Streit um Schulbetrieb: Eisenmann hält Leopoldina für „nicht auf der Höhe“

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STUTTGART. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann sieht die Vorschläge der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina für Einschränkungen des Schulbetriebs äußerst kritisch. «Denn das bedeutet nichts anderes als landesweite Schulschließungen – und noch nicht mal Fernunterricht», teilte die CDU-Politikerin mit. «Diesen drastischen Schritt der flächendeckenden Schulschließungen wollen wir weiterhin zwingend vermeiden, weil wir aus der Zeit im Frühjahr gelernt haben.» Eisenmann ist CDU-Spitzenkandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin des Landes Baden-Württemberg – und Koordinatorin der unionsgeführten Bildungsministerien innerhalb der Kultusministerkonferenz. Der Charité-Chefvirologe Prof. Christian Drosten nannte unterdessen die Stellungnahme der Leopoldina die «letzte Warnung der Wissenschaft.».

Sorgt für Empörung unter Grundschullehrkräften: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg
Kritisiert die Leopoldina: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg

Stattdessen ermögliche man in Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einen Wechselbetrieb zwischen Präsenz- und Fernunterricht, erklärte Eisenmann. Tatsache ist allerdings, dass die Kultusministerin sich gegen jeden Automatismus sperrt, Schulen in den Wechselunterricht zu nehmen. Zwar wurde auf Drängen von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Montag ein Inzidenzwert von 200 festgelegt – aber nur als Möglichkeit. Entschieden werden soll dann für jede einzelne Schule auf der Grundlage, ob eine Beeinträchtigung des Schulbetriebs vorliege. (News4teachers berichtete über den Streit in der grün-schwarzen Koalition über den Wechselunterricht.)

Eisenmann ist mit einem Lockdown einverstanden – in den Ferien, wenn die Schulen ohnehin geschlossen sind

Einen landesweiten Stillstand für die Bildung wolle man unbedingt vermeiden, so sagte Eisenmann nun. «Dass ausgerechnet eine wissenschaftliche Institution dies fordert, überrascht doch ein bisschen», kritisierte Eisenmann. «Zudem sind die Zahlen der geschlossenen Schulen und Schulklassen oder Gruppen in Quarantäne nach wie vor vergleichsweise gering.»

Die Ministerin zeigte sich lediglich einverstanden mit einem Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen, wenn die Schulen ohnehin geschlossen sind. Doch die Leopoldina liege mit ihren Vorschlägen auch manchmal daneben: «Manche Forderungen zeigen, dass die Leopoldina bei den Corona-Maßnahmen nicht ganz auf der Höhe der Zeit zu sein scheint. Die Idee, Gruppenaktivitäten im Bereich von Sport und Kultur einzustellen, ist in Baden-Württemberg bereits seit Wochen Realität.» Dass die Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg weiter steigt, erwähnte die CDU-Politikern an dieser Stelle nicht. Der Inzidenzwert, also die Zahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner, liegt für Baden-Württemberg aktuell (Stand: 8. Dezember) im Durchschnitt bei 153,4. Insgesamt sind derzeit 2.346 Intensivbetten von betreibbaren 2.926 Betten, also 80 Prozent, belegt.

Drosten: An weiterführenden Schulen gibt es ein erhebliches Infektionsgeschehen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland hat sich der Virologe Prof. Christian Drosten für eine rasche Verschärfung der staatlichen Auflagen ausgesprochen. «Es ist schon so, dass wir jetzt unbedingt etwas tun müssen», sagte der Charité-Wissenschaftler im jüngsten «Coronavirus-Update» bei NDR-Info. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Weihnachtszeit zu einem Anstieg der Fallzahlen führe. Werde jetzt nicht nachreguliert, drohe «Ende Januar und über den gesamten Februar hinaus» ein Lockdown mit massiven Folgen für die Wirtschaft.

Drosten ist einer der Experten, der an einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina mitgewirkt hat. Darin wird empfohlen, die Feiertage und den Jahreswechsel für einen «harten Lockdown» zu nutzen. Vom 24. Dezember bis mindestens 10. Januar sollte «in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen». Bereits ab 14. Dezember müssten Kontakte auf ein «absolutes Mindestmaß» reduziert werden. Drosten sagte, während des Lockdowns im Frühjahr seien die Kontakte in Deutschland um 63 Prozent reduziert worden, derzeit seien es aber nur 43 Prozent. «Das reicht einfach nicht aus.»

Das Papier der Leopoldina sollte vielleicht verstanden werden als «deutliche und letzte Warnung der Wissenschaft», sagte Drosten. Entscheide sich die Politik anders, habe sie sich nicht mehr für die Wissenschaft entschieden. Neben anderen sind auch der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, und der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler, unter der Stellungnahme aufgeführt. Aus Expertensicht sind die Neuinfektionszahlen trotz des seit Anfang November geltenden Teil-Lockdowns weiter zu hoch.

Familien, die weit voneinander entfernt lebten, sollten sich Drosten zufolge in diesem Jahr vielleicht nicht unbedingt über die Feiertage besuchen. Er bekräftigte außerdem, dass Schnelltests nur eine Momentaufnahme seien: «Wenn man solche Antigen-Tests benutzen will für Familienbesuche, dann muss man im Prinzip sich jeden Morgen testen damit.» Seit einiger Zeit rät Drosten dazu, sich vor Besuchen, etwa bei den Großeltern, vorsorglich in Quarantäne zu begeben.

Leopoldina fordert sofortiges Aussetzen der Schulpflicht – und längere Weihnachtsferien

An Schulen sollte dem Virologen zufolge nach dem Jahreswechsel nicht alles so weiterlaufen wie zuvor. Dort müsse organisatorisch etwas passieren. Bei den an der Stellungnahme beteiligten Wissenschaftlern sei der Eindruck einer ernsten Schulsituation entstanden, sagte Drosten. Es gebe dort ein «erhebliches Infektionsgeschehen». Daten aus England zeigten, dass insbesondere in den Jahrgängen oberhalb der Grundschule mehr Infektionen aufträten als in der normalen Bevölkerung. «Wenn man es irgendwo weiterlaufen lassen will, dann ist es im Grundschul- und Kindergartenalter», sagte Drosten. Er wolle aber «alles andere als ein Prediger für Schulschließungen» sein.

Die Leopoldina fordert das sofortige Aussetzen der Schulpflicht und die bundesweite Verlängerung der Weihnachtsferien bis mindestens 10. Januar. (News4teachers berichtet ausführlich über die aktuellen Empfehlungen der Leopoldina für den Schulbetrieb.) Darüber hinaus empfiehlt die Nationalakedemie mit Blick auf den Schulbeginn im Januar, für alle Jahrgangsstufen Mund-Nasen-Schutz im Unterricht verpflichtend zu machen. Zudem sollten ländereinheitliche Regeln für Wechselunterricht in weiterführenden Schulen entwickelt werden, die ab einem bestimmten Infektionswert greifen sollten, um die Abstandsregel im Unterricht einführen zu können. Drosten regte im Podcast eine entsprechende Teilung von Klassen an – jene Maßnahme also, die Eisenmann in der Fläche blockiert. News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zum aktuellen NDR-Podcast von Christian Drosten.

Kekulé: An weiterführenden Schulen gibt es schwerste Ausbrüche – „Jugendliche Schüler sind ganz starke Treiber der Pandemie“

 

 

 

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99 KOMMENTARE

  1. Frau Dr. Eisenmann höchstpersönlich hat doch die Präsenzpflicht in BaWü für das ganze Schuljahr 20/21 ausgesetzt. Was meint sie damit, dass dann kein Unterricht mehr stattfindet? Findet sie jetzt ihre eigenen Entscheidungen falsch? Hmmm
    Und den Wechselunterricht gibt es für Klasse 8-10 in Gymnasien und 8/teilw.9 in anderen Schularten sowie einigen Berufsschulklassen. Das ist doch lächerlich.

    • Wie sagt der Volksmund: „Da schwatzt das Schwein vom Fliegen!“ – holla-die-Waldfee, wenn ich geahnt hätte, dass unsere KMs über einen solch überbordenden wissenschaftlichen Hintergrund und fachwissenschaftlicher Expertise in diversen Bereichen verfügen, dann wäre ich bereits vor Monaten vor Ehrfurcht erstarrt. 😉

  2. Eisenmann macht sich lächerlich.

    Sie klammert sich an die Hoffnunh, dass ein paar Querdenker-Eltern ihr zustimmen und sie dann wählen werden.

    Das schaut für mich nach purer Verzweiflung aus. Meine Stimme hat sie verloren. Und ich werde jedem dringend abraten, diese Frau zu wählen.

    Man stelle sich einmal vor, sie hätte mit dieser Menschenverachtung Verantwortung für das gesamte Bundesland. Das gilt es unbedingt zu verhindern!

    Die Zahlen steigen und steigen, in den Altersheimen geht der Tod um. Die Infektionen können doch zu einem Großteil nur noch von Schulbussen und Klassenzimmern kommen. Die Toten sind dieser Frau egal. Statt Klassen zu halbieren lieber mehr Menschen sterben lassen? Frau Eisenmann, hören sie auf! Ändern sie ihr Verhalte ! Oder treten Sie zurück und lassen jemanden ran, dem Menschenleben wichtig sind!

  3. Immer diese Leute die meinen sie wissen alles besser.. Dabei gibt es doch eben WISSENSCHAFTLER, die eben solche Dinge untersuchen und dann auch wissen was sie machen. Aber sie weiß das natürlich besser und Fakten sind ja nichts :‘).

  4. Das Gesundheitssystem kommt an seine Grenzen. Es sterben mehr als 500 Personen am Tag. Es zeigt sich immer mehr, dass Schulen Treiber der Pandemie sind. Und ein Virus lässt sich nicht weg reden, sondern eine Pandemie erfordert schnelles und effektives Eingreifen. Aber Frau Dr. Eisenmann weiß es besser und stellt den Präsenzunterricht als fast alternativlos dar, aber so ist es nicht. Sie sollte einmal über ihren Tellerrand hinausschauen und die Warnung der Wissenschaftler ernst nehmen. Es ist höchste Zeit zu handeln. Schließt die Schulen mindens für die nächsten drei, ev. sogar vier Wochen.

  5. Hallo,
    dass Frau Eisemann sagt, dass kaum Klassen und Schulen in Quarantäne sind, stimmt. Warum? Weil nur noch der erkrankte Schüler weg ist, es wird auch niemand aus der Klasse getestet. Geschweige denn die Lehrer. Also Sie hat recht, ist meiner Meinung nach mit ihrer Aussage auch nicht auf der „Höhe der Zeit“.

    Gruß

  6. Das ist mehr als lächerlich.
    Das Recht auf Bildung hilft halt nicht jedem!

    Was bringen die ganzen Feiertage, wenn aus diesen wieder zig Neuansteckungen hervor gehen. Dann war es für viele das letzte Weihnachten, aber egal, Hauptsache gefeiert.

    Harter Lockdown und zwar sofort! Das ist mehr als überfällig!

    Und wenn wir Glück haben, können wir nächstes Jahr Weihnachten feiern, ohne Risiken einzugehen.

    • @M.

      „Das Recht auf Bildung hilft halt nicht jedem!“

      Lieber M.,
      Sie haben Recht. Vielen MenschInnen 😉 in der Funktion von politischen Entscheidungsträgen hat es nachweislich nicht geholfen.

      • Man kann aber auch nicht gezwungen werden, alle rechte, die einem zustehen, auch in Anspruch nehmen zu müssen. Die Größe liegt im Verzicht …

  7. „Einen landesweiten Stillstand für die Bildung wolle man unbedingt vermeiden, so sagte Eisenmann nun.“

    Ach, heute geht es darum „Stillstand für die Bildung“ zu vermeiden. Werte Kultusminister, ist euch eigentlich bewusst, dass selbige in den vielen vergangenen Jahren immer mangelhafter geworden ist?! Anstatt weiter zu leugnen, wäre es jetzt, aufgrund der aktuellen Situation, angebracht, wirklich mal die Schulen für ein Paar Wochen zu schließen und in dieser Zeit vernünftige Konzepte aufzustellen und selbstverständlich auch umzusetzen.

    Derzeitiger Präsenzunterricht am Beispiel meines Sohnes:

    Montag (2 reguläre Stunden)
    1. Stunde fachfremde Vertretung
    2. Stunde Englisch
    3. – 4. Stunde fachfremde Vertretung
    5. Stunde Sport (ohne Maske in der Halle)
    6. Stunde mangels verfügbarer Betreuungskraft ausgefallen

    Gestern (0 reguläre Stunden)
    – 1. – 5. Stunde fachfremde Vertretung
    – 6. Stunde mangels verfügbarer Betreuungskraft ausgefallen

    Heute (2 reguläre Stunden)
    – 1. Stunde Ethik
    – 2. Stunde Englisch
    – 3. – 5. Stunde fachfremde Vertretung
    – 6. Stunde mangels verfügbarer Betreuungskraft ausgefallen

    Aber ja, es geht ja darum, dass die Eltern weiterhin die Wirtschaft am laufen halten, arbeiten und die Kinder betreut wissen. Nur was macht die Wirtschaft, wenn der Nachwuchs mangels vernünftiger Bildung für die Arbeitgeber nicht mehr taugt?!

    • @h_exe

      Liebe @h_exe,
      zu Ihrer Frage
      „Nur was macht die Wirtschaft, wenn der Nachwuchs mangels vernünftiger Bildung für die Arbeitgeber nicht mehr taugt?!“
      muss wahrscheinlich die Antwort lauten: „DAS ist den werten Kultusministern *****egal, denn:
      – bis ein Großteil der jetzt betroffenen Schülerschaft am Ende der Schulpflicht steht, sind die Herrschaften entweder im Ruhestand oder abgewählt oder leider, leider aus gesundheitlichen Gründen (haben sich im Amt aufgerieben) nicht mehr verantworlich,
      – darum ist es Ihnen ja so egal,
      – diese Leute „fahren auf Sicht“, wie sie ja selber oft betonen, das heißt im Klartext:
      … stochern 16 Blinde mit abgebrochenen Stöckchen im Nebel herum …

      Gestern habe ich gelesen, dass Trump’s Donald – angeblich – mit dem Gedanken spielt, notfalls wegen noch anhängiger Gerichtsverfahren ins Exil gehen zu wollen. (Abgesehen von der Frage „Wohin?“ eine Idee, die er durchaus weiter verfolgen könnte.)
      Vielleicht gibt es Leute, die da gerne mitgehen möchten? (Mir fallen ganz spontan ungefähr 16 + x Kandidaten ein …)
      Donald denkt aber auch schon darüber nach, sich – noch im Präsidenamt aktiv – rein prophylaktisch schon mal selber zu begnadigen.

      Manchmal wünschte ich auch, ich würde einfach aufwachen und alle Bekloppten wären von Marsmännchen entführt worden …

      • In Nordkorea gibt es kein Corona aber dafür Präsenzunterricht!
        Das wäre doch mal ein gelobtes Land für Orangeman und Konsorten…..

  8. Ich bin regelmäßig begeistert, wie energisch unsere hochgeschätzte Kultusministerin Bildung und Wissenschaftlichkeit schätzt und wie sehr sie ihre Vorbildfunktion gerade in dieser Pandemie wahrnimmt!

    Sie erweist der Förderung und dem Weiterkommen von Forschung und (Natur-) wissenschaftlicher Bildung hier im Lande einen wahren Bärendienst!

    —————-
    Kann mir bitte irgendwer erklären, was die Frau treibt?
    Ich verstehe es nicht mehr … 🙁

  9. Zur Leopoldina: Das ist genauso wenig eine unabhängige Institution wie das RKI, in der Leopoldina sitzt auch Merkels Mann und andere Honoratoren, die eng mit der Politik verbandelt sind. Das RKI ist eine stinknormale Bundesbehörde und somit wie jeder Beamte an Diemstabweisungen des Dienstherrn gebunden. Ein hochrangiger Mitarbeiter des RKI hat mit Drosten und anderen per PCR Test die Viruspartikel des Coronavirus dargestellt. Warum gilt der PCR Test in Deutschland als Königsklasse in Deutschland? Besuchen wir mal die Stadt Tübingen in BW , die 7 Tage Inzidenz hat hier nie die 100 überschritten, meistens liegt sie bei 60-80. Warum? Tübingen ist eine Universitätsstadt, mit vielen Studenten, vielen Kliniken und ….einer tollen Partyszene. Nun OB Palmer setzt seit September auf Schnelltests, 2 mal die Woche wird das ganze medizinische Personal getestet und jeder Pflegeheimbesucher…..die Stadt hat dies bisher aus eigener Tasche gezahlt. Ach ja, ich brauche nicht zu erwähnen, dass die Intensivstationen nicht überfordert sind. Doch der Gesundheitsminister von BW und der Spahn wissen das, aber unsere Politiker sind beratungsresistent und berauschen sich lieber an ihrer Macht. Vor ein paar Jahren war die Leopoldina noch eine Art Zusammenschluss des Lion’s Club.

        • Liebe/r dickebank,

          erstens weist der Landkreis Tübingen für die einzelnen Städte und Gemeinden in seinem Beritt keine einzelnen Inzidenzwerte aus (weshalb die Behauptung, sie hätten für die Stadt Tübingen nie über 100 gelegen ist, nicht so leicht nachzuprüfen). Zweitens gibt es natürlich Überschneidungen zwischen Stadt und dazugehörigem Landkreis – infizierte Schüler zum Beispiel, die in der Stadt zur Schule gehen, aber im Landkreis wohnen, tauchen nur in der Statistik des Landkreises auf.

          Deshalb warnen wir davor, allzu schnell Kausalzusammenhänge zu konstruieren. Von Schnelltests allein ist noch kein Inzidenzwert gesunken. Nebenbei: Die Leopoldina und der Lions Club haben und hatten nichts miteinander zu tun.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          • Liebe Redaktion,

            die Quelle für meinen Beitrag ist ein Artkel in der Lippstädter Zeitung „DerPatriot“ vom 09.12.2020 zum „Thema des Tages“ der namentlich (Marc Beyer) gekennzeichnet ist und der den Sonderweg der Stadt Tübingen skizziert.

    • Das ist so dumm, da weiß man nicht einmal wo man anfangen soll. Googeln Sie mal Lisa Federle, die leitende Notärztin ist seit dem Fruhjahr ganz alleine mit einem umgebauten Kleinbus und Tests, die sie aus Spenden finanziert hat, in Tübingen umhergefahren und hat vor Altenheimen usw. Tests gemacht und sie macht das immer noch. Sie war es, die OHNE Unterstützung der Stadt im Sommer rechtzeitig Schnelltests bestellt hat, im Gegensatz zum Ländle. Herr Palmer scmückt sich nun mit fremden Federn und er schafft es sogar,in 4 Minuten Interview nicht einmal Frau Federle zu erwähnen. Die Stadt hat bis November nichts „aus eigener Tasche“ dafür gezahlt. Das waren Spenden.
      Das Verhalten von Herrn Palmer ist mehr als schäbig.

    • Können Sie mir bitte erklären, was die Leopoldina, die nationale Akademie der Wissenschaften, mit dem Lions Club, einem Serviceclub, zu tun hat?

    • Eieiei, das ist jetzt aber sehr polemisch. Zur Info… wenn wir mal die Stadt Tübingen besuchen – dann schauen wir doch mal in die Krankenhäuser…. abgesehen davon dass wir es mit einer Uni mit medizinischer Fakultät zu tun haben und viele AIPler dort mit anpacken können (worüber ich seeeeeehr froh bin!!!) – 90% der Intensivkapazität war am 6.12 belegt, aktuellere Zahlen habe ich leider nicht, bezweifle aber dass es sich verbessert hat. Zu der Partyszene- welche und wo? Die Studenten sind in der Fernlehre und zudem in großer Zahl zurück im Elternhaus. Nebenjobs sind gerade eher mau. Zu den Altenheimen… Mössingen, Nehren, Rottenburg – diverse Fälle in Altenheimen. Übrigens mit einigen Todesfällen. Auch wenn die Einrichtungen direkt in der Stadt frei von Corona sind- der Landkreis Tübingen ist und war es nicht. Auch wenn Herr Palmer sich damit rühmt. Und aktueller Inzidenzwert über 132. Freundliche Grüße

  10. Das spricht doch für sich. Für generelle Schulschließungen, also alle Klassenstufen, ist auch Dr. Drosten nicht. Oben steht dazu:

    „Daten aus England zeigten, dass insbesondere in den Jahrgängen oberhalb der Grundschule mehr Infektionen aufträten als in der normalen Bevölkerung. «Wenn man es irgendwo weiterlaufen lassen will, dann ist es im Grundschul- und Kindergartenalter», sagte Drosten. Er wolle aber «alles andere als ein Prediger für Schulschließungen» sein.“

  11. Es ist zum heulen. Ich kann es langsam wirklich nicht mehr ertragen.
    Jede Bananenrepublik trifft mittlerweile vernünftigere die Maßnahmen und Entscheidungen. Wir diskutieren und diskutieren und diskutieren bis alles zu spät ist.
    Die 590 Toten von gestern werden kein Weihnachten mehr feiern. Es sind nicht nur 80 und 90-jährige, darunter sind auch junge Menschen. Sie hätten noch gerne weitergelebt. Kinder werden die Eltern und Eltern werden die Kinder nie mehr sehen! Traurig!!!!
    Fröhliche Weihnachten Deutschland. Das Fest der Liebe mutiert zum Beerdigungszug!

    Einst bestaunt für das gute Corona Management werden wir immer mehr zur Lachnummer und nehmen Platz in der Reihe der traurigsten Länder dieser Erde.
    Ich schäme mich für alle Selbstdarsteller, Leugner, Ignoranten und Egoisten.
    Jeden Tag steigen die Zahlen der Toten Ärzte, Schwestern und Pfleger berichten von grausamen Zuständen auf den Intensivstationen.
    Dort sterben Menschen, auch junge. So wie in Italien im März und April!
    Ich wünsche mittlerweile jedem Kultusminister und jedem der diesen Dinge leugnet und verharmlost, dass er einmal ohne Schutz und ohne Abstand durch eine Intensivstation geführt wird und dort den Sterbenden Beistand leisten muss.
    Diese armen Verstorbenen werden kein Weihnachtsfest mehr feiern!
    Ist das nicht schrecklich….?, denn ohne Corona hätten sie es gekonnt…..

  12. Wow. Das ist aber eine ganz tolle und neue Idee der Kultusministerin: Wir schließen die Schulen nun doch – in den Ferien. Wissenschaft sollte man sowieso ganz abschaffen, die Kultusminister mit ihren Doktortiteln haben eh viel mehr Ahnung als irgendwelche dahergelaufenen Virologen oder Epidemiologen. +IRONIE OFF+
    Diese komplette KM-Mischpoke gehört sofort wegen fahrlässiger Tötung eingesperrt! Die haben mit ihrer Zwangsdauerpräsenzunterrichtspolitik tausende Tote zu verantworten. Die jetzige Entwicklung war bereits Ende Oktober für jeden normaldenkenden Laien abzusehen. Der Larifari-Pseudo-Lockdown light ist auf ganzer Linie gescheitert. Nun sollten alle Schulen und Kitas bereits ab 14.12. geschlossen werden. Für Härtefälle kann es eine Notbetreuung geben. Für viele Schüler besteht die Woche vor den Weihnachtsferien eh meist nur aus Videogucken, Wichteln und Kerze kokeln. Welchen Sinn macht es, dafür Risiken einzugehen?

  13. Frau Eisenmann fährt das Schulsystem an die Wand. Bereits vor dem ersten Lockdown beharrte sie wie ein trotziges Kind darauf, dass die Schulen geöffnet bleiben, bis dann vom einen auf den anderen Tag eine Kehrtwende vollzogen wurde.
    Auch nun zeigt sich, dass sie lieber ihre eigenen Regeln aufstellt, statt sich an die Empfehlungen ausgebildeter und erfahrener Wissenschaftler zu halten.

    Sollte sie meinen, mit ihrem rücksichtslosen Handeln an Popularität zu gewinnen, so liegt sie falsch. Ihre Ansprache zu den nun doch nicht verlängerten Weihnachtsferien spricht bei den Bewertungen Bände:

    https://www.youtube.com/watch?v=-NcCHd9OWpw&list=PUDn54eWzcmbYflExVoGkJjg

    An Frau Eisenmann:
    Wie Wähler haben längst verstanden, dass ihnen das „C“ im Namen in ihrer Partei unwichtig ist. Statt eines Kultusministeriums sollten sie lieber die Bundeswehr leiten. Dort ist man darauf vorbereitet eine Triage durchführen zu müssen, was uns in Baden-Württemberg durch ihr fehlgeleitetes Handeln auch bald bevorsteht.

  14. Nicht auf der Höhe der Zeit? Hat sie eine Glaskugel Zuhause und weiß da mehr als alle Anderen? Es geht doch darum, schlimmeres Übel zu verhindern. Übernimmt sie die Verantwortung wenn das Schulexperiment schief geht? Denn etwas anderes als ein Experiment ist es nicht, was da im Moment praktiziert wird.

  15. Unglaublich mit welcher Selbstverständlichkeit unsere Kultusminister, die meist weder Lehrer noch Wissenschaftler sind, sich über die Meinung der anerkanntesten Wissenschaftler Deutschlands hinweg setzen.
    Dazu muss man entweder unglaublich dumm oder unglaublich dreist sein.
    Oder man muss wissen, dass man die Gerichte auf seiner Seite hat und daher mit größter Wahrscheinlichkeit nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.
    Unsere Mitglieder der KMK gebärden sich wie kleine Götter. Erstaunlicher Weise scheinen sie das im Bildungswesen, durch verbeamtete Lehrer und die Schulpflicht, auch zu sein.
    Das einzige Hindernis wäre da das Gewissen.
    Ein Gewissen ist aber offensichtlich ein Ausschlusskriterium bei der Besatzung von Kultusministerstellen. Diese erfolgt nur nach den Kriterien Überheblichkeit und Unfähigkeit.
    Hoffen wir darauf, dass wir bei der nächsten Wahl unserer Dankbarkeit Ausdruck verleihen können.

  16. Wenn hier jemand nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist, dann die gesamte Schar der KM!

    Das ist uns Eltern, Lehrern und sonstigen aber schon viele Jahre bekannt.

    Digitalisierung wäre vor Jahren unabdingbar gewesen!

    Sanierung der Schulgebäude? Missstände innerhalb der Gebäude?

    Sozial benachteiligte SuS?

    Finanziell benachteiligte SuS?

    Gesundheitsschutz?

    Die Liste ist lang und länger. Und es gab sie schon zu meiner Schulzeit!

    Fakt ist doch, die Wahlen stehen an und alles an Neuerungen darf bitte bitte nichts kosten.
    Höchstens Menschenleben. Aber das betrifft ja zu einem großen Teil die Rentenempfänger, dann spart man doppelt?!

    Wissenschaftler vs KM… Absurd, es ist einfach absurd!
    Und irgendwie empfinde ich es unterschwellig ein wenig ‚querdenkerisch‘.

    490 Tote an einem Tag. Wegen/Mit einer Krankheit, die es vor einem Jahr hier noch nicht gab.
    490 Menschen, die noch schöne Momente hätten erleben dürfen.
    490 Familien, die nun trauern in der ‚besinnlichen Zeit‘.

    Kann man diese Schicksale wirklich mit Kurvendiskussionen, Völkerball oder einem Vokabeltest relativieren, schönreden und in Kauf nehmen?

    Unsere Kinder verbreiten eine zum Teil tödliche Krankheit, das belegen inzwischen einige Studien aus unterschiedlichen Ländern. Unsere Kinder wissen mit steigendem Alter, dass sie für die engsten Mitmenschen eine tickende Zeitbombe sein können. DAS MACHT VIELEN ANGST!
    Und Angst hat eine Seele noch nie stärker gemacht, liebe KM!
    Es wird mit den zukünftigen Rentenzahlern gespielt, als wären es Marionetten.

    • Neid, weil sie den NC zu ihren Zeiten nicht erreicht haben, mussten sie – die heutigen Kultusminister*innen – in die Politik und durften nicht Medizin studieren.

  17. Wenn hier einer nicht auf der Höhe der Zeit ist, dann ist das absolut Frau Eisenmann.

    Statt sich auf Punkte zu konzentrieren, die sie als KM gar nicht betreffen, wäre es schmerzhaft an der Zeit, endlich die erforderlichen Maßnahmen für Wechselunterricht, Verkleinerung der Gruppen und Online-Unterricht v.a. in älteren Klassen zu ergreifen und die Voraussetzungen dafür bis nach den Weihnachtsferien zu schaffen.
    Es tut wirklich weh, wie stur und uneinsichtig hier offenbar nur noch Recht behalten werden soll – das ist echt trumpistisch!

    Hätten die Kultusministerien vorgesorgt, müsste sich niemand Gedanken machen, ob denn da Online-Unterricht stattfände – das wäre einfach klar und würde gemacht! So aber, nach einem völlig verschlafenen Sommer, stehen wir „dümmer“ da als nach dem Frühlings-Lockdown, und das wohlwissend!!!

    Ich frage mich bereits seit vielen Jahren, wofür dieses Ministerium eigentlich gut ist.

  18. Es sollte doch JEDER!!!! bei seinem Fachgebiet bleiben!!!!

    Die Empfehlungen der Virulogen dienen zur Eindaemmung der Pandemie und zum Schutz von Menschenleben, UNSEREM LEBEN!!!!

    Die Einzigen, die das NICHT KAPIEREN!, sind saemtliche Kultusminister *innen, die jetzt in der Pandemie Argumente vor schieben, die absolut laecherlich sind, da es in der Dringlichkeit zur Loesungsorientierung seit Jahren keinen oder kaum Ansaetze von ihrer Seite aus gibt.

    Es ist doch so, es wird kaum Ruecksicht genommen auf Kinder, die nicht mitkommen im Unterricht oder denen die finanziellen Mittel fehlen. Straff wird der Plan durchgezogen und wenn dann einzelne Kinder durch’s Raster fallen, ist das eben so.
    So viel zum Thema Bildungsgleichheit!!!
    Dieses Argument in Bezug auf das MUSS zum vollen Praesenzunterricht ist fehl am Platz.

  19. Wer hier nicht auf Höhe der Zeit ist, wird relativ schnell deutlich.

    Aber: Ferien verlängern halte ich nach hinten raus für falsch. Vielmehr müsste die Zeit VOR den Ferien genutzt werden, um nach den Ferien für eine Woche Fernunterricht vorzubereiten. Und wenn es in Form von Arbeitsaufträgen ist, die vorbereitend für die Wochen danach (in Präsenz) sind.

  20. Der Populismus ist nach meiner Ansicht die schlimmste Seuche der heutigen Zeit. Wie wenig faktenbasiertes Handeln noch wert ist, kann man am Umgang mit Problemen erkennen, die sich nicht wegtwittern lassen wie eben z.B. Corona und Klimawandel. Und die im Artikel getroffenen Aussagen sind in höchstem Maße populistisch. Wenn man schon das viel geschundene Wort Politikverdrossenheit bemühen möchte, dann ist das jetzt angezeigt.

    Es wäre eigentlich an der Zeit zu beleuchten, warum Populisten gerade jetzt so erstarken, wo angesichts der immer geringer werdenden Spielräume präzises Handeln notwendig wäre. Ob dies mit der immer komplexer werdenden Welt und einem Gefühl des Abgehängtseins zu tun hat?

    Möglicherweise sind die heutigen Politiker auch Opfer, denn durch die PISA-Tests wissen wir, dass Deutschland im weltweiten Vergleich kein erstklassiges Bildungssystem hat sondern ein zweit- oder drittklassiges (der aktuelle TIMMS-Test bestätigt das wieder mal eindrucksvoll) und falls Politiker nicht aus der ersten Garde der unserer Absolventen stammen sondern aus der zweiten oder dritten Garde, dann hat man es in absoluten Maßstäben mit Garde vier bis neun zu tun. Hinzu kommt die verbreitete Unsitte, fachlich Ahnungslose oder gar Inkompetente zu installieren.

    Offenbar muss man dann als Bürger einiges akzeptieren (nur ein Auszug):

    * Komplette Unkenntnis der Exponentialfunktion.
    * Die Unfähigkeit, zwischen Schulpflicht und Präsenzunterricht zu unterscheiden. Wann es immer heisst, dass man Präsenzpflicht benötigt, um die abgehängten Schüler zu unterstützen, dann fragt man sich, weshalb es zu den eingangs erwähnten PISA- und TIMMS-Testergebnissen kommen konnte. Ein Blick in andere Länder (z.B. Finnland) zeigt, dass auch andere Wege möglich sind und diese zu viel besseren Ergebnissen führen können.
    * Das Festhalten an Traditionen. Deutet laut Studie auf einen geringeren IQ hin, weil man nicht in der Lage ist, eingenommene Standpunkte kritisch zu überdenken (https://www.sueddeutsche.de/wissen/iq-und-politische-einstellung-konservative-sind-weniger-intelligent-1.13440)
    * Es wird definiert: Kinder können Erwachsene nicht anstecken. Ohne näheres zu wissen sollte man sagen, dass das Gegenteil gilt solange bis man die Aussage beweisen kann.
    * Mindestabstand ist strafbewehrt einzuhalten – es sei denn, es handelt sich um Menschen in Schulklassen. Als Beispiel ein Auszug aus dem Rahmenhygieneplan Bayern vom 13.11.2020, III.S 1: „Präsenzunterricht in vollständigen Lerngruppen ohne Mindestabstand von 1,5 m ist nur bei strikter Einhaltung der Infektionsschutz-und Hygienemaßnahmen umsetzbar.“. Das ist ein Widerspruch in sich.
    * Fieses Handeln: Weil der ohnehin wilkürlich gewählte Grenzwert der 7-Tage-Inzidenz von 50/100.000 nunmehr flächendeckend überschritten wird, hat man ihn einfach raufgesetzt auf 200. Das erinnert mich an die japanischen Behörden nach dem Reaktorunfall von Fukushima, wo die Strahlengrenzwerte erst einmal raufgesetzt wurden um nicht eine rechtwidrige Situation zu schaffen.
    * Ignorieren von Erfahrungen anderer Länder (Irland): Irland hat Ende Oktober schon einen harten Lockdown verfügt, aber Schulen offen gelassen (https://www.theguardian.com/world/2020/oct/19/ireland-to-impose-5km-travel-limit-in-strict-new-covid-lockdown). Auf der Corona Map von Johns Hopkins kann man die Wirkung in der Kurve gut sehen. Es geht zwar runter, aber nicht so wie gewünscht. Welchen Pandemietreiber hat man da wohl vergessen?
    * Ignorieren von Erfahrungen anderer Länder 2 (USA): https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6944e1.htm
    * Ignorieren von Erfahrungen anderer Länder 3 (Österreich): https://www.derstandard.at/story/2000121673318/gurgeltest-studie-viel-mehr-corona-infizierte-in-benachteiligten-schulen und https://www.derstandard.at/story/2000121691795/corona-schutz-an-schulen-viel-zu-spaet?amplified=True&ref=rss&__twitter_impression=true

    Was mir in Deutschland fehlt, ist der unbedingte Wille, Dinge für die Allgemeinheit verbessern zu wollen. Kritisches Nachfragen, Hinterfragen und Ableiten von zielgerichteten Konsequenzen fehlt völlig. Die einzig gute Nachricht ist, dass Populisten, die gegen harte Fakten angehen, früher oder später zum Scheitern verurteilt sind.

  21. Nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Sagt die die es nicht gebacken bekommt in unserem Zeitalter digitalen Unterricht zu ermöglichen, im Ernst?
    Und dann nicht ganz aktuell bei den Studien . Kinder ab 5 sind genauso ansteckend wie Erwachsene. Also alle Schulen schützen. Andererseits erlaubt sie zumindestens ein aussetzen der Präsenzpflicht auf Antrag dem sollten einfach alle KM folgen, dann brauchen sich keine Eltern mehr beschweren am besten solange die Pandemie geht.

  22. 590 Tote! 590 Familien, die einen Angehörigen verloren haben, den Sie nicht mal besuchen oder begleiten konnten. Sich nicht verabschieden konnten! Zwei Flugzeugabstürze an einem Tag! ABER DIE SCHULEN SIND SICHERE ORTE?!

  23. „Die Frau traut sich was.“ und Schnappatmung … das begleitete mich während des durchlesen des Artikels.

    Ich möchte Fr. Eisenmann nicht ihre grundsätzliche Kompetenz als Kultusministerin absprechen. Und erst recht nicht der gesamten Behörde der sie vor steht. Dafür fehlt mir einfach auch der ausreichende Einblick dorthinein. Ich erwarte aber solch ein Verhalten auch von ihr. Im konkreten Zusammenhang erwarte ich von ihr dies gegenüber der Empfehlung der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina und den Fachleuten die an der Empfehlung mitgearbeitet haben.

    Im Gegensatz zu den Ministerpräsidenten und den Kultusministern schaut die Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina über die (eigenen) Bundeslandgrenzen hinaus. Und im Gegensatz zu diesen kapieren sie auch, dass das Virus weder an Landes- noch an Staatsgrenzen halt macht. Auch macht es keinen Bogen um Orte wie Schulen oder Alten- und Pflegeheimen nur weil wir uns das einreden wollen oder wünschen.

    Nur ein kleines Beispiel:
    Aussetzung der Schulpflicht ab dem 14. Dez.
    Die Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina schlägt nicht Schulschließungen vom 14. Dez. bis 10. Jan. vor, sondern eine Aussetzung der Schulpflicht.
    Baden-Württemberg hat die Schulpflicht bisher als einziges Bundesland die Schulpflicht ausgesetzt.
    Viele Bundesländer haben eh bis zum 10. Jan. Weihnachtsferien. Es gibt aber auch so einige die bereits am 04. oder 05. Jan. wieder regulär Schulstart haben.

    Was sagt uns das? Flickenteppich. Das Virus nutzt JEDE Chance die wir ihr bieten.

    Was nützt zum Beispiel wenn Niedersachsen und Schleswig-Holstein länger Ferien haben oder ein paar Tage verlängert in Distanzunterricht gehen, Arbeitnehmer welcher Berufssparte auch immer aber in Hamburg arbeiten wo wie bisher geplant ab 05.01. die Schule wieder startet. Was nützt z.B. ein harter Lockdown in einem Bundesland, wenn im Nachbarbundesland mehr erlaubt ist? Die Leute fahren halt etwas weiter. Nicht alle, aber genug.

    Es gibt da ein schon sehr altes Sprichwort. Schuster bleib bei Deinen Leisten. Bedeutet – man sollte die Meinung von Fachleuten auch einfach mal zur Kenntnis nehmen und sie nicht einfach abtun.

    Klar, ein konstruktiver Diskurs über Fachgebiete hinaus ist immer sinnvoll. Weil wichtige Dinge betreffen selten nur ein Fachgebiet. Kompromisse sind daher ebenso normal und richtig. Die Betonung liegt hier aber auf Diskurs auf Augenhöhe jeder aus seinem fachspezifischen Blickwinkel heraus und auf ernsthaften Kompromiss – nicht auf Abwiegeln, Ignorieren, fadenscheinige Gegenmeinungen usw.

    Zum Abschluss noch ein Beispiel für eine fadenscheinige Gegenmeinung, die mir gut im Gedächtnis geblieben ist.
    Es gab da doch diese Studie, die die Argumentation, dass Stoß-/Querlüften das Allerbeste ist belegt haben soll. In dem Moment, an dem ich las, dass hierfür ein 190 qm großer Klassenraum genutzt wurde, war die Studie für mich gestorben.
    190 qm-Klassenraum?
    Ich bin seit 1994 Mutter und habe bzw. begleite daher seit 20 Jahren nach und nach meine 5 Kinder durch ihre Schullaufbahn. 3 Bundesländer (Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg) konnte ich dabei kennenlernen. Und NIEMALS sind mir Unterrichtsräume untergekommen, die nur annähernd solche Größe hatten.

    Vielleicht ist dieser Kommentar etwas wir geworden. Aber ich kann langsam auch nicht mehr.

    • Sie haben recht. Mein Klassenzimmer ist 5 x 6 m groß für 20 Schüler. Heute hat meine (selbst gekaufte) CO2-Maschine etwa alle 8-10 Minuten die Warnstufe 800 erreicht. Das bedeutete, dass wir während meiner Doppelstunde ungefähr acht Mal die Fenster geöffnet haben. Die durchschnittliche Temperatur betrug 9 – 12 ° C. Die meisten Schüler trugen Jacken und Mützen und hatten Decken über den Knien. Ihre Hände (und meine) waren jedoch kalt. Nicht gerade geeignete Lernbedingungen.

    • @Mutter aus HH: Nein, das war durchaus nicht wirr. Aber durchdrungen von einer erstaunlichen Höflichkeit angesichts der von Ihnen angeführten Beispiele, die Sie argumentativ fachgerecht zerlegt haben.

  24. OKA noch nicht online? Nicht schwächeln jetzt! Hier gilt es Frau Dr. Eisenmann zu verteidigen. Die die Wissenschaftler öffentlich verunglimpft und lächerlich macht. Na, alles andere ist ja schon hier geschrieben worden; das will ich nicht wiederholen.

  25. Das war Ironie, nur falls wieder jemand es nicht verstanden hat. Und: ja, Ironie und (schwarzer) Humor sind durchaus angemessen, auch wenn die Lage bitterernst ist.

  26. „Nicht ganz auf der Höhe der Zeit“ – sagt eigentlich noch wer Frau Eisenmann, dass die Weihnachtsferien bei uns sowieso bis 10.01. gehen und es nun genau um 7 Tage Wechselunterricht/ Homeschooling ginge, um im Januar und Februar dann 7 Wochen Schullockdown komplett zu verhindern?

    • Nun, böse Gerüchte besagen, dass man, wenn man ihr was näher bringen möchte, das ihr gerade spontan nicht in den Kram passt, komplett von ihr fertig gemacht und angeschrien wird? Wie gesagt, nur ein Gerücht, ich distanziere mich hiermit in aller Form. 😉
      Eine Frage noch: gibt es in anderen Bundesländern Kultusminister, die sich rauchend während der großen Pause auf einen Schulhof stellen?
      Ups, ich distanziere mich von diesem Bericht eines Kollegen.

  27. Es geht um eine Woche in der in den meisten Fällen eh nur Filme geschaut und Plätzchen gegessen werden. Gut Plätzchen in diesem Jahr vermutlich nicht, aber ansonsten bleibt es sicherlich nicht sonderlich Produktiver. Und diese eine Woche würde so vielen Menschen Hoffnung geben.

  28. „+++ 08:33 Zahl der infizierten Schüler und Lehrer steigt +++
    In Deutschland wirkt sich die Ansteckungswelle immer stärker auch auf den Schulbetrieb aus. Wie aus aktuellen Daten der Kultusministerkonferenz hervorgeht, war in der vergangenen Woche bundesweit bereits fast ein Sechstel aller Schulen von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. In mehr als 4300 Einrichtungen konnte demnach nur noch eingeschränkter Unterricht im Schulgebäude stattfinden. Insgesamt 109 Schulen mussten aufgrund nachgewiesener Ansteckungsrisiken vorübergehend geschlossen werden. Die Zahl der positiv getesteten Schüler erhöhte sich in der zurückliegenden Woche leicht auf insgesamt 19.202. Fast 214.000 der insgesamt 10,032 Millionen Schüler befanden sich vorsorglich in Quarantäne. Ein deutlicherer Anstieg ist demnach bei den Lehrkräften zu verzeichnen. Bundesweit 3533 Lehrende waren infiziert, rund 13.500 fielen quarantänebedingt aus.“
    https://www.n-tv.de/panorama/10-41-Zweithoechster-Wert-USA-melden-219-944-Neuinfektionen–article21626512.html

  29. frau dr. eisenmann, sind Sie bereit, vollumfänglich die verantwortung für Ihr gegen jede wissenschaftliche meinung aufgestelltes handeln zu tragen? damit meine ich nicht nur die ethischen und moralischen konsequenzen, sondern, vor allem, auch die juristischen?
    wenn Sie diese frage mit „ja“ beantworten können, gerne weiter so, auch wenn diese ignoranz zahllose opfer bringen wird.
    aber bitte später nicht mit ausreden kommen von wegen wählerwille oder irgendwelchen ärztekammer-gutachten, oder gar mit selbst in auftrag gegebenen studien, als die infektionsrate am boden lag.
    die empfehlungen von RKI, leopoldina, helmholtzgesellschaft und zahllose ausländische studien neuesten datums widerlegen ganz klar Ihr weigerung, die schulen sicherer zu machen.
    können Sie eigentlich noch selbst in Ihren spiegel schauen ohne sich zu schämen?
    ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass in einem land wie deutschland die wirtschaftlichen interessen mit dem fadenscheinigen argument des rechts auf bildung an erster stelle kommen, noch VOR dem recht auf gesundheit und leben.
    und Sie sind teil dieses beschämenden schauspiels.

    • Frau Dr. Eisenmann hat sich sicherlich bereits juristisch abgesichert.
      Da das Geschehen nun diffus geworden ist, kann niemand mehr die Ansteckungsketten in Schulen nachweisen (und auch weil dort nicht mehr getestet wird). Als Lehrer oder Schüler haben Sie keine Chance, nachzuweisen, dass sie sich in der Schule angesteckt haben. Das hat auch finanzielle Vorteile, ein gesundheitlicher Schaden wird nicht als Dienstunfall oder Schulunfall anerkannt. Es gibt dann keinen finanziellen Ausgleich vom Land. So geschehen auch bei einem Polizist in Bayern, der am Flughafen München bei den Einreisetests für Corona tätig war und an Covid19 gestorben ist. Das Gericht hat entschieden, dass dies kein Dienstunfall ist und dass der Witwe keine Zahlungen zustehen.
      Außerdem hat Frau Dr. Eisenmann die Präsenzpflicht in BaWü für das laufende Schuljahr bereits im Sommer ausgesetzt, so dass die Eltern ihre Kinder offiziell „freiwillig“ zur Schule schicken und deswegen erst recht keine Haftung bzgl. Schülern mehr für das Land gegeben ist.
      Letztlich wurde zur Sicherheit auch die Verantwortung für die Hygiene an den Schulen in mehreren Schreiben den Schulleitungen übergeben. Die hatten diese zwar auch schon vorher, aber da hatten wir ja keine Pandemie. Welche Schulleitung ist schon Arzt oder ähnliches und macht hier keine Fehler? Also wenn, dann wird die Schuld auf die Schulleitungen abgeschoben.
      Das ist wasserdicht für das Kultusministerium. Ich denke mal, dass ist es hauptsächlich, was die Landesregierungen im Sommer gemacht haben. Sie haben juristisch prüfen lassen, an wen alles die Verantwortung abgeschoben werden kann. Und sie haben für die Ministerien Luftfilter gekauft.

  30. Der eigentliche Grund, warum Frau E. so agiert, hat Herr Söder vor kurzem versehentlich ja mal ausgeplappert:

    https://fefe.uwe.co/a14c742b

    Ich zitiere:

    Aber das Prinzip muss schon sein: Unsere Kinder müssen betreut werden. Denn wenn wir den wirtschaftlichen Lockdown auch verhindern wollen, das ist ja der Zusammenhang. Schule und Kita hat ja den Sinn und Zweck und auch um die Wirtschaft am Laufen zu lassen. Wenn die Eltern keine Betreuung haben, gibt’s auch keine Wirtschaft. Und deswegen ist das … also … für mich … ähm … da bin ich wirklich selber dahinter her.

    • Ja und gerade Bayern hat eine ausgeprägte Wirtshauskultur. Das fehlen der örtlichen Honoratioren mit CSU-Parteibuch an den Stammtischen der Wirtschaften wird zu einem deutlichen Einbruch der Wirtschaftsleistung führen.

      Der Unfalltot von Wirtshausbesuchern und vollkommen Unbeteiligten infolge von Alkoholfahrten muss halt anders gewichtet werden als die Toten durch Corona bei einem „Lockdown für Arme“, der nur so tut als ob.

      Wer Michaels Endes Scheinriesen, den Herrn Tur Tur aus Jim Knopf kennt, wird die Analogie verstehen. Je näher man dem von den MinPrä verhängten Beschränkungen kommt desto lachhafte findet sie das Virus.

  31. Fragt sich, wer hier so gar nicht „auf der Höhe der Zeit“ ist….

    Aktueller Artikel von heute: https://www.scinexx.de/news/medizin/corona-mikrothrombosen-auch-bei-kindern/
    Daraus: „Unbemerkte Schäden: Die Coronavirus-Infektion kann auch bei Kindern die Blutgefäße und Nieren angreifen – selbst wenn die Kinder symptomlos oder nur leicht erkrankt sind. Darauf deutet die Erhöhung eines Biomarkers im Blut hin, der auf Schäden an den Gefäßen und auf Mikrothrombosen hinweist.“ Und: „Bei allen mit dem Coronavirus infizierten Kindern war die Menge des Biomarkers sC5b9 signifikant erhöht…“

    Die Annahme, Kinder seien vor Covid19 auf irgendeine Weise langfristig und dauerhaft sicherer, stand von Anfang an auf äußerst wackligen Füßen, und es war und ist nur eine Frage der Zeit, bis das Gegenteil klar erwiesen. Ob unsere KuMis diese wissenschaftlichen Erkenntnisse allerdings intellektuell erfassen können, und vor allem zeitnah, scheint mir fraglich….

    Aus diesem Grund lernen meine Kinder seit gut drei Wochen zuhause. Wenigstens das ist unter Eisenmann – wenn auch unter größten Mühen, beruflich-organisatorischen Härten und mit vielen unnötigen Hindernissen für uns als Familie – möglich.

  32. Ich werde nie begreifen, wie willig und dankbar die Kommentarschreiber hier ohne Unterlass jeder Alarmmeldung und jeder Stimme folgen, die Angst und Schrecken anheizt und Maßnahmen fordert, die gar nicht rigoros genug sein können.
    Corona hat offensichtlich mehr im Griff als „nur“ die Physis der Menschen.

    • Ich werde nie begreifen, wie es immer noch Menschen geben kann, die IMMER NOCH nicht verstehen, was Sache ist.
      Insofern sollte man wirklich nur noch dafür plädieren, Schulen uneingeschränkt offen zu lassen, aber nicht die Kinder kommen, sondern die Erwachsenen und es gibt AUSSCHLIESSLICH BIOLOGIEUNTERRICHT und „Faktenkunde“ von früh bis spät.

    • @g.h.
      Sie sind also klüger als die Virologen, die mahnen und härtere Maßnahmen fordern?
      Das nenne ich Selbstbewusstsein.
      Angst haben einzig und alleine Coronaverharmloser. Angst davor, dass das Virus doch keine Grippe ist.

      • Die Covid-Infektion verläuft für die Risikogruppen wesendlich schlimmer ab als eine Grippe-Infektion, und außerdem erwischt es auch jüngere Mitmenschen auf eine sehr unerfreuliche Art, die zuweilen die geistge und körperliche Leistungsfähigkeit sehr stark einschränkt.
        Und es erwischt jetzt auch zunehmend die Mitarbeiter im medinischen Dienst.Macht endlich den Lock-Down, damit auch die älteren Mitmenschen ihren verdienten Lebensabend ohne schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen leben und wahrnehmen dürfen.
        Und lasst euch impfen, damit der Spuk ein Ende nimmt.
        PS.Mich hat es nun zum zweiten mal erwischt, es reicht.
        Jeder kann es übertragen, symptomarm oder mit leichten Beschwerden, und auch die strikte Einhaltung der geltenden AHA-Regeln schützt einen nicht in jedem Fall vor diesem Virus.
        Schutz haben jene verdient, die durch Vorerkrankungen am Ende ihres Lebensabends ein anderes Lebensende ohne eine für diese leidvolle medizinische Behandlung verdient haben.

  33. @g. h.:

    Müssen Sie ja auch nicht begreifen.

    Es gibt derzeit eben immer noch sehr viele, die nichts oder wenig begreifen.

    (Die Zahlen sprechen für sich).

    Danke für Ihren „informativen“ und „hilfreichen“ Beitrag.

    Ich bin seitdem total entspannt und finde auf einmal, dass ja alles gar nicht so schlimm ist….

    Einfach Hirn abschalten. Läuft.

  34. Merkel wirkte ehrlich betroffen und Kultusminister verlieren jeden moralischen Grund, wenn sie jetzt nicht zurück rudern.
    Haben diese Menschen wirklich kein Problem damit für Tote verantwortlich zu sein? Und das aus wahltaktischen und ideologischen Gründen. Ein Armutszeugnis!
    Macht endlich dicht und rettet Leben. Das wäre eine bessere Weihnachtsbotschaft als steigende Intensivbelegungen.

  35. Wenn man sich verbeamten lässt, dann muss man doch damit rechnen von Vollpfosten Weisungen zu bekommen, oder? Das haben wir doch alle gewußt, oder waren wir so naiv?

    Wir sind doch Lehrer und wissen (fast) alles. Ich quitiere und werde ein Angesteller und wechsel wie es mir passt die Schulen oder in die freie Wirtschaft oder fahre mit meinem T3 heimlich in die Toscana. Tschööö mit ö

    • @Freier Lehrer: „dann muss man doch damit rechnen von Vollpfosten Weisungen zu bekommen, oder?“ – Normalerweise ziehen Anweisungen, die man als Beamter vielleicht nicht unmittelbar nachvollziehen kann, aber gleichwohl pflichtbewusst umzusetzen hat, keine potenziell katastrophalen Folgen nach sich. Insbesondere zeigen sie keine gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit der am Schulleben Beteiligten oder für den Ablauf der Pandemie.
      Die aktuelle Situation ist insofern neu und ohne Präzedenzfall in der unmittelbaren Vergangenheit.

      • aber genau das bedeutet es Beamter zu sein – fast niemand in der Bevölkerung steht hinter uns, und warum? Weil sich alle denken, dass wir mit allen Privilegien die wir haben jetzt halt mal an der Front stehen müssen aber jetzt nur rumheulen. Ich find uns alle so armselig, mich eingeschlossen! PFUI

  36. Was ist denn mit Berufsschulen? Die sind doch erwachsen genug zu wissen, ob die zu Hause lernen oder nicht. Warum müssen die auch wie Grundschulkinder in die Schule gehen? Was für ein Schrott ist das denn? Die Frau darf auf keinen Fall wieder gewählt werden.

  37. Ich unterrichte an einer Berufsschule in BW. In meinem Stadtkreis sind wir seit Wochen bei einer Intidenz von über 200, seit heute knapp vor 300. Wechselunterricht dürften wir einführen – theoretisch – denn das örtliche Gesundheitsamt muss den Antrag auf Wechselunterricht prüfen und das dann genehmigen.

    Wie lächerlich ist das denn? Das Gesundheitsamt hier ist völlig überlastet. Somit wird es längere Zeit dauern, bis die Anträge der Schulen hier im Stadtkreis überprüft sind.

    Wieso habe ich den Eindruck, dass Frau Eisenmann und Co. das bis Weihnachten aussitzen wollen? Es hat sich seit den Ferien nullkommanix geändert. Die Infektionszahlen in BW haben mit über 4000 heute einen Höchststand in BW erreicht. In meiner Schule sind 8 Klassen wegen Coronafällen in behördlicher Quarantäne, in der Kita bei uns im Ort sind zwei Gruppen geschlossen.

    Schöne Weihnachten!

  38. Meine Grundschüler freuen sich über jeden Tag in der Schule und haben Panik vor Quarantäne und Schulschließungen. Die letzten 4. Klässler, jetzt auf der weiterführenden Schule, haben erhebliche Bildungslücken aus den letzten Schulschließungen.

  39. Gebauer, Eisenmann, Naidoo, Hildmann, Zietlow, Alin….die Reihe der „Covid-ioten“ , Leugner, Verschwörungstheoretiker lässt sich beliebig fortsetzen…leider! Sie „treten“ die Arbeit von Wissenschaftlern, Ärzten, Pflegern und vieler anderer „mit Füßen“. Besserwisserisch, unbelehrbar, arrogant und ignorant! Schämt euch!

  40. Ich kann dieses Wort Bildungsgerechtigkeit nicht mehr hören, die gab es Deutschland noch nie, stets wurde festgestellt, dass Bildungserfolg im Wesentlichen vom Status der Eltern abhängt .Wenn man das jahrzehntelang nicht in Griff gekriegt hat, muss man es nun unbedingt mitten in einer Pandemie angehen….Und was Schulausfall angeht….ich habe in meiner Verwandtschaft viel ehemalige Kriegskinder, die bis zu einem Jahr nicht zur Schule gehen konnten, aus denen sind trotzdem Ärzte, Lehrer, erfolgreiche Unternehmer geworden, also bleibt mir bitte fern mit dieser Panikmache, dass dann nichts aus unseren Kindern werden würde…völliger Quatsch..

  41. Frau Eisenmanns Beurteilung der Fachkompetenz der Leopoldina enthüllt abermals, in derart selbstgefälliger Anmaßung, ihre unfassbare Inkompetenz, Borniertheit, maßlose Selbstüberschätzung und impertinente Arroganz.

    Oder sympathisiert sie womöglich gar – insgeheim – völlig unerkannt – etwa mit den sog. „Corona-Leugnern“ oder sog. „Querdenkern“?

    Eigentlich ja undenkbar, aber wer weiß es?

    Dies ist natürlich eine überaus gewagte, weit hergeholte, ungeheuerliche These, doch solche Assoziationen drängen sich durchaus auch auf, wenn man nach rationalen Erklärungen für Frau Eisenmanns Einschätzungen der Lage – und der Expertise der Leopoldina – sucht.

    Ist es wirklich nur Machtbesessenheit, egoistisches Karrieredenken, Machtstreben bis hin ins Amt der Ministerpräsidentin im Musterländle, das sie antreibt, das viele ihr ja nachsagen?

    Jedenfalls verschlägt es Einem erst einmal die Sprache, wenn man die Zitate von Frau Eisenmann liest!
    Unfassbar. Ich bin einfach nur entsetzt!

    Eine derartig schlichte Denke hätte ich nicht vermutet. Bei jemandem, der/dem wir letztlich unsere Liebsten, unsere Kinder, anvertrauen – an jedem einzelnen Schultag!

    Von dem Los der LehrerInnen will ich gar nicht erst reden, die zudem Frau Eisenmanns „Fürsorgepflicht“ ohnmächtig ausgeliefert sind.

    Da bleibt einem wirklich nur noch, inständig dafür zu beten, dass es in BaWü durch Frau Eisenmanns unseliges Wirken bei der Bekämpfung der Pandemie nicht letztlich zu vielen tragischen Verlusten an den Schulen kommt!

    Wir wissen, wer dann entscheidende Mitverantwortung trägt, wer die zu beklagenden Verluste/Opfer dann mit auf dem Gewissen haben wird.

    Die Verweigerung der Kenntnisnahme von wissenschaftlichen Fakten oder deren Leugnen, Negieren – das kennen wir doch von woandersher.
    Ihr Verhalten weist, nicht nur meiner Meinung nach, gewisse Ähnlichkeiten mit dem Auftreten eines gewissen egomanen Narzissten in den USA auf.

    Gott bewahre uns hier in Deutschland vor solchen MachtpolitikerInnen an der Spitze der Exekutive!

  42. Also, ich bin nicht Schülerin, Lehrerin, Mutter oder Politikerin, sondern aufmerksame Bürgerin, unterrichtende Musikerin und Großmutter. Immer, wenn ich die schwankenden Verhaltensmaßregeln in Bezug auf Corona höre, stelle ich die Frage, ob das Virus diese auch kennt und sich danach richtet. Mal dürfen sich 3, mal 2 Haushalte mit 6 oder 10 Personen treffen… Meine 9-jährige Enkelin war vor kurzem für 2 Wochen in Quarantäne, weil ein Mitschüler positiv getestet war. In ihrer Grundschule waren 5 von 10 Klassen zeitweise geschlossen. Diese Zahlen sprechen für sich.
    Es war ziemlich früh bekannt, dass Kinder eventuell keine Symptome entwickeln, aber das Virus an andere Menschen jeden Alters weitergeben – dass also auf diese Weise die Schulen zu Hotspots werden. Meines Wissens wurde der Umgang mit Tablets und Lernprogrammen niemals in den Schulen eingeführt. Auf Youtube gibt es dazu sehr interessante Beiträge über Finnland.

  43. Liebe Frau Wettmann,

    der Umgang mit Tablets wird an meiner (ehemaligen) Schule (Gymnasium in Bayern) wirklich schon jahrelang praktiziert.

    Aber das ist auch in Bayern nicht überall, nicht flächendeckend der Fall.

    Die Digitalisierung der Schule wird vom Schulleiter mit Vehemenz und Leidenschaft bereits seit vielen Jahren vorangetrieben.
    Auch viele Weiterbildungen für die LehrerInnen!

    Bin schon seit einigen Jahren in Pension – also Details über Ist-Zustand sind mir nicht bekannt.

    Intranet, Moodle-Plattform, Whiteboards, … bereits 2014 bei uns also völlig normal!!!

    Nur ein Vollzeit (!)- Lehrer als IT-Administrator zur Systembetreuung fehlte dringendst!
    Sehr engagierter IT- affiner Kollege – mit wenigen – Entlastungsstunden war damit zeitlich völlig überlastet.

    Oft „stellte er fast ein Feldbett zum Schlafen“ in die Schule, verbrachte lange Abende, manchmal auch noch ganze Wochenenden (- also Teile seiner „Freizeit“ neben den Korrekturen, … – ) damit, das System auch zu diesen Zeiten noch zu „betreuen“, besonders wenn Not am Mann war.

    So z.B. bei Systemabsturz kurz vor Terminsachen (Zeugniskonferenzen, Druck der Jahreszeugnisse, …).

  44. Hallo, über die Schule wird viel geredet, ich sehe den Schulweg. Es stehen die Schüler wie die Sardinen in den Bussen, wie will man da eine Pandemie bekämpfen ? Die Schüler können auch nicht 10 km zu Fuss gehen, sie müssen mit Bussen fahren und die sind voll. Da können die Schulen noch so sichere Massnahmen ergriffen haben, es ist doch sinnlos, wenn Bahnen und Busse benutzt werden müssen.

  45. Liebe Sofia Liebermann,

    Sie sagen es! Klar erkannt! Das ist einer der springenden Punkte.

    Darauf wurde hier jedoch schon unzählige Male, immer wieder, unaufhörlich – von vielen KommentatorInnen – ausdrücklich hingewiesen. Ich weiß gar nicht, wie oft … – Dauerthema!

    Leider wollen die politisch Verantwortlichen diesen einen Knackpunkt, drangvolle Enge, somit kein Abstand bei der Schülerbeförderung, einfach nicht wirklich zur Kenntnis nehmen – und danach handeln!

    Es wird beschwichtigt, abgelenkt, Sicherheit vorgegaukelt.

    Im Übrigen ist die fehlende Abstandsmöglichkeit bzw. auch freiwilliges konsequentes Einhalten des Mindestabstandes von 1,5-2 m de facto a u c h an anderen Stellen, in vielen anderen Situationen, eines der Hauptprobleme!

  46. „«Dass ausgerechnet eine wissenschaftliche Institution dies fordert, überrascht doch ein bisschen», kritisierte Eisenmann.“
    Man nennt es ‚kognitive Dissonanz‘, und was DANN passiert, das ist dann das eigentlich interessante!

  47. Hallo zusammen
    Ich habe nur eine BITTE wählt diese Frau nicht wenn sie schon jetzt ihr Handwerk nicht kann wie würde das ENDENNNNNNNNNN? Nach einem ????? Wahlsieg armes Baden-Württemberg

  48. Als Lehrerin habe ich jetzt diesen Irrsinn in BW fast ein Jahr mitgemacht. Frau Eisemann propagiert das Recht auf Bildung und das Wohl der Kinder. Ohne Rücksicht auf die Gesundheit und das Wohl der Allgemeinheit. Das ist höchst verantwortungslos und man sollte sie wegen fahrläsdiger Gefährdung verklagen. Sie gefährdet die Gesundheit jedes betroffenen Lehrers und Lehrerinnen, sie gefährdet die Gesundheit jedes Schülers / jeder Schülerin, die tagtäglich in überfüllten Bussen zur Schule kommen müssen um sich dann mit ca. 30 anderen Schülern in kleine Räume zwängen müssen. Lüften und Abstandsregeln…… in der Realität lächerlich und nicht durchführbar. Bei Minusgraden alle 20 Min. durchlüften hat zur Folge, dass so gut wie gar kein Erfolg bei Präsenzunterricht zu verzeichnen ist, da die Schüler frieren, das Klassenzimmer während des Durchlüftens verlassen möchten, aus der Konzentration gerissen werden und somit nichts zustande kommt.Im Klartext sieht eine Unterrichtsstunde nämlich so aus: Raum betreten, 10 Min. Plätze desinfizieren, 5 Min. Diskussion über die Kälte im Raum. 5 Min. Unterricht, 5 Min. durchlüften, weitere 5 Min. bis wieder jeder an seinem Platz sitzt. 15 Min. Unterricht, Stunde zu Ende. Mal abgesehen davon, dass Schüler in der Regel keine FFP 2 Masken tragen, gibt es auch die, die immer wieder dazu aufgefordert werden müssen, ihre Maske generell oder richtig zu tragen. Wenn man Pech hat, nochmals mindestens 5 Min. Diskussion. Im Fernunterricht hätte man immerhin 45 Min. vernünftig unterrichten können. In der Realität nicht. Hinzu kommt, dass man in der ständigen Angst lebt, sich und seine Familie anzustecken, Denn erst hieß es, ab einen Insidenzwert von 50 müssten Klassen geteilt werden und im Wechsel unterrichtet werden, dann überschritt die Stadt in der ich unterrichte, diesen Wert. Dann hieß es – Nein, es gilt wenn der Landkreis diesen Wert überschreitet. Dann wurde der Wert auf 100 gesetzt, 2 Wochen später auf 200 und am Schluss sogar auf 300! Und Frau Eisemann wehrte sich immer noch, als es darum ging, die Weihnachtsferien vorzuverlegen. Ja, wir können alle verrecken, aber die Schule muss offen bleiben.,…. Inzwischen gab es nicht nur bei den Schülern immer mehr Infizierte. Anstatt die Schüler und Lehrer nun zu schützen wurde nur der Nebensitzer mal in Quarantäne geschickt und noch nicht mal getestet. Ja, da kann man dann gut behaupten, in Schulen gäbe es kein Infektionsrisiko. Anstatt Geld in Raumluftreiniger zu investieren, soll man sich halt wärmer anziehen. Weiterführende Schulen haben bis zu 38 Unterrichtsstunden. Haben Sie schon mal 8 Stunden in unterkühlten Räumen überwiegend sitzend gearbeitet? Na ja, immerhin unterbrechen dann Erkältung und Blasenentzündung die sonstige Tortur. Ich bin froh, einigermaßen unbeschadet in die Weihnachtsferien gekommen zu sein und schon plärrt Fr. Eisemann wieder, die Schulen müssen sofort nach den Ferien wieder in den Präsenzunterricht. Damit kann man natürlich wunderbar von der eigenen Unfähigkeit ablenken. Die Unfähigkeit zum Beispiel schon ab dem ersten Lockdown Maßnahmen zu ergreifen, damit in Pandemiefall tatsächlich ein vernünftiger Fernunterricht aufgebaut werden können. Die jahrelange Unfähigkeit das Bildungssystem vernünftig aufzubauen, anstatt immer unattraktiver zu machen, sodass kleinere Klassen mit mehr Personal unterrichtet werden kann. Erschreckt schaut man immer auf die schlechter werdenden Pisa Zahlen. Kleinere Klassen, mehr Lehrkräfte wäre hier mal ein Ansatzpunkt. Ebenso attraktiver Lernsystheme. Auch in Pandemiezeiten wäre vielleicht auch zu überdenken, ob man statt gehirnerweichenden Unterhaltungsmüll nicht auch mal Unterrichtfernsehen ausstrahlen könnte. Zumindest vormittags auf einigen Sendern. Aber es geht ja nicht wirklich um eine befürchtete Bildungslücke, sondern wohl eher um Wahlkampf. Nein danke Frau Eisemann. Meine Stimme erhalten Sie ganz bestimmt nicht und ich hoffe auch dass viele andere Menschen so denken. Sollte ich mich aufgrund meines Berufes doch noch mit Corona anstecken müssen lassen, ist Ihnen eine Klage wegen Gesundheitsgefährdung bzw. Körperverletzung sicher.

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