Kultusminister kündigt „Tag des offenen Klassenzimmers“ in Corona-Hotspots an

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MÜNCHEN. Während in weiten Teilen Bayerns viele Schüler schon wieder im Klassenzimmer sitzen, sind Schulen in Corona-Hotspots nach wie vor für den Präsenzunterricht dicht. Das könnte sich nun bald ändern – wenn es nach den Überlegungen von Bayerns Kultusminister Michael Piazolo geht. Er hat jetzt sogar einen „Tag des offenen Klassenzimmers“ in Regionen mit Inzidenzwerten zwischen 100 und 300 angekündigt. Lehrerverbände kritisieren den Vorstoß. 

Reichen Tests aus, um einen sicheren Schulbetrieb auch in Corona-Hotspots zu gewährleisten? Foto: Shutterstock

Zwei Tests pro Woche, dann ab in die Schule: Nach einem Vorschlag von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) soll Wechselunterricht so auch in Regionen mit hohen Corona-Zahlen möglich sein. «Ich könnte mir vorstellen, dass wir über die Methode des intensiven Testens auch bei Sieben-Tage-Inzidenzen über 100 mindestens die Grundschulen wieder öffnen können», sagte Piazolo.

Derzeit ist in Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern mit Inzidenzen über 100 lediglich Distanzunterricht möglich – das betrifft rund ein Drittel. Nur Abschlussschüler von Gymnasien und Berufsschulen sind dort schon wieder zurück im Klassenzimmer, ab kommenden Montag auch die Abschlussklassen aller anderen Schulen.

Um Schulen in Corona-Hotspots eine Perspektive zu bieten, denkt Piazolo an regelmäßige Tests zweimal pro Woche. Die genaue Art und Abfolge der Tests ließ er zunächst offen. Es seien viele verschiedene Modelle denkbar, die noch mit Wissenschaftlern besprochen werden sollen. Bislang sollen sich Schüler wöchentlich selbst testen können, Lehrkräfte zweimal pro Woche.

Jetzt hat er noch einmal nachgelegt – und einen «Tag des offenen Klassenzimmers» für Grundschulklassen angekündigt. Den soll es in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100, in denen also grundsätzlich nur Distanzunterricht erlaubt ist, geben. Grundschüler sollen an einem Tag die Möglichkeit bekommen, sich im Klassenzimmer zu treffen – aber nur auf freiwilliger Basis, „und wohl eher nicht in Regionen mit einer Inzidenz über 300“, wie es hieß.

Im Landkreis Wunsiedel (Inzidenzwert: 241) gibt es schon seit Anfang der Woche einen Pilotversuch an Schulen

Eine Test-Verpflichtung für Schülerinnen und Schüler sieht Piazolo aber skeptisch. «Die Schulen müssten die Tests verpflichtend durchführen. Aber eine Test-Verpflichtung für alle – da wäre ich im ersten Moment zurückhaltend.» Allerdings müsse sich schon ein sehr hoher Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler beteiligen, damit man Wechselunterricht ermöglichen könne.

Geht es nach Piazolo, könnte in der Woche vor den Osterferien ein Pilotversuch in einem oder in mehreren ostbayerischen Landkreisen starten. Dort sind die Corona-Zahlen besonders hoch. Je nach Entwicklung könnte das Modell nach den Ferien dann ausgeweitet werden. «Wir machen uns schon Gedanken über den ostbayerischen Raum – wie wir es schaffen, auch dort wieder Schüler in die Schule zu bringen», betonte er.

Der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Inzidenzwert: 241) führt schon seit vergangenem Montag einen Pilotversuch mit Gurgeltests durch: Die Schüler der Notbetreuung geben zweimal pro Woche eine Probe ab. Ein kleine Menge wird gemischt und als ein Test pro Klasse untersucht. Nur wenn der gemeinsame Test positiv ausfällt, sei die Untersuchung der einzelnen Tests nötig. «Die Akzeptanz bei Kindern und Eltern ist sehr gut», erklärte eine Sprecherin des Landratsamts.

Auch das Landratsamt Cham (Inzidenzwert: 177) führt momentan Gespräche mit dem Kultus- und Gesundheitsministerium über einen solchen Pilotversuch. «Wir überlegen schon länger, wie wir aus der Misere rauskommen», sagt Landrat Franz Löffler (CSU). Gerade für Jüngere müssten die Schulen dringend öffnen, auch wenn die Infektionszahlen nach wie vor sehr hoch seien. «Wenn wir auch in Zeiten einer Pandemie ein Stück Normalität zurückhaben möchten, müssen wir jede Möglichkeit ergreifen, die sich bietet», bekräftigt Rita Röhrl (SPD), Landrätin im Landreis Regen (Inzidenzwert: 115). Neben den Gurgeltests müssten die Impfungen für Lehrkräfte weiter vorangetrieben werden.

«Was zu tun ist: Allen Lehrkräften aller Schularten vor allem in Corona-Hotspots sofort ein Impfangebot zu machen»

Die Tests allein reichen nicht aus, kritisiert Jürgen Böhm, Vorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands. «Was zu tun ist: Allen Lehrkräften aller Schularten vor allem in Corona-Hotspots sofort ein Impfangebot zu machen, Dienstleister und Organisationen wie das Rote Kreuz ins Boot zu holen und testen, testen, testen – am besten täglich.»

Die GEW nennt den Vorstoß, einen «Tag des offenen Klassenzimmers» in Corona-Hotspots zu veranstalten, eine «Wahnsinns-Idee». «Was soll diese Alibi-Aktion? Hier werden die Schulen mit unnötigem Planungsstress belastet», teilt die GEW Bayern aktuell mit. «Was außer Unruhe, Organisationsdruck und erhöhtem Infektionsrisiko für alle Beteiligten sollte dieser Tag bringen?», fragt Ruth Brenner, Mitglied im Hauptpersonalrat. Sie erklärt: «Lieber Herr Piazolo, verschonen Sie uns mit solchen Ideen und überlassen Sie den Schulen die Planungen zu Distanz- oder Wechselunterricht – ohne „Happy Days“.» Die Zeit solle lieber für eine gute Test- und Impfstrategie für Schüler und Schulpersonal genutzt werden.

Tatsächlich scheint auch Skepsis gegenüber der Einschätzung angebracht, dass Schnelltests wirklich für Sicherheit an Kitas und Schulen sorgen können. Sie könnten zwar helfen, das Infektionsgeschehen zu kontrollieren, sagt der Bioinformatiker Prof. Lars Kaderali, der die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern berät. Kaderali verweist allerdings auf eine Studie, an der er beteiligt gewesen sei. Danach würden nur etwa die Hälfte der Infizierten tatsächlich durch einen Schnelltest als infiziert erkannt. «Die Daten bedeuten, dass bei einem Schnelltest am Eingang eines Restaurants von zwei Infizierten nur einer richtig erkannt wird.» Jeder gefundene Infizierte verringere zwar die Zahl der Folgeinfektionen, weshalb Schnelltest wichtig seien. «Aber ein „Freitesten“ ist mit den Schnelltests eben nicht möglich», sagt Kaderali. Das betrifft natürlich auch die Bildungseinrichtungen.

Das hindert stark von Corona betroffene Kommunen in Bayern allerdings nicht daran, bereits konkret für Schulöffnungen zu planen: Das Landratsamt Tirschenreuth (Inzidenzwert gestern: 187,4, Tendenz steigend) hat dafür ein eigenes Konzept vorgelegt: Schüler müssen dort eine medizinische Maske tragen. Wer Symptome habe, mit einer direkten Kontaktperson oder einer Person mit Symptomen zusammenlebe, soll nicht in die Schule kommen dürfen. «Wir versuchen die Öffnung etwas „abzusichern“», erklärte ein Sprecher. News4teachers / mit Material der dpa

RKI-Daten: Inzidenzen bei Kita-Kindern und Grundschülern steigen deutlich – machen sich Kita- und Schulöffnungen bereits bemerkbar?

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58 KOMMENTARE

  1. Aus der ˋ Misere ´ kommt man eigentlich ganz leicht : Man bleibt beim Distanzunterricht . Aber das ist zu einfach für die Politiker .

    • Ständiger Distanzunterricht scheint mir hingegen die simpelste Lösung für einfache Gemüter. Nicht nach links und rechts gucken, nicht wahrnehmen, was sich bei dieser Dauermethode am Wegesrand abspielt, ist herrlich bequem. Man braucht kein differenziertes Hinschauen und Überlegen.

      • @xy
        Auch „wenn es um die Gesundheit geht“, ist mehr zu beachten als allein die Ansteckung mit dem Virus selbst.
        Dazu muss man allerdings auch noch ein zweites Auge und Ohr für jene Meldungen haben, die sich mit den physischen und psychischen Nebenwirkungen und Folgeschäden von Schulschließungen beschäftigen.
        Wer allerdings mit beiden Augen nur auf das Virus starrt und überfordert ist von einem erweiterten Blickwinkel, der simplifiziert logischer Weise das Geschehen.

        • Der Distanzunterricht ist bei B117 erste Wahl für Kinder und Jugendliche. Sie haben den Anstieg der Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen registriert?
          Der Distanzunterricht war planbar und durchführbar. Eine Öffnung ist Harakiri mit der Gesundheit der Schüler und Eltern. Und die Psyche ist so richtig belastet, wenn sich das eigene Kind infiziert.

  2. Ja was denn nun ? Yvonne macht die Ansage, die Schule oder nun Nina.

    08:27 h NINA-Warnmeldung:
    Infektionsgefahr Stufe 5 – Corona Regeln –
    101 – 250 Fälle pro 100.000 Einwohner:

    SCHULEN UND KITAS
    Unterricht im Wechselmodell für die Klasse 1-4 ;
    Präsenzunterricht für Abschlussklassen möglich;
    Unterricht in festen Gruppen;
    Distanzunterricht für alle anderen Klassen;
    Maskenpflicht (gegebenenfalls OP-Maske, FFP-, KN95/N95);
    eingeschränkter Regelbetrieb in Kitas;
    Betreuung in festen Gruppen.

    Chaotisches Kasperletheater, mehr kann ich dazu nicht mehr sagen…

  3. Zwei Tests pro Woche…sind zu wenig. Es muss um einen merkbaren Effekt zu haben täglich vor Beginn der Schule getestet werden. Nicht nur an freiwillign sondern verpflichtend: ALLE

    Wir verwalten weiterhin den Mangel.
    Wann wird endlich in Konzepte anstatt teuren Aktionismus investiert?
    Luftfilteranlgen, Plexiglaswände, FFP2 Masken und wissenschaftsbasierte Konzepte..wie im Bundes- und Landtag eben auch.
    Ich vergas das Leben und die Gesundheit unserer wissenschafts und realitätsverweigernden lobbyierenden Politiker ist natürlich mehr Wert als das der SuS und LuL.
    Solange wir mit Versprechungen von Tests und Impfungen geködert werden, muss die Präsenz im Schulbetrieb freiwillig sein.
    Basta.

    • Also Schutz ja. Aber mit Maß. Wenn wir jetzt anfangen, Kinder durch Plexiglasscheiben von einander zu isolieren, dann weiß ich auch nicht mehr. Dann können wir auch gleich jedes Kind in einen Glaskasten setzen.
      Ffp2 Masken für Kinder? Haben sie schon mal ne ffp2 Maske verbrannt? Sie werden staunen, was da an Plastik raustropft und wie das stinkt. Das muss kein Kind einatmen!
      Vernünftige Lüftungssysteme, halbierte Klassen, Abstand im Unterricht und von mir aus tägliche Tests.
      Da haben wir viel gekonnt.

      • @Mami aus C.

        „Haben sie schon mal ne ffp2 Maske verbrannt? Sie werden staunen, was da an Plastik raustropft und wie das stinkt. Das muss kein Kind einatmen!“

        Drum merke:
        NIEMALS eine brennende FFP2-Maske aufsetzen!
        😉

        • @Pit:
          Der Löschschaum soll auch nicht so gesund sein…. 😉
          Sorry, bin heute etwas gaga,
          Schon wieder neue Corona- Infektionen an meiner Schule…

          • @Mary-Ellen

            Oh, Mary-Ellen, das tut mir leid!
            (Mutti würde sagen „Pass‘ gut auf dich auf!“ Aber das hilft jetzt gerade nicht.) 🙁
            Allerdings – auch wenn es nur ein kleiner Trost ist: Andere Leute sind auch gaga, notfalls ganz ohne Grund …
            (Die Natur ist nicht immer gnädig *giggl*.)

      • @Mami aus C.

        Nein, danke. Keine täglichen Vermüllungstests.

        Arbeitsschutz ist das Zauberwort.

        Nach drei Tagen Tests ist meine Nase hin.

    • @Illy

      Und wir lassen uns ködern.

      Rennen zu den Tests, vermullen die Welt und haben eine Momentaufnahme, die der Nachwelt – den Kindern zum Beispiel – etwa 16 Generationen lang erhalten bleibt.

      Die Vermüllung ist unfassbar.

      Gestern wieder getestet – nach dem Unterricht. Bei positivem Ausgang hätte ich fünf Klassen anstecken können.

      Der neue Test ist prima – tut deutlich mehr weh und man muss einen Tag auf das Ergebnis warten. Da fragt man sich, wer daran verdient.

      Das Ziel muss Arbeitsschutz sein – flächendeckend, auch für Grippe geeignet.

      Man kann auch Prävention sagen.

  4. „Ein kleine Menge wird gemischt und als ein Test pro Klasse untersucht. “

    Wenn jemand am Beginn einer Infektion noch eine niedrige Virenmenge hat und man das dann noch mischt… ob da der Test wohl drauf anschlägt?

    • Absolut lächerlich so ein Vorgehen und sollte dann doch eine Mini Virusmenge gefunden werden, wer geht dann in Quarantäne? Weiß man ja nicht mal, welches Kind dann der Schuldige ist….

      • Eine kleine Menge wird vermischt und getestet. Wenn diese Probe dann positiv ist, werden die einzelnen bereits genommenen Proben untersucht. Das Vorgehen ist sinnvoll und spart Tests solange nicht jede probe positiv ist ^^

    • @Jan aus H.

      Das ist doch genial – 30 getestet, schön geschüttelt und gerührt und keine Infektion gefunden.

      Besser geht es nicht.

  5. Das Motto der KMK:
    „Drei mal Drei macht Vier, widde widde wid, und drei macht Neune,
    Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt. „

  6. Unser Kreis war fast bei 50, jetzt wieder über 70. Nächste Woche startet der Wechselunterricht von 5. Klasse bis rauf zur EF. Macht bei meinem 8.-Klässler 11 Kinder in seiner Gruppe. Da ist Abstand doch machbar. Dazu kürzere Schultage durch ausgesetzten Ganztag. Geht doch. Warum nicht gleich so? Problematisch bleibt allerdings die Fahrt im Schulbus. Unsere radeln, aber in der Klasse mischt es sich ja wieder. Da greifen dann hoffentlich der Abstand und die medizinischen Masken. Vorbildlich fand ich die Einteilung der Gruppen nicht rein nach Alphabet sondern mit Berücksichtigung der sozialen Kontakte. Das bedeutet bestimmt mehr Arbeit. Tage- statt wochenweiser Wechsel allerdings wohl auch.

    • @As.: „Vorbildlich fand ich die Einteilung der Gruppen nicht rein nach Alphabet sondern mit Berücksichtigung der sozialen Kontakte.“ – Kann man machen.
      Nachteile: Häufig Kinder aus demselben Stadtteil/ Dorf zusammen in einer Halbgruppe. Führt unter Umständen zu volleren Schulbussen (da sich das nicht immer über die Klassen hinweg ausgleicht).
      Führt zu vielen Anrufen bei Klassenlehrkräften und Schulleitung: „MEIN Kind muss aber unbedingt…“
      Geschwisterkinder in verschiedenen Klassen gehen bei nicht-alphabetischer Einteilung viel häufiger an unterschiedlichen Tagen zur Schule; das erschwert Planung und Familienalltag gerade für größere Familien.

  7. Offensichtlich stößt die Erwartung von wirklich funktionierenden Planungen oder gar von echten Taten in der Bevölkerung bei unseren Politikern auf völliges Unverständnis.
    Ok, wir haben z7u wenig Schnell Tests und zu wenig Impfstoff.
    Unsere Regelungen zum Durchführen der Schnelltests klappen nicht. Unsere Impfreihenfolge ist zu unflexibel. Die Anmeldung zur Impfung ist eine Zumutung.
    ABER: Wir haben Regeln. Regeln für alles und täglich mehr. Das muss doch reichen!
    Das diese Regelungen auch umsetzbar sein sollten oder dass das benötigte Material oder der Impfstoff zur Durchführung auch real vorhanden sein sollen ist ja nun wirklich nicht wichtig.
    Wenn man im Fernsehen den Gesundheitsminister, die Impfkommission, die Kultusminister oder die Ministerpräsidenten der Länder sieht, dann stößt man bei Kritik auf absoluttes Unverständnis.
    Warum Kritik? Es ist doch alles geregelt. Kritik ist doch dann eine Zumutung.
    Wir sind halt nicht weit von Preußen weg. Da gab es in Behörden Schilder mit der Aufschrift „Der normale Bürger hat es, mit seinem begrenzten Verstand, zu unterlassen die Entscheidungen der Obrigkeit an zu zweifeln“

  8. WAHNSINN, einfach nur Wahnsinn, was die „werten“ Politiker /Kultusminister *innen auf Kosten der Gesundheit aller verzapfen, um die eigene Inkompetenz in Bezug auf die Vorbereitung der Bildungseinrichtungen zu ueberspielen!!!

    Kein Wunder, das Deutschland inzwischen im Ansehen in der gesamten Welt gefallen, ja gar ueber unser Land gelacht wird….

    Wie oben bereits beschrieben : Testverpflichtung taeglich oder mindestens 2x/Woche,im Positivfall:komplette Gruppenquarantaene!!! mit differentierten Kompletttestungen, Ausstattung der Schulen mit Hochleistungsfilteranlagen/Plexiglaswaenden, sowie FFP2 Masken kostenlos fuer Alle.

    Wenn dies diesen Herrschaften die Bildung unserer Kinder nicht wert sein sollte, DANN!!! DISTANZUNTERRICHT, ganz einfach.

    Dann muessen sie sich ihre strapazierten Koepfe nicht mehr wund denken und Informationschaos verbreiten.

    Wir haben keine die Chance unsere Kinder und uns zu schuetzen!!!!

    Praesenzpflicht ABSCHAFFEN!!!

    Wir bekommen deren Willen auf’s Auge gedrueckt.

    Wo bleibt das Grundrecht auf Meinungs-und Entscheidungsfreiheit????

  9. Eben in der Bundespressekonferenz mit Spahn und Wieler:

    „+++ 10.52 Uhr: „Ein Anstieg in Kitas und Schulen. Ist es Zeit, sie wieder zu schließen oder sind die Kinder und ihre Familien der Kollateralschäden ausgesetzt?“ Wieler: „Aus infektionsmedizinischer Sicht wäre natürlich eine Schließung ein guter Weg. Aber diese Abwägung, die getroffen wird, ist nachvollziehbar und gut begründet. Was wir konkret immer gesagt haben: Wir müssen kluge Konzepte umsetzen.“ Man solle Schulen immer öffnen, aber mit „klugen, klaren Konzepten“. Wieler geht davon aus, dass diese Konzepte in den letzten Monaten erarbeitet wurden. Spahn betont, dass Infektionsschutz sehr wichtig ist, aber nicht absolut. Kitas und Schulen seien ein „schwieriger Fall“, da Eltern nicht immer einen adäquaten Ersatz für Kitas und Schulen seien.“
    Quelle: https://www.fr.de/politik/live-ticker-corona-coronavirus-jens-spahn-lothar-wieler-pressekonfererenz-dritte-welle-berlin-news-zr-90238800.html

    Auf welchem Planeten lebt Wieler eigentlich? Welche „klugen Konzepte“ wurden erarbeitet? Dieser Mann scheint leider in einem Elfenbeinturm zu sitzen und schaut von dort aus zu, wie Familien als „Kollateralschäden“ SARS-CoV-2 zum Opfer fallen. Es zeigt sich für mich immer deutlicher, dass es schlecht ist, wenn ein weltfremder Tiermediziner als oberster Chef einer Behörde für Seuchenschutz fungiert.

    • Der ist nicht weltfremd sondern clever. Würde er sich anders äußern, was er ja mit seinem Stufenplan angedacht hatte, der dann von den ländern nicht umgesetzt wurde und wird, wäre er auf drängen der Länder seinen Job los. Wenn er sich politisch gefällig erweist, bekommt er evtl. die von ihm angeforderten IT-Kräfte. Im übrigen kann das RKI aufgrund seiner Statuten nicht das tun, was Aufgabe des aufgelösten Bundesgesundheitsamtes gewesen ist. Da diese Behördenstufe (Bundesoberbehörde) fehlt und es keine unteren Behörden im zuständigkeitsbereich des Bundes sondern nur die Länder, die im Zuge der Auftragsverwaltung tätig werden müssen, wäre es Aufgabe des Bundesministeriums für Gesundheit entsprechend zu agieren. Wenn gilt, dass wo gehobelt wird, Späne fallen, dann lässt sich schließen, dass im Gesundheitsministerium nicht gearbeitet wird, da ist nämlich der Spa(h)n noch dran.

      Was ist der Unterschied zwischen der „force de frappe“und einer task force, die aus Scheuer und Spahn besteht? Gibt keinen; in beiden Fällen ist der Einsatz verheerend.

      • Hach dickebank….der direkte Vergleich zur franz. Massenvernichtungswaffe und dem „dynamischen Duo“ ist einfach herrlich. Habe ganz herzhaft tief im Hals gelacht, wo es steckengeblieben ist.

        • Das ist auch besser so. Wer weiß wie viel Virenlast Sie sonst zu Tage gefördert hätten:) Ungetestet weiß man ja nie. Aber Jens und Andy schaffen das. Jeder kann ‚was!

          Noch ’ne Frage, werden denn wenigstens sonderpädagogische Kräfte zur Begleitung des Projektteams abgestellt. Und gibt es geeignete Räume abseits des Kabinettsaales, um das gemeinsame Regieren wenigstens zeitweise auszusetzen und den special needs der betreuten task force gerecht zu werden?

  10. Für Thüringen gilt jetzt Folgendes:

    „Kreise sollen künftig selbst über Schulöffnung entscheiden
    Thüringer Landkreise können in Zukunft selbst über Schulschließungen entscheiden. Das geht aus einem gemeinsamen Schreiben des Gesundheitsministeriums und des Bildungsministeriums an die Kreise und kreisfreien Städte hervor, das MDR THÜRINGEN vorliegt. Demnach entfällt die bisherige Regelung, wonach Schulen ab einer Inzidenz von 200 geschlossen werden müssen. Nun gilt nur noch die Empfehlung: Schließen, wenn die Inzidenz über 150 steigt. Neu ist auch, dass Regeln nicht immer für einen ganzen Landkreis getroffen werden müssen. Stattdessen kann kleinteiliger entschieden werden. Zum Beispiel könnten nur die Schüler ab 5. Klasse in das häusliche Lernen geschickt werden oder nur die Schüler in einer Gemeinde.
    Die Landkreise wurden am Freitag über diese neuen Möglichkeiten informiert. Jetzt müssen sie diese in ihren Allgemeinverfügungen umsetzten. Erst dann sind sie gültig. An der bisherigen Regelung hatte es viel Kritik geben. So hatten etwa der Landkreistag und der Landrat des Wartburgkreise, Reinhard Krebs, mehr eigene Entscheidungsfreiheit gefordert.“

    https://www.mdr.de/thueringen/corona-news-covid-ladenoeffung-weimar-schulen-oeffnen-100.html

    Das bedeutet, dass die Notbremse „Schließung“ ,die ohnehin erst ab einer Inzidenz von 200 galt, auch noch aufgehoben wird. Das wird wohl bedeuten, dass wir mit knapp 250 auch wieder mit Öffnung über die Abschlussklassen hinaus rechnen müssen, wenn unsere Schule oder der Ort nicht direkt von einer Vielzahl an nachgewiesenen Infektionen betroffen ist. Und in der Schule wird man bei der geringen Beteiligung an den freiwilligen Tests kaum was finden. Ich hatte mich gerade als vor ein paar Tagen die Forderung der Landkreise aufkam, noch gefragt, wie lange unser Gesundheits- und Kultusministerium die Sache durchhalten. Sind ja quasi sofort umgefallen.
    Bisher sah das so aus:

    „In Thüringen müssen Schulen schließen, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über 200 liegt. Bei Werten zwischen 150 und 200 haben die Kreise einen Entscheidungsspielraum, wie sie mit der Öffnung von Schulen und Kindergärten verfahren. Der seit Februar in Thüringen geltende schrittweise Plan aus dem Lockdown für Schulen und Kindergärten sieht vor, dass in Landkreisen, in denen die Inzidenz eine Woche unter 100 liegt, auch die Klassen sieben und aufwärts wieder in die Schule gehen können. „Da sind wir schon relativ weit, aber wesentliche Schritte sind eben auch vom Inzidenzgeschehen abhängig“, sagte der Ministeriumssprecher.
    Die CDU-Fraktion sieht die Zurückhaltung der Regierung bezüglich der Öffnungen kritisch. „Wir brauchen jetzt Wechselunterricht für alle Jahrgänge und Impfangebote für das gesamte Personal in Kindergärten und Schulen, auch an den weiterführenden“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Christian Tischner. „Leider mauert der Minister bislang und weigert sich, die entsprechende Verordnung anzupassen.“ Gerade in Landkreisen mit weiterhin hohen Inzidenzwerten, sei ein schneller Übergang in den Wechselunterricht jedoch „eine dringend gebotene Möglichkeit, den Kontakt zu Lehrern und Mitschülern nicht langfristig abreißen zu lassen.“
    https://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-erfurt-geplante-schuloeffnungen-heizen-debatte-in-thueringen-an-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210305-99-701148

    Und „passend“ dazu heute diese Meldung:

    „Zahl der jüngeren Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt
    Zu Beginn der Corona-Pandemie mussten vor allem Covid-19-Patienten mit hohem Alter auf Intensivstationen behandelt werden. Inzwischen kümmert sich das Krankenhauspersonal in Thüringen immer häufiger um jüngere Menschen.“

    https://www.mdr.de/thueringen/corona-news-covid-ladenoeffung-weimar-schulen-oeffnen-100.html

    • Es gibt übrigens keine Testpflicht. Maskenpflicht im Unterricht erst ab Klasse 7. Und das, obwohl Thüringen Spitzenreiter im negativen Sinne ist. Ein Wahnsinn. Und Impfungen für die LuL an weiterführenden Schulen, die ja mit den Abschlussklassen schon seit Januar wieder im Präsenzunterricht sind, sind auch nicht in Sicht.

  11. WDR.de:
    10.18 Uhr: Wieler: „Fallzahlen auf zu hohem Niveau“
    „Wir stehen am Anfang der dritten Welle“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler heute und sprach sich erneut für eine Einhaltung der Regeln und eine Reduzierung der Kontakte aus. „Die Fallzahlen haben sich auf einem zu hohen Niveau eingependelt“, erklärte Wieler.

    Die Inzidenz steige bei den Unter-60-Jährigen und seit Mitte Februar auch bei den Unter-15-Jährigen „sehr rasant an“, so Wieler. „Wir sehen auch wieder mehr Kita-Ausbrüche. Sogar noch mehr als vor Weihnachten. Es könnte sein, dass hier die sehr ansteckende Variante B 1.1.7 eine Rolle spielt.“ Auch der Anteil derjenigen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, steige ebenfalls.

    „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir laufen einen Marathon und befinden uns im letzten Drittel“, sagte Wieler. „Mit Hilfe der Impfung werden wir bald auf der Zielgeraden sein und in eine neue Phase der Pandemie eintreten. Von der Bekämpfung hin zu einer Kontrolle des Virus, zu ‚Control Covid'“.

    Auf WDR5 läuft dazu auch ein Tagesgespräch.

  12. Für alle, die gegen Plexiglastrennwände sind oder meinen, simple Gemüter bevorzugen einfache Lösungen…etc.

    Mit dem Begriff der Verdrängung wird in der psychoanalytischen Theorie ein Abwehrmechanismus bezeichnet, der dazu dient, innerseelische oder zwischenmenschliche Konflikte dadurch zu regulieren, dass tabuierte oder bedrohliche Sachverhalte oder Vorstellungen von der bewussten Wahrnehmung ferngehalten werden. 

    Solange es dem Einzelnen und deren Familienangehörigen gut geht, ist alles super. Wehe aber genau diesen trifft das Virus, dann ist das Gejammer groß.

    In diesem Sinne, bleibt alle gesund!

  13. Genau – jeder muss verpflichtend schnellgetestet werden – und zwar mehrfach täglich, alles andere ist unverantwortlich, schließlich sind die Tests ja maximal für 4 Stunden gültig und wer weiß wer sich in der Zeit nicht dann alles schon wieder angesteckt hat?

    Schließlich kommen jetzt die Pollen auf denen das Virus reitet und da werden dann reihenweise die Schüler und Lehrer infiziert wenn sie sich auf den Pausenhof begeben!

    Und FFP2 Masken haben sich ja nun auch als untauglich erwiesen – einfach mal die entsprechenden Bericht dazu lesen. Geprüft nach einer Norm die zwar „Aerosole“ berücksichtigt, dummerweise nur nicht die Größe von Aerosolen die ausgeatmet werden.

    https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/verbraucher-werden-getaeuscht-trotz-euronorm-149-millionen-ffp2-masken-schuetzen-nicht-gegen-feine-aerosole_id_13055815.html

    Und wie man ja auch in Bayern gesehen hat – seit der verpflichtenden Einführung von FFP2 Masken rauschen da die Neuinfektionen im Vergleich zu den anderen Bundesländern in den Keller. Ach ne – doch irgendwie nicht.

    Also weg mit den FFP2 Masken, mindestens FFP3 oder noch besser FFP5 – deren Einführung steht auf der „Lauterbach fordert Liste“ ganz oben sollte es schon sein.

    Verpflichtend!! Für jeden!! Bezahlt von der Bundesregierung per Bazooka-App (oder alternativ auf Bezugsschein für 10,50 € das Stück). Anders bekommt man diese blöde Inzidenz nicht runter und bevor die Inzidenz nicht unten ist braucht man über Schulöffnungen gar nicht erst nachzudenken bzw. man schimpft dauerhaft auf die bösen Ministerien.

    Hat eigentlich schon mal jemand bei dem ganzen „Alles unverantwortlich – blöde KMK – wie kann man nur…“ sich mal Gedanken darüber gemacht was diese Zahl – bezogen auf die tatsächliche Ausbreitung – eigentlich heißt?

    Oder hat man sich von der medialen Dauerbeschallung da jetzt schon so weit von der Realität entfernt (Dyskalkulie war ja hier auch jüngst ein Thema)? Ich brauche statistisch gesehen nicht 100 (von 100 sind 0,11% betroffen), sondern 1.000 Menschen um darunter einen einzigen Fall zu haben (selbst unter Berücksichtigung der Dunkelziffer kommt man auf 3-4 auf 1.000). Ja wir haben in DE große Klassen – aber so groß? 😉

    Schon klar, dass darf man alles so nicht sehen – wenn es nach den Kommentaren hier geht lauert das Virus ja quasi an jeder Ecke /Klasse und Präsenzunterricht ist der Garant dafür in der ersten großen Pause infiziert zu werden (also im Lehrerzimmer – denn wie die aktuellen Studien ja gezeigt haben sind die Schüler nicht das eigentliche Problem).

    Aber wie heißt es so schön „Wie man es macht – man macht es verkehrt, und macht man es anders ist es immer noch verkehrt!“

    Egal was KMK und Co. sich da ausdenken – alles was über Distanzunterricht (der eben nachweislich in der Breite immer noch nicht funktioniert) hinausgeht bis Hr. Wieler (irgendwann im Jahr 2025) die Pandemie für beendet erklärt ist absolut unverantwortlich und eigentlich schon vorsätzliche Gefährdung und ein Grund sich weiter zu echauffieren.

    In diesem Sinne:
    Weitermachen – immer fleißig auf KM, GEW und alle andere schimpfen.

    • Ihr Versuch, über 70.000 Tote hinweg zu schwadronieren, ist kläglich.

      Allerdings sieht man an diesem Beispiel schön, von welcher Seite sich die Kultusminister (und leider auch schon die GEW) mittlerweile Beifall holen.

    • Lieber Markus K.,
      hier im Forum halten sich viele LehrerInnen und Eltern auf, die keine Statistik brauchen, um sich ein Bild vom Ausmaß der Infektionen in Schulen zu machen. Die erleben das jeden Tag hautnah.
      Mein Beispiel:
      Nach 9 Tagen Unterricht in einem Abschlussjahrgang (knapp 60 SchülerInnen) wirden vier akute Infektionen festgestellt, zwei Elternteile sind bereits erkrankt. Diverse SchülerInnen sind längerfristig in Quarantäne, zunächst für einige Tage die gesamte Stufe wieder im Distanzunterricht, weil das Gesundheitsamt erst die Nachverfolgung durchführen musste. Zwei der drei Vorabi-Klausuren dadurch zum zweiten Mal verschoben.
      Resultat: Massive Organisiererei in der Schule für viele Lehrkräfte, besorgte und aufgeregte Eltern, SchülerInnen, die sich auf den Unterricht gar nicht mehr konzentrieren können aus Sorge vor Infektionen und um die Abiturprüfungen.
      Der Distanzunterricht hat übrigens gut funktioniert …

    • Markus, könnten sie bitte die Nachweise die angeblich belegen sollen, dass Distanzunterricht“ in der Breite immer noch nicht funktioniert“, hier mal verlinken? Bei meinen Kindern, ihren Freunden, unseren Patenkindern..hat der Distanzunterricht gut geklappt und mein Mann u. ich sind nicht die einzigen Eltern, die sich fragen, ob die Behauptung“Distanzunterricht klappt in der Breite nicht“genau wie „Schulen sind nicht Treiber der Pandemie“ nicht politisch motivierte Erzählungen sind. Daher wären wir über Studien, Erhebungen ect.,die diese steilen Behauptungen endlich stützen würden, wirklich froh. Danke.

  14. Komisch – wenn es nach der Inzidenz ginge, hätten in unserem Landkreis die Schulen gar nicht geschlossen werden müssen. So hoch wie sie jetzt ist, war sie auch vor Weihnachten und die ganze Zeit während des Lockdowns war sie auch nicht viel höher. Was sollte dann der Lockdown?

  15. Ja – von den Antworten her alles erwartbar wie nichtssagend – immer schon hier „worst case“ Szenarien verbreiten.

    Von wegen „Long Covid“ und Co.:

    Weniger als ein Prozent der Sportler hat nach Corona-Infektion Herzprobleme

    https://www.deutschlandfunk.de/usa-weniger-als-ein-prozent-der-sportler-hat-nach-corona.2851.de.html?drn:news_id=1234660

    Komisch das die in der Lage sind nach einer Infektion danach zu 99% wieder Profisport auszuüben, aber bei uns wird medial ja schon der nächste Super-Gau vorbereitet und 10-15% der Betroffenen bekommen Herzprobleme.

    Nur am Rande:
    Das Chronisches Fatigue Syndrom (CFS) vor dem man sich jetzt kräftig fürchten kann ist nicht Corona exklusiv. Das gibt es auch bei der – Achtung böser Vergleich – Grippe – tausendfach. Hat in der Vergangenheit nur keinen interessiert, aber wenn man den „Corona“-Sticker drauf klebt ist das ja dann gleich wieder ein Grund in Alarmismus zu verfallen.

    Funfact am Rande:
    Neben viralen Erkrankungen können auch psychosomatische Gründe der Erkrankung zu Grunde liegen. Tja wo könnten solche Gründe wohl herkommen? An den Umständen kann das ja bestimmt nicht liegen, deswegen gehen ja auch die psychischen Erkrankungen durch die Decke:

    https://www.wz.de/nrw/corona-und-psychische-erkrankungen-hohe-zahl-der-betroffenen-steigt-weiter_aid-56750063

    Aber hey der hierdurch angerichtete – aktue – wirtschaftliche Schaden zählt nicht, schließlich ist das ja nicht durch das böse Virus selbst verursacht. Da fürchten wir uns lieber vor möglichen (unbestimmten) Schäden in der Zukunft. Ja das macht Sinn – oder eben auch nicht.

    Und während man sich also vor Long Covid fürchtet gibt es eine durchaus signifikante Anzahl von teilweise lebensbedrohlichen Blutgerinnungsstörungen nach Impfungen. Schnell sind sich die Experten einige: Das hat natürlich nichts mit der Impfung zu tun, sondern bewegt sich alles im Bereich der normalen Statistik – schließlich gehören Erkrankungen nun mal zu Leben dazu. Ah ja…

    Kommt ja mit schöner Regelmäßigkeit vor, dass 2 eigentlich gesunde Krankenschwestern aus derselben Einrichtung innerhalb kürzester Zeit ähnliche Krankheitssymptome haben. Kennt man ja. Und damit man auch gar nicht erst auf die Idee kommen könnte, dass es anders wäre verzichtet man lieber gleich mal auf Obduktionen im Kontext mit Todesfällen nach Impfungen und erklärt diese dann ganz schnell zur „statistischen Normalität“.

    Und bevor gleich wieder einer schreit: Das ist kein Statement „gegen Impfungen“ – es zeigt nur mal wieder sehr deutlich auf, dass viele mittlerweile jedes Maß verloren haben wenn es um Corona geht. Impfungen sind immer sicher – Corona ist immer böse.

    Anstatt hier immer nur auf die KMK und Co. zu schimpfen (oder diese teilweise aufs übelstes zu beleidigen) – wenn es doch wirklich alles so unhaltbar ist und dazu vermeintlich auch noch lebensgefährlich:

    Warum haben diejenigen die hier am lautesten und häufigsten kritisieren nicht längst ihre Kündigung eingereicht? Ja auch Beamte können freiwillig aus dem Dienst ausscheiden.

    Wie – dann müsste man ja aber in die „böse“ freie Wirtschaft die wir ja nun gerade erfolgreich vor die Wand fahren? Und man hat ja auch eigentlich nichts anderes gelernt und überhaupt womit soll dann der Kredit des Hauses abbezahlt werden? Und man ist ja eigentlich super gern Lehrer – nur eben gerade nicht wenn man dafür dann mit Kindern zu tun haben muss.

    Willkommen im „realen“ Leben könnte man dazu dann sagen…

    Egal ob Kulturbranche, Hotellerie, Gaststätten, … – die haben alle gar keine Zeit sich permanent zu beschweren geschweige denn sich vor „Long Covid“ zu fürchten – die haben nämlich gerade ganz andere existentielle Probleme.

    Wenn ich der Meinung bin mein Arbeitgeber oder Dienstherr fordert irgendwas von mir, dass mich ernstlich in Gefahr bringt – dann kann ich entweder im Internet anfangen rum zu jammern, oder ich übernehme mal zumindest ein ganz klein wenig die Verantwortung für mich und mein Leben und ändere was an dem Umstand. Aber das ist dann offensichtlich wohl doch zu unbequem.

    Spielt letztendlich auch keine Rolle – ändern wird sich so schnell nichts, insofern sagte ich ja schon: Weitermachen – wenn man nur oft genug die KMK beschimpft wird sich die Situation für alle Beteiligten dadurch sicher drastisch verbessern.

    P.S.:
    Wer allen Ernstes behauptet das „Distanzunterricht“ gut funktionieren würde, der glaubt wohl auch den Satz von Fr. Merkel, dass „Im Großen und Ganzen“ ja nichts schief gelaufen sei.

    Angefangen damit, dass es nach einem Jahr Corona rein technisch schon nicht gut läuft (jaja auch wieder die KM Schuld ist klar – wenn Lehrkräfte nicht in der Lage sind unfallfrei einen Anhang per Mail zu verschicken dann nur deshalb, weil man keine 2 wöchige Fortbildung bekommen hat).

    Sämtliche Meldungen, dass es eben in der Breite nicht „gut funktioniert“ – so z.B. hier:

    https://www.mittelhessen.de/ratgeber/leben-und-geniessen/familie/distanzunterricht-fuhrt-oft-zu-lernproblemen_23306455

    werden dann einfach ausgeblendet.

    • @Markus K.

      Sie sind ja auch nicht wenig schreibbegeistert …
      Fein.

      „Willkommen im „realen“ Leben könnte man dazu dann sagen…“
      Ganz wie Sie meinen.
      Schreiben Sie uns ’ne Ansichtskarte direkt nach Ihrer Ankunft dort.
      😉

    • @Markus K.

      Kommen Sie in meine Welt – ich nehme Sie gerne eine Woche mit. Kost und Logis frei, incl. Grundschule, Gemeinschaftsschule.

    • @ MarkusK = @ Oka?
      Erinnern sich noch alle?
      Gleicher Stil, gleiche Ignoranz, gleiche Provokationen.

      @ MarkusK: Lassen Sie sich doch bitte ‚mal was Neues einfallen, denn Ihre Darbietungen empfinde ich zunehmend als laaangweilig (würden meine Schüler sagen…).

      Gähn!

  16. @Saskia

    Psychische Erkrankungen lassen sich (fast) immer überwinden.

    (Ja, zeitintensiv, SuS müssen freiwillig mitmachen, erstes Problem – Eltern müssen einverstanden sein, bestenfalls mitmachen, zweites Problem – zu wenig Plätze, generell jedoch therapierbar)

    Long Covid Erkrankungen nicht. Eine angegriffene Lunge regeneriert sich auch mit Einverständniserklärung der Eltern nicht, trifft auch bei allen anderen Organen zu.

    Geschlossene Schulen (hier ist ein Lacher angebracht) wären als präventiver Gesundheitsschutz auf der physischen Ebene zu verstehen.

    Aber Sie haben Recht, man muss beide Seiten beachten – und das sollte jeder tun.

    • In der Copsystudie ( UKE Hamburg) hatten ca.70% der befragten Kinder und Jugendlichen angegeben, sie fühlten sich während der Coronazeit belastet. Als häufiger Grund wurde m.W. die finanziell ungewisse Situation der Eltern und auch die eigenen, durch Corona bedrohten, Zukunpfsperspektiven genannt. Bei den Jüngeren spielten beengte Wohnverhältnisse eine Rolle.Wer Genaueres zur Studie erfahren möchte,kann sie sicherlich über das UKE einsehen.Aus dieser Studie leitet sich für mich nicht ab,dass vollumfägliche Schulöffnungen die Situation, für einen Großteil der Kinder,zwangsläufig verbessern wird, da eine Durchseuchung der Familien, erhebliche neue Belastungen ( Invalidität, Tod, Schuldgefühle…. auslösen kann. Die finanzielle Situation u. die Berufsperspektiven können so nachhaltig gefährdet werden.. Ganz davon abgesehen, bedeutet sich coronabedingt belastet fühlen, noch lange nicht jetzt oder im späterem Leben psychisch zu erkranken. Die forschenden Kinder und Jugendpsychiatrien sind vermutlich die Institutionen die sich ein differenziertes Bild der komplexen Belastungssituation erarbeiten können. Zusätzlich sollten alle, die mit Kindern zu tun haben, auf ihre Schutzinstinkte hören…Als Elternteil sehe ich das mit den u. U.irreperablen Schäden an lebenswichtigen Organen genau wie sie. Danke.

  17. Ein Drittel meiner Klasse kam heute in die Schule, weil der Dealerkollege da war. Dann haben sie sich alle einmal getroffen … und sind wieder Heim.

    So schön, dass wir das für die „Abgehängten“ alles machen. Wäre ja so schade und so.

    Brennpunkt ist schon schön. Alle Kultusminister dorthin, da habt ihr die, um die es euch angeblich so sehr geht.

    • Geht nicht die Personenschützer*innen so einer erhöhten Gefährdungslage auszusetzen …
      Die infiziert Reul schon selber, da müssen sie in Brennpunkten nicht auch noch weiteren Gefahren ausgesetzt werden. Und aussuchen durften die Personenschützer*innen vermutlich auch nicht, ob sie Dienst an Yvonne schieben wollen. das lässt sich auch nicht über Zulagen wettmachen.

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