Studie: Deutlich mehr Kinder mit Corona infiziert als bekannt, meistens asymptomatisch

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MÜNCHEN. Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass während der zweiten Corona-Welle drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert waren, als über PCR-Tests gemeldet. Zudem wiesen am Ende der zweiten Welle etwa achtmal mehr Kinder Antikörper gegen das Coronavirus auf als am Ende der ersten.

Kinder wurden zwischenzeitlich sogar zu „Infektionsbremsen“ erklärt – das ist wissenschaftlich unhaltbar. Foto: Shutterstock

Eigentlich untersuchten mit der Screening-Studie „Fr1da“ Forscher des Helmholtz Zentrums München unter der Leitung von Anette-Gabriele Ziegler Kinder in Bayern auf ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes. Bei diesen Tests wurden den Probanden unter anderem Blutproben entnommen. Um diese wertvolle Studieninfrastruktur auch für die Corona-Pandemiebekämpfung nutzbar zu machen, bezog die Forschungsgruppe auch SARS-CoV-2-Antikörpertests mit besonders hoher Genauigkeit in ihre Untersuchungen ein. Noch während der ersten Welle im Frühjahr 2020 ergaben die Testergebnisse bei den untersuchten Kindern eine SARS-CoV-2-Antikörperhäufigkeit von 0,87 Prozent. Dies bedeutet, dass sechsmal mehr Kinder in Bayern mit dem Coronavirus infiziert waren als über PCR-Tests gemeldet.

Durch die Fortführung der Studie in Bayern stellen die Wissenschaftler nun fest, dass der Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern auch während der zweiten Welle im Herbst und Winter deutlich erhöht war. Vorschulkinder wiesen im Testzeitraum zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 eine Antikörperhäufigkeit von 5,6 Prozent auf. Bei Schulkindern, die von November 2020 bis Februar 2021 getestet wurden, lag der Wert gar bei 8,4 Prozent. Insgesamt war die Antikörperhäufigkeit am Ende der zweiten Welle (Januar und Februar 2021) damit etwa achtmal höher als am Ende der ersten. Außerdem zeigten die Ergebnisse, dass in der zweiten Welle drei- bis viermal mehr Vorschul- und Schulkinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert waren als über PCR-Tests ermittelt worden war.

Viele Kinder sind asymptomatisch

Markus Hippich, Erstautor der Studie, hat eine mögliche Erklärung parat: „Dass die Häufigkeit der Infektion bei Kindern höher ist, als durch die PCR-basierte Virusüberwachung gemeldet, ist wahrscheinlich zum Teil auf asymptomatische Fälle im Kindesalter zurückzuführen.“ Von den 446 Kindern, die in der zweiten Welle positiv getestet wurden, füllten 92,6 Prozent Fragebögen zu Symptomen aus. Der Anteil antikörperpositiver Kinder ohne Symptome lag bei den Vorschulkindern bei 68,0 Prozent. Bei den Schulkindern waren es 51,2 Prozent.

Der starke Anstieg der SARS-CoV-2-Infektionen während der zweiten Welle ist nach Vermutung der Forschungsgruppe Ergebnis einer Kombination verschiedener Ereignisse. Dazu gehören eine allgemein höhere Virusexposition im Herbst und Winter, Schulöffnungen und neue, infektiösere Virusvarianten. Studienleiterin Anette-Gabriele Ziegler erklärt: „Oft wird angenommen, dass Kinder eine geringere Anfälligkeit für eine SARS-CoV-2-Infektion haben als Erwachsene. Die Datenlage dazu ist jedoch spärlich. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen deutlich, dass sowohl Kinder im Vorschul- als auch im Schulalter für eine SARS-CoV-2-Infektion empfänglich sind. Um das Infektionsgeschehen in dieser Bevölkerungsgruppe besser in den Griff zu bekommen, könnten entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung in Kindergärten und Schulen hilfreich sein.“

Antikörper über mehrere Monate nachweisbar

Innerhalb der Studie konnten Kinder, die positiv auf SARS-CoV-2-Antikörper getestet wurden, eine weitere Probe zur Überprüfung der Entwicklung des Antikörperstatus abgeben. Die Wissenschaftler beobachteten, dass der Titer der Antikörper im Blut innerhalb eines Zeitraums von durchschnittlich drei Monaten nach der ersten Probe zunahm. Insgesamt blieben 64 von 66 Kindern in der Nachverfolgung positiv im Hinblick auf SARS-CoV-2 Antikörper. Die Forschungsgruppe geht davon aus, dass dies weniger das Ergebnis einer erneuten Infektion als vielmehr der natürliche Verlauf nach einer Corona-Infektion ist.

Zwischen Typ-1-Diabetes und COVID-19 bei Kindern konnten die Wissenschaftler im Übrigen keinen Zusammenhang feststellen, weder während ersten noch der zweiten Welle. Außerdem, so betonen sie, könnten diese Messwerte nicht dafür genutzt werden, um Aussagen über das aktuelle Infektionsgeschehen zu treffen, weil Antikörper gegen SARS-CoV-2 erst nach einer bis vier Wochen nachweisbar seien. Die Studie wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) unterstützt.

Wissenschaftler fordern: Kultusminister – hört auf, Märchen zu erzählen! Sorgt endlich für Corona-Schutz in Kitas und Schulen!

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46 KOMMENTARE

  1. Oh Wunder… genau das, was seriösen Wissenschaftlern bereits seit dem letzten März oder April klar war.

    Nun bitte aus dem nächsten Steinbruch ein paar große Steinplatten holen und da das Fazit der Studie reinmeißeln. Die werden dann bundesweit so vor die Eingänge der KM gestellt, dass niemand mehr rein- oder rauskommt, ohne jedes Mal diese Nachricht zu lesen.

    Zudem wird das Ergebnis als Zwangshintergrund bei sämtlichen Videokonferenzen der KMK verwendet.

  2. „könnten entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung in Kindergärten und Schulen hilfreich sein.“

    Wie zum Beispiel Luftfiltergeräte und Frischluftwärmetauscher

  3. Unsinn!

    Kinder sind keine Treiber der Pandemie!

    Die Schulen sind sicher!!

    Infektionen werden ausschließlich von den Lehrern in die Schulen getragen!!!

    Unsere Hygienekonzepte sind durchdacht und ausgereift!!!!

    Die wasserdichte Teststrategie der Schulen eliminiert endgültig den letzten Schatten eines Risikos!!!!

    All diese Wohltaten haben wir ausschließlich der umfassenden Fürsorge der KMK und dem Genie der einzelnen Minister zu verdanken!!!!!!

    Sollte es völlig unerwartet in Einzelfällen zu bedauerlichen Fällen von Infektionen kommen, kann dies nur auf der mangelhaften Ausführung unserer Konzepte durch die unmotivierte und dumme Lehrerschaft liegen!!!!!!!!

    Außerdem ist dieses Thema anzusprechen politisch höchst unkorrekt, da dies unsere armen Schüler als Infektionsverbreiter stigmatisiert!!!!!!!!!! Schämen sie sich!

    Der einzige Wunsch aller Beteiligten ist in Wirklichkeit nur der vollständige Präsenzunterricht.
    Dies hat die KMK als Sprachrohr der Schüler eindeutig klar gestellt!!!!!!!!!!!!!

    Sollte die Wirklichkeit von den oben genannten Argumenten abweichen, dann wird die Wirklichkeit eben verboten. Die KMK ist nämlich nur einen Schritt unter dem lieben Gott. Solche Kleinigkeiten wie Infektionsschutz können notfalls befohlen werden!!!!!!!!!!!!!

    So das war harte Arbeit, auch schleimen ist schwer. Wenn ich mein Frühstück draußen habe, muss ich mich erholen um morgen meine Gesundheit für die Sicherstellung der Bildungsgerechtigkeit in die Waage werfen zu können.

    Immer hin ist mein Wohlbefinden ja nicht durch lästige Nebenwirkungen der Impfung beeinträchtigt! Ich hab nämlich keine! Ich sehe es aber positiv. Ich bin Mitte der Fünfziger. Astra Zeneca ist ab 60 zugelassen. Bis ich an der Reihe bin, kann ich also auch diesen Impfstoff nutzen.

    Also auch ein ausdrücklicher Dank an Herr Spahn für sein umsichtiges Handel bei der Impfstoffbesorgung.
    Weiterhin muss natürlich auch ein Dank an die Landesregierungen gehen. Durch ihre geniale Organisation bei der Impfreihenfolge und dem Aufbau der exzellent funktionierenden Impfzentren wurde ein übereiltes Vorgehen durch Verimpfung zufällig zu viel gelieferter Impfdosen absolut wirksam unterbunden.

    Das wars, schönen Sonntag noch. Versucht es mal selbst. Wenn man Dinge konsequent positiv sieht geht es einem auch nicht besser.

    PS
    Sollte jemand der KMK diese Zeilen lesen und dabei bemerken, dass jemand mit meiner Einstellung unbedingt befördert werden sollte stehe ich gerne zur Verfügung.
    Wie sie sicher bemerkt haben, zeugen die obigen Zeilen von einem extrem schlichten Geist, wenig Charakter und einer extremen Borniertheit. Was könnte die KMK sich mehr für die Besetzung einer Führungsposition wünschen? Diese Profil nutzt sie ja schon seit Jahren mit durchschlagendem Erfolg.

    Sollte es mir noch gelingen zusätzlich ein stark übersteigertes Selbstbewusstsein, gepaart mit dummer Arroganz zu entwickeln könnte es sogar zum Kultusminister reichen.
    Ach nein geht ja nicht. Ich war zu lange Lehrer und habe dadurch wenigstens etwas Ahnung vom Unterrichten und von Schule. Das ist für Kultusminister natürlich ein No-Go.

    • bitte vervielfältigen und an alle Zeitungen und Ministerien schicken, ich konnte tatsächlich einmal wieder lachen und alle Aussage bestätigen, bis hin zur Impfung. Diese erhalte ich, als Erzieherin einer integrativen Kita, vielleicht Ende Mai. Vielleicht wartet man aber auch noch 2 Jahre, dann freue ich mich auf Astra …

    • Danke! Ich hatte viel Spass beim Lesen, auch wenn der Anlass leider alles andere als spassig ist und nur noch bittere Ironie bleibt.

    • @Schattenläufer

      Meine Stimme hätten Sie auch!
      Aber die Ansätze von Selbstreflexion … DIE müssen Sie sich dringend noch abtrainieren, SO wird das sonst wirklich nix.
      😉

    • Liebe/r Schattenläufer,
      aufgrund Ihrer langjährigen Berufserfahrung müssen wir Sie leider ablehnen. Zu viel Realitätssinn verdirbt nur immer den Spaß. Ansonsten war Ihre Zusammenfassung der Falschaussagen – pardon – der Fehleinschätzungen des letzten Jahres schön zu lesen.

      Freundlichst,
      Hofnarr Ihrer Majestät

    • Wieder einmal ganz famos, dieser Kommentar…vielen Dank dafür, Schattenläufer! Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch…jetzt, wo das Frühstück wieder draußen ist, lebt es sich gleich wieder viel leichter und unbeschwerter…;-)

    • Tatsächlich habe ich lange nicht mehr sooo herzlich gelacht! Und auch fast ein bisschen geweint… Schließlich ist es traurig genug!
      Darf ich Ihren Kommentar kopieren und unter Ihrem Pseudonym mit Hinweis auf n4T weiterleiten?
      Viele Grüße und bleiben Sie gesund

    • Oh Mann! Sie sind so herzerwärmend. Danke für das melancholische Lächeln, dass Sie bei mir auslösten….Bleiben Sie gesund

  4. Mehr als jedes zweite Kind/Jugendliche(r) könnte in einer Welle positiv – jedoch ohne Symptome – sein.
    Studien, die dies so in etwa belegen, sagen doch auch aus, dass eine angedachte Herdenimmunität (mind. 70 %) an KiTa und Schule bei Hinzurechnung der Positiven mit Symptomen scheinbar funktionieren wird.
    Heißt das: Ü60 werden geimpft und U20 werden durchseucht? Sind Ü20 bis U60 dann die Verlierer?

    „Der Anteil antikörperpositiver Kinder ohne Symptome lag bei den Vorschulkindern bei 68,0 Prozent. Bei den Schulkindern waren es 51,2 Prozent.
    …Zudem wiesen am Ende der zweiten Welle etwa achtmal mehr Kinder Antikörper gegen das Coronavirus auf als am Ende der ersten.“

    Nach mehreren Monaten einer bestätigten Covid-Infektion ist dauerhaft kein „Antikörper positiv Nachweis“ mehr feststellbar. Statt nur PCR basierte Serum-Tests einzusetzen ist ein Antikörpertest (IgA -igG – IgM) im Vollblut oder Blutserum zur Gegenkontrolle nötig.

    (Ärzteblatt) „COVID-19: Protektive Antikörper auch nach Monaten noch in Blut und Speichel nachweisbar“

    Antikörpernachweis:
    …“Ihre Ergebnisse zeigen, dass das Immunsystem auf SARS-CoV-2 ähnlich wie auf andere Viren reagiert, nämlich mit Bildung aller 3 wesentlichen Antikörpergruppen. Als erstes stiegen die IgM-Antikörper an, deren Nachweis auch bei anderen Erkrankungen als Hinweis auf eine kurz zurückliegende Infektion gelten. Diese Antikörper werden auch bei SARS-CoV-2 nur vorübergehend gebildet. Nach 49 Tagen waren sie bei der Hälfte der Patienten wieder verschwunden. Auch die IgA-Antikörper, die für eine Immunität auf den Schleimhäuten zuständig sind, waren median nach 71 Tagen nicht mehr im Speichel nachweisbar.

    Bei den IgG-Antikörpern kam es zu einem deutlichen Anstieg, der regelmäßig mit einer Neutralisierung der Viren (in einem Labortest) verbunden war. Die IgG-Antikörper stiegen nach etwa einer Woche und erreichten nach 28 Tagen die höchste Konzentration. Danach kam es zu einem langsamen Abfall. Eine Seroreversion wurde bis zum 90. Tag jedoch bei 3 Personen nachgewiesen. …

    Die Antikörpertests blieben jedoch bis zum Ende der Nachbeobachtung nach 105 Tagen positiv, während es bei den IgM- und den IgA-Antikörpern zu einem raschen Abfall der Titer kam.“
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117289/COVID-19-Protektive-Antikoerper-auch-nach-Monaten-noch-in-Blut-und-Speichel-nachweisbar

    • „Heißt das: Ü60 werden geimpft und U20 werden durchseucht? Sind Ü20 bis U60 dann die Verlierer?“

      Zumindest die Elterngeneration kommt mit in den „Genuss“ der Durchseuchung, denn bei B117 schlagen Infektionen normalerweise komplett in die Familie durch. LongCovid usw. gibt es dann als Dreingabe… es ist ein ziemlich dämlicher Ansatz, ausgerechnet die Generation, die einen großen Teil der Wirtschaftsleistung bringt, auf diese Weise nachhaltig zu schädigen.

      Ansonsten ist es an der Zeit, die Durchseuchungsfanatiker mal nach Manaus zu schicken. Das liegt in Brasilien und hat in der ersten Welle ca. 70% Durchseuchung erreicht, also angeblich „Herdenimmunität“. Die zweite Welle ist dann aber trotzdem durchgelaufen mit fatalen Folgen. Anscheinend hat niemand den Antikörpern gesagt, dass sie auch gegen die Mutationen wirksam sein müssen, was sie aber nicht in ausreichendem Maße sind.

      Die Idee „Durchseuchung“ war schon immer menschenverachtend, mit dem Vorhandensein von Mutationen ist sie zudem sogar noch sinnbefreit.

  5. Korrektur:
    Mehr als jedes zweite Kind/Jugendliche(r)+++,was positiv getestet wurde+++ könnte in einer Welle positiv – jedoch ohne Symptome – sein.
    ….

  6. Ein offener Brief :

    Auch die Erzieher*innen in Speyer sind mit den Nerven am Ende!

    Offener Brief an Eltern, Kolleg*innen, Träger, Regierungsverantwortliche und Leidensgenoss*innen

    -Teilen ausdrücklich erwünscht-

    Mein Name ist Anna Grohmann. Ich bin staatlich anerkannte Erzieherin und ständig stellvertretende Leitung einer 6-gruppigen Kindertagesstätte in Rheinland-Pfalz.

    Ich war damals in der glücklichen Lage schon direkt nach dem Schulabschluss zu wissen, welchen Weg ich einschlagen möchte. Meine Energie und meine ganze Kraft habe ich dafür eingesetzt Erzieherin zu werden. Die 5-jährige Ausbildung ohne nennenswerte Vergütung habe ich erfolgreich 2005 abgeschlossen.

    Nach ein paar Jahren „hopping“ von einem Zeitvertrag zum Nächsten (1 Jahr davon bei einer Personalleasing-Agentur) fand ich endlich meinen Platz im Leben.

    Seitdem arbeite ich in meiner jetzigen Wirkungsstätte mit Herzblut und bis vor einiger Zeit mit großer Begeisterung.

    Trotz der schlechten Rahmenbedingungen, dem Stress, der hörschädigenden Lautstärke, dem Spagat zwischen den Bedürfnissen der Kinder, dem Anspruch der Elternschaft, den Vorstellungen des Arbeitgebers und dem eigenen Anspruch an die pädagogische Arbeit und vielen schwierigen Vorraussetzungen liebte ich meine Arbeit.
    Kinder -egal welchen Alters- bei ihrer Entwicklung zu begleiten, ihnen Impulse zu geben, sie zu unterstützen und Fördermöglichkeiten zu erarbeiten oder ihnen einfach nur beim Wachsen und Lernen zuzuschauen ist eine Tätigkeit, die meine Seele erfüllt.
    Meinen Bildungsauftrag, sowie meine Aufsichts-und Fürsorgepflicht nahm ich stets sehr ernst und versuchte dies gewissenhaft, den Kindern zugewandt und für alle Beteiligten zufriedenstellend umzusetzen und dabei alle Anforderungen zu erfüllen.

    Im Laufe meiner Tätigkeit besuchte ich unzählige Fortbildungen und Seminare. Ich bildete vielfältig weiter und absolvierte verschiedene Zusatzqualifikationen.

    Als Sprachförderkraft, Erzählerin, Sicherheitbeauftragte, Konfliktschlichterin, Anleiterin von Auszubildenden, Vertrauensperson der Gewerkschaft etc pp brachte ich mich stets aktiv mit ein.

    Wie in sozialen Berufen üblich, schleppte ich mich in jedem noch so miserablen Zustand zur Arbeit, buckelte Überstunden und nahm mich selbst von meiner Prioritätenliste.

    Irgendwann übernahm ich die Stellvertretende Leitung, um meine Leitung zu unterstützen – vorerst unentgeltlich. Ich lernte Belegungsplanung, das Erstellen von Dienstplänen, führte Mitarbeiter- und Trägergespräche usw.

    Schon damals bemerkte ich den Zuwachs an Verantwortung, Aufgaben und Anforderungen im Beruf.

    Ich verlor aber nie aus dem Blick, wofür ich jeden Tag aufstehe. Ein Lächeln, eine Umarmung, ein selbstgemachtes Bild…. das waren die Dinge, die mich für alles entlohnt haben.

    Mittlerweile bin ich Hygiene- und Infektionsschutz-Spezialistin, Therapeutin oder Beratungsstelle für Eltern und Kolleg*innen, Bürofachkraft, Hausmeister, Gärtnerin, Putzfrau und vorallem Prellbock.

    Die vielen Aufgaben, die ich zusätzlich zu meiner eigentlichen Aufgabe und Berufung anhäufen, sorgen dafür, dass ich zu fast nichts anderem mehr komme.

    Nun steht das Kita Zukunftsgesetz unmittelbar vor der Tür. Es wird uns viel abverlangen. Wir haben lange darum gekämpft angehört zu werden und mitreden zu dürfen, aber man ließ uns nicht. Es wird einige Veränderungen mit sich bringen und die Umsetzung obliegt uns, obwohl wir mit Vielem nicht einverstanden sind.

    Ich möchte die vielen Details in diesem sowieso schon viel zu langem Text nicht einzeln aufführen. Das grundlegenste Problem ist aber, dass uns keiner gefragt hat. Stimmen aus der Praxis stören offenbar bei der Planung.

    Mittlerweile rechnet man schon gar nicht mehr mit Wertschätzung. Nach ein paar Streiks bekommen wir mehr Lohn. Was uns bei der Arbeit für und mit den Kindern fehlt, können wir davon nicht kaufen.

    Das Schwierige ist, dass unsere Situation zwar ab und an mal in den Medien auftaucht, aber auch recht schnell wieder verschwindet.

    Zwischendurch wird man gelobt, bekommt Zuspruch und einen Klopfer auf die Schulter und dann kämpft man weiter wie bisher.

    ÄRGER, SORGEN, NÖTE, WÜNSCHE, ANSPRÜCHE prasseln auf uns ein. Von vielen Seiten. Nur wir sollen möglichst keine Bedürfnisse haben.

    Lächeln, Nicken, Runterschlucken.
    Verlorene Kuscheltiere, aufgeschlagene Knie, nasse Hosen, verspäteter Elternbrief, falsches Frühstück, Fluktuation und oder Ausfall des Personals, zu wenige Projekte, zu viele Regeln, zu seltene Waldbesuche, zu wenig Zeit, unzumutbare Öffnungszeiten, Materialverschleiß und und und…. ja, KÖNNEN wir denn nicht mal aufpassen? Planen Sie überhaupt?

    Man hat an vielen Tagen das Gefühl, dass einem schon die Fähigkeit geradeaus zu denken abgesprochen wird.

    Wir müssen die Großgruppe mit ihrer Dynamik im Blick haben, dürfen dabei aber nicht das Individuum nicht aus den Augen verlieren.

    Am besten wir arbeiten in offenen, festen, geschlossenen Gruppen ausschließlich in Einzelarbeit mit dem Überblick auf die gesamte Einrichtung. Möglichst konsequent ohne Regeln mit unaufhörlichem Verständnis für alle anderen. Ohne Zwang auf freiwilliger Basis, aber so dass alle mitmachen und ein perfekt ausgeschnittenes, ästhetisches Bastelwerk dabei herauskommt, welches die Kinder völlig selbständig und kreativ selbst erdacht haben.

    Als wäre das Dilemma nicht schon verzwickt genug, ereilte die Welt eine Pandemie.

    Eine anstrengende Zeit, die Allen viel abverlangt und sehr belastend ist.

    Allerdings zeigt sich gerade jetzt, was die Gesellschaft von uns erwartet.

    Seit Februar 2020 „sammeln“ wir Verordnungen, Hygienerichtlinien, „Schnupfenpapiere“, Empfehlungen, Anordnungen, Maßnahmenkataloge etc. , die sich ständig gegenseitig aufheben und völlig widersprüchlich sind. 5 Ordner haben sich mittlerweile gefüllt. IMMER wurden Neuigkeiten in Pressekonferenzen verkündet, bevor wir überhaupt konkrete Informationen hatten. Diese haben oft noch Tage auf sich warten lassen. Wenn Sie uns dann erreichten, dann grundsätzlich an einem Nachmittag vor einem Feiertag oder einem Wochenende -meist umzusetzen direkt montags. Notbetreuung für systemrelevante Eltern, dann für alle, die nachweislich an ihrer Arbeitsstelle Präsenz zeigen müssen. Dann Betreuungssettings für alle Kinder zumindest desto Stunden oder tageweise. Kaum hat sich das eingespielt gingen wir in den eingeschränkten Regelbetrieb usw.
    Aber alle Änderungen haben eines gemeinsam. Uns hat keiner gefragt. Uns hat auch keiner bedacht. Wir wurden ins Feuer geschickt.

    Kinder sind nicht ansteckend. Oder vlt auch nur ein bißchen. Pandemietreibend wirken sich die Kitas nicht aus. Oberstes Gebot ist, die Betreuung zu gewährleisten -komme was da wolle. Man kann ja auch ungelernte Kräfte zur Unterstützung einsetzen. Das passiert ja nur nicht, weil die Mitarbeiter sich dagegen sträuben. WTF???

    Letzte Woche kam dann die Krönung.
    Jeglicher Vernunft, Logik und pädagogischer Sinnhaftigkeit zum Trotz ist jetzt die ultimative Lösung gefunden worden:

    Die Erzieher*innen tragen einfach durchgehend Maske. Ausserdem wird an sie appelliert die privaten Kontakt noch weiter einzuschränken, um sicher zu stellen, dass Covid nicht eingeschleppt wird.

    WTF??? Euer Ernst?

    Nun komme ich zu meiner eigentlichen Aussage:

    Ich verstehe die Sorgen und Nöte der arbeitenden Eltern. Mir ist bewusst, dass auch im Homeoffice eine qualitative Betreuung der Kinder eine schier unlösbare Aufgabe ist. Niemand hat mehr mentale Ressourcen. Alle gehen auf dem Zahnfleisch.
    Gerade jetzt ist Solidarität, Zusammenhalt und gegenseitige Rücksichtnahme essentiell.

    Warum geht das überall, aber nicht in den sozialen Berufen?
    Warum sind immer die Kitafachkräfte die Sündennöcke?
    Sind wir es, die speichelnd in alle Ecken kriechen und alles in den Mund stecken?

    Wir lieben und umsorgen diese Kinder fast so als wären sie unsere Eigenen. Oberstes Gebot ist stets das Wohl der Kinder. Wenn wir schon keinerlei Rolle spielen – dann lasst die Kinder eine Rolle spielen.

    Wenn wir schon jeden Tag ein hohes Risiko für uns selbst und für unsere Angehörigen eingehen müssen, dann lasst uns doch verdammt nochmal unseren Job machen!!!
    Und erklärt uns doch nicht dauernd, wie es besser, effizienter, sicherer oder whatever geht! Wer hat denn den Beruf gelernt????

    Und wenn schon Einschränkungen beschlossen werden, dann hört doch um Gottes Willen endlich mal auf die Spezialisten und macht uns nicht zum Bauernopfer eurer Politik!!!

    Mir ist bewusst, dass es unter Eltern wesentlich mehr Wähler gibt, als unter Kitamitarbeitern.
    Aber man darf nicht außer Acht lassen, dass wir es sind, die sich um das höchste Gut unserer Gesellschaft kümmern. Wir hegen und pflegen die Zukunft, damit alle anderen erwirtschaften können. Vergesst uns nicht.

    Wenn es vielen anderen Kolleg*innen so geht, wie mir, dann sieht die Zukunft düster aus, meine Herrschaften.

    Ich liebe meinen Beruf, aber ich hasse den Job, den ihr daraus konstruiert habt.
    Ich liebe die Kinder und die Arbeit mit ihnen, aber ich hasse die Voraussetzungen, die ihr dazu vorgebt.

    AlLES, wirklich alles wird aufgrund der Pandemie verschoben, vertagt oder abgesagt. Aber das Kita Zukunftsgesetz tritt im Sommer in Kraft. Mit oder ohne mich, entscheidet sich in den nächsten Wochen.

    Ich bin eine verdammt gute, engagierte, gewissenhafte Entwicklungsbegleitung. Ja, ich kann das und mach das richtig gut…. wenn man mich lässt!

    Ich bin müde. Ich bin verzweifelt. Ich bin enttäuscht. Ich fühle mich gedemütigt.
    Ich bin am Ende meiner geistigen Kräfte.

    Und ich zweifle mittlerweile daran, ob ich so weiter machen kann. Das alles zehrt an mir und meiner Motivation.
    Was am Ende aber immer bleiben wird, ist die Liebe zu den Kindern. Ich werde sie nie von meiner Prioritätenliste streichen. Und ihr?
    Habe ich gerade von einer ehemaligen Kollegin erhalten, der Brief sagt alles…

    • @Susanne

      Ja, der Brief sagt alles.
      An die Verfasserin vielen Dank für die ganze Mühe, hoffentlich läuft das nicht komplett ins Leere!

      Auch dieser Brief gehört meiner Meinung nach noch einmal als eigener Artikel bzw. Gastkommentar bei n4t veröffentlicht.

      Und an all die ANDEREN MEDIEN DA DRAUSSEN:

      Langsam sollten die Redakteure anderer Medien, die hier zweifellos mitlesen, so etwas wenigstens auch in ihrem Online-Teil veröffentlichen!

    • @Susanne:

      NEIN! Dieser Text ist keinesfalls zu lang! Er dürfte auch gern (und leider!) noch länger sein!
      Und ich schließe mich @Pit ausdrücklich an, diesen Brief bei N4T zu veröffentlichen, sowie auch seinem Aufruf an weitere Medien, derartige Berichte wiederzugeben, statt dem Pandemiegeschehen bezgl. ihrer Berichterstattung ähnlich träge hinterherzuhinken, wie es unsere MP und KM zu tun pflegen.

    • Herzlichen Dank der Schreiberin.
      Ich kann jeden einzelnen Satz nachfühlen, geht (ging) es mir doch so ähnlich – nur anstatt Kita eben Grundschule, die ich hingeschmissen habe. Alles Gute für Sie, liebe Anna. Fühlen Sie sich gedrückt.

    • @Susanne

      Ich fühle mit euch. Ich schließe mich meinen Vorschreibern an, diesen Brief zu veröffentlichen.
      Ich wünsche euch allen viel Kraft. Ebenso allen Pflegekräften der ITS, auch hier wird von der Politik nicht hingesehen. Verheizen von Kräften, weil keiner mehr Lust hat, ist nach einem Jahr Pandemie offensichtlich gesellschaftsfähig. Nach der Pandemie wundern sich wohl einige, weil keiner mehr einen sozialen Beruf ausüben möchte – obwohl diese ja exorbitant hoch bezahlt werden- jedenfalls sehen es die Politiker so. Und wir sind neuerdings als systemrelevant. Wertschätzung Null. Wir sind zu teuer. Nach der Pandemie müssen wir wieder Geld einsparen, dass für die Wirtschaft rausgeworfen wurde. Also Business as usual. Herzlichsten Dank an die Politik!

  7. Selbsttests, selbst wenn sie verpflichtend und in der Schule durchgeführt werden (was in vielen BL nicht der Fall ist), erkennen die Mehrheit der Infizierten nicht! Sie täuschen eine Sicherheit vor, die es nicht geben kann.

    – Von medizinisch ausgebildeten Personen angeleitete Erwachsene konnten 75% der Infizierten ermitteln, die die Profis gefunden haben. Wieviel Prozent schaffen wohl Kinder im Grundschulalter und Jugendliche in der Pubertät?
    – In der Schule testen sich (hoffentlich) nur symptomlose Personen. Symptomlose Infizierte werden von Selbst- und Schnelltests aber nur durchschnittlich zu 58% erkannt.
    – Je nach Wechselmodell wird aus zweimal die Woche z.B. zweimal in der einen Woche, einmal in der anderen Woche oder auch zweimal in 14 Tagen. Vorausgesetzt, die Testkits werden immer in ausreichender Menge und pünktlich geliefert.
    – Die Selbsttests werden nicht überall mit PCR-Tests verifiziert, sondern mit bei Symptomlosen ebenfalls sehr unsicheren Schnelltests. Viele Ergebnisse werden wieder falschnegativ sein.
    – Dass die Ergebnisse nicht besser werden, wenn die Tests freiwillig sind oder ohne Anleitung zuhause durchgeführt werden oder gar eine Unterschrift der Eltern genügt, ist klar, macht aber gar nicht mehr viel aus.

    In JEDEM Testszenario wird die Mehrheit der aktuell Infektiösen nicht erkannt, von den Infizierten ganz zu schweigen. Man kann sich das ja mal für die Schule der eigenen Kinder ausrechnen. Tests an Schulen schaffen für den Einzelnen keinerlei Sicherheit, allenfalls sind sie epidemiologisch von einer gewissen Relevanz, wenn auch nicht bei stark steigenden Zahlen.

    Statt sich mit Forderungen nach einer Testpflicht für alle aufzuhalten, sollten Schüler- und Elternvertreter sich auf Maßnahmen konzentrieren, die die Kinder wirklich vor Schaden bewahren können. Selbsttests sind nur eine Beruhigungspille! Nicht in die Irre führen lassen!

    • Interessant finde ich vor diesem Hintergrund auch die Berichterstattung über den erkrankten G. Jauch, der nach eigenen Angaben bei deutlichen Symptomen einen Selbsttest durchführte (und sich dabei vermutlich nicht allzu ungeschickt angestellt hat und auch nicht vorhatte, sich am möglicherweise positiven Ergebnis vorbei zu mogeln) – und das Ergebnis war negativ. Erst ein weiterer Test am anderen Tag fiel positiv aus.
      Beruhigt mich jetzt im Hinblick auf die Massenansammlung Schule mit teilweise nur rudimentär eingehaltenen Hygieneregeln (zumindest was Abstand und Maske anbelangt) nicht wirklich!

      • Ein Schnelltest, professionell durchgeführt im oberen, hinteren Rachenbereich, gilt zwischen 12 und 24 Stunden.
        Ein Selbsttest, selbst mit gutem Abstrich im vorderen Nasenbereich, nur max 8 Stunden.

        2 meiner Erstklässler haben mir ganz stolz erzählt, sie wüssten schon, wie man das unangenehme „Kitzeln“ vermeiden kann. „Du darfst nur nicht direkt an die Nase kommen!“

  8. Und dann gibt es jetzt sogar im Hotspot Thüringen ein Gericht, dass alle Corona- Maßnahmen an zwei Schulen für unwirksam erklärt.

    „Gericht in Weimar untersagt Tragen von Masken und Tests an zwei Schulen
    Den Schulleitungen und Lehrern zweier Schulen in Weimar wird darin untersagt, den beiden Kindern einer vor dem Gericht klagenden Mutter sowie allen anderen Kindern an diesen Schulen anzuordnen,
    1. im Unterricht und auf dem Schulgelände Gesichtsmasken aller Art, insbesondere Mund-Nasen-Bedeckungen, sog. qualifizierte Masken (OPMaske oder FFP2-Maske) oder andere, zu tragen,
    2. Mindestabstände untereinander oder zu anderen Personen einzuhalten, die über das vor dem Jahr 2020 Gekannte hinausgehen,
    3. an Schnelltests zur Feststellung des Virus SARS-CoV-2 teilzunehmen.
    Darunter heißt es in dem Urteil vom 8. April 2021, die „sofortige Wirksamkeit der Entscheidung wird angeordnet“. Das Gericht sieht die Gültigkeit des Beschlusses ausdrücklich für alle an den beiden Schulen unterrichteten Kindern. Die betroffenen Schulen werden in dem Dokument jedoch nicht näher genannt.“

    https://www.focus.de/politik/deutschland/dubiose-expertengutachten-als-grundlage-brisantes-urteil-des-amtsgerichts-weimar-stellt-maskenpflicht-an-schulen-in-frage_id_13178799.html

    Gleichzeitig sind gerade in Weimar extrem viele Neuinfektionen und Quarantänefälle.
    https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/apolda/massenanfall-von-neuinfektionen-im-weimarer-land-fast-1000-buerger-in-quarantaene-id232008221.html

    Der Irrsinn kann immer noch gesteigert werden. Das ist nicht mehr mein Land.

    • … sagte jemand Expertengutachten? Genau unser Metier! – Bitte jederzeit melden, wir biegen und begutachten experimental Alles und Jedes. Auch Glückwunschkarten auf Anfrage, wie gehabt.
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    • Leseratte- Urteil Weimar- ich habe gerade in meinem eigenen Familiekreis erfahren, dass dieses Urteil Zuspruch findet. Endlich mal weg von dem ganzen Coron-Hype. Die Pandemie wird überbewertet!!!! Ich zweifle gerade am Geisteszustand dieser Personen.

      • Wenn wenigsten die LuL und EuE geimpft wären, dann dürfen die Befürworter gerne ihre Familien durchseuchen lassen.

        Gegen diese Meinungen kann nur Corona höchstselbst antreten, Reden wird nichts bringen.
        Es wird Zeit, dass Impfwillige aus der Lehrerschaft in den Querdenkerhochb… äh Coronahochburgen schnellstmöglich einen Impftermin bekommen.

      • Ich habe in meinem Umfeld auch einige Realitätsallergiker. Ich kann mich total in Ihre Gedanken hineinversetzen. Wollen wir nicht eine Selbsthilfegruppe gründen? Achso, wie war das nochmal mit der Anzahl von Personen, die sich privat treffen dürfen… Dann treffen wir uns doch zum Kaffeekränzchen in der Schule! Da ist doch praktisch alles erlaubt…

      • Ja, liebe Elfe…ich finde das auch so schlimm und belastend, dass durch den unterschiedlichen Umgang mit Corona (und den Nachrichten dazu) mittlerweile so viele Gräben aufgebrochen sind…auch im Umfeld der Familie, der Freunde, der KollegInnen- und ich bin nicht sicher, ob das in jedem Fall wieder reparabel sein wird („Wir werden einander viel zu verzeihen haben…etc…“)- Vieles, das bereits geschehen ist oder gerade geschieht, ist aber unverzeihlich und über lange Zeit gewachsene Beziehungen sind nicht mehr zu retten. 🙁

        • Ja, passierte uns auch. Sogar sind wir fast mit dem Hass konfrotiert worden, da wir uns seit einem Jahr weigern die Kinder in der Schule zu schicken. Aber es hat sich doch richtig gezeigt und unsere Kinder sind dafür dankbar, die Kinder sind nämlich nicht doof, egal wie alt sie sind.

  9. asyptomatisch?, hat man die Organe der Kinder untersucht?
    ..oder hatten die Kinder einfach nur keinen Husten?
    Die Liste der Covid-19 Symptome ist sehr lang wird jedoch häufig auf Husten, Schnupfen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber reduziert.
    Hatten die Kinder womöglich unbemerkt Covid-Toes oder Ausschläge bzw. Mikrothrombosen?
    Wurde vom Kinderarzt dann Cortison-Salbe verschrieben, wie bei einigen meiner Bekannten?
    Wurden Covid-Toes als Fußpilz abgetan wie in unserer Familie bei einem Vierjährigen?
    Wurde die aktive Infektion als einfacher Hautausschlag abgetan?
    Wieviele der angeblich asymptomatischen Kinder werden in ein paar Jahren Folgeschäden davon tragen, keine Kondition, Konzentrationsschwierigkeiten, Herzbeschwerden etc…?
    Wieviele von ihnen werden plötzlich Schalganfälle bekommen?
    Ich vermute das wir davon in den nächsten Jahren verhäuft hören werden!
    Die Liste unter ach so asymptomatischen Sportlern mit verkleinerten Herzen wird auch immer länger…glaubt man wirklich dass Kinder davon ausgenommen sind.
    Hoffen wir mal, dass sie alle gesund bleiben oder werden, nachdem sie kräftig durchseucht wurden!

    • Ich befürchte ebenfalls, dass viel zu leichtfertig von asymptomatischen Verläufen gesprochen wird. Das bedeutet lediglich, dass man keine (kaum) Symptome merkt oder „sieht“. Würde man diese Patienten komplett duchchecken, wäre ich nicht verwundert, wenn man wesentlich mehr findet. Wer spürt schon „von außen“, ob bzw. inwieweit sich Organe verändern?
      Wenn bei „Asymptomatischen“ auch nach einem Jahr keine Probleme vorliegen, dann wäre ich dabei von wirklich asymptomatisch zu reden.

    • Morbider geht es kaum, insebesondere jetzt nach einem Jahr, wenn man schon Virus gut kennt und weiß, was es alles verursacht.

  10. @Schattenläufer

    You made my day!

    Ganz herzlichen Dank für diesen herzerfrischenden, köstlichen Beitrag!

    Ich glaube nicht, dass es zum KuMi reicht – die dürfen offensichtlich gar nicht können.

    Mir kullern jetzt noch die Tränen. Herrlich!

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