Lehrerverbands-Präsident Meidinger erwartet schlechtere PISA-Ergebnisse

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BERLIN. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, rechnet mit einem schlechteren Abschneiden der deutschen Schüler bei der nächsten PISA-Studie. «Ich gehe fest davon aus, dass sich die deutschen PISA-Ergebnisse verschlechtern werden», sagte Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Als einen Grund nannte er einen «weiter massiven Lehrermangel in den Naturwissenschaften und an den Grundschulen». «Die Schulen haben nicht ausreichend viele Lehrer und weiteres Personal, um den gewachsenen Herausforderungen in Sachen Integration gerecht werden zu können.»

Die Corona-Krise wird sich nach Meinung von Experten besonders im Bereich der sozialen Disparitäten auf die PISA-Ergebnisse auswirken Foto: Shutterstock

Auf all das kämen jetzt noch die Folgen der Corona-Krise oben drauf, sagte Meidinger. «Das einzige, was uns im Länderranking helfen kann, ist, dass auch andere Länder stark mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben.»

OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hatte vor kurzem die Ansicht geäußert, dass die wochenlangen Schulschließungen und der weiterhin nur eingeschränkte Schulbetrieb sich in den nächsten PISA-Testergebnissen niederschlagen könnten. Es sei gut möglich, dass die «sozialen Disparitäten» in späteren PISA-Vergleichen weiter zunähmen, sagte Schleicher. (dpa)

Bildungsforscherin McElvany zu den PISA-Ergebnissen: Die Grundschulen legen die Basis!

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2 KOMMENTARE

  1. Corona gibt es aber auch in anderen Ländern, und die haben teilweise wirklich monatelang die Schulen geschlossen gehalten und nicht lediglich 3 Wochen mit anschließend bestmöglichen Präsenzunterricht.

    Bei Pisa handelt es sich doch um eine Vergleichsstudie, Corona dürfte hier also wenig Einfluss haben, da es ein globales Problem ist, von dem wir immer noch verhältnismäßig wenig betroffen sind.

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