Piazolo öffnet Schulen wieder für Abschlussklassen – teilweise jedenfalls

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MÜNCHEN. Die ersten Schüler kehren an Bayerns Schulen zurück: Zum 1. Februar starten die Abschlussklassen an Gymnasien sowie FOS und BOS mit dem Wechselunterricht. Wie ein Sprecher des Kultusministeriums am Mittwoch sagte, gehören dazu auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulformen, die vor der Abitur- beziehungsweise Fachabiturprüfung stehen – etwa an den Abendgymnasien.

Ist die Zeit jetzt die richtige für Schulöffnungen? Bayerns Kultusminister Michael Piazolo. Foto: Andreas Gebert / StMUK

Auch diejenigen in den beruflichen Schulen, bei denen noch vor Ostern die Abschluss- oder Kammerprüfungen anstehen, dürfen ab Februar wieder abwechselnd am heimischen Schreibtisch und im Klassenzimmer lernen. Die übrigen Klassen sollen nach aktuellem Stand Mitte Februar in die Schulgebäude zurückkommen.

Für die Rückkehrer gelten die Abstandsregeln und eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer. Der vorzeitige Start der Abschlussklassen war zwar vergangene Woche bereits angekündigt worden, stand aber zunächst unter dem Vorbehalt des Infektionsgeschehens. Nachdem die Zahlen im Lockdown nun weiter nach unten gingen, gab Kultusminister Michael Piazolo (CSU) nun endgültig grünes Licht für den Wechselunterricht. dpa

Blindgänger – oder Blitzableiter? Bayerns Kultusminister im Krisenkampf

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50 KOMMENTARE

  1. Warum halten es diese …. nicht für nötig, auch mal die Lehrkräfte darüber zu informieren??? Wahrscheinlich kommt am Sonntag Abend die offizielle Meldung, dass es am Montag losgeht. In welcher Form auch immer.
    Auf der Seite des Kultusministeriums ist bis 18:40 Uhr (27.01.) noch nichts zu lesen.
    Naja es ist halt wie immer – Lehrer einfach mal hängen lassen, nicht ausstatten, nicht informieren aber immer die Schuld auf ihnen abladen.
    Danke

  2. Im Gegensatz zur Presse sind die Schulen in Bayern noch nicht informiert – wozu auch. Soll wohl Wechselunterricht werden, die schlechteste aller Alternativen, abgesehen vom Nichtunterrichten. Besser wäre es, wenn man Großäume nutzen dürfte, um alle Schüler unterrichten zu können. Wie soll Wechselunterricht im Kurssystem funktionieren?

  3. Unglaublich! In München steigt die Zahl der Mutationen, in Bayreuth ist das größte Klinikum betroffen und Piazolo lässt Tausende erwachsene! Schüler in die Schulen pilgern, während die Bundespolitik weiter vor den Mutationen warnt und Seehofer Flüge stoppen will. Wollt ihr uns alle nur noch veräppeln? Wenn ab Montag in meiner Stadt Hunderte von Schülern mit dem ÖPNV an die Fach und Berufsoberschulen tingeln, können wir auch alles andere lockern. Wie kann ich einem Friseur noch erklären, dass er pleite gehen wird, aber Schüler, die auch digital beschult werden könnten, in die Schulen geschickt werden?
    Diese Schularten mit bis zu 1000 Schülern bestehen fast nur aus Abschlussklassen.
    Ich hätte Grundschule, erste Klasse noch eher verstanden als diesen virologischen Defätismus. Warum muss immer wieder der gleiche Fehler gemacht werden? Reichen 800 bis 1000 Tote pro Tag noch nicht?

    • Es sind Abschlussklassen, die müssen erneut in die Schule, ein letztes Mal vor dem Abi persönlich von Lehrern unterrichtet werden. Klar ich verstehe Ihren Punkt, aber das ist dringend notwendig. Außerdem plädiere ich an die Abschlussschüler sich entsprechend rücksichtsvoll zu verhalten.

      • Im Unterricht-Dahoam würden sie besser auf die Uni vorbereitet, da diese kaum Präsenzveranstaltungen anbieten. Da wüssten die SchülerInnen, was sie in den nächsten 2 Jahren erwartet 🙂

      • Und es müssen noch Unmengen an Noten gemacht werden. Und dazu wird das vernüftige Lernen mit Wechselunterricht und „Notenpilgern“ die nächsten Wochen erst einmal auf der Strecker bleiben.

      • Joans, in diesen Klassen sind Schüler zwischen 17 und 30. Gerade diese Altersgruppe hat wenig Probleme damit, digital zu lernen. Ich habe selbst Kinder in dieser Altersgruppe. Schon der Schulweg frisst über eine Stunde täglich im ÖPNV. Im eigenen Zimmer können sie sich den Arbeitsstoff einteilen und sind weniger gestresst als sich mit 15 anderen in Klassenzimmer zu quetschen.
        Als Vorbereitung auf die FH oder UNI ist Distanzlernen ultima ratio. Nichts fördert Selbstständigkeit mehr.

      • Ihr Punkt ist verständlich, jedoch werden die Schüler und Schülerinnen nicht alle gefahren und somit müssen sie in eine volle U-Bahn, oder in ein vollen Bus sitzend wie stellen sie sich, da vor die Sicherheit der Schüler zu Gewährleisten wenn sie im Home-Office sitzen und die Schüler in vollen Bahnen. Ein weiterer Punkt den man beachten sollte ist, dass es mögliche Plattformen gibt auf denen man Tests schrieben kann also Fragen sie sich lieber wieso es in den Universitäten klappt, aber in den Schulen nicht. Wenn sie wirklich dafür sind den Schülern zu helfen dann setzen Sie sich bitte dafür ein das wir die gleichen Hilfsmittel bekommen wie in den nördlichen Bundesländern den während die Bayrischen Schüler ohne Hilfsmittel dar stehen und die meisten deshalb durchfallen nur damit das bayrische Bundesland weiter angeben kann das sie den anderen Bundesländern 1,5 Jahre voraus sind wenigstens helfen die nördlichen Bundesländer ihren Schülern mit einpaar geschenkten Notenpunkten !

  4. „Nachdem die Zahlen im Lockdown nun weiter nach unten gingen“

    Dagegen muss rasch was getan werden, also schnell die Schulen aufmachen.

    Da kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen. Will man das Infektionsgeschehen wirklich auf dem aktuell sehr hohen (weit über 50) Niveau einfrieren und riskieren, dass es ganz schnell wieder nach oben geht? Wem nutzt das? Sind ein oder zwei Wochen Präsenzunterricht wirklich mehrere Wochen eines neuen Lockdowns wert?

  5. Wechselunterricht für Abschlussklassen in der momentanen Situation ist absolut unverantwortlich. Die momentane Mutation ist viel zu ansteckend als dass man momentan dieses völlig unnötige Risiko eingehen sollte. Hier werden Menschenleben gefährdet nur weil es die Politik nicht auf die Reihe bekommt Schulen wirklich sicher zu machen. Anscheinend haben Abiturienten in Bayern kein Recht auf Gesundheitsschutz wie alle anderen. Schulen sollten bis 14.02.2021 lt. Bund Länder Konferenz geschlossen bleiben.
    Politik verliert für mich absolut an Vertrauen.

    • Andy, ich kann dich „trösten“: auch in anderen Bundesländern, z.B. Brandenburg, haben SuS der Abschlussklassen und deren Lehrkräfte kein Recht auf Gesundheitsschutz. In Brandenburg sogar in Vollpräsenz (also nicht mal halbe Klassen) und per Gesetz aufgehobener Abstandsregeln in den Schulen bereits seit 04.Januar. Den KuMis geht die Gesundheit und das Leben der ihnen Anvertrauten sowas von am A. Vorbei…

    • In Hessen sind Abschlussklassen seit 11.1.2021 ganz normal im Unterricht mit Präsenzpflicht. Da wird nicht mal an Wechselunterricht gedacht, Hessen kann es sich leisten Schüler aus Abschlussklassen ohne Schutzmaßnahmen in die Schule zu zwingen. Die Landesregierung und Herr Lorz sehen das scheinbar so. Warum geht da niemand gegen an? In anderen Bundesländern ist das mit Abschlussklassen glaube ich auch teilweise so.
      Aber hey, das Virus ist schlau und macht halt einen großen Bogen um Abschlussklassen. Wie bescheuert ist das eigentlich.
      Da schreit auch niemand.

      • Natürlich das Virus würde doch nie auf die Idee kommen…also nein… das wird es doch nicht? Wenn es nicht so tragisch wäre… Zusätzlich zu dem ganzen Spaß sollen ab nächster Woche die Schüler im größten Hotspot Hessens folgen. Am Dienstag noch bei einer Inzidenz von über 284 und auf Platz sechs in ganz Deutschland, jetzt wundersammer Weise auf unter 200 gesunken, innerhalb von zwei Tagen. Wen interessiert das schon?

  6. Da bin ich aber froh, dass meine Tochter in der Abschlussklasse einer Realschule ist. Das scheint ja für den Herrn Kultusminister nicht so wichtig zu sein…(Zum Glück)
    Typisch Bayern mal wieder.

  7. Ja die besseren der Gesellschaft dürfen wieder zurück bei den geht es ja um den Abschluß. Mittel- und Realschule darf nicht. Geht’s bei denen um nichts??? Auch die stehen vor dem Abschluß was wichtig ist für deren Zukunft. Die haben es ebenso verdient das man an sie denkt. Aber nein ab Gymi aufwärts ist alles OK, aber das kleine Volk ist unwichtig. Traurig das die Studierten wichtiger sind.

    • Liegt vielleicht daran, dass sich AbiturientInnen im Juli schon bei den Unis bewerben müssen und das Abi schon Mitte Mai beginnt. RealschülerInnen bzw. HauptschülerInnen haben vielleicht etwas mehr Zeit, da deren Abschlussprüfungen meist erst im Juli sind.

  8. Sbiturienten.. aber nicht Abschlussklassen an Grund, mittel und realschule..wir steuern sehr gut auf eine 2 Klassen Gesellschaft zu. Bildung ist der Verlierer in deutschland

    • „Abschlussklassen an Grundschulen“ finde ich immer ausgesprochen lustig. Da geht es um keinen Abschluss, da geht es lediglich um einen Wechsel auf die weiterführende Schule. Die Empfehlungen stehen auf den heutigen Zeugnissen, da sind alle Messen gesungen.

  9. Wie unfair ist das den? Hier werden also die „Akademikerkinder“ bevorzugt. Was ist mit den Abschluss Klassen der Real- und Mittelschulen? Voll sauer!!!!!!

    • Beginn der schriftlichen Abiturprüfung am Gymnasium: 12. Mai !
      Beginn der schriftlichen Prüfung an der Realschule: 6. Juli
      Beginn der schriftlichen Prüfung an der Mittelschule: 23. Juni

      • Nein glaube ich nicht. Und ich bin einfach nur enttäuscht, dass mein Sohn als Realschüler in der Abschluss klasse, sich noch mit Distanzunterricht quält. Und habe Angst das eben sie runterfallen und nur aufs Gymnasium geschaut wird.

  10. Es ist im Licht der Vorgänge in Baden Württemberg und der Infektion von dutzenden von Erwachsenen und Kindern in einer Kita unverantwortlich und vorsätzliche Körperverletzung, jetzt die Kinder und Jugendlichen in die Schulen zu zwingen. Die Mutationen werden vor den Schulen nicht hakt machen, ob mit oder ohne Masken. Es muss weiter an der Schulschließung festgehalten, geimpft und abgewartet werden. Wir Eltern sind klar für die lückenlose, direkte und klare Reduktion, Streichung und Entzerrung des Lehrplanes, insbesondere in Anschluss- und Übertrittsklassen, damit der Druck solche Entscheidungen zu treffen gar nicht erst entsteht. Zudem ist es unverantwortlich die Winterferien zu streichen und alle SuS und Lehrer an die Schulen zu zwingen. Unser offener Brief an den Kultusminister Piazolo wurde vollständig ignoriert!
    Hier der offene Brief https://www.eb-whg-garching.de/

    • Wissenschaftler,
      sehr gut! Warum wurde der Brief ignoriert? Bitte nachhaken.
      So darf man nicht mit Eltern umgehen.
      Ich stimme Ihnen völlig zu, dass es vorsätzliche Körperverletzung ist, Jugendliche und Erwachsene jetzt in die Schulen zu schicken.
      Montag werden sich Hunderte Schüler in Gebäuden treffen. Wenn das keine Massenveranstaltung ist, was ist es dann?
      Sollten die Schulöffnungen die Mutationen befördern, was wahrscheinlich ist, muss Piazolo zurücktreten. Eine völlig unverständliche und unverantwortliche Entscheidung. Jeder Erfolg des Lockdowns wird damit zunichte gemacht.

  11. Also, der Corona-Index sinkt – und erst seitdem die Schulen größtenteils im Online-Unterricht – sind massiv. Die Abschlussklassen sind aus Altersgruppen zusammengesetzt, die bekanntermaßen im Infektionsgeschehen ganz vorne mit dabei sind. Sie können – viel besser und effektiver als Grundschüler- virtuell unterrichtet werden. Es wird Panik vor den neuen Mutationen gemacht. Alle Arbeitnehmer sollen möglichst im Homeoffice und fern der öffentlichen Vetkehrmittel bleiben und haben sogar ein Recht darauf. Und jetzt werden im Schnellschussverfahren die Abschlussklassen und deren Lehrer!!! zurück in den Präsenzunterricht geschickt?!?! Logisch absolut nicht nachvollziehbar oder zu verargumentieren!!! Die hochgelobten FFP2-Masken, mit denen die Lehrer ja so effektiv geschützt sind, sind übrigens nicht dazu gedacht, stundenlang laut vor großen Gruppen zu sprechen, und man sollte – laut Gebrauchsanweisung – nach 75 Minuten 30 Minuten Pause machen. Schon bei stundenlangem Unterrichten wird bewusst die Gesundheit der Lehrer geschädigt, wenn keine Pausen möglich sind.

    • teacher,
      Grundschule, erste Klasse, das hätte ich noch verstanden, aber Abschlussklassen (16-40 Jahre alt)??! Hunderte von Schülern in einem Gebäude.
      Da könnten auch Konzerthallen und Gaststätten öffnen, wenn das ungefährlich sein soll.
      Will Bayern mehr Infektionen? Will man die Auswirkung der Mutationen auf Jugendliche und Erwachsene testen?
      Mit so einem Vorgehen sinkt jedes Vertrauen in die Politik und gibt den Querdenkern Futter. Es kann ja nicht so schlimm sein, wenn sogar erwachsene Schüler wieder ÖPNV nutzen und Schulen besuchen. Ich kann danach jeden verstehen, der die Maßnahmen und Warnungen nicht mehr ernst nimmt.

    • Das ist wissenschaftlich nicht erwiesen, dass die Schulkinder diejenigen sind, die das Virus verbreiten. Es ist eine politische Entscheidung wann die Zahlen weniger werden. Ich glaube nicht, dass die Zahlen bei Schulöffnung zunehmen. Die Zahlen sind doch nicht zurück gegangen, seit die Schule zu hat. Erst seit einer Woche gehen sie angeblich zurück wahrscheinlich aufgrund des aufgedruckten Homeoffice.

      • Das „aufgedruckte Homeoffice“ gibt es aber erst seit 1 Woche, es wäre schon verwunderlich, dass Zahlen direkt mit Beginn einer Maßnahme sinken. Im übrigen sinken die Zahlen schon seit Anfang Januar – also 14 Tage nach Beginn der Weihnachtsferien. Sie könnten im übrigen noch stärker runter gehen, wenn man endlich auch die KiTas tatsächlich zu machen würde.

  12. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Was ist mit den Real- und Mittelschülern!!??
    Hier kommt man sich vor wie Menschen 2. Klasse. Nur das Abitur zählt.
    Da muss dringend nachgebessert werden, entweder alle oder keiner!!
    Die Zahlen sinken zwar aber so riskiert man nur wieder einen schnellen Anstieg.
    Besser wäre es gewesen noch abzuwarten und dann für alle Abschluß-Klassen zu öffnen.
    Vor allem sollten als erstes die Schulen informiert werden, die müssen jedesmal auf die Schnelle reagieren was sich unsere Regierung Neues ausdenkt.

  13. Das ist nicht zu verstehen!! Herr Söder, wie kann das passieren??

    1. Wechselunterricht ist die schlechteste aller Varianten – das sagen zumindest Schüler und Lehrer.
    2. Flugverbote, aber die Kinder wieder in die Schule schicken – das passt nicht.
    3. Es gibt Regionen in Bayern mit Inzidenzien deutlich > 100!
    4. Im September wurde man als Hotelgast bei Inzidenz von >50 abgelehnt (mal so zum Nachdenken).
    5. Spiel mit dem Feuer – die Kinder haben auch ältere Menschen zu Hause. Was ist denn mit den Mutationen? Abschlussklassen sind nicht gefährdet und tragen nichts weiter? Wohl kaum!

  14. Totale Schnappsidee. Erstens ist es viel zu kurzfristig und zweitens kann nur 50% des Unterrichtsstoffes vermittelt werden. Völlig sinnfrei. Außerdem können ältere Schüler das selbstständige Lernen viel besser ausüben.

  15. Damit gesellt sich auch Markus Söder zur Gruppe der Heuchler . Er tritt gerne in Interviews als knallharter Corona – Kämpfer auf , der – um Kaiser Wilhelm II abzuwandeln – sagt : ˋ Am bayerischen Wesen soll Deutschland genesen ´ . Aber Schulen auf . Noch könnte er seinen Kumi stoppen .

    • Söder schien wie ein Leuchtturm unter all den anderen MPs, die Wissenschaft und Corona für Smarties halten und 900 Tote pro Tag ausblenden können. Bei Söder meinte man, echtes Bedauern über die Toten zu sehen. Viele haben seinen wissenschaftlichen, härteren Kurs unterstützt. Die Freien Wähler stutzen Söder aber gerade zu einer kleinen Fackel und wenn Söder die Stimmen der Vernünftigen retten will, muss er Piazolo einbremsen sonst wird seine Pandemiepolitik von den Freien Wählern zur Farce gemacht.

    • Das entscheidet in Bayern doch nicht der Kultusminister. Das hat der Söder entschieden. Genauso wie der Söder entschieden hat, dass die Winterferien gestrichen werden. Ähnlich wie damals das G8 eine Entscheidung Stoiber war, der damit schon 2 Wochen nach der Wahl sein erstes Wahlversprechen gebrochen hat.

      • Das kann auch sein. Aber warum sollte sich Söder selbst schaden wollen? Diese Schulpolitik, die jeden harten Kurs konterkariert, lässt die CSU wieder die Stimmen verlieren, die die bisherige Strategie gebracht hat. Bayern macht sich mit dieser Schulpolitik gerade bundesweit lächerlich. Selbst NRW Gebauer erweist sich nicht als völlig lernresistent. Ich vermute eher einen Machtkampf Freie Wähler-CSU. Denn wofür braucht es noch eine CSU, wenn diese die stumpfe Lockerungspolitik der Freien Wähler
        nachahmt?

        • Der erste, der das mit den Schulen öffentlich gemacht hat, war Söder. Jetzt kann er halt nicht mehr zurück. In Bayern machen die Kultusminister schon immer, was der Ministerpräsident oder die Wirtschaft will.

  16. Der bayrische Kumi ist ja nur Söders Marionette – was im Grunde positiv zu sehen ist. Ohne Söders eindeutige Zustimmung wäre das doch so nie verkündet worden. Und wenn’s schief geht: Tschüss, Piazolo, dann werden die Fäden halt endgültig abgeschnitten. Er war’s, er war’s!

  17. Angesagt wurden die Schulöffnungen, sofern das Infektionsgeschehen es zulässt. Lässt es das wirklich zu? Ab welcher Inzidenz wird wieder geschlossen? Diese scheinheiligen Politiker. Die Inzidenz geht ihnen über alles, aber sie trauen sich nicht, einen Grenzwert für die Schulöffnungen zu nennen, bzw. ab wann die Schulen wieder geschlossen werden müssen.
    Bei uns sind die Inzidenzen so hoch (im Bayernvergleich waren sie in unserem Landkreis niedrig) wie im Dezember, als geschlossen wurde – wer kann mir das mal erklären???
    Warum mussten wir im Dezember bei einer Inzidenz von ca. 70 schließen und jetzt bei der selben Inzidenz öffnen?

    • Grias Di,
      niemand versteht das. Das ist paradoxe Kommunikation. Die Schlagzeilen klingen nur noch schizo. Auf der einen Seite gefährliche Mutanten, Bundesländer, die Schulöffnungen zurück nehmen, in Bayern immer noch Inzidenzen über 100 und immer noch 900 Tote, auf der anderen Seite Gequake über Lockerungen ab Mitte Februar (gibt es einen Deal mit B117, dass es ab 14. Februar nicht mehr so ansteckend ist?) und Planungen, möglichst viele Schüler wieder in Präsenz zu schicken. 9 Monate Zeit! Und nichts ist passiert, um Schulen sicher öffnen zu können. Nichts. In spätestens zwei Monaten wundern sich wieder alle, warum die Zahlen steigen, sie sind wieder tief betrübt über die vielen Toten und sind stolz auf das medizinische Personal, das immer wieder diese politische Irrfahrt auffangen muss. Intensivmediziner halten die Öffnung der Abschlussklassen für brandgefährlich. Aber was juckt einen Bildungspolitiker schon die Meinung von Intensivmedizinern oder Virologen?

  18. Wir in Hessen haben seit den Winterferien die Abschlussklassen in voller Stärke in den Schulen. Bin mit meiner Hauptschulklasse in einen großen Kunstraum umgezogen. Die Realschulklassen werden auf gegenüberliegende Räume aufgeteilt und gleichzeitig von der jeweiligen Lehrkraft unterrichtet und beaufsichtigt. Das nennt sich Lorz’sche Pädagogik. Dafür wurden die Prüfungen um drei Wochen verschoben, da holen wir locker alles auf was bisher versäumt wurde. Das ist dann wohl Lorz’sches Turbo Lernen. Willkommen in der Bildungswüste Hessen.

    • Warum gehen Schulleitungen und Lehrer nicht dagegen an??
      Es ist doch ihre Verantwortung am Ende, wenn etwas passiert, es gilt immer noch eine Fürsorgepflicht von Seiten der Schule gegenüber ihrer Schüler.
      Wir Eltern werden nur beleidigt und mundtot gemacht, wenn wir was sagen, war in der DDR damals auch so. Alle lästern immer über Ossis, aber verhalten sich genau so wie es damals im Osten war.

  19. Ein Vertreter von FidK wird am 18.02 im Landtag von der SPD Bayern Fraktion angehört.
    Stina (@Stina2312) hat getwittert: Ich frage mich, ob es Zufall war, dass die @BayernSPD Mittwoch Herrn #Piazolo nach einem „Ja“ zur Schulöffnung gefragt hat? Es wurde erklärt wie schrecklich das Homeschooling wäre und alle würden „auf dem Zahnfleisch gehen“ @annette_bulut @LarsWienand https://t.co/WDCbMxyxCW https://twitter.com/Stina2312/status/1354964335437754374?s=20

  20. @Anna. Es gibt keine Geschlossenheit. Unsere Gesellschaft ist zutiefst gespalten: Präsenzunterrichtbefürworter contra Schulöffnungsgegner, Impffans contra Impfskeptiker etc. Allein im Kollegium gibt es je nach privatem Familienmodell die unterschiedlichsten Meinungen zum Thema. Kollegin A mit 2 Kitakindern plädiert für Öffnungen, Kollege B hat Risikopatienten in der Familie ist gegen Präsenzunterricht. Die Politik müsste klar kommunizieren, dass Gesundheit klar vor anderen Befindlichkeiten steht. Tut sie nicht. Piazolo stellt die angeblich gestressten Eltern und sozial verarmten Kinder vor den Aspekt Gesundheit und bekräftigt damit alle Präsenzanhänger. So werden wir noch lange mit dem Virus kämpfen müssen.

  21. Liebe Redaktion, ihr seid Sprachrohr von vielen Lehrern! könnt ihr nicht mal einen Platz bei Hart aber fair oder Anne Will ergattern, damit die breite Öffentlichkeit uns wahrnimmt? Am Montag müssen wir als gehorsam Untertanen wieder an die Front, ohne wenn und aber

  22. Bei uns ist die Inzidenz über 150, im Nachbar Landkreis bei 260. Trotzdem werden die Schulen geöffnet. Das ist in meinen Augen mehr als unverantwortlich. Auch wenn es in einem Großteil Bayerns unter 100 ist, kann man doch darüber nicht einfach hinweg sehen.

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