Land will Schulen von Verwaltungsaufgaben entlasten – mit Verwaltungskräften

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WIESBADEN. Hessen will die Schulen von bürokratischen Pflichten entlasten. Das Land stellt dazu dieses Jahr 15 Millionen Euro im Kommunalen Finanzausgleich zur Verfügung. Mit dem Geld sollten Schulsekretariate verstärkt oder zusätzliche Verwaltungskräfte eingestellt werden, teilte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden mit. Ziel sei, Schulleitungen und Lehrkräften wieder mehr Zeit zu geben, damit sie ihre pädagogischen Aufgaben wahrnehmen können.

Schulen haben viel Papierkram zu erledigen (Symbolbild). Foto: Shutterstock

Die finanzielle Unterstützung soll nach Angaben des Ministers in diesem Jahr beginnen. Das Geld setzt sich zusammen aus fünf Millionen Euro aus dem Jahr 2020, die pandemiebedingt nicht zur Auszahlung kamen, sowie zehn Millionen für 2021. Damit stehen den Schulträgern für das laufende Jahr 15 Millionen zur Verfügung.

Auch im nächsten Jahr sollten 15 Millionen ausgeschüttet werden, kündigte Lorz an. 2023 sollen es 20 Millionen und 2024 dann 25 Millionen sein. Die Verteilung auf die Schulträger richtet sich nach den Schülerzahlen. Die Übertragung der Ressourcen erfolge unter Berücksichtigung der Verwaltungsbelastung der einzelnen Schulen, so das Ministerium. dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Einen sog. SCHULVERWALTUNGSASSISTENZEN haben wir vor einigen Jahren an unserer Schule (NRW) mal gehabt. Seine Arbeitsplatz- und Tätigkeitsbeschŕeibung war nicht ganz deutlich strukturiert…so hat unser „Exemplar“ auch KuK z.B. bei der Planung von Klassenfahrten unterstützt oder andere Verwaltungshilfen für die vielgeschundenen Klassenleitungen angeboten.
    Dann wurde er von der damaligen SL zurückgepfiffen…seine Tätigkeiten durften sich ab dem Zeitpunkt nur noch um die Entlastung der SL, der Sekretärinnen, der jeweiligen Abteilungsleiter drehen, die alle ausgesprochene Entlastungen bei der Unterrichtsverpflichtung für genau diese zusätzlichen Verwaltungstätigkeiten und v.a. ein deutlich höheres Salers (A14 / A15 oder als SL eben A16) erhalten.

    Für das „Rest-Kollegium“ – also quasi die „pädagogischen Frontschweine“ – blieb nix über – nein – waren Unterstützung und Hilfen sogar untersagt.
    Eine bekannte und wenig geschätzte Version von „Klassengesellschaft“ an und in Schulen.

    Verwalterische Unterstützung in Schulen?? Gute Idee!!
    Dann aber bitte auch für alle Mitglieder eines Kollegiums und nicht nur für die höher dotierten Funktionsstelleninhaber, die sich bewusst für mehr verwalterische Aufgaben in Schulen bewerben, um damit innerschulisch ein Stück weit Karriere zu machen.

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