Schule hat in Nordrhein-Westfalen hat begonnen – mit Präsenzunterricht und großer Skepsis

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DÜSSELDORF. Einschulungsfeiern, volle Klassenzimmer, Getöse auf dem Schulhof – in Nordrhein-Westfalen hat die Schule wieder begonnen. Die Pandemie lässt sich nicht ausblenden. Auch Kritik und Sorgen bleiben.

Das Schuljahr hat begonnen – erneut unter Corona-Bedingungen. (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Mit Mundschutz, Corona-Tests, Freude und Skepsis hat am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen das neue Schuljahr mit Präsenzunterricht begonnen. Pandemiebedingt mussten die rund 2,5 Millionen Schüler altbekannte Schutzmaßnahmen befolgen, sich aber auch auf Änderungen und Neuheiten einstellen. Maskenpflicht galt weiterhin in Klassenraum und Gebäude. Impfungen waren ein großes Thema.

Für ältere Jahrgänge der Sekundarstufe II und das Schulpersonal konnten ab Mittwoch Impfungen an allen weiterführenden Schulen angeboten werden. Da die Ständige Impfkommission (Stiko) seit wenigen Tagen eine Immunisierung auch für die jüngere Gruppe ab zwölf Jahren empfehle, werde man an allen Schulformen ab Sekundarstufe I «niedrigschwellige Impfangebote» für ab Zwölfjährige einrichten, kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an. An Berufsschulen besteht die Möglichkeit bereits.

Gebauer betonte, es gehe zunächst darum, dass die Kinder und Jugendlichen sich wieder an den Präsenzunterricht gewöhnen könnten. Danach beginne die gezielte Förderung. Das Aufholen pandemiebedingter Lernrückstände unterstützen Bund und Land mit hohen Millionensummen. Damit würden etwa Bildungsgutscheine für Schüler oder zusätzliches Personal finanziert.

Nach neuestem Stand sind gut 170 Schulen nach der Flutkatastrophe im Juli durch kleinere bis große Schäden betroffen. Davon konnten laut Ministerium 98 Schulen den Betrieb uneingeschränkt aufnehmen. Bei den restlichen 75 Schulen sei der Start mit Einschränkungen verbunden. An einzelnen Standorten seien Container aufgestellt oder Ausweichstandorte gefunden worden.

Die Leiterin einer Gesamtschule in Münster berichtete, der Unterricht habe «mit viel Routine beim Testen und Tragen der Masken» begonnen. Der sonst übliche Gottesdienst sei wegen der Pandemie ausgefallen. Das Rahmenprogramm zur Begrüßung habe auf dem Schulhof stattgefunden. Auch die neuen Schüler hätten bei den Selbsttests routiniert mitgemacht, schilderte Kathrin Kösters.

Auch für die 166.000 Erstklässler, die am Mittwoch eingeschult wurden oder – je nach Schule – sich noch bis Donnerstag gedulden mussten, galten bereits die Schutzregeln. Danach sind in allen Schulen zwei Tests pro Woche vorgeschrieben, außer für nachweislich Geimpfte und Genesene. Beim Positiv-Test eines einzelnen Schülers muss nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne. Mit Blick auf Gefahren im Straßenverkehr rief die Landesverkehrswacht zu besonderer Vorsicht auf und riet Eltern der i-Dötzchen, den neuen Schulweg mehrfach zu üben.

Deutschlands oberster Schülersprecher Dario Schramm kritisierte eine unzureichende Vorbereitung der Politik. Es sei erschreckend, dass auf der To-Do-Liste noch nahezu dieselben Punkte stünden wie im vergangenen Schuljahr, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz dem «Handelsblatt». Er nannte «Digitalisierung an Schulen, vor allem die Ausstattung mit gutem Wlan, Konzepte zur Kontaktreduzierung, wie etwa mehr Busse und Bahnen, und das große Thema Luftfilter.» Erneute Schulschließungen mit Distanzunterricht müssten unbedingt vermieden werden.

Die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW forderte mehr Planungssicherheit. Es brauche Kriterien, «ab wann Schutzmaßnahmen für die Schulen wegfallen oder verschärft werden müssen.» SPD-Fraktionsvize Jochen Ott verlangte drei Tests pro Woche. Das könne die Chance auf ein durchgehendes Schuljahr in Präsenz erhöhen, zumal die Impfquote unter den zwölf- bis 17-Jährigen recht gering sei. Die Corona-Neuinfektionen stiegen unterdessen auch zu Beginn des neuen Schuljahrs weiter. dpa

Laschet beerdigt Corona: Inzidenzwerte sind ab sofort für den Schulbetrieb in NRW nicht mehr maßgeblich

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49 KOMMENTARE

  1. Die Katastrophe wird nicht lange auf sich warten lassen . Die Maßnahmen sind angesichts einer hochansteckenden Variante völlig unzureichend .

  2. „Gebauer betonte, es gehe zunächst darum, dass die Kinder und Jugendlichen sich wieder an den Präsenzunterricht gewöhnen könnten.“ Also, meine Zwerge hatten seit März Präsenzunterricht, ich verstehe nicht, warum sie sich jetzt wieder „dran gewöhnen“ sollen. Hier wird wieder mit der Behauptung der geschlossenen Schulen bewusst Stimmung gemacht.

    • Die “ geschlossenen Schulen “ geistern schon lange erfolgreich durch die Medien . Dabei waren zum Beispiel die Abschlussklassen bis auf wenige Tage im Präsenzunterricht . So wird Zustimmung zu Gebauers Öffnungsstrategie erschlichen .

  3. Gebauer Gutscheine werden nicht für die Rückstände ausreichen. Erst denken und dann reden…….Sie haben Ihre Zielrichtung verfehlt!

  4. „Beim Positiv-Test eines einzelnen Schülers muss nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne.“

    Das ist hochgradig leichtsinnig, vor allem bei den Grundschülern, wo man Lolli-Pool-Tests macht!

    Am Montag ist der Pooltest positiv. Am Dienstag werden alle individuell getestet. Dabei bekommt man heraus, dass ein Kind positiv ist. Das und dessen Banknachbar geht in Quarantäne. Durch Aerosole haben sich aber am Rest des Montags schon längst viele weitere SuS angesteckt. Am Dienstag waren die natürlich noch nicht positiv, also geht keiner von denen in Quarantäne. Am Donnerstag ist der nächste Pooltest wieder positiv. Am Freitag findet man dann weitere Fälle, während die negativ getesteten weiter zu Schule gehen. Ein gewisser Teil von ihnen hat sich aber am Donnerstag angesteckt. Die werden dann am Montag gefunden usw…

    Ich denke, es gehört keine Phantasie dazu, um zu merken, dass dieses Szenario ziemlich wahrscheinlich ist und NICHT zur Eindämmung von Infektionen beiträgt, sondern eher zum gezielten Durchseuchen.

    Durch das Pooling verbreitet die infizierte Person einen vollen Tag lang ansteckende Aerosole. Die Zeit zum individuellen Test, mit dem sich die meisten „freitesten“, ist dann aber viel zu kurz, als dass die nun neu Infizierten ihrerseits genug Virenlast haben, um selbst positiv getestet zu werden.

    Nach einem positiven Pooltest, der durch die nachfolgenden individuellen Tests als korrekt bestätigt wurde (also mindestens ein Infizierter) müsste man die komplette Klasse für ca. 3-4 Tage in Quarantäne stecken und DANN noch einmal testen.

    • Man darf bei den Verantwortlichen wirklich nicht mit Logik rechnen. Leider.
      Thüringens KM Holter will ja ab der dritten Schulwoche gar nicht mehr testen lassen. Auch eine Testpflicht, wie sie in den meisten Bundesländern nach den Ferien herrscht, lehnt Holter ab mit Verweis auf die ca. 1500 Testverweigerer, die ja dann nicht am Präsenzunterricht teilnehmen dürften. Ach, die Armen ((((( Seine „Logik“: LuL sind geimpft, Für Kinder ist Corona nicht schlimm, und wer Symptome hat, soll sich außerhalb der Schule testen lassen, dafür die Schule nicht verantwortlich.
      Maskenpflicht wird es sicher im Unterricht auch nicht geben. Gibt ja auch viele Maskenverweigerer und Impfgegner in Thüringen. Also voll rein in die nächste Welle, ohne dass wir das Infektionsgeschehen überhaupt irgendwie im Überblick haben können. In etlichen Bundesländern sieht man ja jetzt schon, um wie viel höher die Inzidenz bei den SuS im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist. Wie kann man solche Dummheit ausbremsen??? Viele Fachleute fordern PCR-Pooltests, damit man nicht in eine unkontrollierte Durchseuchung in den Schulen mit Folgen auch für den Rest der Bevölkerung kommt. Und unser KM schwingt sich auf, genau das absolute Gegenteil zu tun. Ich könnte nur noch k…

      • BW ist in den Ferien!
        Laut Stuttgarter Zeitung kommen dort alle Schüler, egal wie alt , nur durch Vorlage z. B. Schülerausweis oder Kopie des Zeugnisses o.ä. ungetestet z.B. in Restaurants, Fitness Studio o.ä.!
        Ferienzeit zählt auch zur Schulzeit!
        In der Schulzeit wurde 2x pro Woche getestet!
        Man habe eine “ pragmatische “ Lösung gesucht, um Eltern einen problemlosen Urlaub mit Kindern zu ermöglichen!
        ??????????? Irre oder?

  5. Das Impfen in der Schule sehe ich skeptisch. Wir sind alle geimpft, hatten aber gute ärztliche Beratung. Und wer jetzt noch nicht geimpft ist, da ist es doch auch Kopfsache. Da will man doch nicht zusätzlich noch sozialen Gruppenzwang. Ansonsten kann ich nur sagen. Business as usual. Mein Sohn hat sich freiwillig zurücksetzen lassen. Zwei weitere Kinder kamen noch dazu für diese Klasse. Also zuerst zum Sekretariat, da dachte ich noch, vielleicht will der Klassenlehrer mitgehen. Nö. Bekam Klasse und Raum mitgeteilt. Dann rein. Schwimmt der Fisch jetzt halt in einem anderen Aquarium. Oder steckt da eine versteckte positive Sache dahinter zur Stärkung der Sozialkompetenz der Kinder dahinter? Man weiß ja nie. So wirkte es nur herzlos und unsozial.

  6. Das Schuljahr läuft bombfazionös an…bei uns eine ganze Reihe von SuS gleich zu m Start positiv getestet (eine der „Multi-Barrieren-Maßnahmen“ unseres Aushilfshobbits und seiner KuMi) – an der Schule eines Freundes (Förderschule GB) sind 3 Klassen komplett in Quarantäne…für ihn und die Kids startet der Schuljahresbeginn erst in 2 Wochen…die Zahlen schießen schon jetzt ins Kraut….aber da geht noch was.

    Aber wir machen so weiter, wie in den letzten 12 Monaten….mit dem Unterschied, dass es kein Abweichen vom eherne Prinzip des Präsenzunterrichts geben wird.
    Meine Detoxication hat geholfen….das Gift wird nun beharrlich wieder zugeführt.
    Es gilt statt AHA+L nun T3 ….“Toi Toi Toi“…. das macht Mut.

    • Willkommen zurück … Leider muss man immer noch sagen : “ Und täglich grüßt der Kultusminister . “ Aber manche von ihnen sind lernfähig : In Hamburg kriegen alle 21000 Klassenräume bis Oktober ihre Luftfilter . 21 Millionen . In NRW brauchen wir das nicht : Wir haben das “ Multi – Barrieren – Konzept “ . Da schafft es kein Virus bis in die Klasse . Also muss man auch nichts rausfiltern …

      • Wir haben Laschet für tolle Wortkreationen… Brückenlockdown
        Neue Normalität
        Lockdown light, der zu vielen vielen Toten im Dezember führte

        Der ist so ein Phrasendrescher, der dabei auch noch gefährlich ist in seiner Verhamlosungsmanagersprech.

        • Dessen Karriere im Herbst ihrem verdienten Ende zugeht : Pleite bei der Bundestagswahl , Rücktritt als CDU – Vorsitzender und hoffentlich auch als Ministerpräsident . Aber wer soll Nachfolger werden ? Laumann ? Den kann man sicher eher als Bauer auf dem Trecker vorstellen …

    • Na endlich mal ein Test bei dem wenigstenseinige Kinder ein positives Ergebnis haben – ansonsten ist das Feedback aufgrund der sonstigen Leistungen ja eher negativ.

  7. Ich frage mich hingegen, was „die Lehrer“ hier in den ganzen sechs Wochen gemacht haben, also außer zeitig freigeimpft in den alljährlichen Skandinavien-Urlaub.

    Null, nada, niente Input bzgl. des neuen Schuljahres (und des ersten Schultags) bis Dienstag Abend +/- 21 Uhr (…).

    • Lehrer haben nichts zu sagen, weil sie moderne Sklaven sind. Und ich habe mich nicht für einen Urlaub freigeimpft, sondern um meinen Beruf ausüben zu können ohne schwer zu erkranken. Kontakte und so…
      Dass in den Schulen nichts getan wurde, liegt an der Politik. Da wir ja unsere Ausstattung komplett selbst bezahlen, wäre der eine oder andere sicher bereit Luftfilter anzuschaffen auf eigene Kosten. Die Geräte in den Schulen zu betreiben ist allerdings verboten.
      Sklaverei eben.

    • Mein alljährlicher Skandinavienurlaub war schön. Zeitig geimpft war ich auch, hat aber an der Grenze niemanden interessiert.
      Was hätte ich jetzt Ihrer Meinung nach in Sachen Corona noch unternehmen können und sollen? Luftfilter mit Materialien aus dem Baumarkt bauen?

    • Ich frage mich, was die Schüler die ganzen sechs Wochen gemacht haben? Außer Urlaub mit Familie. Ungeimpft.

      Ich habe nix gemacht, komplett ohne schlechtes Gewissen habe ich mich von dem Scheiß der letzten Monate erholt.

      Kann man mir vorwerfen. Mir lulu, man wird durch den Umgang mit Lehrkräften auch dickfelliger und nimmt seine Rechte reichlicher wahr, weil die Pflichten und Ausnutzungen dieser einfach zu diesem Ergebnis führen.
      Schüler, die immer eine Fünf bekommen, machen auch nichts mehr.

    • Was genau sollten denn „die Lehrer“ Ihrer Meinung nach tun? Offizielle Mails an Eltern können nun mal erst geschickt werden, wenn das Ministerium sie veröffentlicht hat. Die letzte kam übrigens am Dienstag am späten Nachmittag…

    • Was machen die Lehrer in den 6 Wochen Urlaub?
      Nun, das was jeder andere Arbeitnehmer auch macht:
      Büros (Klassen- und Fachräume), Werkstatt und Lager aufräumen und grundreinigen, verschiedene Einsatzpläne ausarbeiten, um für jede Eventualität gerüstet zu sein, Personal suchen ( Umfrage im erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis) damit der Betrieb nach dem Urlaub eventuell möglicherweise weitergehen kann und dann Warten auf die Anweisungen von oben!
      Ach ja, Luftfilter für die Arbeitsräume bei Amazon bestellen und über die eigene Kreditkarte bezahlen. (Nee, das war jetzt nur Spaß!)
      Also, ja! Dasselbe wie jeder andere Arbeitnehmer auch!!!

    • Die Lehrer? Was können die denn machen? Das Kultusministerium arbeitet von uns komplett unabhängig – und außerdem: Machen Sie keinen Urlaub, wenn Sie Urlaub haben?

    • 28 Tage Urlaub nehmen und in der restlichen Zeit Überstunden durch Freizeitausgleich abbauen. – Also genau das tun, was vom Arbeitgeber/Dienstherren erwartet wird.
      Und nicht vergessen, während der unterrichtsfreien Tage Gehalt/Besoldung kassieren …, also was will man mehr – außer vielleicht Urlaubsgeld:)

    • Mir war nicht bewusst, dass für die Erstellung und Aushändigung von Materiallisten, Stundenplänen und co. das Bildungsministerium zuständig ist.

      Interessant jedoch bleibt: Nur getroffene Hunde bellen.

      • Welche Materiallisten?

        Stundenpläne können auch erst erstellt werden, wenn das Land mitteilt, mit wie viel Personal man denn an den Start gehen darf und der Schulträger sagt, welche Räume zur Verfügung stehen. Ggf. muss mit dem Gesundheitsamt geregelt werden, wie die Hygienekonzepte umsetzbar sind.

  8. Tja und wenn die Testungen und Masken ganz fallen, dafür dann die Quarantäneregeln aufgeweicht werden, nur noch die am nächsten sitzenden SuS in Quarantäne gehen, symptomlose SuS eh nicht getestet werden, ….ja dann wird es erst richtig lustig!
    T3 lässt grüßen.

  9. Sie haben ihren “ wirklich wohlverdienten Urlaub “ genommen! Diese 6 Wochen sind tatsächlich nur als einziger Urlaub zu sehen, obwohl davor die1. und die letzte Woche auch wieder mit Arbeiten für die Schule gefüllt sind!
    Die restlichen Schülerferien im Schuljahr sind nur unterrichtsfreie Zeit für die Lehrkräfte!
    Da werden zum Beispiel die vermehrt vor den Ferien geschriebenen Klassenarbeiten korrigiert oder Projektarbeit vorbereitet, neues Material hergestellt, Fachbücher gelesen, Arbeitsplatz wieder in Ordnung gebracht und Unterricht vorbereitet!
    Auch Lehrer haben ein Recht auf Urlaub, vor allem nach diesem Schuljahr!

  10. Die Impfaktion an Schulen hat in meiner Klasse nicht einen Freiwilligen hervorgebracht. Vier sind schon geimpft, der Rest total uninteressiert.

    • War bei mir auch so, plus völligem Desinteresse an der „Extrazeit zum Lernen“, für die wir werben sollen. Tja, die SuS haben genausowenig Bock auf Schule in den Ferien wie vorher von LuL erwartet. Und geimpft werden wollen längst nicht alle. Fazit: Bleibt weiter nur Frieren im Winter und Maske tragen plus Tests. Toller Fortschritt

  11. Lese gerade auf wdr.de:

    ´12.41 Uhr: Trennwände im NRW-Landtag wieder abgebaut
    Gut ein Jahr nach der Installation von Acrylglaskabinen im Düsseldorfer Landtag sind die Trennwände zwischen den Abgeordneten vorerst wieder Geschichte. Der Abbau der Kabinen im Plenarsaal sei abgeschlossen, sagte heute ein Landtagssprecher. In den Ausschussräumen bleiben die Trennwände bestehen. Die mobilen Acrylkabinen waren im vergangenen Juni wegen der Corona-Pandemie aufgestellt worden, damit alle 199 Abgeordneten wieder zusammenkommen konnten. Vorher hatte der Landtag drei Monate im Notbetrieb getagt.
    Mit Verweis auf „die steigende Impfquote, das frühzeitige Impfangebot an die Mitglieder des Landtags und ein kontrollierbares Infektionsgeschehen“ hatte der Krisenstab Pandemie vergangene Woche beschlossen, dass die Kabinen im Plenarsaal wieder wegkommen. Der Hintergrund: Im Plenarsaal – belüftet und mit Filtern ausgerüstet – gilt eine feste Sitzordnung. Bei einem positiven Test würden die unmittelbaren Sitznachbarn informiert. Am Platz müssen die Abgeordneten laut Landtag keine Maske tragen.„

    Vielleicht können sie die ja an die Schulen in NRW schicken. Wäre doch mal was.

    • ach, die behalten die für schlechte Zeiten. Sobald die Inzidenz wieder steigt und sich ein mulmiges Gefühl bei denen breit macht. Also, sobald es so ist, wie im Schulraumumfeld.

  12. So, so, kontrollierbares Infektionsgeschehen also. NRW färbt sich auf der Infektionskarte gerade massiv rot, große Städte stehen auf der Hotspotliste und in vielen Schulen gab es direkt am ersten Schultag mindestens 1 positiven Fall. Aber ist ja alles ganz easy, die Krankenhäuser sind ja noch leer.

  13. Unser Jüngster wurde heute eingeschult. Die Schule hat uns bei den klassenweisen und zeitlich versetzten Einschulungsveranstaltung ein sehr klares und gut konzeptioniertes Prozedere vorgestellt, welches ein wöchentliches Testen eines jeden Schülers mit dem Lolli-Test vorgibt.
    Bei einem positiven Test erhalten die Schüler eine E-Mail oder eine telefonische Benachrichtigung mit der Bitte um eine Einzeltestung zur Erfassung der möglicherweise Infizierten. In den geschlossenen Gebäudeteilen besteht der Zwang zum Tragen medizinischer Masken. Außerdem wurden zahlreiche Luftreinigungsgeräte angeschafft, die zusätzlich zum intermittierenden Stoßlüften zum Einsatz kommen.

    • Das ist kein neues, tolles Konzept der entsprechenden Schule, sondern wurde bereits eine ganze Weile vor den Sommerferien in NRW überall so geregelt – abgesehen davon, dass noch nicht alle Schulen Luftfilter haben/hatten. Ändert nur leider nichts daran, dass die Kinder und KollegInnen aufgrund der Pooltestung im Zweifelsfall den ganzen Vormittag über mit einem infizierten Kind in der Klasse sitzen und nun zu allem Übel nur noch die „Umsitzerquarantäne“ greift.

  14. Ich glaube, dieses „klar strukturierte Prozedere“ bzw. das Hygienekonzept gibt es an allen Schulen – wie halt dann die Realität aussieht und wie sich an das Konzept gehalten wird bzw. gehalten werden kann, steht auf einem anderen Blatt.

    Die Anschaffung der Luftreinigungsgeräte ist ja mal eine tolle Sache und sollte überall Standard sein!

  15. Corona
    Alles Schwachsinn.
    Maskenattest für meine große habe ich schon.
    Geimpft wird sie nicht.
    Der Wahnsinn der Bundesregierung muss endlich gestoppt werden.
    Unsere Kinder werden gequält, mit Absicht zu gut funktionierenden Robotern, das heißt zu Personen ohne eigenes Denken und Handeln erzogen.
    Dieser Wahnsinn muss gestoppt werden

  16. @ Jasmin 20. August 2021 um 04:23

    um 04:23 … Nicht unbedingt atemlos, aber dafür realitätsfremd durch die Nacht.
    Einfach mal drüber schlafen.

  17. Ich breche erst mal eine Lanze für die Lehrer. Wir haben 2 super lehrerinnen die enormes leisten müssen. Am Mittwoch beim ersten pooltest wurde direkt positiv getestet. Mittwoch Abend wurden pcr test zu den Adressen der Kinder gebracht. Diese mussten Donnerstags zwuschen 8 und 9 Uhr in der schule abgegeben werden. Wir standen mit den Tests da und es wurden Fähnchen für die Einschulung der Erstklässler aufgehängt. Bis Freitag abend hatten wir noch kein Ergebnis von den Tests. Das Gesundheitsamt hat natürlich auch noch keine Massgabe herausgegeben (denke mal frühes Wochenende). Montag gehen wir dann auch wieder in den Distanzunterricht. Unsere Lehrerinnen mussten wieder für jedes Kind neue Mappe mit Material bestücken. Jede Adresse wurde 2 mal angefahren. Also ich finde das sehr viel Aufwand für die Lehrer. Für jede Aktivität braucht man einen negativen schnelltest . Warum nicht für den ersten Schultag nach den Ferien? Nrws Kultusministerin ist eine voll Katastrophe. Fluschett noch viel schlimmer. So bekommen die das auf jeden Fall nicht in den Griff, das ist mal sicher.

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