STUTTGART. Wieso müssen Restaurants und Friseure schließen, wenn doch angeblich offene Fenster reichen, um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten? Weshalb wurden privat Kontaktbeschränkungen verhängt, während Schülerinnen und Schüler vormittags in vollen Klassen saßen? Warum mussten Kinder auf dem Schulhof Abstand halten, während sie sich auf dem Heimweg in überfüllten Bussen drängten? Die zahlreichen Widersprüche im Umgang der Kultusminister mit der Pandemie sorgen auch unter Eltern für Unverständnis. Einem alleinerziehenden Vater aus Baden-Württemberg reicht es jetzt. In einem Schreiben an Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) macht er seinem Ärger Luft – wir dokumentieren den überaus lesenswerten Brief.

„Mensch ärgere Dich nicht“ ist keine Lösung, Frau Eisenmann
Ein offener Brief an die Kultusministerin von Baden-Württemberg
Liebe Frau Eisenmann,
ich bin als alleinerziehender Vater und Solo-Selbstständiger von der Corona-Pandemie maximal betroffen. Seit fast einem Jahr befinde ich mich, wie viele andere Eltern auch, im Ausnahmezustand. Erst gar kein Unterricht, dann Unterricht online, nach den Sommerferien ein wilder Mix aus Regelwut, Stoßlüften und Quarantäne, und nun der zweite Lockdown – und mitten drin das von Ihnen geführte Kultusministerium. Frau Eisenmann, ich frage mich, wie lange Eltern, Schüler und Lehrer diese untragbaren Zustände noch hinnehmen sollen? Wenn Ihr einziger konstruktiver Vorschlag zur Beruhigung der Situation vor Weihnachten darin bestand, mit unseren Kindern „Mensch ärgere Dich nicht“ zu spielen, dann stehen allen Beteiligten noch einige schwere Monate bevor.
Völlig falsche Strategie
Ich habe immer noch Ihre sanfte Stimme im Ohr. Wie wichtig Ihnen das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen doch ist. Deshalb mussten – egal wie – die Schulen und Kitas im Herbst geöffnet bleiben – scheinbar in purem Wohlwollen für und Sorge um die Bildung der „Schwächsten“ in der Gesellschaft. Die Schulöffnungen nach den Sommerferien waren richtig und wichtig. Sie haben unseren Kindern mehrere Monate eine Verschnaufpause ermöglicht. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Ihr Ministerium über Monate hinweg eine völlig falsche Strategie verfolgt hat. Sie haben Ihre ganze Energie darauf verwendet, mit vollständig geöffneten Schulen zum Normalbetrieb (vor Corona) zurückzukehren.
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Ihr Ministerium keinen Plan B hatte und scheinbar weder auf eine zweite Welle, geschweige denn auf einen zweiten Lockdown vorbereitet war?
Regelwut und Widersprüche ohne Ende
Wieso müssen Restaurants und Friseure schließen, wenn doch angeblich offene Fenster reichen, um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten? Weshalb wurden privat Kontaktbeschränkungen verhängt, während die Kinder vormittags in vollen Schulklassen saßen? Warum mussten unsere Kinder auf dem Schulhof Abstand halten, während sie sich auf dem Heimweg in überfüllten Bussen drängten? Wie sollen wir unseren Kindern verständlich machen, dass wir uns privat mittlerweile mit niemandem mehr treffen dürfen, während Sie die Kinder wieder in volle Klassenräume stopfen wollen?
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Ihr Ministerium es bis heute nicht geschafft hat, ein schlüssiges Konzept zu entwickeln, um die Unterrichtsversorgung auch unter Pandemie-Bedingungen zu organisieren?
Ablehnung von Luftfilteranlagen
Lüften, lüften, lüften – so lautete der Ratschlag aus Ihrem Kultusministerium, um das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 zu verringern. Dass das an der Realität vieler Schulen vorbei geht, sollte eigentlich jedem klar sein, der schon mal eine Schule von innen gesehen hat. Es dürfte tausende Klassenzimmer im Land geben, die nicht richtig gelüftet werden können. Dabei hätten mobile Luftfilteranlagen im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona-Viren in den Klassenzimmern eine wichtige Rolle spielen können. Während Bayern dafür ein 37 Millionen schweres Förderprogramm aufgelegt hat, ließen Sie sich, liebe Frau Eisenmann, nicht von Ihrem Standpunkt abbringen, dass gegen Aerosole nur eines helfe: „Lüften, lüften, lüften.“ Selbst diverse Studien, die zu anderen Ergebnissen kommen, haben Sie bisher nicht von ihrer Meinung abgebracht.
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, wenn gleichzeitig im baden-württembergischen Staatsministerium „vor allem in der hauseigenen Kantine zum Schutz der Beschäftigten oder bei größeren Terminen zum Schutz der Teilnehmenden“ Luftfilter eingesetzt werden?
Unterkühlte Klassenräume
Was die meisten fast schon wieder vergessen haben – den ersten Wintereinbruch im Advent haben unsere Kinder zu spüren bekommen wie nie, denn das Lüften war der einzige Corona-Schutz im Klassenraum, der Ihrem Kultusministerium im Sommer eingefallen ist. Die Folge: Auch bei klirrender Kälte musste gelernt werden. Unsere Kinder haben nachgemessen: Unter 15 Grad Celsius sanken nach dem Stoßlüften vielerorts die Temperaturen im Klassenzimmer. Nach der großen Pause sanken die Temperaturen oft unter 5 Grad Celsius. Es war absehbar, dass sich Ihr „Lüftungskonzept“ bei niedrigen Temperaturen im Winter nicht durchhalten lässt.
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, wenn das Verwaltungsgericht Freiburg festlegt, dass ein Raum für Arbeitnehmer nicht kälter sein darf als 17 Grad Celsius, wenn dauerhaft darin gearbeitet werden soll, während unsere Kinder stundenlang dick vermummt in völlig unterkühlten Klassenzimmern lernen mussten?
Versäumnisse ohne Ende
Früher hieß es: „Wir können alles außer Hochdeutsch!“ Seit dem Totalversagen Ihres Ministeriums in der Corona-Pandemie sollte es wohl besser heißen: „Wir können alles außer Schule!“ Seit dem Frühjahr wäre Zeit gewesen, die Schulen anders zu organisieren: alle Klassenzimmer mit Filteranlagen auszurüsten, zusätzliche Lehrkräfte heranzuziehen, leerstehende Räumlichkeiten anzumieten, um Gruppen zu verkleinern, die Schüler digital auszurüsten sowie die Schulausstattung zu modernisieren. Es war klar, dass eine zweite Welle kommen würde, und es wäre genug Zeit gewesen, die Schulen darauf vorzubereiten. Das ist jedoch nicht passiert. Stattdessen wälzen Sie alles mit salbungsvollen Worten auf uns, die Eltern, die Schüler und die Lehrer ab.
Und ich soll mich nicht darüber ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass die Politik für die Wirtschaft dreistellige Milliardenbeträge in die Hand genommen hat, während Sie krampfhaft zu kaschieren versuchen, dass seit dem Frühjahr in den Schulen (fast) nichts passiert ist?
Das Tabu der Schulschließungen
Sie haben sich während der gesamten Corona-Pandemie dagegen gewehrt, Schulschließungen an bestimmte Inzidenzen zu binden. Es gab Beschlüsse der Kultusministerkonferenz, in denen festgelegt wurde, dass verschiedene Szenarien vorbereitet werden – Szenario A Präsenzunterricht, Szenario B Wechselbetrieb, Szenario C Distanzunterricht. Aber in der Praxis haben Sie nicht so gehandelt. Sie haben sich immer nur für das Offenhalten der Schulen eingesetzt und wenig dafür getan, um die Schulen für eine neuerliche Distanzunterrichtsphase zu wappnen. Sie haben sich selbst eingeredet, man könne die Schulen auf Teufel komm raus offenhalten.
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass jede Familie zwischen Job und Betreuung aufgerieben wird, weil Ihr Ministerium es im Herbst versäumt hat, die Schulen rechtzeitig für einen zweiten Lockdown zu rüsten? Das ist von Ihnen zwar medial wirksam, aber völlig unnötig tabuisiert worden.
Digitales Entwicklungsland
Der erste Schultag nach den Weihnachtsferien dürfte alle Beteiligten an die ersten Schulschließungen im Frühjahr erinnert haben. Statt sich im Online-Klassenzimmer zu einer Videokonferenz zu treffen, bei der interaktive Inhalte vermittelt werden können, bleibt den Lehrern wieder einmal nur der Versand von Aufgabenblättern per E-Mail. In der Hoffnung, dass die Schülerinnen und Schüler den Stoff allein bewältigen können oder Hilfe bei ihren im Home-Office sitzenden Eltern finden. So war es auch im Frühjahr, als die Schulen in der Corona-Pandemie erstmals für einige Wochen geschlossen waren. Zehn Monate später ist Baden-Württemberg immer noch weit davon entfernt, fit für den digitalen Fernunterricht zu sein. Und die wenigen Lichtblicke verdanken wir allenfalls dem Engagement von Lehrern und Schulleitungen, und definitiv nicht Ihrem Ministerium.
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Sie sich standhaft weigern, den Tatsachen ins Auge zu blicken, weil Ihr Ministerium noch immer keine Alternative zum Präsenzunterricht bieten kann? Was derzeit im Homeschooling möglich ist, kann den normalen Unterricht in der Schule nicht einmal ansatzweise ersetzen.
Unreguläres Schuljahr
Unsere Kinder müssen seit Monaten unter besonderen Bedingungen lernen. Wie sollen eigentlich deren Leistungen in der Pandemie bewertet werden? Die Pandemie hat den Schulbetrieb nachhaltig gestört und seit März 2020 für massive Unterrichtsausfälle gesorgt. Und ein Ende der Misere ist derzeit nicht in Sicht. Den Schaden, der hier angerichtet wurde, macht niemand wieder gut. Das ist ein Problem, denn einen echten Plan B gibt es in Ihrem Ministerium nicht. Sie haben sich darauf verlassen, nach den Wochen des Chaos im Frühjahr, ab den Sommerferien wieder mehr oder weniger gemütlich Ihren Dienst verrichten zu können. Sie haben gezockt – und wir Eltern, Schüler und Lehrer haben verloren.
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Sie mit immer wieder angepassten Erlassen und Richtlinien versuchen zu halten, was längst nicht mehr zu halten ist? Dieses Schuljahr 2020/21 wird nicht regulär zu Ende gehen und hinterlässt schon jetzt Defizite, die für unsere Kinder nicht mehr aufzuholen sind.
Kanonenfutter im Wahlkampf
Bereits vor den Weihnachtsferien waren Sie mit Ihrem Vorhaben gescheitert, am regulären Ferienbeginn festzuhalten. Dann provozierten Sie mit einem gezielten dpa-Interview einen Sturm der Entrüstung, weil Sie Kitas und Grundschulen „unabhängig von den Inzidenzzahlen“ wieder öffnen wollten. Es muss Ihnen doch von Anfang an klar gewesen sein, dass Sie mit diesem „Vorhaben“ nie durchkommen würden. Also ging es Ihnen nur darum, bundesweit Schlagzeilen zu machen, um sich als Wahlkämpferin zu profilieren.
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass wir Eltern mit unseren Kindern als Kanonenfutter für Ihren Wahlkampf herhalten müssen, nur weil Sie beschlossen haben, mit Schulöffnungen schlagzeilenträchtig auf Stimmenfang zu gehen?
Gescheiterte Wiedereröffnung
Als Ihre geplante Wiedereröffnung der Kitas und Grundschulen Ende Januar wegen eines Corona-Ausbruchs an einer Freiburger Kita in einem Super-Gau endete, haben Sie sich „völlig überrascht“ gezeigt. Da fliegt einem das Dach weg. Sie haben sich wochenlang stur gegen jede wissenschaftliche Empfehlung gestellt, haben Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz ignoriert und protestierende Eltern- und Lehrerverbände auflaufen lassen, nur um im Wahlkampf die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und dann geben Sie plötzlich die Überraschte, dass Ihre Wahlkampfidee in letzter Minute krachend gescheitert ist. Seither sind Sie abgetaucht, während wir Eltern mal wieder im Regen stehen.
Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Sie plötzlich betonen, Baden-Württemberg stehe vor einer „neuen Herausforderung“, obwohl eigentlich nur deutlich wird, wie realitätsfern Ihre gebetsmühlenartig vorgetragenen Forderungen nach Schulöffnungen waren?
Eine einmalige Gelegenheit
Das einzige, worüber ich mich tatsächlich NICHT ärgere, liebe Frau Eisenmann, sind die Landtagswahlen am 14. März 2021. Spätestens dann haben die Wählerinnen und Wähler im Land die Möglichkeit, Ihre Schulpolitik in der Corona-Krise zu bewerten. Dann können geplagte Eltern, Lehrer und Schulleiter an der Wahlurne entscheiden, ob wir Ihnen, nicht mehr „nur“ unsere Kinder anvertrauen, sondern gleich das ganze Land. Und sollten Sie an der Wahlurne einen Denkzettel für Ihr bisheriges Krisenmanagement bekommen, dann wissen Sie ja, was zu tun ist … am besten eine Partie „Mensch ärgere Dich nicht“ spielen.
Wir veröffentlichen Leserkommentare in der Regel in den Foren unter unseren Beiträgen – mitunter allerdings auch als Gastbeiträge, wenn wir sie einem breiteren Publikum vorstellen möchen.
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Für die Veröffentlichung gelten ein paar Regeln, die sich im Grundsatz nicht von denen unterscheiden, die im normalen menschlichen Miteinander gelten – hier sind sie nachzulesen. Besonders interessante Posts – wie den oben stehenden – veröffentlichen wir dann gerne auch als Gastbeitrag im redaktionellen Teil von News4teachers. Jeder und jede, der oder die sich für die Bildung engagiert, ist herzlich eingeladen, sich (auch anoynm) an den Debatten zu beteiligen. Jeder Beitrag auf News4teachers ist frei zur Diskussion. Natürlich auch dieser.
*micdrop*
Nichts hinzuzufügen xD
Ich finde es sehr gut das endlich auch mal wir Eltern unseren Frust ablassen können.
Bin Mutter von 4 Kindern im Alter zwischen 4 und 17 .
Mir steht es bis zum Hals. Wir Eltern müssen viel mehr Leistung bringen als sonst . Lehrer spielen Usw.und wo bleibt unsere Entschädigung?? Für jeden gibts einen Zuschuss und wir Eltern werden hier komplett vergessen. Müssen unseren Urlaub nehmen für Kinder Betreuung oder nachts arbeiten weil die Kinder Unterstützung brauchen beim lernen . Dies alles unter einem Hut zu bringen fordert sehr viel von uns Eltern.
Die Kräfte sind aus .Die geduld am Ende.
Wieso hat man uns vergessen??
Erzieher , Lehrer usw bekommen volles Gehalt und wir Eltern?? Viele mussten in Kurzarbeit wegen ihrer Strategie. Wo ist hier die Logik??
Aber Kindergärten mussten wir trotzdem zahlen auch wenn es finanziell sehr eng ist . Und wir davon keinen nutzen hatten . Das ist nicht gerecht.
Finde es sehr gut das es diese Seite gibt.
Als Lehramtsstudent würde ich gerne die Eltern beim Homeschooling unterstützen um meine finanzielle Situation aufzubessern. Für Studenten gibt es noch nicht mal Hartz IV, aber die Krankenkasse will weiter meine Beiträge sehen, selbst wenn ich kein Einkommen habe!! Leider musste ich feststellen, dass die Nachfrage trotz der Krise gesunken ist, da die Eltern aufgrund der finanziellen Engpässe sich natürlich keine Nachhilfen leisten können! Jetzt arbeite ich angestellt und kann immerhin Kurzarbeitergeld im Notfall beziehen! Freude macht mir die aktuelle Tätigkeit nicht, da ich mein Fachwissen nicht anwenden kann, und ich weiß, dass es doch anderswo benötigt wird! Ich fühle mich einfach machtlos. Würde gerne helfen, kann es aber nicht, weil ich nicht gefragt werde und damit beschäftigt bin, meine Existenz auf andere Weise zu sichern. Es ist sehr frustrierend.
Eltern sind also am Ende, weil sie sich um ihre kümmern müssen?
Wollen Geld und Gerechtigkeit?
Gar entschädigt werden für die Extra- Zeit mit ihren Kindern?
Das wirkt für sich, bedarf keines Kommentars.
Übrigens- Kita- Beiträge werden zurückgezahlt, zusätzliche Krankentage gibt’s auch und Kinderboni und Homeoffice- Gesetz und und und….
Einfach „nicht gerecht“!
…jetzt hab‘ ich doch glatt die ‚Kinder‘ vergessen….
Das finde ich auch sehr paradox. Gestern auf SternTV. Familie mit sieben Kindern. Alle Kinder Quietschfidel. Sie haben sich im Distanzunterricht sogar verbessert.
Den Familien wird so viel Angeboten. Julia hat schon einiges aufgezählt. Hinzu kommt noch eine umfangreiche Notbetreuung.
Also wer es jetzt nicht mehr hinkriegt, dem kann man auch nicht mehr helfen.
Sorry, in Anbetracht, dass wir mitten in einer Jahrhundertkrise stecken, wenn Eltern immer noch nach Präsenzunterricht ohne Schutz für das Personal und die Kinder von anderen schreien, dann finde ich da kein anderes Wort als Egoismus. Hier geht es nur um Bequemlichkeiten oder das Verdecken der eigen Unfähigkeit, seine Kinder ordentlich zu betreuen. Noch schlimmer: Anscheinend ist es ihnen völlig egal, ob wir dabei draufgehen oder nicht.
Wenn die Kinder psychische Probleme bekommen, liegt das garantiert nicht an fehlender Bildungsmöglichkeiten.
1. Können sich die Kinder ja trotzdem treffen. Das tun sie ja auch.
2. Sind dafür Psychologen und Psychiater zuständig.
3. stehen die Gründe für eine psychologische Betreuung entweder im engen Zusammenhang mit dem Elternhaus oder mit Mobbing in der Schule.
Uns wurden wirklich die dümmsten Schuldzuweisungen untergejubelt und unser Pädagogenherz musste erst einmal darüber nachdenken. Fehler!
Liebe Eltern, kümmert euch um eure Kinder. Nicht nur während der Pandemie, sondern auch darüber hinaus!
PS: Hier werden nur die Eltern angesprochen, die nach Präsenzunterricht ohne Schutz schreien.
„Erzieher , Lehrer usw bekommen volles Gehalt und wir Eltern??“
Mir ist neu, dass Eltern sein ein Beruf ist und sie dafür bezahlt werden. Entschädigung gab es immerhin zum Teil in Form von zusätzlichen Krankheitstagen, die bei geschlossenen Einrichtungen in Anspruch genommen werden konnten.
Und auch Lehrer sind Eltern. Alle Lehrer, die ich kenne, machen Distanzunterricht von zu Hause, für viele ist das sogar aufwändiger als Präsenzunterricht, auch weil die eignen Kinder daheim sind. Warum sollten sie also nicht ihr Gehalt bekommen und andere im Home Office schon?
Ihr Kommentar ist völlig unlogisch und trägt nichts Sinnvolles zur Diskussion bei.
Lehrer bekommen volles Gehalt, weil sie voll arbeiten. Wie alle anderen, die voll arbeiten, auch.
Was mir allerdings neu ist: Gibt es einen Tarifvertrag für Eltern? Sorry, der musste sein.
Nichtsdestotrotz kann ich gut nachvollziehen, dass die Situation nicht für jede Familie einfach zu schultern ist. Ich weiß nicht, wie alt Ihre Kinder sind, aber vielleicht können Sie sie ermuntern, früher den Kontakt mit den Lehrern zu suchen, damit sie am Abend nicht so viel helfen müssen. Ich sage meine Schülern so oft, dass sie jederzeit bei mir nachfragen können, wenn sie nicht weiterkommen. Oft tun sie es dann aus welchen Gründen auch immer leider trotzdem nicht. Vielleicht auch, weil es bequemer ist, einfach die Eltern zu fragen.
Danke! Durch Menschen wie Sie, welche ich glücklicherweise auch unter den Eltern meiner GS-Kids gut vertreten vorfinde, kann ich meiner Berufung (mit allen Ecken, Macken und Kanten die uns nunmal so zu eigen sind) reinen Gewissens nachgehen.
Grüße aus BW
Na unsere Kanzlerin hatte doch wegen den kalten Klassenzimmern durchs Lüften auch noch ne glorreiche Idee: Kniebeuge machen! Und in die Hände klatschen! Das sind innovative Vorschläge von unseren hochbezahlten Politikern!
Was für ein großartiger Brief. Stimme 200% zu. Ich bin seit 2014 im Ruhestand und habe noch nie einen guten Kultusminister erlebt. Andreas Stoch war noch der Beste, da er auf wissenschaftliche Erkenntnisse eingehen konnte, hat aber die eher evangelikal-konservative Klientele vergrätzt hat mit der die liebe Frau Eisenmann angeblich so gut kann. Die CDU hatte meist immer das Kumi, unter schwarz-gelb gab es keinen FDP Kultusminister. Mir tun meine Tochter und meine Enkel sehr Leid,wobei der jüngere kompetente Lehrer hat.
Ich habe noch nie CDU gewählt und freue mich, dass es so viele CDU-Wähler gibt, die jetzt anders wählen wollen! Hoffentlich bleibt es dabei.
„Andreas Stoch war noch der Beste, da er auf wissenschaftliche Erkenntnisse eingehen konnte, hat aber die eher evangelikal-konservative Klientele vergrätzt hat“
Was wohl mit ersterem zu tun hatte . 😉
Kluger Mann – hervorragender Brief! Hoffentlich teilen diesen Brief viele Menschen!
Mega Leistung von diesen Mann für diesen Brief. Der Brief müsste an alle KM geschickt werden. Da ist keiner besser. Lauter Vollpfosten die unsere Kinder quälen und hauptsache Schulpflicht, nichts besseres haben sie nicht zu tun. Hauptsache keine Arbeit. Aber Ferien streichen obwohl Distanzlernen ist, dafür ist Herr Piazolo nicht zu dumm. Distanzlernen heißt das nicht sondern Elternunterricht mit Bergen von Arbeitsblättern. Kämpfe dich zu Hause durch ohne Schule, ohne Freunde. Kämpfe jeden Tag mit Bergen vo Arbeitsblättern. So ist Schule in Bayern.
Kann man auch für Thüringen unterschreiben. Einfach traurig. Aber laut Herrn Söder läuft das in Bayern super und kann auch fortgesetzt werden. Wer es glaubt.
Das allerschlimmste ist , dass nun nach der katastrophal geplanten Wiedereröffnung wieder ewig niemand den Arsch in der Hose haben wird sich einzugestehen , wenn es schief geht und die Zahlen steigen wie im Herbst. Dann wird wieder mit aller Gewalt dazu gezwungen , dass man die Kinder der Gefahr aussetzt und unter Einhaltung der Pseudomassnahmen täglich an die 100 Kontakten aussetzt, nachdem man selbst seit Monaten versucht alle Kontakte zu vermeiden um seine Familie zu schützen . In unserer Regionalzeitung stand Ende November als letzter Satz eines Artikels zu Corona: Schulschliessungen sind aus wirtschaftlicher Sicht unbedingt zu vermeiden – vielen Dank an die Landesregierung Sachsen – Anhalts – das ist Aussage , die auch mich zu 100 Prozent überzeugt hat , dass man für die Kinder nur das „Beste“ möchte. Es kommt mir manchmal vor als würden alle denken das mit Ende des Lockwoods auch die Pandemie endet . Frage mich wie vieler Versuche es noch bedarf bis verstanden wird ,dass alles jammern über Schulschliessungen nichts nützt ,um der Pandemie den gar aus zu machen .
Der Briefschreiber wird unser neuer Ministerpräsident und dann wird alles besser
Dem Brief kann ich auch voll zustimmen! Kann man auch auf RLP übertragen – obgleich momentan (noch) Vorsicht herrscht mit geteilten Klassen. Aber unsere Kinder werden zur Präsenz gezwungen, obgleich absehbar ist, dass es wieder zu SARS-CoV-2-Ausbrüchen kommen wird. Hubig (SPD) ist in ihrer Funktion als KMK-Präsidentin verantwortlich für die ganze Misere der Planlosigkeit des letzten Jahres! Fehlende Digitalisierung, fehlende Hilfskräfte, fehlende Räume, fehlende Corona-Tests, fehlende pädagogische Konzepte, fehlende Auffklärung über das pandemische Geschehen, fehlende Luftfilter, fehlende Plexiglasscheiben, fehlende Anpassungen des Schulstoffes, fehlende Anpassung von Prüfungen, fehlende… – eben: fehlende Fürsorge!!! Und Ernst (SPD) macht genauso weiter!!! Auch die SPD muss abgewählt werden.
Alle die hier schreiben! Ja es stimmt alles – und auch für NRW! G8 wurde abgeschafft nach langem Protest! Wir sollten mit Abstand und Maske auf die Straße gehen – streiken – und die Kinder nicht zur Schule schicken, solange sie unter diesen Bedingungen zur Schule müssen!
Wie wäre es diesen sehr guten und treffenden Brief als Petition zu veröffentlichen. Das bringt mehr Öffentlichkeit und zeigt, wie viele Menschen unzufrieden sind.
Absolut richtig und ich unterschreibe ALLES!!! Brilliant geschrieben, ein kluger und scharfsinniger Kopf. Es ist einfach nur bitter und unakzeptabel wie in diesem Land mit Bildung und unseren Kindern umgegangen wird!!!!
Wir sind total bei Dir!Schlimm wenn Wahlkampf auf Kosten Schwächerer (Kinder,Erzieher,Lehrer,Eltern)gemacht wird.Und leider TOTALVERSAGEN im baden-württembergischen Kultusministerium…
Was wird hier eigentlich geschrieben? Ich habe 2 Kinder und war um jeden verschissenen Tag Schule froh den sie hatten. Und jetzt, Schule zu und man wird wieder vertröstet und vertröstet…
Wechselunterricht, totaler Bullshit, wird aber kommen, oh ich freu mich schon wenn meine Kinder alle 3 Wochen zwei Tage in die Schule können, da kann man es eigentlich gleich beim Fernunterricht lassen. ( Der sich Gottseidank unserer angagierter Lehrer sehr verbessert hat.Die waren übrigens auch gegen Schulschließungen) Hier hat überhaupt keiner vernünftige Vorschläge.. klar mehr Lehrer einstellen, schön wäre es..unrealistisch..
Ich wünschte ich wäre Franzose oder Schweizer, wegen Leuten wie euch ist die Bildung meiner Kinder am Arsch weil ihr Schulschließungen und Wechselunterricht fordert. Vielen Dank auch.
Übrigens sind fast alle Eltern in meiner Umgebung meiner Meinung
Wir fordern nur deshalb Schulschließungen und Wechselunterricht, weil die KuMis es seit einem Jahr nicht schaffen, halbwegs sichere Arbeitsbedingungen herzustellen!
Wäre ich in der Schule so gut geschützt wie die Kassiererin im Supermarkt, würde ich auch gerne wieder unterrichten.
Wenn Sie sich über jemanden ärgern, dann bitte über die richtigen, nämlich über die KuMis!
Ich auch. Dort existieren wenigsten ein paar Hygienemassnahmen, die diese Wort wert snd.
Oha, Tattoo, bei Ihrem Jargon kann man Ihren Kindern in der Tat wünschen, dass die Schulen schleunigst wieder öffnen.
Aber schön, dass Sie einen Kanal für das Herausschleudern Ihrer unverhohlenen Aggressivität gegen Alles und Jeden gefunden haben. Psychohygiene ist ungemein wichtig! 😉
Sorry, @Tatti…meine Texterkennung hat glatt ein Körperschmuckelement aus Ihnen gemacht. Das wollen wir ja nun wirklich nicht!
Und während Ihrer Schulzeit herrschte auch Pandemie? Sorry, aber bei dieser Ausdrucksweise scheint die Schulzeit an Ihnen auch nutzlos vorübergegangen zu sein.
Mir würde noch mehr dazu einfallen, aber das ist nicht mein Niveau.
Und was ist ihr vernünftiger Vorschlag? Schule ohne Schutzmaßnahmen für alle?
Danke!
Bravo…. Großartig bitte diesen Brief auch an Frau Gebauer schicken ….ich hoffe, dass diese Frau auch noch ihre Quittung in Sachen Schulpolitik bekommt
Ich kommentiere idR nichts, aber dieser Brief ist so hervorragend geschrieben, daß ich mich dafür bedanken möchte – auch wir sind am Limit, ohne Kraft und ohne mobilisierbare Energie durch die Dauerbelastung mit Kleinkindbetreuung eines 3,5 jährigen, Grundschülerin 4.Klasse mit Aufgaben per Mail, deren Klassenlehrer nur in dringenden Fällen angerufen und angeschrieben werde möchte , Homeoffice meines Ehemannes und mir, einer Dauernachtwache einer Pflegestation mit 80% Beschäftigungsumfang, welche ehrlich gesagt durch 13 Nächte a 10,5h und tagsüber chronischen Schlafmangel bzw mittlerweile massiven Schlafstörungen durch Bespaßung des Kleinkindes und seelische Motivation meiner 9jährigen, die sich teils nicht mal mehr anziehen will weil sie sich fragt wofür, auf dem Zahnfleisch geht… Nein, die Notbetreuung nehme ich nicht in Anspruch, aus Rücksicht auf Erzieher, Lehrer und andere Kinder, denn ich habe beruflich viel Leid und Trauer durch Covid erlebt, ich sehe keine Konzepte und keine durchdachten Lösungen, denen ich meine Kinder und alle anderen Betroffenen mit gutem Gewissen zumuten möchte, ich hoffe wirklich das wir alle in BaWü am 14.03. unsere Stimme erheben durch abgeben und KMin Eisenmann zumindest diesbezüglich die Quittung bekommt!
Abschließend ist zu sagen, ich hoffe dieser wunderbare Brief wird sooft wie möglich in dem sozialen Medien geteilt… Nochmals danke dafür!?
Liebe noch eine Mutter, ich kann eure Lage verstehen. Wir haben nicht so eine Situation zu Hause, mein Mann arbeitet, ich nicht, das ist natürlich unser großer Vorteil.
Aber ich lasse meinen 8-jährigen Sohn ohne Klamotten rumlaufen nur im Unterhosen, seit immer. Er mag so und niemanden zu Hause stört das. Er zieht sich nur für die Konferenz an. Er hat Spaß an allem, was er macht, für die Schule oder in der Freizeit,(er muss nicht dabei unbedig ruhig und still sitzen) und das ist einzige was zählt. Meine Tochter dagegen will immer angezogen sein und sich schick für die Konferenz machen und das ist auch toll.
Es gibt wichtige und weniger wichtige Dinge im Leben. Ich habe persönlich damit gerechnet, dass es möglich wäre, die Beide können ja ein Schuljahr verlieren (oder sehr schlech abschnitten) und wir alle haben uns damit abgefunden. Kein Drama, solange wir alle gesund und am Leben sind. Es ist aber anders gekommen, die Beide sind leistungsmäßig super. Aber wenn auch nicht, für uns wäre das kein Weltuntergang. Unsere Prioritäten sind unsere Familie intakt bleiben lassen, alle gesund und am Leben durch diese Pandemie schaffen.
Alles kann man nachholen, nur die Gesundheit und das Leben nicht.
Damit will ich sagen, man soll vielleicht all das was vor der Pandemie so wichtig war, etwas lockerer betrachten und jetzt etwas andere Prioritäten setzen.
Der Brief ist sehr gut geschrieben muß ich Sagen.
Sachlich auf den Punkt gebracht. RESPEKT
Zu meinem Glück läuft es in Niederbayern eigentlich sehr gut mit dem Unterricht meiner Tochter.
Die Schule hat sich schon im Sommer darum gekümmert dass wenn es nicht mehr anders geht HomeOffice einwandfrei funktioniert.
Es wurden Schuldkonten bei Teams eingerichtet und man hat es dann mit den Schülern gemeinsam bei einer Unterrichtsstunde besprochen und auch gleich die Zugänge für jeden einzelnen Schüler zusammen eingerichtet.
Als dann der zweite Lockdown kam hat alles wunderbar funktioniert.
Meine Tochter sitzt jetzt zuhause vor ihrem Laptop und ist mit der ganzen Klasse verlinkt.
Sie bekommen ihre Aufgaben von den Lehrern über Teams, können sich alle sehen und auch diskutieren.
Die Lehrer reden mit allen Schülern und man kann wie im Klassenzimmer aufgerufen werden oder sich melden.
Ich bin echt überrascht dass das so reibungslos funktioniert hat.
Ich kann nur hoffen dass es nicht die Ausnahme ist und nicht alle einen solchen Mist wie Sie erleben müssen.
Ich stimme dem Brief zu. Wäre es trotzdem möglich, darauf zu achten, dass wir auch Frauen haben, die Lehrerinnen und Schulleiterinnen sind? Es ist ständig von Lehrern und Schulleitern die Rede. Damit sind Männer gemeint. Lehrer*innen, Schulleiter*innen. Damit fühlen sich alle angesprochen.
Th. Wiesner es ist nicht die Ausnahme. Ich bin im Kontakt mit mehreren Eltern verschiedener Schullen (GS, Real, Haupt, Gym). Die Lehrer sind top, und alles läuft wie im Präsenzunterricht, fast genau, sogar mit den Unterbrechungen. Ales wie live Unterricht Mit eine kleine Ausnahme, die Kinder haben jetzt mehr Zeit den Stoff einzustudieren.
Bravo, besser hätte es man nicht formulieren können.
Nachdem ich alle Kommentare gelesen habe, stelle ich fest, es ist überall gleich bescheiden. Auch wenn jeder Landesminister meint, sein eigenes Süpplein kochen zu müssen.
Jedoch habe ich noch einen Punkt. Können die Schüler jemals den Schulstoff wieder aufholen? Ich befürchte nicht, aber das meinen wohl die Politiker. Und um diese Sache sich keinen Kopf machen zu müssen, werden z.Bsp. in Bayern die Winterferien gestrichen. Mir ist völlig schleierhaft, was DAS bringen soll? Eine Woche mehr, um den zugestopften Lehrplan in die müden Kinderköpfe zu bekommen?
Ich frage mich deswegen, hätte man nicht den Schulstoff kürzen können? Die, wie ich, vor 20 Jahren die Schule verlassen haben, sind diejenigen, die jetzt ihren Kindern helfen, nicht komplett den Anschluss in der Schule zu verlieren. Mit diesen Wissen wurden Existenzen aufgebaut, die die Wirtschaft jetzt tragen.
Also warum konnte der volle Lehrplan nicht abgespeckt werden?
Deswegen wird diese Generation nicht dümmer dastehen, jedoch gerechter durch diese schwierigen Zeiten kommen.
Es scheint immer noch ein Tabu zu sein, dass Kinder die Klasse wiederholen. Dabei ist das doch die Chance für die schwächeren Schüler, die Grundlagen zu wiederholen und die Lücken zu schließen.
Es ist nicht nur ein Tabu.
In Hamburg wurde das Wiederholen sogar abgeschafft. Das „Konzept“ heisst hier Fördern und Fordern.
Nur unter besonderen Umständen (lange Krankenzeit im Schuljahr, besondere Diagnosen) kann ein Antrag gestellt werden, der durch die Schule unterstützt werden muss. Also in der Praxis nur möglich und von Erfolg gekrönt, wenn das Problem wirklich schon massiv ist. Und bitte nicht falsch verstehen liebe LehrerInnen/SchulleiterInnen … wer möchte sich schon bei den vorgesetzten Behörden, die Blöße geben durch „viele“ Wiederholungsanträge.
Und was hat das zur Folge?
Die 5. und 6. Klassen der Gymnasien werden massiv gefordert/gestresst. Denn am Ende der 6. Klasse können die Gymnasien noch einmal entscheiden, wer bleiben darf und wer auf eine Stadtteilschule (für nicht Hamburger: vom Prinzip her Gesamtschule) wechseln muss.
Über alle Schulformen und Klassenstufen hinweg bedeutet es, dass Kinder mit elementaren Lücken weitergeschleift werden. Mit all den Folgen, die das für den Lernerfolgt haben kann.
„Nur unter besonderen Umständen (lange Krankenzeit im Schuljahr, besondere Diagnosen) kann ein Antrag gestellt werden, der durch die Schule unterstützt werden muss.“
Anscheinend ist eine Pandemie, die länger als ein Jahr geht, noch immer kein besonderer Umstand. Klar, das hat man ja auch fast jedes Jahr.
Dahinter steckt doch vielmehr der Druck aus der Wirtschaft auf die Politik, die Schüler doch bitte so früh wie möglich einzuschulen, und möglichst früh wieder zu entlassen, dann aber bitte noch auch mit dem höchsten Abschluss. Abitur mit 17. Der Haupt- und Realschüler mit 16 kann dann sehen, wo er bleibt.
Die Kindheit hat gefälligst hinten an zu stehen, Bildung braucht auch keine Zeit um sich zu setzen. Und kindlichen Hobbys kann man auch nachgehen, wenn man in Rente geht.
Gerne kommt das Argument „dann kann man aber früher Geld verdienen“ – und das ist es wert, einen Teil seiner Kindheit nicht auszuleben und sich mit Bildungslücken durchzuschlagen? Und sich dann mit einem schlechteren Abschluss durch das Arbeitsleben zu schlagen? Oder um sich mit 18 erstmal völlig desorientiert eine Auszeit nehmen zu müssen? In der aktuellen Lage bringt das G8, was zum G7 mutiert, herzlich wenig. (wen interessiert das später eigentlich noch???)
Die Kürzung des Lehrplans ist meiner Meinung nach definitiv möglich. Man müsste nur wollen.
Sicherlich gibt es Fächer wo eine Kürzung kaum möglich ist, da zum Verständnis des nächsten Themas der vorherige Unterrichtsinhalt nötig ist.
Aber es gibt auch die anderen Fächer, wo es weniger um jedes einzelne Thema geht, sondern mehr um das Erlernen der Fähigkeit ein Thema Aufzunehmen/zu Erarbeiten, Bezüge/Schlüsse herzustellen usw. Hier ist, wenn man ehrlich ist, auch das Bulimie-Lernen weit verbreitet, da die Inhalte langfristig nicht benötigt werden. Bei Bedarf/Interesse kann man sich diese Informationen durch eine kurze Recherche wiederbeschaffen. Also, wichtig ist bei diesen Fächern/Lehrinhalten nur, dass man an einigen Themen die Grundfertigkeiten „Aufnehmen, Erarbeiten, Interpretation, Beurteilung etc.“ gelernt hat.
Man darf nicht vergessen, dass der Lehrplan Puffer enthält. In einem normalen Schuljahr entfällt viel Unterricht durch verschiedenste Schulveranstaltungen und Projekte. Zudem kann eine Lehrkraft auch erkranken, in letzter Zeit ist aber aufgrund der aktuell geringen Ansteckungswahrscheinlichkeit kaum ein Kollege krank. Außerdem kann ich auch die eine oder andere Vertiefung weglassen oder kürzer halten, dann sind die Grundlagen trotzdem gelegt. Am Gymnasium sehe ich jetzt in meinen Fächern zumindest nicht die großen Lücken bei meinen SuS und genauso sehe ich auch nicht, dass sie im nächsten Schuljahr Nachteile haben werden. Für die Abiturklassen gab es schon Kürzungen im Stoff und eine Verschiebung der Prüfung, ich glaube, so gut konnte ich noch keinen Jahrgang aufs Abitur vorbereiten.
Das mag aber an der Grundschule anders aussehen, ich stelle mir dort den Distanzunterricht wesentlich schwieriger vor, dazu können die KuK der GS aber sicherlich besser Auskunft geben.
Mittlerweile haben wir uns gut eingespielt im lock down und jetzt wieder die Öffnung bis zum nächsten. Nicht das schließen nervt, sondern das Hin und her! Ich war drauf und drann selber eine Brief aufzusetzen aber dieser hier spricht mir aus der Seele. Können sie bitte den Brief, nur hinsichtlich des Namens, ändern und ihn der Ministerin in NRW senden? Aber mal im Ernst wenn wundert es? So ist nunmal Politik, wir haben Verteidigungsminister die nie gedient haben, Gesundheitsminister die keine Ärzte sind und nun auch noch Minister für Schule und Bildung die keine Lehrer sind. Tolle Wurst!
Ich bin Mutter von vier Kindern. Drei davon sind Schulkinder (auf drei unterschiedlichen Schulen). Allerdings sehe ich die Situation komplett anders. Gesundheit geht immer vor und es war meiner Meinung nach absolut richtig die Schulen so lange zu schließen. Frau Eisenmann hat sich große Mühe gegeben ein Hygienekonzept zu erarbeiten um nach dem ersten Lockdown Präsensunterricht zu ermöglichen. Beim dem zweiten Lockdown hat sich unheimlich viel verbessert, was den Onlineunterricht angeht. Es findet viel mehr verbindlicher Unterricht online statt. Es gibt feste Abgabetermine für Aufgaben und alles ist gut strukturiert. Die Lerner geben sich sehr viel Mühe und ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass unsere Kinder in dieser Zeit zu wenig lernen. Ich finde sogar, dass Homeschooling viele Vorteile hat. Schade, dass darüber nie gesprochen wird. Unseren Kindern fällt das Lernen Zuhause in ruhiger Umgebung leichter und Fragen können im Onlineunterricht gestellt werden. Die Kinder sind selbstständiger geworden und kennen sich inzwischen viel besser mit den Medien aus.
Die Pandemie bedeutet für viele eine große Herausforderung. Für Eltern, Lehrer und ganz bestimmt auch für die Politiker. Aber alle versuchen es bestmöglich zu meistern, und dieses Schimpfen und Beschuldigen finde ich extrem unangebracht!
Ich bin etwas entsetzt über so viel ungeteilte Zustimmung. Der Brief ist doch in weiten Teilen undifferenziert und pauschal. So geht’s halt auch nicht. Aber wer Dampf los werden will ohne zu differenzieren – bitteschön!
Wieviel unsere Kinder und Lehrer unseren Kultusminsterien wert sind? In Zahlen ausgedrückt auf jeden Fall weniger als 600 € pro Person. 300 € pro Person würden Luftreinigungsanlagen kosten und 300 € ein Laptop pro Person (wobei letzteres die meisten sowieso besitzen).
Eine einmalige Anschaffung wäre das gewesen, ausreichend für diese Pandemie und alle weiteren.
Aber dann wären die Namen der Politiker nur einmal in den Schlagzeilen gewesen. Für den Wahlkampf hätte man sich dann andere Werbemaßnahmen ausdenken müssen, um im Gespräch zu bleiben.
Da ist es doch so viel einfacher: Mit der seit Monaten Schüler-, Lehrer-und Eltern verachtenden Schulpolitik bleibt man nicht nur jetzt sondern auch bei der heranwachsenden Wählergeneration in Erinnerung.
Da spart man sich den Werbefachmann.
Selbst wenn den Entscheidern die Menschen in den Schulen egal sind, rein ökonomisch hätte sich die Investition vielfach ausgezahlt. Einige Wirtschaftshilfen wären nicht nötig gewesen, Arbeitsplätze hätten vielleicht gerettet werden können, Kurzarbeit verhindert werden können, etc.
Und auch in Der Zukunft ohne Pandemie führen „raumluftsichere“ Klassenzimmer zu weniger Erkrankungen der SuS und LuL und damit zu mehr Unterricht.
Silke Kraus sagt das Wichtigste:aktiv werden,Auf die Straße gehen und Kinder nicht in die Schule schicken.denn die Missstände nur ansprechen reicht nicht.in dem Land bekommt man offensichtlich nur Gehör ,wenn man LAUT wird.
Mich würde interessieren, ob Frau Eisenmann geantwortet hat und was? Ich hatte das Vergnügen, sie im November bei einer Wahlveranstaltung auf den Lehrermangel anzusprechen. Es kam viel blabla…..
Ich möchte noch ergänzen, dass die Sbbz (sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren) für geistig und körperlich behinderte Kinder seit nach den Weihnachtsferien im Vollbetrieb laufen. Ohne Wechselunterricht, ohne verkleinerte Klassen, ohne Filter…. Ich frage mich warum da in in der Öffentlichkeit nicht berichtet wird?? Sind das dort Menschen 2.klasse? Oder gibt es eine Studie die besagt, dass Behinderung immun macht?? Auch die die dort unterrichten?
Absolut treffender Kommentar. Hochachtung vor dem Verfasser-kompetent und ehrlich.
Könnte man diese Dame nicht mal in eine der zahlreichen Talkshows einladen und sie mit dem Brief oder gleich mit dem Schreiber konfrontieren? Denn auf ihre Reaktion vor Publikum wäre ich und ich denke auch viele andere gespannt.
Beispiel:Konferenz. Von 32 Kinder (Gymnasium), mindestens 10 stören immer den Unterricht.
Also sollten diese Kinder ein anstädiges Benehmen und den Umgang mit den Medien in der Schule vielleich lernen? Ist die Schule auch dafür zustädig? Ich als Mutter sage Nein! Das sollten sie zu Hause lernen.
Aber arme Lehrer dürfen heutzutage sogar nicht darauf die Kinder aufmerksam machen, dass ihr Behnemen nicht in Ordnung sei. Und dann fragt meine Tochter jeden Tag, Mama was soll ich tun, das nervt, ich kann mich nicht auf den Lehrerin/ Lehrer konzentrieren! Und das Gleiche läuft in Präsenzunterricht auch ab und zwar Tag für Tag.
Sorry, aber etwas mit dieser Konstellation Kind – eigene Famile – Schule von heute läuft sehr schief.
Dass meine Tochter 5. Klasse Gymansium (BY) fast alle 1-er hat bis auf Kunst, und zwar im Homeschooling ist kein Zufall mehr, sorry Politiker. Und sie ist kein Mozart bzw. Wunderkind.
Ihr macht etwas gewaltiges Schlecht mit eurem Schul – und Bildungspolitik.
Na ja, wenn die Lehrer und Eltern nicht die Todespanik vor Corona hätten, dann wäre vieles anders. Die Polik reagiert auf das, was von den Bürgern gewünscht und gefordert wird. Zaubern kann niemand… Und geteilte Klassen ist eine Riesenherausforderung, woher sollen denn die hunderte von zusätzlichen Lehrern kommen? Und die zusätzlichen Räumlichkeiten etc.? Eine Luftreinigungsanlage soll uns retten? Beim ersten positiven Fall, trotz Luftreinigungsanlage, wären doch alle Eltern wieder aufgesprungen und hätten sich beschwert, dass dies der falsche Weg ist…. und die armen Kinder und die armen Lehrer der tödlichen Gefahr ausgesetzt sind. Das ist hier das grundsätzliche Problem!
Ja, es läuft vieles schief und ja, Frau Eisenmann hat viel versemmelt aber Herr Kretschmann genauso… Beide zusammen habe BW nicht gut geführt sondern nur Angst geschürt…
@Tria159:
Naja, und Ihr Nick-Name scheint ja ansatzweise auch Programm zu sein…
Ich als Schüler der Oberstufe kann dem nur beipflichten es waren Minus Gerade in den Zimmern da die Politik nichts besseres weiß als Lüften. Den außer Corona gibt es ja keine andere Krankheit zur Zeit die durch das Unterkühlen eventuell hervorgerufen wird. Aber wie hier schon genannt. Die Landtagswahl.
„…Liebe CDU – schön doof, die umstrittendste Ministerin aufzustellen! Die Quittung kommt am Wahlabend!…_
Ob sie kommt weiß ich nicht, aber wer mündiger Bürger ist, sollte sie geben, sonst ist er nämlich keiner und billigt die „Politik“ der Ministerin!
Dann könnte man sagen: “ Weiter so Frau Ministerin, weiter so Politik, wir finden
das gut, auf jeden Fall trauen wir uns nicht, Ihnen zu widersprechen! Sie sind d er Chef!
Trifft auch auf Frau Gebauer zu.
Tatti,
Ich glaube du hast uns missverstanden, wir alle wollen die Kinder in der Schule sehen…aber wenn die Kinder in der Schule sind,müssen sie auch weitestgehend sicher sein! Kinder sind gefährdet am Long- COVID zu erkranken- selbst bei mildem oder symptomloden Verlauf! Ja es ist schwierig- ohne Schule und soll auch nicht so sein! Ja und ich finde sogar die Lehrer machen einen guten Job – da ich beide Seiten kenne! Aber von Seiten der Regierung- Kultusminister wurde nicht weitsichtig geplant – Schule verlagern inGebäude mit mehr Platz z.B. / gestaffelter Unterrichtsbeginn – mehr Geld zum Einsatz von Bussen / Schulbusse anstatt Nutzung Linienbusse – das sind bekannte von nur einigen Beispielen! Wie sollen Kinder noch die Welt verstehen?! -wenn wir es nicht schaffen alle Widersprüchlichkeiten in den Verordnungen auszuhalten. An der Bushaltestelle Abstand – im Bus dicht gedrängt?! Und der Bund gibt zu unserem Schutz etwas vor und schon werden wieder Nischen gesucht – warum sehr geehrte Kultusminister?
Deshalb schimpf nicht mit uns – wir sitzen doch im selben Boot – und wollen das Beste für die Kids!!!
Tatti,
eins noch…. auch wenn du sauer bist- solltest du über deine Ausdrucksweise nachdenken ! Das färbt auf deine Kinder ab – Bildung erfolgt auch durch Lernen am Modell- du kannst im Alltag durch gutes Vorbild viel erreichen – du willst doch nicht, dass deine Kinder diesen Jargon übernehmen! Damit wäre deren Bildung wirklich „im A…“ – wie du es ausdrückst !!!
Man kann nicht alles an Institutionen abgeben, mit der Entscheidung Kinder zu haben, übernimmt man Veranwortung… gehe den ersten Schritt… deine Kinder lernen Respekt gegenüber anderen Meinungen!
Auch wenn du nicht LehrerIn deiner Kinder bist noch sein kannst und willst, lernen deine Kinder in erster Linie von DIR, da sie sich an. DIR Orientieren (sorry habe oben vergessen die weibliche Form zu verwenden/ respektiere Einwand/ persönlich sehe ich es nicht so eng / da Ich z.B. die Bezeichnung OberfeldwebelIn komisch finden würde)
@ Sil off topic: Eine „Oberfeldwebelin“ gibt es auch nicht, da es sich beim Oberfeldwebel um einen Dienstgrad handelt. Die korrekte weibliche Form heißt dann Frau Oberfeldwebel, analog dazu z.B. auch Frau Doktor.
Volle Zustimung. In dem Brief steckt glaube auch viel Frust über die allgemeine Lage, insbesondere von Selbstständigen. Aber dafür kann man das Kultusminsterium bzw. Frau Eisenmann wahrlich nicht verantwortlich machen.
Ich (Vater von zwei Kindern in Kindergarten und Grundschule), sehe die Bemühungen von Frau Eisenmann die Schulen so schnell wie möglich wieder zu öffnen positiv. Ohne diesen Druck hätte unser Ministerpräsident sich nicht bewegt und hätte weiter seine „Lockdown“-Politik für die Schulen gefahren. So wie er erst kürzlich seinen Bürgern mit einem „richtigen Lockdown“ gedroht hat. Ein Ministerpräsident, der seinem Volk droht, hat auch was!
Ich kann nur sagen dass bei uns in der Grundschule das Arbeiten mit moodle ganz gut funktioniert hat (abgesehen von teilweiser Serverüberlastung bei BBB, aber sowas erlebe ich auch in det täglichen Arbeit), was aber auch stark am Engagement der einzelnen Lehrer hängt. Da sehe ich aber auch die Schulleitungeb stark in der Verantwortung. Da werden den Lehrern viellfach zu viel Freiheiten gelassen.
Unstrittig ist, dass den Lehrkräften (m/w/d) entsprechende Masken zur Verfügung gestellt werden müssen. Mein Wissensstand ist, dass da das Sozialministerium (grüner Minister) versagt hat (ähnlich wie bei der Impforganisation).
Ba-Wü hatte übrigens bereits im letzten Dezember einen „Plan“ wie mit Schulunter icht umzugehen ist (anhand von Inzidenzen). So ganz geschlafen hat das Kultusministerium also nicht.
Insgesamt bin ich der Meinung, dass insbesondere in der Grundschule der Präsenzunterricht nicht durch Fernunterricht ersetzt werden kann und für mich (und auch unsere „Große“) die Rückkehr zu normalen Unterricht die beste Lösung ist. Dazu muss aber zunächst ein grundlegendes Umdenken zum Umgang mit dieser Pandemie erfolgen. Inzidenzen sind schön und gut, aber als alleiniges Entacheidungskriterium nicht mehr geeignet. Hier muss differenzierter vorgegangen werden.
Als Ehemann einer 66 Jahre jungen Lehrerin schreibe ich nur ein Wort! DANKE!
Ein Brief der mir selber aus dem Herzen spricht…..ein Jahr wurde nur gehockt…aber die Wirtschaft erhält Milliarden…Privilegierte wie Fußball und Wirtschaft haben mehr Rechte…aber Kinder Lehrer Erzieher ???
In meiner Zeit war es bei Mayer-Vorfelder CDU ….genau dasselbe …schön im Amt sitzen…aber ansonsten…????
Der Vater hat in allen belangen Recht,.
Nur ist seine Kritik auf eine einzelne Person bezogen, Frau Eisenmann.
Er scheint aber vergessen zu haben, dass hinter der Sache und Massnahmen auch Herr Kretschmann steht, welcher dies auch wollte.
Man muss nur auf die Talkrunde mit Markus Lanz blicken, wo Herr K. fast ausgerastet ist, als man ihn auf die Öffnung der Kitas und Schulen kritikhaft angesprochen hat.
Und jetzt profitiert er natürlich davon, dass sich die Schelte auf Frau Eisenmann konzentriert, die ja Gegenkanidatin im Wahlkampf ist. Clever.
Als MP hätte er da rechtzeitig gegensteuern müssen.
Der Mann hat zu100 % recht
Hallo,
das Problem ist, dass die Schulen schlichtweg in den letzten Jahren zu wenig Geld bekommen haben. Wann wachen alle Parteien CDU SPD GRÜNE AFD UND WIE SIE ALLE HEISSEN mal auf und kapieren, dass die Schulen und unsere Kinder unsere Zukunft sind und hier seit langem am falschen Fleck gespart wird. Dass Politiker unfähig sind, ist nichts neues, vielleicht macht man sich daher eher mal Gedanken, wie man Politiker bezahlt. Ihr Gehalt sollte von ihren Leistungen abhängig sein und schon hätten wir so ein Theater nicht. Geht nicht ? Sicher gibt es Hürden und auf die Schnelle geht in D. auch gar nichts. Wahlen sind für mich nicht allein das Mittel – denn wenn beispielsweise sich rausstellen sollte, dass ein Verkehrsminister unsere Gelder verzockt, müsste er zurücktreten – oder wenn eine Kultusministerin die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel gesetzt hat – ebenso – ob das so war – will ich nicht beurteilen. -Vielmehr wurde seit Jahren die Digitalisierung verschlafen – vielleicht versteht man das Wort so langsam besser – was Digitalisierung in Schulen wirklich bedeutet hätte. Was ist also zu tun ? Zunächst ist der Schutz unserer Kinder sicherlich das höchste Gut – Gibt es daher Konzepte? Absolut nachvollziehbar finde ich und da muss ich leider der Kritik erstmal recht geben fehlen mir auch Konzepte – dasbtrifft aber nicht nur die Schulen sondern alle Corona-Massnahmen sind schlichtweg für mich ohne Konzept und mehr Willkührlich entschieden – basieren nicht auf wissenschaftlichen Studien – das Robert Koch Institut hat gesagt, dass man in die Schule darf, nicht in die Gastronomie, aber zum Friseur und Einkaufen, weil die Viren nicht in den Schulen vorkommen und nur in der Gastro – wo ist die Studie dazu ? Sinnvoll wäre sicher eine Anmietung von Räumen, um den Kindern zunächst mal Platz zu schaffen. In keinem Dialog habe ich das je gehört und das hat man aus meiner Sicht verschlafen und wundert mich. Sicher ist Raum sicher nicht einfach – dank bescheuerter Hygienekonzepte – mussten sich viele Lehrer und Rektoren erstmal darum kümmern. In erster Linie hat mir ein Schulleiter auch viel zu viel Macht etwas falsch zu machen und gleichzeitig wird er völlig alleine gelassen vom Kultusministerium. In den meisten Schulen die ich kenne – heisst eine Digitalisierte Schule Umbau bzw. sogar vielleicht auch NEUBAU der bisherigen Schulen, der in Kürze nicht absehbar ist. Ich bin kein Experte aber so ein Umbau oder Neubau kostet richtig viel Geld und ist auf die schnelle nicht machbar. Leider. Dennoch kann man Container aufstellen, den Platz vergrössern und die Schüler so mit viel Raum erstmal lernen lassen und teilweise Homesschooling sich abwechseln für die die keinen Platz mehr habe. Ich bin kein Experte aber Firmen – die kurzfristig Platz benötigen stellen erstmal Container hin und bauen parallel. Welche Schule baut aktuell ? Wer hat aktuell dafür Zeit ? Niemand. Alle kümmern sich nur um ihre Corona-Hygienekonzepte. Und da muss ich leider auch sagen – ist die Kritik völlig berechtigt – werden die Kinder danach in überfüllte Busse gesteckt- Hygienekonzept geht nicht bis in die Busse weil die Viren in Bus und Bahn nicht sind ? Die Busse sind – das ist mein Kenntnisstand nicht nach oben skalierbar – nicht mehr Busse möglich- nicht mehr S-Bahnen. Auch muss man klar sagen haben Rektoren – die völlig alleine gelassen werden – und somit Fehler machen – auch nicht den Blick. Dort wird noch diskutiert, wie schädich Videokonferenzen für die Schüler sind statt sich zu überlegen, wie man den Weg zur Schule ebenso sicher machen kann – das ist Sache des Landratsamt, Abteilung Schülerbeförderung – und die schlafen genauso wie das Kultusministerium – armes Deutschland.
Hat hier schon mal jemand darüber nachgedacht, ob es den frustrierten Vater überhaupt gibt? Schöne Wahlkampfpropaganda der SPD. Leute seid froh, dass Herr Stoch nicht Kultusminister ist.
Hier gibt es so viele negative Meinungen. Naja Lehrerbashing und Kultusministerbashing ist ja eh inn. Hat sich mal jemand Gedanken darüber gemacht, dass es so eine Situation noch nie gab?
Noch nie gehört, dass sowohl Lehrer als auch Schüler mit digitalen Endgeräten auf Leihbasis ausgestattet werden? Alleine die Industrie kommt leider nicht hinterher.
Schulen haben Geld für die Anschaffung von Lüftungsgeräten in Aussicht gestellt bekommen, nutzen dies nur nicht, weil diese Geräte zu laut und zu groß sind.
Moodle und BigBlueButton funktionieren zu mehr als 90% zuverlässig. Der Fehler für den Rest liegt bei Belwue und deren Serverkapazitäten, da dort auch Universitäten, Hochschulen und andere staatliche Einrichtungen dranhängen. Eine Fehler des KuMi? Wohl kaum.
Der „frustrierte Vater“ ist der Redaktion namentlich bekannt. Wenn es sich nur um „Wahlkampfpropaganda“ handeln sollte, wäre es doch ein Leichtes für Frau Eisenmann, auf die Kritik zu antworten und diese zu entkräften. Die Antwort würden wir selbstverständlich ebenso groß veröffentlichen. Uns hat allerdings keine erreicht.
Noch ein Punkt: Die Kritikpunkte des Briefes lassen sich 1:1 auf fast alle Kultusminister übertragen – auch auf die der SPD. Wie der Beitrag der SPD nützen soll, erschließt sich uns aus diesem Grund nicht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich bin 4fache Oma. Stelle fest, dass sich bei der Schülerbeförderung seit 25 Jahren sich nichts verbessert hat.
Durch Corona wird eins deutlich: Uns fehlen die mutigen Politiker, die den Mut haben Dinge umzusetzen. Solange das Credo vorherrscht: Nur nicht zu weit vorwagen, könnte meinen Job kosten, wird keine situationsbezogene Entscheidung getroffen. Es geht noch weiter, Initiativen werden blockiert, könnten ja nicht regelkonform sein. Wir haben einen behäbigen Bürokratiestaat.
Wie alles, hat auch diese Situation zwei Seiten. Ich bin eine 64jährige Lehrerin einer Mittelschule in BY. Aus privaten Gründen bin ich zu Beginn des Schuljahres von einer sehr kleinen familiären Mittelschule an eine sehr große gegangen. Ich muss sagen, dass sowohl an meiner alten wie auch an meiner neuen Schule der online-Unterricht hervorragend klappt. Alle Lehrer, ob jung oder alt, halten den stundenplanmäßigen Unterricht. Wir sind jederzeit für unsere Schüler ansprechbar, ob im Videochat oder telefonisch (jetzt sogar mehr als vorher, fast 24h!). Für einige Schüler ist der Fernunterricht ein Segen, für andere eine Katastrophe. Es gibt keinen Königsweg! Wenn Schulleitungen engagiert, Lehrer/innen und alle anderen Beteiligten verantwortungsbewusst sind, kann dieses Schuljahr durchaus gelingen. Es hängt ganz viel vom persönlichen Engagement ab. Es gibt für die Pandemie keine Blaupause und es ist schade, dass das Gelingen so sehr vom Einzelnen abhängt. Die (Schul)Politik hat seit dem letzten Frühjahr nicht wirklich einen Plan B erarbeitet, dies aber ständig von den Schulen verlangt. Wahrscheinlich müssen wir eine Vielzahl von Methoden, Masken, Abstand, Impfung (!) oder Therapeutika nutzen. Aber wir werden von unserem Dienstherrn weitgehend allein gelassen. Was aber keinesfalls passieren darf ist dieses Hin und Her, Wechsel-,Online- oder Präsenzunterricht! Das verunsichert und niemand kann das mehr ernst nehmen! Schule öffnen? Unbedingt! ABER nur wenn es für alle einigermaßen sicher ist. Die Inzidenzen steigen wieder. Parallel dazu werden die Schulen teilweise geöffnet – das verstehe wer will.
Schule, Schule, Schule… Kinder Kinder Kinder….
Es dreht sich NICHT alles nur um Kinder! Alle Menschen haben eine RECHT darauf, ihr Leben und ihre Zukunft noch gestalten zu können!!!!!!
Ich bin derzeit Schülerin in der 13.Klasse, mache also diese Jahr das Abitur und ich kann nahezu jeden Punkt in dem obigen Brief nachvollziehen.
Zu meinem Glück hatte ich das Glück, dass ich mich an meiner Schule für Homeschooling entscheiden konnte. Von anderen wusste ich, dass dies nicht an deren Schulen möglich war, weshalb diese auch überrumpelt wurden vom zweiten Lockdown. Für das Homeschooling habe ich mich entschieden, um nicht in den vollen Klassenräumen sitzen zu müssen (wir haben teilweise Unterricht mit dem Jahrgang unter uns…) und keine 1,5h Hin- bzw. Rückfahrt (also insgesamt 3h) im vollen Bus sitzen zu müssen.
In etwa 2 bis 3 Monaten haben ich und viele weitere die schriftlichen Prüfungen und wir haben keine Ahnung, wie diese stattfinden sollen. Die Sporthalle ist, wenn man den Sicherheitsabstand von 1,5m einhalten würde, nicht groß genug, und das obwohl unser Jahrgang an der Schule mittlerweile der kleinste Jahrgang ist, den meine Schule bisher hatte.
Meine Schule ist chaotisch in Bezug auf Organisation, aber immerhin hatten wir, im Gegensatz zu anderen Schulen bessere Karten im Hinblick auf Digitalisierung. Ich habe großen Respekt vor allen Eltern, Lehrern und Schülern, egal ob dieser Jahrgang oder die folgenden, dass sie das alle meistern.
Zustimmung!
Aber Frau Eisenmann hat sich halt voll auf ihre Chefin Merkel verlassen: „Es wird keinen zweiten lockdown geben!“
Was ist das um Himmels Willen für eine Angst-Diskussion! Da kann man ja nur sagen: die öffentliche Panikmache hat gewirkt. Ich bin auch Lehrer aber Angst habe ich deswegen nicht. Wovor? Vor einem Virus, mit dem wir nach Ansicht der meisten Wissenschaftler in Zukunft werden leben müssen? Und das sich – Gott sei Dank – als weitaus weniger gefährlich entpuppt hat, als man am Anfang befürchtet hatte? Auch die Mutanten sind ja nur ansteckender aber auch nicht gefährlicher. In der Schule wird man sich immer mit etwas anstecken können. Also kommt mal runter von der Haltung, alles müsse dort „sicher“ sein. Das wird es niemals geben. Im Moment – so mein Eindruck – werden wir eher die Geister nicht mehr los, die wir gerufen haben.
Grüße gehen raus an unsere Bildungsministerin in Schleswig-Holstein. Statt der Mensch-ärgere-dich-nicht Geschichte hat sie Eltern empfohlen Tabletts zu kaufen, statt in den Urlaub zu fahren…
Ansonsten wirklich 1:1 auf Schleswig-Holstein übertragbar.
Auf den Punkt!