Lüftunganlagen! Städte- und Gemeindebund fordert Vorbereitung fürs neue Schuljahr – jetzt

4

BERLIN. Der Städte- und Gemeindebund fordert die Politik auf, den Corona-Infektionsschutz an Schulen für das kommende Schuljahr zu verbessern. «Wir können nicht ausschließen, dass die Pandemie im Herbst unser Leben wieder beeinträchtigt», sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Nachdem die Schülerinnen und Schüler ein schweres Pandemiejahr hinter sich haben, muss jetzt alles unternommen werden zu verhindern, dass wir im Herbst wieder zu einem schulischen Lockdown kommen.»

Der Städte- und Gemeindebund möchte Lüftunganlagen für Kitas und Schulen – zumindest aber Fenster, die sich öffnen lassen. Foto: Shutterstock

Landsberg nannte Lüftungsanlagen, öffenbare Fenster in allen Unterrichtsräumen und gute Strategien für den Schulweg. Bund, Länder und Kommunen seien gefordert, aus den Erfahrungen des letzten Sommers zu lernen. Vor allem die Länder müssten ihrer Verantwortung gerecht werden.

«Auch die schulische Digitalisierung muss jetzt noch konsequenter vorangetrieben werden. Wir brauchen klare Regelungen, etwa für einheitliche digitale Schulplattformen und verbindliche und handhabbare Vorgaben des Datenschutzes. Wir müssen mit Hochdruck daran arbeiten, möglichst schnell möglichst viele Schulen vorrangig an das Glasfasernetz anzuschließen», sagte Landsberg.

„Nachrüstung der Lernräume mit mobilen oder stationären Lüftungssystemen muss angegangen werden“

Unterstützung kam von der Bildungsgewerkschaft VBE. «Es ist geradezu fahrlässig, weiterhin nicht alle technischen Möglichkeiten zu nutzen, um ein möglichst sicheres Schulumfeld zu etablieren», sagte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann am Montag. Es sei bereits in dem Fachgespräch mit der Kultusministerkonferenz im Frühjahr 2020 sehr deutlich gemacht worden, dass Lüften nur dann wirklich effektiv sei, wenn es nennenswerte Temperaturunterschiede zwischen der Raum- und der Außenluft gebe. «Mit dem nahenden Sommer vor der Tür muss daher dringend die Nachrüstung der Lernräume mit mobilen oder stationären Lüftungssystemen angegangen werden. Es wurde schon viel Zeit vertan.» News4teachers / mit Material der dpa

Endlich! Bund fördert „stationäre Frischluft-Klimaanlagen“ in Kitas und Schulen – Minister fordert: „In den Sommerferien einbauen!“

Anzeige


4 KOMMENTARE

  1. Da die Pandemie nach der aktuell in der Öffentlich breit getretenen Meinung und dem Agieren der KM ja anscheinend vorbei ist, wird genau NICHTS passieren.

    Die Quittung haben wir dann im Herbst, wenn sich 1:1 das gleiche wiederholt wie im letzten Herbst.

    • … und das weiß man ganz ohne Glaskugel…

      Ach, doch, einige Unterschiede wird es geben zum letzten Herbst:
      Einige Lehrer sind geimpft. Die warten dann auf die Mutante, gegen die der Imfpschutz nicht mehr wirkt.
      Die anderen haben das Warten auf die Impfung und die Hoffnung, dass man als Lehrer eine gewisse Bedeutung für die Gesellschaft (upps, und sogar die Wirtschaft) hat und daher vor den Urlaubern geimpft werden könnte, dann endgültig aufgegeben.
      Und die Wahlen werden vorbei sein. Daher muss man auf Einlösung all der Versprechen, die jetzt noch in der Luft hängen, nicht mehr warten!

  2. So viele Personen auf engem Raum über lange Zeit… das ist schon lange ein Problem.

    Die Übertragung ist kein Hexenwerk!
    Man muss sich um die Ursache (die Luft) in den Schulen kümmern (war schon immer schlecht) und braucht die Kinder nicht zu impfen!
    Es gibt genügend Geräte, die in 2 Stunden installiert sind (eine Kernbohrung für Frischluft) und nachhaltig über Jahre die Gesundheit in den Schulen deutlich verbessern!
    Die Kinder zu Impfen ist ähnlich teuer, aber hilft nur gegen SARS-CoV-2 und nicht gegen Influenza,Allergien, Feinstaubbelastung und andere Erkältungskrankheiten.

    Eine Kombination aus Filtern und Frischluft ist eindeutig die beste Lösung.

    Frischluft allein ist energetisch und auch in Bezug auf weitere Faktoren (rel. Luftfeuchtigkeit, Staub/Feinstaub, Pollen, Kompatibilität zu Klimasplitgeräten) keine Lösung!

  3. Es wird so laufen wie letztes Jahr. Es gibt irgendeinen unausgegoren Plan, man hofft, dass es nicht soweit kommt, dass die Schulen schließen müssen oder die Pandemie wie durch ein Wunder vorbei ist und das war‘s. Dann rennen wir alle wieder dem Chaos entgegen, irgendwann müssen die Schulen wieder für Wochen oder Monate schließen, der Distanzunterricht wird immer noch nicht besser klappen, weil die Schüler keine besseren Internetverbindungen und Geräte haben, weil sie‘s nicht ernst genug nehmen (in Bayern haben sie ja nun gelernt, dass der Stoff aus dem Distanzunterricht eh nicht abgeprüft wird), und dann sind wieder die doofen Schulen und unfähigen Lehrer Schuld… Es wird genauso wie dieses Jahr laufen.

    Meine Motivation ist jetzt schon am Nullpunkt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here