Hamburgs Fünft- und Sechstklässler können wieder zur Schule (keine Pflicht)

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HAMBURG. Seit fünf Monaten durften sie coronabedingt gar nicht mehr in ihre Klassen. Nun können die Fünft- und Sechstklässler in Hamburg zumindest wieder im Wechsel die alte Schulbank drücken.

Für Fünft- und Sechstklässler geht es in Hamburg wieder in den Präsenzunterricht. Foto: Shutterstock

Nach Ende der Mai-Ferien dürfen Hamburgs rund 21.000 Fünft- und Sechstklässler wieder im Wechselunterricht in die Schulen. Da die Abiturienten mit Beginn der Prüfungen nun keinen Unterricht mehr hätten, wolle man den Spielraum für eine weitere vorsichtige Öffnung nutzen, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Donnerstag. «Diese Kinder und Jugendlichen haben seit März letzten Jahres fast ein dreiviertel Jahr lang keinen Unterricht in der Schule gehabt und konnten in den letzten fünf Monaten nicht mehr in der Schule lernen.» Dabei seien gerade jüngere Schüler auf die Begleitung und Anleitung durch Lehrkräfte und Pädagogen angewiesen, sagte er.

Schule sei für diese Mädchen und Jungen Ort des sozialen Lernens, Begegnungsstätte mit Gleichaltrigen und Struktur für ihren Tagesrhythmus. «Ich freue mich, dass wir die jetzt entstehenden Spielräume nutzen können und hoffe darauf, dass die sinkenden Infektionszahlen in Hamburg vor den Sommerferien weitere Möglichkeiten eröffnen», sagte Rabe. Die Schulen würden die Zeit bis zum 17. Mai nutzen, um sich auf den weiteren Öffnungsschritt vorzubereiten. Die Schüler und ihre Sorgeberechtigten sollen in den nächsten Tagen von den Schulleitungen direkt informiert werden.

Seit Mitte März sind bereits die Grund- und Sonderschüler sowie die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen in Hamburg im Wechselunterricht. Das heißt, dass die Schülerinnen und Schüler die Hälfte aller Unterrichtsstunden in einer halbierten Klassengruppe in der Schule lernen, die andere Hälfte zu Hause im Distanzunterricht.

Die Präsenzpflicht bleibt laut Schulbehörde weiter aufgehoben. Eltern und volljährige Schüler können selbst entscheiden, ob sie am Wechselunterricht teilnehmen oder im Distanzunterricht bleiben. Die Erfahrungen hätten aber gezeigt, dass weniger als zwei Prozent von dieser Ausnahmeregelung Gebrauch machen, hieß es. dpa

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5 KOMMENTARE

  1. Das stimmt ja so nicht. Die SuS der 5 und 6 waren natürlich in der so genannten “Notbetreuung“, dem Lernen in der Schule, und das bei uns mit Anteilen bis 50 Prozent teilweise je länger es dauerte. Also, der Senator bzw. seine Pressestelle sollte sich doch mal an den Schulen informieren und dann gerne die Zahl mitteln, um ein realistisches Bild an die Öffentlichkeit zu bringen. Das nervt extrem, dass nur politische Blasen veröffentlicht werden und damit auch wieder einmal die Arbeit der Schulleitungen und eingesetzten Kollegenschaft nicht wertgeschätzt werden – Quarantäne und Angst inbegriffen.

  2. „Diese Kinder und Jugendlichen haben seit März letzten Jahres fast ein dreiviertel Jahr lang keinen Unterricht in der Schule gehabt“

    Warum wird das immer so geschrieben? Soweit ich weiß, waren die Schulen generell offen nach den Sommerferien bis Weihnachten. War das in Hamburg nicht so?

    • @Katinka: Das macht sich politisch besser und ist in der verkürzten Form schnell eine Nachricht im NDR! Rabe ist doch der selbsternannte “Anwalt der Kinder’. Natürlich waren und sind die Schulen auch in Hamburg offen. Ich hatte es ja bereits geschrieben, dass bis zur Hälfte der Klassen 5 und 6 beim Lernen in der Schule waren und – sind! Digital Unterricht gibt es dann für die andere Hälfte…

    • @Katinka „Soweit ich weiß, waren die Schulen generell offen nach den Sommerferien bis Weihnachten. War das in Hamburg nicht so?“

      Doch, Sie haben Recht, nach den Sommerferien war auch in Hamburg von Grundschule bis Berufsschule Präsenzunterricht, in voller Klassenstärke, zunächst ohne Masken und ohne Abstände, nach den Herbstferien bis Weihnachten dann zumindest in den höheren Klassen mit Masken und – bekanntlich – Lüften.

      UND: Es heißt jetzt immer „DIE“ Sechstklässler dürften endlich wieder in die Schule. Völlig schiefes Bild.
      Die sechsten Klassen der Hamburger Gymnasien sind seit 15. März im Wechselunterricht.

      Ich schließe mich Ihrer Frage an: Warum wird das immer wieder so (undifferenziert, dramatisierend bis hin zu schlicht falsch) dargestellt?

  3. Also aus der 5.Klasse meiner Tochter waren die letzten 5 Monate nur rund 5 von über 20 Schülern in der Notbetreuung.
    Die Schule war aufgrund von noch nicht vorhandenen Abschlussklassen regelrecht ausgestorben.

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