Elternrat: Lehrer in den Sommerferien digital fortbilden

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BERLIN. Der Bundeselternrat hat angesichts der Corona-Pandemie gefordert, dass sich Lehrer in den Sommerferien in digitalem Unterrichten fortbilden. «Es gibt Wichtigeres als die Sommerferien», sagte der Vorsitzende des Bundeselternrats, Stephan Wassmuth, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. «Für uns Eltern ist es keine Frage, dass es für Lehrer in den Sommerferien Fortbildungen in Sachen digitales Unterrichten geben muss.»

Mangelt es an Know-how bei den Lehrern – oder an Ausstattung für den digitalen Unterricht? Illustration: Shutterstock

Der Deutsche Philologenverband lehnt es allerdings ab, Lehrer dazu zu verpflichten. Die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing sagte dem RND: «Das Problem ist nicht, dass Lehrer nicht bereit wären, sich digital fortbilden zu lassen.» Das Problem sei, dass es oft am Fortbildungsangebot fehle. «Dieses sollte es über das ganz Jahr geben – dann können Lehrer selbst entscheiden, wann sie teilnehmen wollen.» dpa

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Wie Fernunterricht als Videokonferenz klappt – und welche Rolle die Eltern dabei spielen: Ein Lehrer berichtet aus seiner Praxis

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83 KOMMENTARE

  1. Wie dreist. Sommerferien sind Urlaubszeit. Alleine deshalb ist das eine typische Schnapsidee jener, die sich anmaßen, von etwas Ahnung zu haben, obwohl dem nicht so ist.

      • Was dir nur entgehen zu sein scheint ist, dass die Sommerferien die einzigen zusammenhängen 6 Wochen OHNE Korrekturen und Co sind, in der Lehrer ihren Urlaub abfeiern können. Alle anderen Ferien dienen dann doch der Korrektur und dem Ausgleich von der „Mehrarbeit“, die mit ca. 47 Wochenarbeitsstunden bei einer 40 Stundenwoche anfällt.

        Wie du es also drehst und wendest, in den Ferien wird entweder korrigiert oder Zeutausgleich oder Urlaub genommen. Wie da noch Platt für Fortbildungen sein soll, erschließt sich mir nicht.

        Aber danke, dass du mir versuchst, meine Arbeitsbedungen zu erklären. Wenn ich dann das nächste mal Hilfe brauche, rufe ich dich gerne an. 0 und dann weiter?

        • Werden die Zeiten der Werksschließungen bei den OEMs den Arbeitnehmern als Urlaubstage angerechnet? Die Antwort ist: N E I N.
          Um die tage, die mit KuG abgerechnet werden, zu reduzieren, bestand die Möglichkeit den „alten Urlaub“ aus 2019, der beispielhaft bis zum 31.03.20120 genommen werden musste, direkt nach der werksschließung zu nehmen. Ebenso bestand ausnahmsweise die Möglichkeit Überstunden zu verrechnen.

          All diese Möglichkeiten haben verbeamtete lehrkräfte nicht. Um die Zweiklassengesellschaft in den Lehrerzimmern nicht noch weiter zu vergrößern, hat man sich seitens der Politik entschieden, die für die Beamten geltenden Bedingungen auf angestellte Lehrkräfte zu übertragen, genauso wie die wöchentliche Arbeitszeitverpflichtung abweichend von den Regelungen des sonstigen ÖD oder die Regelungen des regulären Eintretens in den gesetzlichen Ruhestand am Ende eines Schulhalbjahres, in dem eine Lehrkraft die gesetzliche Altersgrenze erreicht hat.

          Das einzige, was nicht auf angestellte Lehrkräfte übertragen worden ist, sind die Regelungen zur Altersteilzeit. In der aktuellen Fassung des TV-L ist eine ATZ für (angestellte) Lehrkräfte nicht vorgesehen.

          Die durchschnittliche Arbeitszeitbelastung tariflich beschäftigter Lehrkräfte liegt bei 45 bis 47 Stunden je Woche. Die unterrichtsfreie Zeit um fasst 13 Wochen, ist aber nicht automatisch mit 65 Unterrichts-/Arbeitstagen gleichzusetzen. Es müssen alle Feiertage, die in einen Ferienzeitraum fallen abgezogen werden. Das sind (regional unterschiedlich) 12 Arbeitstage. Hinzu kommen 30 Tage gesetzlicher Urlaubsanspruch. D.h. von den 65 Tagen bleiben nur 23 Tage übrig.

          39 Wochen mal 7,5 Zeitstunden je Tag (38,5 Wochenstunden) ergibt rd. 1500 Soll-Arbeitsstunden in der Unterrichtszeit. Die tatsächliche, durchschnittliche Arbeitszeit je Woche wird aber um ca. 7 Stunden je Woche regelmäßig überschritten. Das sind 7 Zeitstunden mal 39 Wochen gleich rd. 270 Überstunden, die in den 23 Tagen, die Lehrkräfte mehr unterrichtsfrei haben als andere AN arbeiten müssen, nach Maßgabe der Ministerien abgefeiert werden dürfen. Das sind dann immer noch knapp 12 Stunden je Tag (270 durch 23). Also kein schlechtes Geschäft für die Arbeitgeber/Dinstherren und den Steuerzahler. Wäre es anders, die politik wäre auf Druck seitens des Bundes der steuerzahler und der alndesrechnungshöfe schon längst von diesem Arbeitszeitmodell abgerückt.

    • Ich schlage vor, dass Eltern sich pädagogisch weiterbilden sollten.Offenbar sind diese von ihrem Erziehungsauftrag überfordert.

  2. Es sind doch nur die wenigsten Lehrer, die digitale Medien nicht nutzen, weil sie es nicht können, das sind vll. 5-10%.

    Lehrer nutzen sie häufig nicht, weil die Ausstattung nicht vorhanden ist und vor Allem auch nicht die rechtliche Grundlage!
    Glauben die Eltern im Ernst, dass eine Fortbildung etwas bringt, die meist aus Dingen besteht, die man offiziell mit Kindern ohne Einverständnis garnicht nutzen dürfte, während gleichzeitig in Thüringen (ich glaube es war Thüringen) ein Pitbull Datenschützer gegen die Lehrer Amok läuft?

  3. Das fehlende Know-how bezieht sich doch weniger auf den Umgang mit IT-Hardware und Software als das Beschaffungswesen. Die Schulungen können sich darauf beschränken, wie dem Schulträger die Mittel für den Glasfaseranschluss, das Schulnetz, die Administration des Schulnetzes, die Beschaffung von Tablets für alle SuS und LuL, die Systemwartung, die digitalen Hausmeister, Beamer und WLAN in allen Unterrichtsräumen, blendfreie Arbeitsplätze, Dokumentenkameras, Beamer etc. zu entsteißen.

    Vermutlich wird ann wieder an der Belüftung und Kühlung des Serverraumes gespart – kann ka keiner mit rechnen, dass der bei dem zukünftig höheren Trafic auch mehr Abwärme produziert …
    Aber wir wissen Gott-sei-Dank jetzt schon, wem diese fehlleistung angehängt werden wird. – Und das ganz ohne prophetische Beabung:)

  4. Ich kann LehreInnen erst dann sinnvoll digital fortbilden, wenn ich weiß welche digitale Infrastruktur vorhanden ist, welche Programme genutzt werden können, welche Lernapps geeignet sind usw. An welcher Schule war das nochmal 🙂
    Ich hoffe dieser Elternvertreter betreut dann die Kinder der jeweiligen Lehrer, die sich gerade ansehen dürfen wie es wäre, wenn eine geeignete Ausstattung vorhanden wäre.
    Ich wäre dafür, dass sich Eltern in ihrem Urlaub fortbilden müssen, um zu lernen, wie sie ihren Kindern eine vernünftige günstige digitale Ausstattung hinstellen können. Stichwort: alte PCs und Laptops mit einem Linuxsystem ausstatten usw. Viel Spaß.
    (Vorsicht Ironie)

    • Tja nur dass die Eltern nicht 13 Wochen Urlaub im Jahr haben und die sechs Wochen, die sie haben jetzt zum Großteil aufgebraucht sind , da sie ja wochenlang den Job der Lehrer machen mussten .

      • Zitat:
        „da sie ja wochenlang den Job der Lehrer machen mussten “
        Schon eine recht anmaßende Aussage. Sie haben einen sehr kleinen Teil des Jobs einer Lehrkraft gemacht – mehr nicht.
        Mussten Sie 30 Kinder unterrichten. Mussten Sie die Arbeitsmaterialien erstellen bzw. beschaffen? Mussten Sie Tests schreiben und korrigieren? usw. usw. usw.

        Wenn Sie einen Roman lesen haben Sie noch lange nicht die Arbeit eines Schriftstellers gemacht. Wenn Sie die Einnahme eines Medikaments bei ihrem Kind überwachen haben Sie noch lange nicht die Arbeit eines Arztes gemacht usw.

  5. Die Fortbildung dauert 15 min:

    1) Videokonferenzlink verschicken
    2) iPad freigeben
    3) Goodnotes öffnen
    4) Mit Stift Tafelbild erstellen und Schüler schreiben mit
    5) Bei Fragen der Schüler ihr Mikrofon freischalten
    6) Fragen beantworten

    Wo ist das Problem, von dem hier seit Wochen diskutiert wird?

    Das einzige Problem liegt darin, dass alle Lehrer und „bedürftige“ Schüler bis September mit einem Endgerät ausgestattet werden müssen.

    Es sind noch 13 Wochen bis zum Start des neuen Schuljahres…… geht (wenn das Land will) locker! Let´s Go….

    • Erstens ist das zwar Unterricht, aber a) noch lange nicht digital sondern analog – nur medial vermittelt und b) freue ich mich schon auf die Ansage der Datenschützer zu Ihrem Vorschlag. Da geht nämlich nur Jitsi oder BBB oder ähnliche Frickelsoftware für Kenner. Ist wohl doch nicht so einfach…

  6. Schade, dass sie so eindimensional denken. Die von Ihnen aufgezeigte Methode nutze ich selbst stellenweise, sie hängt allerdings stark von der Jahrgangsstufe, der Schulart und vor allen dem Unterrichtsfach ab. Man könnte meinen, in Ihrem digitalen Unterricht geht es zu wie in einer Vorlesung an einer Universität: Lehrer erklärt bzw. notiert, Schüler schreiben mit bzw. ab. Das mag stellenweise funktionieren, in sehr vielen Fällen jedoch nicht.

  7. @ Heiner: Da haben sie schon recht. Wenn ich da an die Grundschule z.B. denke, braucht man auch andere Methoden.

    Aber glauben sie mir, sehr Vieles geht so!

  8. Ich finde es anmaßend, mir (als einer der Lehrer) zu unterstellen, dass ich mich nicht fortbilde und das dann in den Ferien machen sollte.
    Desweiteren sind viele Bedingungen für den digitalen Unterricht schlicht und ergreifend nicht gegeben. Fortbildung in diesem Bereich sind häufig so unterirdisch, dass die meisten Kollegen autodidaktisch viel stärker ausgebildet sind, als dann von den Fortbildnern angeboten und auf den „Zertifikaten“ bescheinigt wird.
    Immer wenn etwas im Bildungssektor daneben läuft, wird weiträumig medial und auch von politischer Seite auf die Lehrer eingedroschen. Vielleicht sollten die „Möchtegern-Praktiker und Bildungsallwissenden“ mal für einige Tage unseren Job machen und nicht nur wenn eine Kamera dazu läuft. Bitte dann auch alle Schultypen einbeziehen und die Differenzierung und das individuelle Eingehen auf die Kinder nicht vergessen.
    Dieses Treten auf Pädagogen die alltäglich ihren Job machen, soll doch nur von den Unzulänglichkeiten der in ihren Sesseln Festgeschraubten ablenken.
    Wenn ich nicht wichtigeres zu tun hätte, könnte ich meinem Unmut noch einige weitere Sätze hinzufügen.

  9. @ GriasDi , wie wahr!

    Der Schulträger in meinem Bundesland /Landkreis hat jetzt vollmundig angekündigt, dass es nach den Sommerferien für unsere Schule (unfassbar!) WLAN geben wird: in der Verwaltung UND im Lehrerzimmer !!!!! Da stehen drei Rechner press nebeneinander für 14 Lehrkräfte…. Was soll man da noch sagen, außer: Finde den Fehler ????????

    • Ihr Glücklichen! Wir stehen unserem Schulträger seit 5 (!) Jahren auf den Füßen, um endlich WLAN in die Schule zu gekommen. Vielleicht ist es tatsächlich nach den Sommerferien so weit, allerdings nur, wenn die noch fehlenden access points geliefert werden. In unseren Lehrerzimmer gibt es übrigens genau 1 Gerät für knapp 20 LK, das läuft allerdings noch mit win7 und ist so alt, dass sich ein update nicht mehr lohnt….

  10. Ich bin ebenso der Meinung, dass Lehrer völlig falsch eingschätzt werden.
    Es gibt für so viele Tools Videotutorials, da hat man sich viel gezielter selbst fortgebildet. Und es soll mir keiner wegen älterer Lehrer kommen. Ich selbst bin Ü60, weiblich, und ziemlich auf dem aktuellen Stand, was die Möglichkeiten meiner Schulart betrifft. Das, was ich kann, kann ich durch Selbststudium und Erfahrungsaustausch. Meine Prüfungsarbeiten habe ich noch auf einer Schreibmaschine getippt und habe trotzdem nie einen Computerkurs besucht. In das erste dos-Textverarbeitungsprogramm habe ich mich selbst eingearbeit wie auch in die Windowsoberfläche und was sonst noch folgte. Ein paar der angebotenen Fortbildungen in Bezug auf Digitalisierung in letzter Zeit habe ich gemacht, das hat zum Teil als Vereinfachung der Einarbeitung in bestimmte Tools und Bereiche gedient.

    Angebot ja, aber keine Verpflichtungen in den Ferien. Übrigens werden wir während der Unterrichtszeit genug zu Fortbildungen verpflichtet. Diese sind am Nachmittag, wenn man normalerweise korrigieren oder Unterricht vorbereiten sollte.

  11. Ich arbeite jetzt seit Fasching fast non stop, zum Teil auch an den Wochenenden. Ich habe mich ohne Ende digital fortgebildet, schon vor Corona. Das Problem: 80% meiner Schüler haben kein vernünftiges Endgeröt und auch ein schlechtes WLan. Ich werde mich definitiv nicht auch noch in den Sommerferien kaputt machen. Ich habe fertig, iss sich Flasche leer.

  12. Ich glaube nicht, dass Lehrer sich weigern, in den Ferien Fortbildungen zu besuchen! Das Problem ist tatsächlich, dass es in den Sommerferien häufig zu wenig Fortbildungen und zu wenige Termine für diese gibt. Webinare sind eine angenehme Form der digitalen Fortbildung. Wenn Webinare vielleicht mehrmals in den Ferien -vor allem in den Sommerferien- angeboten werden, sind Lehrer bereit, an einem dieser Termne teilzunehmen. Ich fand es angenehm als bayerischer Lehrer, dass ich in den bayerischen Pfingstferien gleich an zwei Webinare in Niedersachsen teilnehmen konnte. Häufig dauern sie nicht nicht länger als 45-90 Minuten (ohne Hin- und Rückfahrt!). Das Angenehme an Webinare ist, dass ich nicht unbedingt zu Hause sein muss, sondern diese von jedem Ort aus besuchen kann.

  13. Also ich verstehe auch nicht warum die Lehrer ehr gegen Fernunterrich sind.
    Ich habe jetzt gehört das z.b. in Kosovo es von Anfang an super über Video konferenz klappt unzwar direkt im TV ! Hausaufgaben und Vorträge mir Video aufnahme werden den Lehrern per Viber oder Whats App zugesand und auch die klappt super.
    Armes Land aber hierzu muss ich sagen TOP RESPEKT !

    • Welche Lehrer sind Ihrer Meinung nach gegen Fernunterricht? Das haben wir alle wochenlang gemacht, und zwar, mit unseren privaten PCs, weil es sonst nicht möglich gewesen wäre (wofür Kollegen in Thüringen jetzt auch noch Ärger kriegen). Mich hat es sehr beeindruckt, wie in meinem Kollegium und, wie ich dann mitbekam, überall, Lehrer aus eigener Initiative und autodidaktisch ( Vorgaben oder Hilfestellungen gab es nicht) sofort losgelegt und in dieser Situation den Unterricht organisiert haben. TOP RESPEKT! Leider fehlen auf Elternseite oft digitale Endgeräte und das Know-how, sowie die Bereitschaft, das überall vorhandene Smartphone oder den oft vorhandenen Smart-Tv entsprechend nach Anleitung zu nutzen.

      • Da hat mal wieder der eine Dackel dem anderen Dackel eine Geschichte erzählt und „Braunschweig“ hat bei Bier und Wurst an der Imbissbude irgendetwas in den falschen Hals bekommen. Was, die Geschichte stimmt so nicht? Ja, anders kann man sich diesen Unsinn langsam nicht mehr erklären.

        – Ständig gibt es irgendwelche Phantasiezahlen, wie viele Lehrer etwas machen oder nicht machen.
        – Ständig wird auf andere verwiesen, die es besser machen. Bei der Storry über den Kosovo, der es flächendeckend besser macht, wäre mir fast mein Dodo-Rührei auf Kavier aus dem Mund gefallen vor lauter Erstaunen. (Drei Dinge in den beiden Sätzen sind unwahr, welche? 😉 )
        – Ständig meint irgendein Standesdünkel, hier die Eltern, was wir zu tun oder zu lassen hätten. Es nervt.
        – Viel zu häufig wir vergessen, wer die eigentliche Schuld trägt: Schulträger, Kommunen und Länder, die einen Investitionsstau in den vergangen Jahren und Jahrzehnten verursacht haben, die genau in diese jetzige Lage geführt haben.
        – Der Bund trägt ebenfalls eine Teilschuld, denn dem war der Ausbau der Netze ziemlich egal und dem Bund scheibt es auch weiterhin egal zu sein, dass jeder Bürger eine vernünftige Internetverbindung hat.

    • In Baden-Württemberg ist Whats App beispielsweise verboten. Von meinen 16 Schülern musste ich an 5 per Post die Sachen verschicken, da entweder gar kein Internetzugang vorhanden war oder kein Drucker zu Hause. Die meisten anderen hatten vielleicht ihr Handy, um die Sachen runterzuladen, aber für eine Videokonferenz braucht es vielleicht etwas mehr… Habe über die Plattform der Schule einen Chat eingerichtet, was wirklich nicht schwer war (also auch für die Schüler, sie mussten sich nochmal mit neuen Daten anmelden) – das hat vielleicht ein Drittel kapiert und dann nach 1-2 Wochen war die Luft raus und ich hab da Selbstgespräche geführt. Wiederholte Anrufe haben nichts gebracht. Es handelt sich übrigens um eine 8. Klasse Hauptschule.

  14. «Für uns Eltern ist es keine Frage, dass es für Lehrer in den Sommerferien Fortbildungen in Sachen digitales Unterrichten geben muss.»

    Also ich bin dafür, dass Eltern und SchülerInnen sich in den Sommerferien fortbilden, wie man ich eine vernünftige digitale Ausstattung über das Smartphone hinaus beschafft und bedient, wie man seine Kinder auch vor 9:00 dazu bekommt sich mal an den Schreibtisch zu setzen und online zu gehen (Ich habe nämlich den Hinweis erhalten, 9:00 sei zu früh…), wie man Hausaufgaben termingerecht oder überhaupt einreicht, wie man eine E-mail an den Lehrer schreibt, wenn es Fragen oder Probleme gibt, bevor man sich sinnlos aufregt, wie man überhaupt das ganze Homeschooling ernst nimmt, damit es funktionieren kann!

    Das ist nämlich mein Problem mit dem Homeschooling, lieber Bundeselternbeirat, nicht die digitalen Medien!!

    Für mich als Lehrerin ist es jedenfalls keine Frage, dass weitere Fortbildungen nichts bringen werden bei der schlechten Kooperation seitens SchülerInnen und Eltern!

    • Den meisten Kritikern scheint nicht bewusst zu sein, dass 10 ius 15% der Haushalte mit schulpflichtigen Kindern überhaupt über keinen Festnetzanschluss verfügen und die einzigen digitalen Endgeräte Smartphones sind. Hinzu kommt dann noch dass die wenigsten über ein unbegrenztes adtenvolumen oder einen Drucker verfügen. Oft fehlt für die interaktive Kommunikation mit der Schule auch die Kompetenz Daten als PDF zu erstellen oder Anhänge zu versenden.

      Die Defizite beim Umgang mit „Neuland“ erstrecken sich mitnichten allein auf die Lehrerschaft.

      • @dickebank
        Tja, meine beide Kinder hatten in der Schule Medienbildung. Digitalkompezenzen wurden jedoch nicht vermitelt. Sie wussten nicht wie man eine E-Mail versendet, Anhang druckt, eine Datei umbenennt, ein Blatt als PDF scannt usw. Die Lehktäften hatten sehr viel Freiheit bei der Planung und Gestalltung. Es wurde dann Teorie über Abofälle, Urhaberrecht und Datenschutz erzählt. Das hat mit Medien kaum zu tun. Typische schuliche Zeitverschwendung, miserable pädagogische Arbeit. Und wie immer Eltern schuld…
        Ech … weiterbilden, Konzepte schreiben, digitale Materialen vorbereiten…

        • Sie sollten Ihre Vorstellung von Medienkompetenz überdenken. Es wäre doch blöd, wenn Ihr Sohn in der Schule lernt, E-Mails zu verschicken und Beiträge zu posten – und dann damit das Urheberrecht verletzt, den Datenschutz anderer ignoriert und auch noch in eine Abofalle tapst, sodass er sich selbst und Sie gleich mit aufgrund von Regressforderungen ruiniert. Aber, klar: Hauptsache die E-Mail wurde schön verschickt…

          • Nein. Nicht die Eltern sollen was überdenken, sondern die Lehrer und Lehrerinen. Sie haben in den letzten Monaten keinen Unterricht und keine pädagogische Arbeit geleistet. Gut das die Eltern da sind und springen dort ein, wo die Lehrktäfte versagt haben.

            Regressforderungen wegen Abofalle. Man, Man, Man. Weiterbilden bitte, intensiv!

        • Welche Inhalte geben denn die Curricularen Vorgaben Ihres Bundeslandes für Medienbildung vor?
          Oder woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Lehrkräfte die Entscheidungsfreiheit hatten?

        • @Papa im Homeschooling
          Und hätten sie das von Ihnen geforderte durchgenommen kämen andere und würde genau das bemängeln.

          • @GrasDi
            Coronakrise hat aktelle Konzepte zur Medienbildung verifiziert. Note: mangelhaft.

  15. An unserer Schule wurden 9 Fortbildungstage in die Coronazeit gelegt, wo die Kinder schon wieder Unterricht hatten. Das bedeutet, die eh schon knappen Schultage wurden dadurch noch verkürzt. Der Klassenlehrer meint, er kann die Kinder nicht digital betreuen, weil er keinen guten Internetanschluss zu Hause hat. In der Schule wäre ja aber Platz gewesen.
    „Die Eltern sollen ihrer Fürsorgepflicht nachkommen“! Das ist leichter gesagt als getan, wenn man nebenbei noch als CEO und Pflegefachkraft im Schichtdienst unterwegs ist.
    Wir haben der Klassenlehrerin und der Rektorin unsere Hilfe im Bereich Digitalisierung angeboten. Leider ohne Rückmeldung.

  16. Ach herjeh, nicht fixed sondern growth mindsetting und los geht es.
    Weiterbildung zu den Themen Entwicklung eines Medienentwicklungsplans (kann man im Internet auch nachlesen und alle, die hier schreiben, scheinen das digitale Teufelswerk ja zu nutzen) oder Nutzen eines interaktiven Whiteboards, digital colaborativ mit den Kiddies zusammen etwas erarbeiten oder spielerisch zu vermitteln, mit tollen Tools und graphischer Darstellung und diese auf die unaufhaltsame digitale Welt vorbereiten zu können, was will man mehr.
    Liebe Pädagogen, es geht auch für Sie um lebenslanges Lernen. Und wenn man auf die grottenschlechten Trainer schimpft, ist man nicht besser als diejenigen, die auf die Pädagogen schimpfen.
    Nicht so viel Energie auf die Ablehnung verwenden, sondern sich für die Neuerungen interessieren (growth mindset)

    • Den Medienentwicklungsplan schreiben wir bereits über das ganze Schuljahr hinweg, übrigens im Rahmen einer nachmittäglichen Fortbildungsreihe, also dann, wenn Lehrer nicht frei haben. Andere Schulen werden es genau so machen, denn ohne gibt es nichts aus dem Digitalpakt–in unserem Fall leider auch trotzdem nicht. Es ist nämlich Sache der Schulträger die Anträge zu stellen. Die Bedienung eines Whiteboards ist kein Zauberwerk, Dafür brauche ich keine Fortbildung sondern ein Whiteboard.

    • Naja, die Ablehnung der Lehrerschaft wird natürlich auch provoziert, wenn ihr Erholungsurlaub in Frage gestellt wird. Und es schwingen noch weitere Unterstellungen mit (hatten ja jetzt wochenlang frei – und was da noch so durchs Netz schwirrt…). Ich bin mir sicher, dass bei sachlicher Betrachtung und entsprechender Ausstattung der Schulen Fortbildungsangebote gerne und interessiert wahrgenommen würden!

  17. Eine absolute Frechheit ist das.
    Erstens dir Unterstellung, Lehrer würden sich nicht fortbilden und darüber hinaus könnte man dem lieben Elternrat ja mal vorschlagen, sich in ihrem Urlaub weiterzubilden. Klingt doch nach ner super Idee. Unfassbar.
    Aber das zeigt nur wieder das alte Stammtischbild von Lehrern und die fehlende Wertschätzung für diesen Beruf. Wenn das doch so ein Traumberuf ist, der so wenig fordert und so überbezahlt ist, ja dann rann, steht ja jedem frei. Solche Leute müsste man mal nur einen Monat an eine Schule schicken…

    • Dazu muss ich als Arzt jetzt mal etwas sagen. Bei uns gibt es die Fortbildungspflicht schon lange, regelmäßig müssen Punkte gesammelt werden was jedes Jahr viel Zeit und Geld kostet …und ja ich sowie die meisten meiner Kollegen machen diese vorgeschriebenen Fortbildungen an freien Wochenenden weil man sie anders nicht unterbekommt. Wieso sollte es für Lehrer unzumutbar sein, in den sechs Wochen Ferien eine Fortbildung zu besuchen, so denn welche angeboten werden?

      • Fortbildungspflicht gibt es (zumindest in BY) auch für Lehrer, auch diese müssen eine bestimmte Anzahl an Fortbildungstagen vorweisen – auch hier finden viele Fortbildungen in der Freizeit von LehrerInnen statt.
        Das Problem einer Vollzeit-Lehrkraft (mit den „falschen“ Fächern) ist nur, dass sie kaum freie Wochenenden haben, da sie dort auch arbeiten, um ihr Pensum zu schaffen, wie die verschiedensten Studien gezeigt haben.

      • Ich bin IT’ler. Wir bilden uns abends und am Wochenende weiter. Es wird nicht als arbeitszeitabgerechnet.

        Heutzutage wird sogar von schlecht bezahlten Mitarbeitern z. B. im Lebensmittelhandel erwartet, dass sie selbstständig onlinekurse absolvieren. Auch in Freizeit.

  18. Kurz gesagt: Ich habe oft mit der Wand kommuniziert und von einigen Schülern bis heute –und trotz mittlerweile stattfindenden Präsenzunterricht – noch keine Aufgabe bekommen.
    Einige haben klar gesagt, dass sie nicht an Videokonferenzen teilnehmen werden, einige hatten kein Gerät mit dem das möglich wäre.
    Einigen Schülern musste das Material geschickt werden, da noch nicht einmal ein Smartphone vorhanden war.
    Als wieder Präsenzunterricht stattfand – anfangs leider ohne mich – war noch nicht einmal eine Videokonferenz mit den Schülern in der Schule möglich, da das Equipment fehlte und/oder veraltet war.
    Wir möchten schöne neue digitale Geräte für die Schule haben, müssen aber jetzt das xte Konzept dafür schreiben. – Was total albern ist, da ich ja erst wirklich weiß was ich damit mache und machen kann, wenn ich so ein Teil habe und das ausprobieren konnte. Folge: wir denken uns was hübsches aus und hoffen, dass das reicht, um bedacht zu werden.
    W-Lan soll es nach den Sommerferien geben.
    Insgesamt sehr viel Zeit in den Fernunterricht gesteckt und dabei ist sehr wenig herausgekommen.

  19. Toll wie hier vorgerechnet wird, wie fleißig angeblich unsere Lehrer sind.
    Ohne Frage, es gibt fleißige und engagierte Lehrer, an allen Schulen.
    Aber eine Vielzahl der Lehrer ist es eben nicht. Sie sind faul und wenig engagiert.
    Das hat jeder, der selbst einmal Schüler war, erfahren müssen.
    Ich selbst kenne 3 Lehrer. Einen Grundschullehrer, einen an der Realschule und einen an einer Berufsschule. Alle drei verplanen alle Schulferien mit Urlaub, keiner von ihnen sieht die Schulferien als unterrichtsfrei Zeit. Da wird dann auch mal gerne der Urlaub in Griechenland als Studienfahrt von der Steuer abgesetzt….
    Selbst die Lehrerkonferenz am Angang eines Schuljahres findet in den ersten Tagen der Unterrichtszeit statt, unter Inkaufnahme, dass Schulunterricht ausfallen muss. Fortbildung sowieso immer in der Unterrichtszeit. Wenn es tatsächlich mal stressig wird, ist man auch gerne mal krank.
    Alle drei finden übrigens, dass sie einen „schlauen“ Job haben und bemitleiden mich, dass ich so wenig Urlaub habe.

    • Zitat:
      „Aber eine Vielzahl der Lehrer ist es eben nicht. Sie sind faul und wenig engagiert.“
      Was maßen Sie sich eigentlich an. Wie können Sie beurteilen, was LehrerInnen arbeiten. Sehen sie sich einfach mal die Arbeitszeitstudien zur Lehrerarbeitszeit an. Die letzte dieser Studien hat gezeigt, dass die Lehrerarbeitszeit bei 45 Stunden pro Woche (im Durchschnitt) liegt (schon ferienbereinigt). Die Studie wurde außerdem absichtlich in einem Zeitraum durchgeführt in dem an Schulen relativ wenig los ist.

      • Die Niedersächsische Studie lief genau über ein Jahr. Da sieht man sehr deutlich, wo Spitzen sind und wo weniger gearbeitet wird.
        Noch genauer sieht man, dass die Arbeitszeit in allen Lehrämtern weit über das reguläre Maß hinaus geht, trotz bereinigter Ferien, Überstunden also, die niemand zählt oder gar ausgleicht.

        Niemand der Lehrkräfte käme auf die Idee, das dort vorherrschende Modell auf andere Berufe zu übertragen: keine Erfassung der Arbeitszeit, keine Anrechnung und kein Ausgleich von Überstunden, kein festgelegter Urlaub, kein Schutz von Wochenenden etc.
        Da wird dann gerne entgegnet, dass dafür die Lehrkräfte selbst Sorge tragen müssten. Warum es da keinen Arbeitsschutz und keine Fürsorge wie in anderen Berufen geben muss, ist mir unverständlich. Warum passen andere nicht einfach selbst besser auf, wenn sie an gefährlichen Maschinen stehen, oder halten von sich aus Zeitvorgaben zu Pausen ein, wenn die Konzentrationsleistung im Beruf notwendig ist? Warum hat man überhaupt gesetzlichen Anspruch auf Ruhezeiten und Urlaub und verzichtet nicht gleich auf derlei Vorgaben?

        Die Empfehlungen der Arbeitszeitkommission waren deutlich, sie wurden sogar vom Land anerkannt, die Umsetzung der dringend notwendigen Entlastung wird wohl aber erst wieder eingeklagt werden müssen.

        • Ich wäre sofort dafür, dass Lehrer stempeln und ihre Arbeitszeit in der Schule verbringen!
          Es wäre interessant wie viele LehrerInnen dabei mitmachen würden.
          Ich unterstütze jedenfalls den Anspruch, dass die geleistete Arbeit auch (gut) bezahlt werden muss. Aber halt die geleistete, nicht die gefühlte.

          • Wenn die Arbeitsbedingungen vor Ort das ermöglichen würden, könnte ich glatt damit leben. Dann müssten die Schulträger aber viele, viele Millionen Euro in Büromöbel, Hardware, Software, Literatur usw. investieren. Das wollen sie nicht und daher ist Ihr Vorschlag hinfällig.

          • Ich wäre auch sofort dafür.
            Mit entsprechend ausgestattetem Arbeitsplatz und exakter Zeiterfassung. Was meinen Sie wohl, warum die Länder daran gar kein Interesse haben und dies nicht umsetzen? Es war übrigens einer von vielen Vorschlägen der Arbeitszeitkommission zur ENTLASTUNG der Lehrkräfte, da die erfasste Arbeitszeit nicht „gefühlt“, wie Sie unterstellen, sondern gerichtsfest erhoben wurde.

            Unterstellen Sie auch allen anderen, deren Arbeit nicht minutiös erfasst wird, Faulheit?

          • Ich wäre auch sofort dabei. Endlich ein Job, der am Nachmittag tatsächlich endet! Dann lägen allerdings Elternsprechtage auch in dieser Zeit und nicht mehr abends, Elternabende gäbe es schon mal gleich gar nicht mehr, Klassenfeste finden nicht am WE statt, die Klassenfahrt wird als Überstunden bezahlt, meine Mails lese und beantworte ich nur bis 17.00 Uhr und ich fahre auch nicht mehr am Sonntag in die Schule, um meinen Klassenraum für den am Montag beginnenden „ Unterricht ohne Abstand“ vorzubereiten…

        • Die Studie wurde con der GEW in Auftrag gegeben.
          Was bitte schön, soll da als Ergebnis herauskommen?
          In einer Schule ist (zumindest Nachmittags) genügend Platz, um die erforderlichen Arbeiten zu erbringen. Im Zweifel mit anderen Kollegen zusammen, so wie es andere Menschen in Großraumbüros es jeden Tag auch tun. Die Literatur ist ortsunabhängig. Ein Laptop sowieso.
          Anwesenheitspflicht für Lehrer wäre vernünftig, so wie in anderen Berufen auch.

          • Lieber Claus,
            Das ist eine großartige Idee. Hier ein paar Anmerkungen.
            1.) Be uns stehen im Lehrerzimmer insgesamt 3 PCs für 60 Lehrkräfte. Ich hätte bei Präsenzsrbeitszeit kein Problem zu warten bis einer frei wäre. Präsenzarbeitszeit bedeutet dann aber auch, dass nach 8h Arbeitszeit der Stift fällt.
            2.) Ein Großteil der Präsenzsrbeitszeit in Unterrichtswochen dient dem Unterricht (Unterricht + Aufsicht + Gespräche + Administration), da bleibt kaum Zeit zur Kontrolle von z.B. Klassenarbeiten, geschweige denn Abschlussprüfungen. Das wäre aber kein Problem. Die können ja in den Sommerferien kontrolliert werden. Jedem der Präsenzarbeitszeit der Lehrkräfte fordert, sollte klar sein, dass die Bearbeitung von Leistungsüberprüfungen so lange dauert wie die Bearbeitung einer Steuererklärung.
            3.) Urlaubsanspruch muss dann bei Präsenzarbeitszeit natürlich frei wählbar sein und darf dann nur in begrenztem Maße durch Vorgabe der Zeiträume.

          • @Claus
            Das Ergebnis wurde ja durch eine Uni nach wissenschaftlichen Standards erhoben UND als gerichtsfest eingestuft UND vom Land anerkannt.

            Wollten Sie generell alle Studien in Zweifel ziehen, die einen Auftraggeber haben? Dann sollten wir uns schleunigst von der Drittmittelfinanzierung der Unis verabschieden und freie Lehre und freies Forschen ermöglichen.

            An einer Erfassung der Arbeitszeit, zu dem das Land ja zuvor und danach aufgefordert wurde, ist ihm offenbar gar nicht gelegen.

            Den Laptop für die tägliche Arbeit nehme ich gerne in Empfang.

            Ob dann die Erfassung der Arbeitszeit digital oder per Stechuhr erfolgt, wäre tatsächlich egal, aber dann würde jegliche Arbeit erfasst und müsste entlohnt oder ausgeglichen werden.
            Hervorragend!
            Wann fangen wir damit an?
            Gilt das auch rückwirkend?
            Bekomme ich die angehäuften Überstunden angemessen bezahlt oder wird ein Freizeitausgleich angeboten? Wann kann ich den in Anspruch nehmen?

            Ist die Arbeitszeit aufgebraucht, fällt der Unterricht einfach aus. Oder wie haben Sie sich das vorgestellt?

      • @Palim
        Bei welcher anderen Berufsgruppe maßt sich ein Großteil der Bevölkerung an, zu wissen, was gearbeitet wird?
        Solche Äußerungen („Sie sind faul und wenig engagiert.“) wie von Claus sind einfach nur anmaßend.

        • @GriasDi
          Ja, ich empfinde es auch als anmaßend.
          Offenbar ist es einfacher, sich in den eigenen Vorurteilen zu sonnen, als sich mit Studien und Tatsachen auseinanderzusetzen und das eigene Weltbild zu hinterfragen oder die VertreterInnen der Berufsgruppe zu befragen, was sie eigentlich den lieben langen Tag machen. Lang sind die Tage allemal.

      • Ich bin auch fürs Stempeln!
        Dann würde endlich mal klar werden, wie die wirklichen Arbeitszeiten sind und dass die Arbeit zu normalen Zeiten nicht machbar ist. Dann müssten endlich all die zusätzlichen, teils überflüssigen Aufgaben gestrichen werden….

        Aber das wird nicht passieren – leider.

        • Wieso Stempeln? – In den TV-L kann doch wie in andere Arbeitsverträge auch die Vertrauensarbeitszeit aufgenommen werden.
          Ich bin doch nicht verpflichtet jedem x-beliebigen HONK, der die meiste Zeit damit beschäftigt ist, seine Abgabenlast legal oder illegal zu minimieren, meine Arbeitszeit nachzuweisen.

  20. Was nützt es, digital zu unterrichten, wenn meine Schüler (gymnasiale Oberstufe) alle Antworten auf meine Fragen im Internet oder in ihren Ordnern nachschauen, anstatt selbst zu denken?
    Auch vor Corona wurden Hausaufgaben regelmäßig aus dem Internet angeschrieben, ohne das Geringste davon zu verstehen oder zu behalten … Jetzt, mit Corona und Videokonferenzen ist es noch schlimmer. Arbeitsaufträge oder Übungen zum Stoff sind komplett sinnlos geworden – alles wird nur noch abgeschrieben.

    Oder wenn die Schüler sich zu Beginn einer Videokonferenz alle brav melden, wenn die Anwesenheit überprüft wird, eine halbe Stunde später aber nicht mehr antworten, wenn man sie aufruft, weil sie inzwischen – bei laufendem Rechner – einen Kaffee trinken gegangen sind? So ziemlich alle Schüler schalten die Videokamera ab, weil sonst (angeblich?) die Internetverbindung abbricht.

    Und was soll man dazu sagen, wenn ein Lehrer darum bittet, dass die Schüler ihre während der Schulschließung bearbeiteten Aufgaben zur Besprechung in die Schule mitbringen sollen (Präsenzunterricht in halben Klassen) und die Schüler sagen, sie hätten die Aufgaben längst entsorgt, weil die Lehrer über den Stoff aus der Phase der Schulschließung ja sowieso keinen Leistungsnachweis schreiben lassen dürften?

    Und warum muss ich meinen Schülern seit Jahren erklären, wie man in Word eine Tabelle formatiert oder wie man eine PDF-Datei komprimiert, wenn die Schüler in Sachen digitale Medien doch so viel fitter sein sollen als Lehrer?

    Und was sage ich einer Schülerin, die mir vor einer Videokonferenz per E-Mail schreibt, sie könne heute nicht teilnehmen, da ihr Bruder zur gleichen Zeit bei einem anderen Lehrer Videokonferenz habe? Zwei solche Konferenzen halte aber das W-LAN bei ihr zu Hause nicht aus.

    Ich kann nur hoffen, dass die Digitalisierung an den Schulen nur ein vorübergehendes Phänomen bleibt, denn sie verhindert definitiv das Lernen.
    Nach Corona bräuchten wir dringend Hausaufgabenbetreuung – ohne Internet und Smartphone, dafür mit Gehirnschmalz.

    • @Dobby
      Offensichtich haben die SuS Ihnen klar gemacht, was sie über Ihren Unterricht meinen. Eine pädagogische Niederlage.

      Mit den abgeschalteten Webcam zeigten SuS definit mehr Digitalekompetenzen als ihr Lehrer.

      • Ich verweise darauf, dass der Besuch einer gymnasialen Oberstufe eine FREIWILLIGE Entscheidung ist. Was heißt, die SuS streben die allgemeine Hochschulreife an. Da sollte jeder (!!!) Unterricht doch wahrlich keine spaßige Veranstaltung mehr sein müssen. Und das Thema „Pädagogik“ sollte im Sinne von Eigenverantwortung für die persönliche Laufbahn der angehenden Abiturienten eigentlich „durch sein“. #Pädagogische Niederlage# …eher ein Armutszeugnis für die , die nicht wissen, was man in der Oberstufe eigentlich zu tun hat! Mit und ohne Corona , digital oder analog.

      • Sie mögen von Videokonferenzen Ahnung haben, von Unterrichten jedenfalls nicht.

        Vermutlich verwechseln Sie Untericht mit Edutainment. – Aber dann sehen Sie sich bitte auch die Produktionsbedingungen von Sendungen wie „Die Sendung mit der Maus“ oder „Quarks“ an und vergleichen Sie die mit den schulischen Arbeitsbedingungen bzw. den heimischen Möglichkeiten, da es ja keine Lehrerarbeitsplätze gibt.

        Und nein, die Nutzung von fachräumen z.B. in den MINT-Fächern ist derzeit nicht möglich, da sie derzeit als normale Klasenräume genutzt werden,um möglichst viele Gruppen in den Präsensunterricht zu bekommen.

  21. Ich finde es schade, dass sich hier von Kommentar zu Kommentar niedergemacht wird. Ist nicht gerade zielführend aufeinander rumzuhacken. Jetzt hatten wir die Wochen mit mehr oder weniger (freiwillig oder unfreiwillig) engagierten Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und sonstigen Beteiligten. Würde es an dieser Stelle nicht mal Sinn machen nach vorne zu schauen und Konzepte und Ideen für die Zukunft zu kommunizieren und zu diskutieren? Ich befürchte nämlich nach fast einem halben Schuljahr ohne Präsenzunterricht, dass im September munter weiter gemacht wird, ohne die Versäumnisse der Schüler aufzuholen bzw. Lehrpläne auszudünnen. Ich (in der Rolle als Mama) habe davon noch gar nix offizielles mitbekommen. Hier macht es doch Sinn Kräfte von Eltern, Lehrern und Vertreterverbänden zu bündeln und sich für die Kinder und Jugendlichen stark zu machen. Sowohl die Schulen als auch die Schüler*innen sollten ausreichend Zeit bekommen, um quasi den Unterricht ab Mitte März nachzuholen.

    • Was hilft es, wenn jeder genau weiß, wie es zu laufen hat und munter weitere Forderungen stellt?

      Lehrer dürfen sich anhören, wie faul sie seien, weil das Land die Arbeitszeit weder erfassen noch vergüten will.

      Lehrer wählen die falschen Unterrichtsinhalte, wenn sie sich an die Curricularen Vorgaben des Landes halten. Sollten Sie selbst Entscheidungen treffen, wird sich jemand finden, der sie dafür in den Regen stellt.

      Lehrer müssen für die schlechte Ausstattung in den Schulen herhalten, die sie selbst täglich in ihrer Arbeit einschränkt, weil der Schulträger über Jahrzehnte nicht nachgekommen ist. Sorgen sie engagiert für Abhilfe, werden sie generell unter den Verdacht der Datenschutzverletzung gestellt und Klagen angedroht und vom Schulträger kritisiert, unerlaubt Spenden angenommen zu haben, auch wenn es allein für die Nutzung in der Schule oder für die Schüler ist.

      Lehrer machen schlechten Unterricht, weil SuS die notwendigen digitalen Geräte nicht besitzen, passen sich Lehrkräfte nach Umfragen diesem Stand an, und greifen auf Unterlagen in Papierform zurück, werden sie als fortbildungsresistent und digitalisierungsfeindlich beschimpft.

      Wenn Sie als Mutter noch nichts Offizielles mitbekommen haben, könnte es daran liegen, dass es das gar nicht gibt, denn gerne heißt es dann: Schreiben Sie ein schönes Konzept. Tragen Sie selbst sämtlich Arbeit und Verantwortung. Regeln Sie es an der Schule selbst. Wenn Sie damit fertig sind, sagen wir Ihnen, dass es so nicht geht!

      Gerade warten wir auf Bestimmungen für Zeugnisse, die über Ostern schon geschrieben werden mussten und nun womöglich zu ändern sind, wovon wir noch nichts wissen, überlegen, ob und wie Verabschiedung und Einschulung von statten gehen könnten. Etwas Offizielles gibt es noch nicht.

      Bringen wir also das Schuljahr zu Ende mit Präsenzunterricht, Lernen zu Hause und SchülerInnen in Quarantäne, mit digitalen und analogen Möglichkeiten, mit Informationen für Schulanfänger, alles auf neuen Wegen.
      Dann räumen wir, wie sonst auch, den Rest des Klassenraums aus, schließlich ist Grundreinigung, planen das neue Schuljahr, wie jetzt auch, gerne für vielfache Möglichkeiten, eine Tätigkeit im häuslichen Arbeitszimmer, die niemand sieht und jeder für Urlaub hält, und räumen anschließend die Klassenräume wieder ein.
      3 Tage vor Unterrichtsbeginn werden die neuen Lehrkräfte eingestellt, die werden dann über Nacht eingeführt, sodass sie auf die Klassen vorbereitet sein können, danach erfolgen die Abordnungen und das Stecken eines Stundenplanes mit Mangelverwaltung.

      Wir machen im September munter weiter. Bestimmt.
      Und wir holen Versäumnisse auf. Bestimmt.
      Wer sonst wird es machen, wenn die Zuständigen sich nie berufen fühlen?

  22. @Palim
    Die Schule von meinen Kinder ist top ausgeschtatet. Die Lehrkräfte konnten Onlineunterricht per Webcam in der Schule führen. Wollten aber von Zuhause ‚arbeiten‘.

    Geschichtelehrerin hat 60 Seiten Stationenlernen über Absolutismus mal per E-Mail versendet und danach nicht mehr aktiv.

    • @Papa i.H.
      Ihre Lösung stellt sich im ersten Moment als einfach dar, muss aber dennoch hinterfragt werden:
      Haben Sie sich informiert, welche Vorgaben Ihre Landesregierung hinsichtlich des Unterrichts und der Anwesenheit von Lehrkräften in Schulgebäuden gegeben hat?
      Wollten die Lehrkräfte von zu Hause aus arbeiten oder sollten oder mussten sie es?

      Wie sieht es mit der Ausstattung sämtlicher SchülerInnen der Schule aus? Haben Sie das in Ihre Überlegungen einbezogen?
      Stehen vom Land aus Plattformen zur Verfügung und wurden Nutzungsbedingungen anerkannt und Datenschutzvereinbarungen von allen Erziehungsberechtigten unterschrieben, sodass Lehrkräfte sich nicht hinsichtlich der DSGVO angreifbar machen konnten (siehe Thüringen)?

      Ist die Zusammenstellung von Arbeitsmaterialien keine Arbeit?
      Wie viele Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zur Geschichtslehrerin haben Sie genutzt?
      Gab es Vorgaben seitens des Landes, welche Fächer im Lernen zu Hause Berücksichtigung finden sollten?

      • Ob die lehrkräfte der Schule Ihres Sohnes zuhause arbeiten wollten oder mussten, da der Schulträger die Schule, die in seinem Zuständigkeitsbereich ist geschlossen hat, ist zunächst einmal zu klären. Wegen des erhöhten Reinigungsbedarfes aufgrund der zusätzlichen Hygieneregeln, die eine Intervallreinigung ausschließen, haben die Schultrager die Nutzungsflächen in den Schulen beschränkt, um mit den vertraglich geregelten Reinigungsdienstleistungen, die von Drittfirmen erbracht werden, kostenneutral verfahren zu können. Es wurden nur die Räume, die für den Notbetrieb und die im Präsensunterricht anwesenden Lerngruppen notwendig sind, geöffnet, um mit den eingeplanten Reinigungszeiten und dem Reinigungspersonal ohne nenneswerte Zusatzkosten auskommen zu können. Die Nutzung von leerstehenden Räumen in der Schule durch Lehrkräfte zur Vorbereitung von digitalem Unterricht, musste im Einzelfall dann von Schulleitungen mit den Hausmeistern als Vertretern des jeweiligen Schulträger verhandelt werden. „Chefe von Hausmeister und Sekretariat“ ist nämlich nicht die Schulleitung sondern der Bürgermeister.

      • Mehr fällt Ihnen dazu nicht ein?

        Vielleicht sollten Sie in Zukunft VOR den Forderungen die Hintergründe und Zusammenhänge erfragen, damit Sie diese bei Ihren Vorstellungen berücksichtigen können und nicht selbst uninformiert und ratlos erscheinen.

  23. @Palim
    Es gibt keine Ausrede.
    1. Egal, ob in der Schule oder zu Hause. Sie und alle SuS hatten die Möglichkeit schulische Gärete auszuleihen.

    2. Nach offiziele Aussage der Schulleitung alle SuS waren digital erreichbar. Mathelehrer hat 4x Onlineunterricht organisiert. 80% SuS waren dabei.

    3. Moodle steht seit einigen Jaren zur Verfügung. BigBlueButton steht seit Ostern zur Verfügung.

    4. Fertige PDF-Datei von school-scout herunterladen ist nicht aufwendig. Es wurde in allen achten Klassen verwendet. Hochwahrscheinlich in den nächsten X Jahren wird auch wieder verwendet – da es echt gut ist.

    5. Ja die Lehrerin wurde kontaktiert, da die Lösungen per e-Mail abgegeben werden sollen. Kein Feedback. Auf direckte Nachfrage antwortete die Lehrerin kurz von den Pfingstferien: „persönliches Feedback ist leider nicht möglich“.

    Eine Schande.

    • Sie merken aber schon, dass Sie allein an diesem einen Beispiel kleben und Sie dies nicht mit sämtlichen anderen Schulen in ganz Deutschland gleichsetzen können?

      Die Möglichkeit, schulische Geräte auszuleihen, ist nicht überall gegeben, flächendeckendes Internet auch nicht.
      Wenn 80% erreichbar sind, ist das gut, leider sind es aber manchmal auch nur 20%. So oder so muss man die anderen 20 oder 80% dann trotzdem erreichen und versorgen und man wird sich überlegen, ob der Aufwand, für 20% Digitales anzubieten, den Nutzen rechtfertigt und die Realisierung angesichts zahlreicher zusätzlicher Aufgaben möglich ist.

      Auch weiteres, das Sie anscheinend für Ihre Schule zur Verfügung haben, ist andernorts eben nicht vorhanden oder gerade im Entstehen, weil Firmen kostenlose Angebote unterbreitet haben, die sehr viele Schulen derzeit nutzen. Die Kostenübernahme nach den Sommerferien ist damit nicht eingeschlossen und nicht gesichert.
      Die Kritik der Datenschutzbeauftragten zeigt zudem, dass es Lehrkräften nicht einfach möglich ist, irgendwelche Programme ohne Einverständniserklärungen etc. einzusetzen, tut man es doch, darf man hinterher Rede und Antwort stehen.
      Werbung für Materialplattformen ist schön, tatsächlich kann man bei 4teachers die Materialien kostenlos herunterladen und einsetzen. Woher sollten Schulen sonst das Geld für die Digitalisate nehmen? Aus dem Haushalt, der noch nicht da ist und der voraussichtlich zursammengestrichen wird? Viele Lehrkräfte nutzen eigenes, selbst erstelltes Material. Nichts anderes wird die Geschichtslehrerin gemacht haben. Da Sie das schildern, haben die Kinder Ihrer Schule ja offenbar Materialien erhalten.
      Dass es kein Feedback gab, finde auch ich ungewöhnlich.

  24. Oh Papa im Home…: Mir brennen schon wieder die Füße bei Ihren geschriebenen Wortmeldungen. Bitte schnell löschen.

  25. @papa im homeschooling
    Da Sie Moodle und Bigbluebutton erwähnen, gehe ich davon aus, dass Sie in Baden Württemberg leben. Deshalb möchte ich mich zu Ihrem Kommentar äußern.
    Ich selbst bin Lehrerin an einer mittelgroßen beruflichen Schule in B-W (ca. 1 600 SuS). Wir sind zum Glück gut ausgestattet, jeder Kollege hat seit ca. 6 Jahren ein Dienstlaptop.
    Zu Punkt 1: Die SuS haben bei uns keine Möglichkeit, digitale Geräte auszuleihen. Dies ist allerdings nach meinem Kenntnisstand auch gar nicht notwendig. Alle SuS, die ich aktuell unterrichte (und da kommen bei einem Berufsschullehrer schnell mal 16 Klassen und 300 SuS zusammen) sind gut mit digitalen Endgeräten ausgestattet.
    Zu Punkt 3: Es ist richtig, dass Moodle seit Jahren zur Verfügung steht, jedoch bisher hauptsächlich Schulkindern für Kollegen genutzt wurde. Mit SuS allenfalls im Berufskolleg im Anerkennungsjahr der Erzieherinnen.
    Bei der Umstellung auf Fernlernunterricht im März reichten die Kapazitäten bei weitem nicht aus und es kam zu massiven Störungen.
    Und haben Sie mal mit Moodle gearbeitet? Es ist unglaublich langwierig und nervig, Material hochzuladen, zumal wenn es eben nicht die 0815 Arbeitsblätter sein sollen.
    Bigbluebutton wurde kurz vor den Osterferien für einige Schulen in einer Testphase eingerichtet, unsere Schule gehörte dazu. Wir haben uns – auch dank einer sehr engagierten Schulleitung – eingearbeitet und es innerhalb kürzester Zeit geschafft, immer besser zu werden und Unterricht mit den Klassen auf die Beine zu stellen. Ein überaus engagierter Admin-Kollege war fast Tag und Nacht als Unterstützer online und hat unermüdlich bebilderte Tutorials für uns geschrieben.
    Zu Punkt 4: Sie sind ja ganz schön anspruchslos, wenn Sie sich mit kopierten bzw. downgeloadeten Arbeitsblättern aus Online-Portalen zufriedengeben. Ich dachte Sie fordern engagierten (Fernlern)Unterricht! Was haben Sie denn für ein Bild von unserem Job? Engagierte Lehrer erstellen ihre Unterrichsmaterial selbst, individuell zugeschneiter auf die SuS ihrer aktuellen Klasse und holen sich allenfalls Anregungen in Online-Portalen.

    Im Übrigen haben wir nach zwei Wochen Präsenzunterricht für die Abschlussklassen in den Wochen vor den Pfingstferien 2 500 Prüfungen an unserer Schule gehabt. und nein, wir hatten keinen (Plasberg)Brückentag, wir hatten an dem Tag Abiprüfungen und Prüfungen zum mittleren Bildungsabschluss. Leider war unsere eigene Kultusministerin in der Sendung nicht fähig, dies klarzustellen. In den Pfingstferien wurde korrigiert, und nein, das konnten wir nicht an unserem Ferienort tun, denn mitten in den Ferien mussten die Erstkorrekturen abgegeben werden und gegen ein Paket Zweitkorrekturen eingetauscht werden.
    Jetzt nach den Pfingstferien geht das Spiel von vorne los, zum einen alle Klassen im Präsenzunterricht und zum anderen Berufsschulprüfungen und Prüfungen der SuS, die den Nachtermin gewählt haben. Die letzte Prüfung wird am letzten Schultag sein.

    Und ob Sie es glauben oder nicht, das machen wir (fast) alle gerne und mit viel Engagement. Es nervt nur entsetzlich, wenn man sich von völlig fachfremden Ignoranten Faulheit und Unkenntnis vorwerfen lassen muss.

    P. S. Ich war im Übrigen einmal Marketingleiterin in einem börsennotierten IT-Unternehmen. Dieser Job war easy im Vergleich zum Lehrerjob an einer beruflichen Schule.

  26. @Donauperle
    Fernunterricht scheiterte auch in top ausgestatteten Schulen. Es fehlen Digitalkompetenzen. Es fehlen Konzepte für Onlineunterricht. Es muss nachgeholt werden. (Präsenzunterricht ohne Abstandsregel wollen die Lehrer auch nicht.)

    Prof. Barz: „Elektronisch verschickte Lückentexte und Arbeitsblätter, mit denen Eltern, Schülerinnen und Schüler alleine gelassen werden – das ist kein Homeschooling, das ist noch nicht einmal Fernunterricht. Das ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung und eine pädagogische Zumutung!“

    Ich sehe dringenden Weiterbildungsbedarf.

    • Weil Sie selbst Weiterbildungen erteilen und gerne welche geben würden?

      Dann mal her mit den innovativen Ideen, ein paar Stichworte reichen aus, wie Sie sich den datenschutzrechtlich konformen Unterricht an den topausgestatteten Schulen aller Schulformen mit den topausgstatteten Familien mit mindestens 1 Gerät pro Kind und generell stabilem Unterricht vorstellen.

      Vielleicht fehlen den KultusministerInnen und Schulträgern einfach die notwendigen, praxisnahen Konzepte, damit sie die Notwendigkeit der besseren Ausstattung einsehen.

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