Unbekannter schleust sich in Online-Unterricht, beleidigt Lehrerin – und zeigt Waffe

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MANNHEIM. Die Störungen von Unbekannten im Online-Unterricht in Baden-Württemberg nehmen zu: Nach einer Realschule in Heidelberg war nun ein Berufskolleg in Mannheim betroffen.

Die Polizei ermittelt. Foto: pxhere

Wie die Polizei am Montag mitteilte, stellte die Lehrerin am Vormittag kurz nach Beginn des Unterrichts fest, dass sich deutlich mehr Schülerinnen und Schüler in den Deutsch-Unterricht eingewählt hatten, als in der Klasse sind. Als sie die Klassenliste überprüfte, habe eine unbekannte männliche Person sie mit sexistischen Sprüchen beleidigt.

Die Lehrerin beendete daraufhin den Unterricht, doch sei kurzzeitig auf den Bildschirmen eine maskierte Person zu sehen gewesen, die eine Schusswaffe in ihrer Hand hielt. Die Polizei versucht nun mit Hilfe von IT-Experten herauszufinden, wer sich von außen in den Unterricht einwählen konnte und ob die Waffe echt war.

Am Freitag waren bei einer 6. Klasse einer Realschule in Heidelberg beim Online-Unterricht pornografische und rechtsradikale Inhalte eingespielt worden. Bereits am Donnerstag waren ähnliche Vorfälle in Hessen und Bayern bekannt geworden. Dort waren Nacktbilder beziehungsweise pornografische Darstellungen in Lernplattformen von Grundschülern aufgetaucht. dpa

Gehackter Distanzunterricht sorgt für Wirbel: Wenn Grundschüler statt ihres Lehrers Pornos oder Nazi-Hetze auf dem Bildschirm sehen

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14 Kommentare
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tozitna
1 Jahr zuvor

…und sicher wieder Jitsi und Co., die vermeintlich sicheren Alternativen…

Kurt
1 Jahr zuvor

Interessant wäre zu erfahren, ob es sich überhaupt um einen Hackerangriff handelte, oder nicht fahrlässiger Umgang mit den Zugriffsinformationen (link) zur Videokonferenz?

Dr NO
1 Jahr zuvor

Naja solange man von Schülern Namenslisten von Schulen bei Google findet, wundert mich das nicht. Und wenn man ein Namen hat braucht man nur noch das Passwort, und da ist Deutschland immer noch ein Problem Fall.

tozitna
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dr NO

kuriose Behauptung: auf welcher Grundlage wollen Sie denn so etwas festgestellt haben? Und: Vielleicht wurde Meet nicht mal genutzt.

Liane
1 Jahr zuvor

Welche Lernplattform wurde dort genutzt?

gehtsnoch
1 Jahr zuvor

Etwa wieder Gratis-Software mit der höchsten Priorität „darf nichts kosten“ im Einsatz gewesen.

Links werden weitergeschickt.
1 Jahr zuvor

Das Problem ist, dass viele Schüler die Einladungslink einfach weiterschicken.
Und das hat nicht mit Hacken etc. Zu tun die landen einfach in einer WhatsApp Gruppe und dann kommen viele in die Meetings rein und stören sie. Dabei sind wirklich nur extrem wenige so extrem wie das hier.

Schüler verursachen es selber.
1 Jahr zuvor

Ich war selber in einer Gruppe wo dann halt von den Leuten, Freunden etc. Einladungslinks reingeschickt wurden.
Und diese Links sind überall Instagram, Twitter, TikTok, Snapchat. Weil viele es lustig finden, weil sie dann kein Unterricht haben. Und wenn man dann natürlich zu den Gratis Anbietern BBB, Jitsi etc geht ist das kein Wunder. Die einzig halbwegs Sichere Plattform ist Microsoft Teams, weil es da oftmals keinen Einladungslinks gibt.

GriasDi
1 Jahr zuvor

Tja, dann sollten diese Videokonferenzen einfach eingestellt werden. Wenn das einzige Ziel von Schülern bei Videokonferenzen ist, keine zu haben – einfach bleiben lassen.
Aber nein: Videokonferenzen sind ja unentbehrlich – als Feigenblatt für Eltern und Schüler. Schüler denken, sie würden was lernen, Eltern denken ihre Kinder würden in solchen Konferenzen etwas lernen.

Originaler Kommentar
1 Jahr zuvor
Antwortet  GriasDi

Ich weiß ja nicht was so ganz dein/ihr Problem ist. Aber Unterricht mit Videokonferenzen ist immernoch besser als Präsenzunterricht mit 30 Schülern eng an eng. Und ja als Schüler lernt man auch was, aber nur wenn man auch aufpasst und sich nicht dauernd ablenken lässt. Außerdem macht es keinen Sinn soetwas zu behaupten, weil sowas in vllt 0,0001% der Fälle passiert.

CW
1 Jahr zuvor

Es gibt auch in Teams Einladungslinks. Selbst wenn die Konferenz spontan stattfindet, können auch Schüler einen Link in den Eigenschaften kopieren.

Teams kann sicher betrieben werden, wenn man den Gastzugriff komplett deaktiviert, so dass nur Personen mit Account der Schule einkommen. Das hindert einen Schüler nicht daran, seine persönlichen Zugangsdaten weiterzugeben. Aber der Täter ist in dem Fall eindeutig identifizierbar.

Der vom Kommentar oben
1 Jahr zuvor
Antwortet  CW

Naja in Teams kann man keinen Einladungslink verschicken wenn man keine Rechte hat. Wenn man allerdings diese Rechte hat, kann man andere Personen stummschalten. Andere Personen aus den Gruppen werfen etc.

Jens
1 Jahr zuvor

In den meisten fällen sind es ja weitergegeben Informationen dabei kann es auch sein das die Informationen über social media freigegeben werden