SPD-Bürgermeisterkandidatin Giffey bekräftigt: Lehrer in Berlin verbeamten

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BERLIN. Die Berliner SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey plädiert dafür, Lehrkräfte in der Hauptstadt wieder zu verbeamten. «Ich bin schon seit Jahren dafür, Berlin ist keine Insel», sagte Giffey der «Berliner Zeitung». «Und wenn alle um uns herum verbeamten, wandern bei uns die guten Leute ab. Da kann man sonst wie diskutieren, warum das alles unnötig ist, aber wir sehen ja die Abwanderungstendenzen. Wir bilden die jungen Lehrkräfte aus und sie wechseln nach Brandenburg. Im besten Fall kommen sie wieder zurück nach Berlin – viele sind aber für die Berliner Schulen verloren.»

Will Regierende von Berlin werden: Ex-Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Foto: SPD Berlin/ Joachim Gern

Giffey, die kürzlich in der Affäre um ihre Doktorarbeit als Bundesfamilienministerin zurückgetreten ist, will bei den Abgeordnetenhaus-Wahlen im September ins Rote Rathaus einziehen.

Unter Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) war in Berlin 2004 die in anderen Ländern übliche Verbeamtung abgeschafft worden. Sie wird seitdem immer wieder debattiert. Die Berliner Schulleiter sind für die Wiedereinführung – sie hatten kürzlich Alarm geschlagen. Während der Corona-Pandemie seien die Probleme an den Schulen noch deutlicher geworden, sagte die Vorsitzende des Interessenverbands Berliner Schulleitungen, Astrid-Sabine Busse, Mitte Juni. «Die wichtigsten Akteure sind und bleiben die Lehrerinnen und Lehrer. Die sind so knapp wie Goldstaub. Und es wird jedes Jahr enger.» dpa

Personalmangel an Schulen spitzt sich zu – «Lehrer sind knapp wie Goldstaub»

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3 KOMMENTARE

  1. Auch wenn die Promotionsangelegenheit sie ebenso wie die Berliner Uni nicht mit Ruhm bekleckert hat, zeigt eine solche Ausssage,
    „«Ich bin schon seit Jahren dafür, Berlin ist keine Insel», sagte Giffey der «Berliner Zeitung». «Und wenn alle um uns herum verbeamten, wandern bei uns die guten Leute ab. Da kann man sonst wie diskutieren, warum das alles unnötig ist, aber wir sehen ja die Abwanderungstendenzen. Wir bilden die jungen Lehrkräfte aus und sie wechseln nach Brandenburg. Im besten Fall kommen sie wieder zurück nach Berlin – viele sind aber für die Berliner Schulen verloren.»“
    dass sie in Sachen Bildung Berlin voranbringen dürfte. Sie traut sich als eine der Wenigen klar auszusprechen, was seit Jahren bekannt ist. Berlins Schullandschaft ist ein Desaster, das Personal sind großteils Nicht-Lehrer, weil die guten Lehrer, die die Humboldt-Uni z.B. ausbildet, alle nach Brandenburg gehen.

  2. Die Lehrer in Deutschland verdienen einfach zu wenig! Verbeamtung hilft! Keine Sozialabgaben, keine Beiträge zur GKK.
    Die Bundesländer alimentieren ja!

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