Kinderärzte-Verband fordert: Druck auf ungeimpfte Lehrer erhöhen

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Die Länder sollten ihre Lehrer aus Sicht von Kinder- und Jugendärzten dazu verpflichten, Auskunft über ihren Corona-Impfstatus zu geben. «Inzwischen zeigt man bei jedem Restaurant- und Kinobesuch seinen Impfausweis. Warum soll das nicht auch in der Schule möglich sein, wo es ein wichtiger Baustein für die Sicherheit unserer Kinder wäre?», sagte Axel Gerschlauer, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein (BVKJ) der «Rheinischen Post».

Tragen vor allem Lehrkräfte Infektionen in Schulen herein? Der Kinderärzte-Verband behauptet das. Foto: Shutterstock

Der Bundestag hatte am Dienstag beschlossen, dass Arbeitgeber von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können, wie News4teachers berichtete. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Gerschlauer forderte, der Druck auf die Ungeimpften müsse steigen. «Der beste Schutz für ungeimpfte Kinder sind geimpfte Erwachsene. Das gilt vor allem für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher.» Die Ausbrüche an Schulen seien meist von außen über die Erwachsenen ausgelöst worden, behauptete er. dpa

Kinderärzte fordern „Normalität“ – heißt: Schüler nicht mehr in Schulen testen

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eldorado
1 Jahr zuvor

Ist das derselbe Ärzteverband, der noch vor kurzem nach offenen Schulen geschrien hat, weil der Virus für Kinder doch so harmlos sei?

Mika
1 Jahr zuvor

Na jetzt sollten sich die Kinderärzte aber mal einigen: ist Corona nun doch gefährlich für Kinder und Jugendliche, so dass sie vor ungeimpften Erwachsenen geschützt werden müssen? Bis jetzt höre ich, siehe den letzten Einwurf von Herrn Maske zur Quarantäne, dass Corona für seine Kundschaft fast nicht bemerkbar und nur gaaaaanz selten ärztliche Behandlung nach sich zieht.
Und die Frage, die sich mir förmlich aufdrängt, ist die folgende: wo bleibt die Forderung der Kinderärzte nach der Impfpflicht für die Eltern der schutzbedürftigen Kinder? Diese haben doch den engeren Kontakt zu ihren Kindern – eine Übertragung ist hier doch viel wahrscheinlicher?
An unsere Schwurbelposter: ich bin absoluter Impfbefürworter und habe mir den Piks abgeholt, sobald ich dran war. Um jedoch eine Impfpflicht für Lehrer und Erzieher zu begründen, braucht es aus meiner Sicht jedoch Einigkeit darüber, ob diese Impfung der Lehrer und Erzieher für die Gesundheit der Kinder medizinisch notwendig ist, und welche gesellschaftlichen Gruppen, die im Kontakt mit diesen Kindern sind, dann ebenfalls der Impfpflicht unterliegen. Dazu gehören dann neben den Eltern auch Trainer, Ärzte, Mitarbeiter der Schulen und Horte wie z.B. in der Essensausgabe oder der Hausmeister, Mitarbeiter im Schülerverkehr, …

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Oh verdammte Hacke, Lesekompetenz…
Ich hab statt Auskunftspflicht Impfpflicht gelesen… na mal sehen, ich denke, die Forderung wird auch bald kommen – nehmt den Post einfach als Blick in die Zukunft

Alla
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Da Gerschauer fordert, der Druck auf Ungeimpfte müsse steigen, das gelte vor allem für LuL und EuE, liegen Sie, Mika, ja nicht mal so daneben.
Zwar sind über 95% dieser Menschen eh schon geimpft oder genesen, macht sich aber gut, das Lehrer-Bashing!
Dass die Kinder viel mehr Kontakte als diese haben, haben Sie ja schon aufgeführt.
Andererseits werden zumindest Kinder unter 12 ja gar nicht krank!
Verstehe einer diese Kinderärzte!

Andre Hog
1 Jahr zuvor

Das lässt einen ohne Worte zurück!!

Wie dreist und dumm (meine „Lieblingskombination“ bzgl abweichenden Verhaltens) kann man eigentlich sein.

Ich gehe mal in mein Keramikstübchen um mich mal herzhaft zu übergeben und dann nehme ich noch ne Dosis von meinen Blutdrucksenkern.

Die Elfe
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Andre Hog- gerade ntv am Morgen: Chef der kassenärztlichen Vereinigung begrüßt die Qzarantäneregelung in NRW und der Vertreter der Kinderärzt*innen, Herr Maske, ebenso. Unisono: Kinder erkranken äußerst selten schwer an Corona (in Deutschland, in den USA sei das anders). Die psychischen Folgen einer Quarantäne seien schwerwiegender, als eine mögliche Long-Covid-Erkrankung. Tja, da damit wissen wir ja jetzt Bescheid……die Folgen dieser Meinungspolitik erreichen uns möglicherweise erst Wochen später. Mögliche Virus-Mutanten auch.

Alla
1 Jahr zuvor

Irgendwie verstehe ich da etwas nicht!
Für jeden, der sich für länger als wenige Minuten in der Schule zwischen den Schülern aufhält, gilt GGG. Das wird auch überprüft.
Das gilt für LuL, Schulassistenz, Sozialarbeiter, Schulbegleiter, Hilfskräfte, Praktikanten, Hausmeister etc.
Die SL weiß also sehr genau über den Status der Mitarbeiter Bescheid!
Auch für Elternabende gilt GGG und auch das wird überprüft.
Ebenso für Einschulung usw. Auch das wird überprüft.

Wo ist jetzt das Problem?

Anne
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alla

Nirgends, aber man musste noch mal unterbringen, dass Infektionen von bösen Erwachsenen in die Schulen getragen werden.

Lanayah
1 Jahr zuvor

Ist denn die Impfquote bei Kinderärzten auch so sagenhaft hoch, wie bei Lehrern und Erziehern?

Andi
1 Jahr zuvor

Stellvertreter- Diskussion! Reiner Mumpitz und überflüssig, darauf zu antworten.
Unabhängig davon muss eine Impfpflicht her.

Anne
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andi

Sehe ich auch so, sofortige Impfpflicht – für Eltern. Die verbringen nämlich viel mehr Zeit mit ihrem Kind als LK.

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Kinder und Jugendliche bilden, zahlenmäßig betrachtet, eine gesellschaftlich relevante Gruppe. Wenn man zu ihrem Schutz eine Imfpflicht begründen will, muss diese zwangsläufig die gesamte Gesellschaft erfassen, da (mittelbare und unmittelbare) Kontakte zwischen der Gruppe „Kind/Jugendlicher“ und anderen Gruppen nicht auszuschließen sind.

Anne
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Richtig, gefordert wird aber immer nur eine Impfpflicht für Lehrer / Erzieher. Dabei mussten wir uns doch Ewigkeiten anhören, dass Kinder gar nicht krank werden und eine Höherpriorisierung der LK beim Impfen eine völlige Unverschämtheit sei. Außerdem kann Corona für Kinder tatsächlich nicht so schlimm sein, jetzt, wo jedes Bundesland beschließt, dass nur noch infizierte Kinder in Quarantäne gehen müssen. Das, was Andi und andere da fordern, ist im übrigen mal wieder einfach nur „draufhauen auf Lehrer“, da will man einfach nicht sehen, dass LK sich schon aus reinem Selbstschutz längst haben impfen lassen. Der Arbeitgeben schützt uns nämlich nicht!

Mika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Wir sind da beide einer Meinung, siehe mein Post weiter oben zu diesem Thema.

Katinka
1 Jahr zuvor

Ich als Lehrerin fordere: Den Druck auf ungeimpfte Eltern erhöhen!

Bei den LehrerInnen ist laut Umfragen eine Impfquote von >90% erreicht, wie schaut‘s bei den Eltern aus?

Klugscheisser
1 Jahr zuvor

Das tolle an der Forderung ist doch, dass man geimpfte Lehrer nicht mehr testen braucht.

Impfdurchbruch? Egal, Hauptsache die Lehrer sind die Bösen in dem Szenario.
Egal, ob sie frühere Impfungen für sich wollten,
mehr Investment in Digitalisierung der Schulen und Endgeräte,
Schüler gerne VOR der Schule getestet haben wollen (eine Klasse voller niesender Schüler ist echt Mist), oder
Schüler überhaupt getestet haben wollen…

Lehrer sind per se unverschämte Egomanen. Und die KMs sind dankbar für die diese Berichterstattungen. So kommen sie besser bei weg.

Aristos
1 Jahr zuvor

Alleine die Aussage, Druck zu erhöhen, egal in welchem Kontext, ist äußerst fragwürdig. Man sollte andere Menschen nicht unter Druck setzen, und wenn man Mediziner ist, schon Mal sowieso nicht. Armutszeugnis.