Hamburger Schullandheime fürchten um ihre Existenz

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HAMBURG/KIEL. Viele Schullandheime im Norden fürchten durch die Absage von Klassenfahrten um ihre Existenz.

Die Hälfte der 31 Hamburger Schullandheime, nämlich jene, die direkt mit Schulen verbunden sind, hätten zwar von der Schulbehörde ein umfassendes Rettungspaket erhalten, teilte der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Schullandheime am Samstag in Hamburg mit. Die anderen Einrichtungen, darunter sehr große und bekannte wie zum Beispiel die Ferienanlage Schönhagen oder das Schullandheim Sprötze, ständen jedoch weiter vor dem Aus, denn die bundesweite Überbrückungshilfe stelle für diese keine hinreichenden Mittel zur Verfügung.

Die Betten bleiben leer. Foto: Katarzyna Bulas / Pixabay (P. L.)

«Hinzu kommt, dass für die Zeit nach dem Belegungsverbot aus Hamburg noch immer keine Stornorechnungen beglichen werden», sagte Vorstand Benjamin Krohn. Auch das Kultusministerium in Kiel weigere sich bisher Stornokostenrechnungen zu zahlen, obwohl dies auch aus rechtlicher Sicht problematisch sei. Um Insolvenzen zu vermeiden müssten jetzt erste Schullandheime Schulen verklagen, was den Heimen trotz guter Erfolgsaussichten schwerfalle.

Die aktuellen Regelungen der Schulbehörde machten auch die Buchung von Klassenfahrten in 2021 bislang nicht möglich und bedrohten die Existenz der Häuser zusätzlich. Dabei seien Klassenfahrten gerade jetzt wichtig: «Wir brauchen auch aus pädagogischen Gründen so schnell wie möglich wieder Klassenfahrten. Kinder brauchen gerade nach der langen Zeit zu Hause diese gemeinsamen Erlebnisse», sagte der Vorsitzende Jörg Schmidt-Indorf. (dpa

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