Unbekannter schleust sich in Online-Unterricht, beleidigt Lehrerin – und zeigt Waffe

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MANNHEIM. Die Störungen von Unbekannten im Online-Unterricht in Baden-Württemberg nehmen zu: Nach einer Realschule in Heidelberg war nun ein Berufskolleg in Mannheim betroffen.

Die Polizei ermittelt. Foto: pxhere

Wie die Polizei am Montag mitteilte, stellte die Lehrerin am Vormittag kurz nach Beginn des Unterrichts fest, dass sich deutlich mehr Schülerinnen und Schüler in den Deutsch-Unterricht eingewählt hatten, als in der Klasse sind. Als sie die Klassenliste überprüfte, habe eine unbekannte männliche Person sie mit sexistischen Sprüchen beleidigt.

Die Lehrerin beendete daraufhin den Unterricht, doch sei kurzzeitig auf den Bildschirmen eine maskierte Person zu sehen gewesen, die eine Schusswaffe in ihrer Hand hielt. Die Polizei versucht nun mit Hilfe von IT-Experten herauszufinden, wer sich von außen in den Unterricht einwählen konnte und ob die Waffe echt war.

Am Freitag waren bei einer 6. Klasse einer Realschule in Heidelberg beim Online-Unterricht pornografische und rechtsradikale Inhalte eingespielt worden. Bereits am Donnerstag waren ähnliche Vorfälle in Hessen und Bayern bekannt geworden. Dort waren Nacktbilder beziehungsweise pornografische Darstellungen in Lernplattformen von Grundschülern aufgetaucht. dpa

Gehackter Distanzunterricht sorgt für Wirbel: Wenn Grundschüler statt ihres Lehrers Pornos oder Nazi-Hetze auf dem Bildschirm sehen

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16 KOMMENTARE

  1. Warum ist das überhaupt eine Meldung wert?
    Vermutlich werden 0,00000001% der schulischen Videokonferenzen gehackt, gesteigert nur durch 0,00000002% Verletzung des Datenschutzes

    • … weil sich gesellschaftliche Probleme nur dann lösen lassen, wenn sie öffentlich gemacht werden. Deshalb machen wir Nachrichten.

      Der Distanzuntericht ist nun mal keine private Veranstaltung, sondern betrifft aktuell Hunderttausende von Schülern und Lehrern – und: das Phänomen häuft sich gerade, wie der am Fuß des Artikels verlinkte Beitrag aufzeigt.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Dann wollen wir mal nicht hoffen, dass diese Vorfälle zum Anlass genommen werden, uns kurzfristig wieder in den Präsenzunterricht zu schicken …

  2. Interessant wäre zu erfahren, ob es sich überhaupt um einen Hackerangriff handelte, oder nicht fahrlässiger Umgang mit den Zugriffsinformationen (link) zur Videokonferenz?

  3. Naja solange man von Schülern Namenslisten von Schulen bei Google findet, wundert mich das nicht. Und wenn man ein Namen hat braucht man nur noch das Passwort, und da ist Deutschland immer noch ein Problem Fall.

    • kuriose Behauptung: auf welcher Grundlage wollen Sie denn so etwas festgestellt haben? Und: Vielleicht wurde Meet nicht mal genutzt.

  4. Das Problem ist, dass viele Schüler die Einladungslink einfach weiterschicken.
    Und das hat nicht mit Hacken etc. Zu tun die landen einfach in einer WhatsApp Gruppe und dann kommen viele in die Meetings rein und stören sie. Dabei sind wirklich nur extrem wenige so extrem wie das hier.

    • Ich war selber in einer Gruppe wo dann halt von den Leuten, Freunden etc. Einladungslinks reingeschickt wurden.
      Und diese Links sind überall Instagram, Twitter, TikTok, Snapchat. Weil viele es lustig finden, weil sie dann kein Unterricht haben. Und wenn man dann natürlich zu den Gratis Anbietern BBB, Jitsi etc geht ist das kein Wunder. Die einzig halbwegs Sichere Plattform ist Microsoft Teams, weil es da oftmals keinen Einladungslinks gibt.

      • Tja, dann sollten diese Videokonferenzen einfach eingestellt werden. Wenn das einzige Ziel von Schülern bei Videokonferenzen ist, keine zu haben – einfach bleiben lassen.
        Aber nein: Videokonferenzen sind ja unentbehrlich – als Feigenblatt für Eltern und Schüler. Schüler denken, sie würden was lernen, Eltern denken ihre Kinder würden in solchen Konferenzen etwas lernen.

        • Ich weiß ja nicht was so ganz dein/ihr Problem ist. Aber Unterricht mit Videokonferenzen ist immernoch besser als Präsenzunterricht mit 30 Schülern eng an eng. Und ja als Schüler lernt man auch was, aber nur wenn man auch aufpasst und sich nicht dauernd ablenken lässt. Außerdem macht es keinen Sinn soetwas zu behaupten, weil sowas in vllt 0,0001% der Fälle passiert.

      • Es gibt auch in Teams Einladungslinks. Selbst wenn die Konferenz spontan stattfindet, können auch Schüler einen Link in den Eigenschaften kopieren.

        Teams kann sicher betrieben werden, wenn man den Gastzugriff komplett deaktiviert, so dass nur Personen mit Account der Schule einkommen. Das hindert einen Schüler nicht daran, seine persönlichen Zugangsdaten weiterzugeben. Aber der Täter ist in dem Fall eindeutig identifizierbar.

        • Naja in Teams kann man keinen Einladungslink verschicken wenn man keine Rechte hat. Wenn man allerdings diese Rechte hat, kann man andere Personen stummschalten. Andere Personen aus den Gruppen werfen etc.

    • In den meisten fällen sind es ja weitergegeben Informationen dabei kann es auch sein das die Informationen über social media freigegeben werden

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