Giffey fordert bei Kitas «Licht am Ende des Tunnels»

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BERLIN. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) drängt auf vorsichtige Öffnungsschritte bei Kitas in Deutschland. Für Kinderschutz und Kindeswohl sei es nötig, zumindest zu einem eingeschränkten Regelbetrieb zurückzukehren, sagte sie am Mittwoch in Berlin. Die Familien- und Jugendminister von Bund und Ländern seien sich bei ihren letzten Beratungen am Montag einig darüber gewesen, dass es Öffnungsschritte geben müsse.

Will die Qualität der Kita-Betreuung verbessern: Bundesfamilienministerin Giffey. Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Fordert eine Perspektive für die Kitas – obwohl die in etlichen Bundesländern gar nicht geschlossen sind: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Auf Nachfrage, ob Kita- und Schulöffnungen am kommenden Mittwoch bei den Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder vereinbart würden, sagte die Ministerin, das hänge vom Infektions- und Mutationsgeschehen ab. Sie fügte aber hinzu, die langfristigen Einschränkungen könnten nicht die Lösung sein. Kinder- und Jugendärzte schlügen wegen der gravierenden Auswirkungen Alarm. Giffey sprach von Bewegungsmangel, psychischen und seelischen Belastungen, Bildungsgerechtigkeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. «Niemand erwartet, dass alles von heute auf morgen öffnet.» Es müssten aber Schritte aufgezeigt werden, die Licht am Ende des Tunnels sehen ließen.

Gleichzeitig kündigte sie für den 11. März ein Gespräch mit Jugendlichen, Verbänden und Experten an. Bei dem «Jugend-Hearing» solle es darum gehen, wie es nach der Pandemie für junge Menschen weitergehen könne und welche Unterstützung sie bräuchten. «Es sind im letzten Jahr nicht nur Bildungslücken, sondern auch Bindungslücken entstanden. Mit der Dauer der Pandemie nimmt die Beunruhigung der Jugend um die eigene Zukunft zu.» dpa

 

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23 KOMMENTARE

  1. Das „Licht am Ende des Tunnels“ ist jedenfalls nicht Frau Giffey. Wieder einmal eine Politikerin, die mit rhetorischen Mitteln versucht gegen ein Virus anzukämpfen. Nein, Frau Giffey, es zählen einzig Mini-Gruppen, Schutzkleidung, Masken, Ventilatoren, mobile Luftfilter. Tun Sie etwas dafür, dass nicht noch weitere Menschen geschädigt werden und versterben.

  2. Unsere Kita ist drei Viertel ausgelastet. Und die Grundschule zu 40%. Weiß die Dame eigentlich, wovon sie spricht? Klingt alles sehr nach Stimmenfang von Fr. Doktor Fake. Unerträglich!

  3. „Sie fügte aber hinzu, die langfristigen Einschränkungen könnten nicht die Lösung sein.“

    Wären sie auch nicht, wenn man im Sommer statt der Verbreitung von Märchen mit dem Worst Case geplant hätte und für wirksamen Infektionsschutz an den Schulen gesorgt hätte.

  4. Wann kriegt diese Trulle mit,dass es seit Mai in BB Regelbetrieb gibt???Von der Mithilfe der Eltern abgesehen, die den Ernst der Lage verstehen, sind in den ganzen Monaten die Kitas geöffnet….für jeden,der es möchtet…nicht zu fassen

  5. Warum denn zum eingeschränkten Regelbetrieb „zurückkehren“? In NRW ist eingeschränkter Regelbetrieb seit Dezember Realität. Leider wurde dabei nur die Zahl der Betreuungsstunden eingeschränkt, bringen dürfen nach wir vor alle Eltern ihre Kinder. Insofern wäre es sinnvoll, sich erst mal zu informieren, bevor man schon wieder nach Öffnung ruft.

  6. Nur systemrelevante Berufstätige Eltern dürfen ihre Kinder in Mecklenburg-Vorpommern in die Schule und Hort bringen. Haben den nicht alle Kinder recht auf Bildung. Ich denke schon die Regierung nicht und sieht das anders. Ich fordere gleiche Bildung für alle. Lg

  7. Auch im Kindergarten sind die Kinder sehr eingeschränkt. Keine Bewegungsangebote,kein Singen usw.Spielen auf engstem Raum zusammen mit derzeit schon viel zu vielen anderen Kindern..Bei derzeitigem Dauerregen fast nur Drinnen.Ideale Bedingungen für so ein Virus.Abstand halten Kinder in dem Alter Nicht!!!!!!!!…werden eigentlich auch mal irgendwann Erzieher also Experten zu dem Thema gefragt.????

  8. Ich sag nur 28 Seiten systemrelevante Eltern…Alleinerziehende…Home Office….Kinder mit besonderem Förderbedarf….sozial schwache….FAZIT = WIR SIND IM REGELBETRIEB…..UNGESCHÜTZT UND UNGETESTET UND UNGEIMPFT…….DANKE FRAU GIFFEY

    • Moment,Kinder sind doch keine Überträger und in Kitas gibts doch auch kein Corona.Seit 1 Jahr wird dieses Märchen hartnäckig verbreitet.Bin auch Kita Erzieherin und langsam fassungslos.

  9. Ich wette,nächste Woche kommt die Rückkehr in den Regelbetrieb,trotz bspw wieder in Köln steigender Mutationen / Coronafälle. Trotz des eingeschränkten Regelbetriebes in NRW , und „Notbetreuung“ in Kita’s und Schulen in Köln (Auslastung???) Werden in Köln ,Schulen , Kita’s und Tagespflegen offen gehalten, und die Zahlen an Covid-19 Mutationen (und dem Vorgänger) und die erkrankten Mitarbeiter und Kinder bleiben unberücksichtigt,im jetzigen Lockdown. WAHNSINN!!!

    • Mich macht das einfach nur noch sauer.Auch Kita Erzieher haben das Recht auf körperl.Unversehrtheit.Was bringen regelmäßige Test,wenn das Kind dann bei einem pos.Ergebnis schon in den Brunnen gefallen ist?

  10. Ich fühle mich als Erzieherin total „verheizt“…was fällt der Politik für uns ein? 2 FFP2 Masken bekommt in Bayern jede Erzieherin…wohlgemerkt nicht pro Tag! Ja und von wegen die Kitas sind geschlossen…haha! Es kann doch jeder der möchte sein Kind bringen! Nachweise dürfen wir ja nicht einfordern…dann sollen sie uns Erzieherinnen und Erziehern wenigstens eine Impfung anbieten, wenn wir schon jeden Tag an „die Front“ gehen…

    • Ich fühle mich auch verheizt und am Ende der Nahrungskette.Wir Kita Erzieher sollen systemrelevant sein?Da lachen ja die Hühner!!!Kanonenfutter trifft es wohl eher.

  11. Das „Licht am Ende des Tunnels“ – ich kann es nicht mehr hören – vielleicht ist es auch der D-Zug, der uns entgegen kommt?! Wann begreifen die verantwortlichen Politiker (und Eltern) endlich, dass sie fordern können, was sie wollen….dem Virus ist das sowas von egal. Es vermehrt sich munter weiter, wenn wir ihm die Chance dazu geben. Das denkt nicht über Bildungsgerechtigkeit nach, auch nicht darüber, ob es schutzlose und ungeimpfte Kinder oder Erzieher befällt. Kaum werden die Infektionszahlen moderater (wenn man 14.000 Infizierte und 900 Tote täglich moderat nennen kann), wird der Öffnungswettlauf wieder befeuert, natürlich immer mit dem Hinweis, dass Lehrer und Erzieher keine Chance haben eher geimpft zu werden. Wahrscheinlich kommt es auf ein paar Erzieher mehr oder weniger nicht an. Es sollte nur nicht vergessen werden, dass asymptomatische Kinder trotzdem die ebenfalls noch immer ungeimpften Großeltern anstecken können und über die Eltern – die nicht im home office arbeiten können – auch den Rest der Gesellschaft. Die strikte Trennung der Gruppen in Kita und Schule ist ebenfalls sinnlos, weil die Durchmischung und Weitergabe in den Familien stattfindet – Stichwort: Geschwisterkinder, die unterschiedliche Einrichtungen besuchen (Krippe Kindergarten, Schule…) Freiwillige Tests an ausgewählten Einrichtungen, stichprobenartig bringen bestenfalls die Spitze des Eisberges zum Vorschein….Hier läuft so vieles schief…

  12. Wir tragen ja jetzt von oben verordnet Masken.Mit dem Hinweis von der Stadt,dass von uns Erziehern die Gefahr ausgeht.Das empfinde ich als bodenlose Frechheit.Seit Oktober habe ich keine sozialen Kontakte mehr-wie meine Kollegen auch.Wenn ich dann höre,was die Kinder am WE machen:Reisen,Freunde treffen,Übernachtungsbesuch….aber,stopp…ganz vergessen:sie übertragen ja kein Corona!

  13. Bei uns in der Kita darf die Hälfte der Kinder die Kita besuchen. Es gibt also die „Elite-Kinder“ und ihre Eltern, die ganz normales Leben leben dürfen und der Rest, der seit Dezembrer ausgegrenzt ist !!! Kinderwohlgefährdung !!! Keine Chance auf Chancengleichheit!!! Und Burn-out bei den Eltern!

    Und dabei sehe ich beim Bäcker die stark hustende ältere Dame mit Begleitung, die beim Husten die Maske auszieht, ganz nah an die andere Menschen kommt und ihre Croissants holt… Ich bin fassungslos bei sochen Maßnahmen…

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