IHK: Einschränkungen in Kitas und Schulen belasten auch die Arbeitgeber

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BERLIN. Die wochenlange Schließung und nur schrittweise Wiederöffnung von Schulen und Kitas hat auch viele Arbeitgeber belastet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin unter knapp 500 Mitgliedsunternehmen. Danach gaben 43 Prozent an, dadurch sehr stark, 47 Prozent stark belastet zu sein, wie die IHK am Dienstag in Berlin mitteilte.

Extrem belastend: Homeoffice mit Kind und Kegel. Foto: Shutterstock

Als Herausforderung sehen der Umfrage zufolge 76 Prozent die verminderte Arbeitsleistung, 67 Prozent Schwierigkeiten bei der verlässlichen Planung von Arbeitszeiten und 63 Prozent, dass Mitarbeiter wegen der Mehrbelastung gesundheitlich ihre Grenzen erreichten. Entsprechend wünschen sich 76 Prozent der befragten Betriebe verlässliche Betreuungszeiten, 41 Prozent halten die Einführung von Corona-Elternzeit und Corona-Elterngeld für sinnvoll, um die Belastung der Familien zu reduzieren und die Planbarkeit von Arbeitsabläufen in den Unternehmen zu erhöhen.

Homeschooling und Homeoffice schließen sich aus

«Jeder, der Kinder hat, weiß: Homeschooling und Homeoffice schließen sich eigentlich aus. Hinzu kommt, dass nicht jede Tätigkeit im Homeoffice erledigt werden kann», erklärte IHK-Präsidentin Beatrice Kramm. Umso wichtiger sei, dass die Politik jetzt nicht nur die Rückkehr zur Normalität einleite, sondern auch die Weichen stelle, um für künftige Krisen besser gewappnet zu sein. «Dazu gehören landesweit einheitliche Betreuungspläne, aber auch ein Digitalisierungsschub in den Schulen», sagte Kramm.

Schul- und Kita-Konzepte müssten für Unternehmen und ihre Mitarbeiter vor allem zeitliche Planbarkeit und Zuverlässigkeit ermöglichen. Der Berliner Senat berät am Dienstag über die Rückkehr von Kitas und Schulen zum Normalbetrieb. dpa

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