang den Anschein hatte.
    Also wenn man den Menschen tagtäglich rund um die Uhr nur noch mit diesem Scheiss konfrontiert bekommen sie Angst und viele denken dann nicht mehr richtig weil sie nur noch dieses Thema hören dann machen sie alles was Ihnen gesagt wird, und das ist bewusst so gewollt. Wir sind nur Marionetten der Politik.
    Hinter diesem Scheiss steckt was ganz anderes.

    • Susi…..Ich schenke dir ein Flugticket (Hinflug) nach Bergamo. Die einzige Bedingung wäre: Reiseantritt innerhalb einer Woche

    • Liebe Susi, das ist Deine Meinung. Ich bin persönlich betroffen und kenne sehr viele die krank waren/sind. Was ich feststellen musste waren Erkrankungen welche von den Politikern mit leichtem Verlauf betitelt wurden. ABER, der tatsächliche Krankheitsverlauf war ein völlig anderer – die Leute waren schwerst krank. Die Folgeschäden der Erkrankten sind nicht absehbar. Eine 50 jährige kann nicht mehr alle Stufen Ihres Hauses am Stück zurücklegen ohne zu Verschnaufen. Die relativ geringe Zahl liegt auch an den wenigen Tests die durchgeführt werden. Nur wer nachweisen kann mindestens 15 Minuten direkten Kontakt und Anzeichen von C. zu haben wird evtl. getestet. Alle anderen mit Symptomen welche von keinem Kontakt oder nur von 10 Minuten berichten können müssen halt in Quarantäne und werden nicht getestet.

  14. So manche Kommentare kann ich echt nicht nachvollziehen. Ich bin selbst Abiturienten und die Situation zurzeit ist sowieso für uns alle schwer. Schon die Aussage: die Oberstufenschüler könnten zur Schule gehen, zeigt mir eigentlich nur, wie Verantwortungslos alle sind die daran beteiligt sind und gibt mir das Gefühl das die Abiturienten keine Menschen für sie sind, sondern eher Roboter, die sich einfach der Regierung anpassen müssen. Hygiene? Hat sich mal einer von denen die Schultoiletten angeschaut? Es gibt nicht mal Seife an den Schulen und auch wenn es Seife gibt kann man sich auf den Toiletten die Hände nicht mal gründlich waschen, weil die Waschbecken an sich sehr ekelhaft und dreckig sind. Und nur weil man in der Oberstufe ist, heißt es nicht das man diese Hygieneregeln befolgen wird, da es viele nicht mal interessiert. Was ist denn wenn einer von uns sich ansteckt? Was ist mit unseren Eltern oder Großeltern (nicht jeder hat Eltern), die meisten von Ihnen sind vorerkrankt? Wer nimmt dann die Verantwortung ? Sehr unhöflich und erbärmlich von der Regierung und den Leuten die solche unüberlegte Kommentare abgeben.

  15. In der Schule 1,5 m Abstand, wie soll das gehen? Anbau ran bauen das jeder Schüler für sich ein Tisch zur Verfügung gestellt bekommt?? Fals Mein Sohn die Vieren an oder in sich trägt um mich als hochschwangere ansteck, was ist dann? Dann muss ich mit diesen Problem selbst klar kommen? Egal ob mein Kleinkind und ein neugeborenes sich ansteck. Die Politiker sollte man mal in so einen kleinen Raum alle stecken wie ein Klassenzimmer mal schauen wieviel Spaß sie dabei haben sich anzustecken. Ich schüttel nur noch den Kopf bei den Zahlen die jeden Tag neu kommen wer wieviele sich invieziert haben. Traurig traurig traurig das Menschen die höher sitzen nicht so weit denken

  16. Und wer redet mal von den Inklusionsbegleitern in Regelschulen?! Abstand halten? Wir sind dafür da, dass wir nah am Kind sitzen, anfassen, helfen ….
    Auch wir sind in Kurzarbeit und vermissen den Schulalltag. Und auch wir gehören zum Teil zu Risikogruppen und haben Angehörige…

  17. Ich fände es grob fahrlässig Kitas wieder zu öffnen. Es ist ja super toll, dass es bei Kindern keine schweren Krankheitsverläufe gibt. Allerdings gibt es da noch die Erzieher und Kinderpfleger. Wie soll das Personal den Abstand halten. Die Kinder husten im Raum umher und es gibt einiges Eltern, die bei Symptomen wie Husten und Schnupfnase die Kinder bringen (das sei nicht allen unterstellt und ist ja auch in der Regel kein Problem). Es gibt auch Erzieher die vorerkrankt sind (Asthma haben etc.). Was ist wenn die sich anstecken und einen schweren Krankheitsverlauf haben? Man sollte vllt. Die Augen auf machen und auch mal an das Personal denken, dass dem Virus dann schutzlos ausgeliefert ist.

    • Immer wieder werden wir ignoriert…es ist unfassbar..es geht immer nur um die Wirtschaftskraft „Elten“ und die Tatsache,dass Kinder gar nicht so doll erkranken. Sind wir Erzieher so überhaupt nichts wert?? Scheinbar komplett unwichtig…egal in welchem Post geht es nur um die Bedürfnisse der Kinder und Eltern..und Lehrer,die eher auf Abstand gehen können..im Vergleich zum Kitakind, bei denen es völlig absurd ist.Ich glaube, bevor nicht Erzieher reihenweise ausfallen, wird niemanden bewusst, dass wir da sind.Gibt es eigentlich noch irgendeine Berufsgruppe, die so komplett schutzlos arbeitet und die trotzdem niemand würdigt?? Mir fällt keine ein…

  18. Diese Selbstsucht hier ist wahrlich nicht auszuhalten. Immer nur „Ich, Ich, Ich“… was ist mit den Erziehern, die täglich am Kind arbeiten? Keine Schutzkleidung oder ähnliche Maßnahmen in Anspruch nehmen können, und trotzdem trösten, kuscheln, wickeln, erbrochenes und fäkalien wegwischen? Was ist mit den Betreuern, die Ihre eigenen Familien gefährden, um Sich um andere Kinder und Jugendliche zu kümmern?
    Einfach mal die Zeit mit dem eigenen Kind genießen! Und nicht rumheulen, weil man sich mit der Situation überfordert fühlt… wenn ihr euch nicht um eure Kinder bemühen wollt, bekommt erst keine!
    Auch die Kinder haben Angst und wissen mit der Situation nicht umzugehen, also gebt Ihnen die Zuneigung und Liebe, die sie jetzt erst recht brauchen, und versucht nicht sie schnellstmöglich wieder in Kitas und Schulen abzuschieben!

    • Meine Meinung. Ich ertrage diese ständige Fordern vieler Menschen nach Schul-/KiTa-Öffnung nicht mehr. Ich verstehe die Existenzängste, die man hat. Aber das zeigt doch nur noch mehr, dass Bildungseinrichtungen eher als Kinderparadies denn als Bildungseinrichtung angesehen werden. Sicherlich sollte man sich seitens der Politik Gedanken machen, wie die Kinder von Berufstätigen betreut werden könnten. Nur Schule/KiTa mit allen Kindern vollzustopfen, ist genau der Weg, der eine Verbesserung der Lage in weite, weite Ferne rücken wird.

  19. @schaut genauer hin

    Was Sie schreiben, kann man nur ganz dick unterstreichen. Wir erfahren ähnliches, im nahen Umfeld. Es geht um Menschenleben, es geht darum, das Gesundheitswesen handlungsfähig zu halten durch Eindämmung der Fallzahlen, es geht um schwere Folgeschäden, die nicht wir noch gar nicht einschätzen können, und die bleiben nicht aus!!!

  20. Das Rumgejammere in Kommentaren mit Moral- und Empörungsgeschrei geht mir langsam auf die Nerven. Wir leben in einer Ausnahmesituation, in der fast jeder sein Bestes versucht.
    Für Selbstdarstellungen und frömmelnde Gefühlsaufwallungen ist besonders beim Corona-Thema weder die passende Zeit noch der richtige Ort.

    • Nicht nur beim Thema Corona stören Selbstdarstellung und moralisierende Gefühlswallungen. Immerhin wird aktuell (beim Thema Corona) streng auf die Wissenschaft gehört, bis Ende Januar war das noch anders. Einige Moralapostelnde (m/w/d) versuchen es zwar noch immer, tauchen aber kaum relevant auf.

  21. Ich arbeite in einer Grundschule. Schon vor den Schulschließungen haben wir das richtige Händewaschen geübt – an einem Waschbecken mit kaltem Wasser pro Klasse. Zu dem Zeitpunkt konnten noch 3 Kinder gleichzeitig am Waschbecken stehen und es dauerte trotzdem ewig, bis alle fertig waren. Gerade die Erstklässler benötigen dabei Aufsicht, der Rest der Klasse ist dann aber alleine im angrenzenden Klassenraum – oder umgekehrt. Wenn ich mir das Szenario jetzt noch unter den neuen Hygienevorschriften vorstelle, kann ich nur den Kopf schütteln. Diese sind schlichtweg nicht umsetzbar, vom mangelndem Platz im Klassenraum mal ganz abgesehen. Einem Schulkind individuell helfen und dabei den erforderlichen Abstand halten, stelle ich mir auch schwer machbar vor.
    Geschäfte, Kinos, Zoos bleiben zu , aber die Schulen öffnen ? Das wäre mir unverständlich.

  22. Der Eindruck hat sich auch bei mir die letzten drei Wochen verfestigt: Für viele scheint es ein Katastrophenfall apokalyptischen Ausmaß zu sein, die eigenen Kinder selbst betreuen zu müssen ! Klar, wenn man mal überlegt, wie lange diese Kinder sonst in der Betreuung sind, teils bis zu 10 Stunden! (Kita). Dann schnell noch Abendbrot und husch, ins Bett. Am Wochenende ein paar Ausflüge, damit die Zeit schneller vergeht.
    Komischerweise schreien diese Eltern nicht nach mehr finanzieller Hilfe (diese wäre durchaus möglich, Deutschland ist ein reiches Land), um ihre ach so schlimme Lage zu überbrücken, der einzig mögliche Ausweg heißt: Kitas und Schulen auf, stellt euch mal nicht so an – ohne Rücksicht auf Verluste! Einfach nur beschämend…. Ihr würdet auch über Leichen gehen. Schämt euch!

  23. Ich kann mich den meisten Meinungen hier anschließen. Als schwangere Lehrerin und Mutter einer Tochter, fände ich es unmöglich die Schulen und Kitas wieder zu öffnen. Wir haben alle so gut durchgehalten und sollten jetzt nichts überstürzen. Wenn die Risikogruppen nicht arbeiten, dann bleiben nur noch 50% der Kollegen übrig. Die sollen alles alleine machen? Dann können die sich vor den Sommerferien Krankschreiben lassen wg Überforderung.
    Es sterben immer mehr junge Menschen an dem Virus. Dh. auch die nicht-Risiko-gruppen sind gefährdet.
    Hygienemaßnahmen sind in einer Schule nicht einzuhalten, Blockunterricht und Schichtbetrieb heißt trotzdem für die Lehrer oder Erzieher Kontakt mit fast allen Schülern/ Kindern. Wir können uns keine Plastikscheibe vor das Pult bauen, wir sollen wir unterrichten? In vielen Klassen gehen die Fenster nicht auf, es ist zu eng…

  24. Mal eine Frage, wenn ich als Lehrerin wieder arbeiten gehen soll, die kitas und kigas aber nicht aufmachen…wohin mit meinen Kindern?

  25. Prinzipiell bin ich auch für eine spätere Öffnung der Schulen und Kindergärten. Allerdings kann ich die Überforderung einiger Eltern nachvollziehen. Mein Mann und ich arbeiten nun beide im Homeoffice und betreuen abwechselnd unseren zweijährigen Sohn. An arbeiten während der Betreuung ist nicht zu denken. Somit müssen wir abends noch arbeiten um alles zu schaffen. Ich stehe also um 06:00 Uhr auf, kümmere mich den ganzen Tag abwechselnd mit meinem Mann um den Kleinen und arbeite dann ab 20:45 Uhr bis ich quasi umfalle. Mittlerweile mussten wir auch auf Samstags- und Feiertagsarbeit ausweichen um alles zu schaffen. Am Wochenende arbeiten wir wie gesagt teilweise und der Rest ist abwechselndes Putzen. Keine Freizeit zu haben geht einige Zeit, aber über Monate ist das wirklich schwer. Wir haben leider auch keine Zeiterfassung, sodass wir keine Überstunden abbauen können.
    Ich bin auch wieder schwanger und schiele abends um halb 10 oft sehnsüchtig vom Laptop rüber zur Couch.

  26. Ich bin Leiterin einer großen Kita und bin es gewöhnt, flexibel und eben auch am Wochenende zu arbeiten. Mal weg von den bisherigen starren Strukturen, weg von festgelegten Dienstzeiten, weg von dem Zwang, Urlaub mit einer Reise zu verbinden, weg von dem Gedanken, Kinderbetreuung zu Hause nicht mit seinem Partner abwechselnd organisieren zu können… . Es wird bei uns auf sehr hohem Niveau gejammert, weil eben einfach alles geregelt war und viele die Verantwortung auf andere abschieben konnten. Jetzt heißt es, einmal mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, umzuorganisieren und auch zu verzichten. Das ist man hier in Deutschland, zumindest in den meisten Fällen, nicht mehr gewohnt. Und ja, Kinder zu bekommen, heißt eben auch, dafür zu 100% Verantwortung zu übernehmen, auch wenn das mit einem hohen Kraftaufwand verbunden ist. Inwieweit sind wir hier noch in der Lage, Verzicht zu üben??? Zudem müssen wir nachhaltig denken. Vorschnelles Handeln durch die Öffnung von Kitas und Schulen könnten das Virus erstmal richtig ins Rollen bringen und dann schließen diese Institutionen möglicherweise bis Jahresende. Ist uns damit geholfen? Was jetzt gefragt ist, ist ein Umdenken! Und dazu gehört Verzicht, Flexibilität und eben vor allem Eigenverantwortung und das nicht nur für einen begrenzten Zeitraum von 5 Wochen. Wir haben ohnehin Glück, hier in Deutschland zu leben und nicht irgendwoanders auf der Welt, wo diese Sicherheit, die wir hier erleben, nicht ansatzweise vorhanden ist. Und das nicht nur in Coronazeiten. Also bitte mal wach werden!!!

  27. Hallo. Es gibt auch berufstätige Eltern die keine Beamten sind und jetzt arbeiten müssen und keinen Platz in der Notbetreuung bekommen haben. Und sich von Tag zu Tag hangeln und Minus Stunden fahren . Das kann sich nicht jeder auf Dauer erlauben. Da auch Rechnungen zu bezahlen sind. Ohne Kindergärten die schrittweise wieder öffnen wird es in naher Zukunft viele von Armut betroffene Familien geben .

  28. Es geht hier beim arbeiten nicht darum den nächsten Urlaub zu finanzieren sondern den Alltag mit 2 Kindern. Mein Mann und Ich sind keine Beamte. Müssen unsere Jobs jetzt trotzdem 100 % erledigen. Darüber mal nachgedacht ? Und 2 Kinder daheim beaufsichtigen inkl. Hausaufgaben. Es muss dafür eine Lösung her.

  29. Es wäre langsam wirklich an der Zeit, dass nicht jeder nur an sich denkt. Ich arbeite im medizinischen Bereich und kann von einem Abstand zu anderen Menschen nur träumen. Ich muss täglich mit der Gefahr leben, mich anzustecken. Ich habe zwei Kinder Zuhause. Ich habe weniger Angst, dass meine Kinder sich in der Schule anstecken, sondern genau umgekehrt! Es gibt viele Eltern, die in der Medizin arbeiten und das Virus jeden Abend mit nach Hause bringen könnten. Und in den Einrichtungen gibt es nicht nur kerngesunde Kinder, Erzieher und Lehrer. Ich persönlich verzichte gern auf Urlaub oder sonstiges, was nicht lebensnotwendig ist. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass jemand erkrankt, der es vielleicht nicht so einfach übersteht! Natürlich sind nicht alle Beamte, aber es arbeiten auch nicht alle in einem Büro, mit nur einem Telefon und einem Computer.
    Bei einigen Menschen fehlt nach wie vor die Einsicht, dass man sich vielleicht nicht nur vor anderen schützen sollte, sondern viel mehr die anderen Menschen vor einem selbst.

  30. Genau meine Meinung. Die Lehrer heulen mal wieder nur und denken an sich selbst.. Klar, ihr könnt bei vollen Bezügen den jetzigen Status endlos beibehalten…Aber die meisten anderen müssen irgendwann wieder arbeiten u d können nicht ewig zuhause auf ihre Kinder aufpassen. Ihr seid Staatsdiener, da kann man nicht im er nur die Beamtenprivilegien für sich beanspruchen…da können auch mal Pflichten und evtl.Risiken mit verbunden sein. Ich arbeite im Krankenhaus, das Risiko ist ungleich höher, zahlreiche Kollegen haben sich schon infiziert aber da hört man niemanden heulen, dass ältere und Risikogruppen nucht mehr arbeiten dürfen. Im Gegenteil man rekrutiert berentete Ärzte und auch alle ab 60 arbeiten normal weiter. Wir könnten halt auch nicht bei voller Kohle zuhause bleiben….
    Wenn ich schon lese, dass 50 Prozent der Lehrer meinen aufgrund ihres Risikos nicht mehr arbeiten zu können….Klar der Beamtenstatus macht es natürlich bequem, das Geld fließt und sich dem Risiko aussetzen um anderen zu helfen oder Geld zu verdienen können andere….und da wundern sich Lehrer über ihr Bild in der Öffentlichkeit.
    Eine Krankenschwester hat ein höheres Risiko bei niedrigerem Gehalt und da heulen nicht alle rum und ja…auch Krankenschwestern mit Bluthochdruck, über 60 oder mit Asthma arbeiten ganz normal weiter. Das ist die Realität. Kommt mal aus eurer Blase.

    • Selten so etwas inhaltsloses gelesen. Schon einmal daran gedacht, dass viele Lehrer aktuell um einiges mehr arbeiten als vorher, nur weil sie alles von daheim organisieren müssen? Weine ich jetzt rum, weil ich pro Woche mindestens 10 unbezahlte Überstunden machen? Also ich wäre lieber in der Schule. Stattdessen liest man hier ständig niveaulose Kommentare.
      Wieso sollte ich also keine vollen Bezüge mehr bekommen? Wieso bekomme ich nicht das Gehalt eines Piloten? Richtig, weil ich etwas anderes gelernt habe. Und mein Risiko ist ebenfalls höher.
      Bitte vor dem Posten noch einmal auf Sinnhaftigkeit überprüfen.
      Danke.

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